Ombudsmann Immobilien im IVD legt Jahresbericht 2010/2011 vor

24.02.2012

Rund 90 Beschwerdefälle im Berichtsjahr - Ombudsmann Immobilien seit drei Jahren tätig - Spürbarer Beitrag zum Verbraucherschutz

Der Ombudsmann Immobilien im Immobilienverband IVD hat seinen Jahresbericht vorgelegt. Rund 90 Beschwerdefälle haben den Ombudsmann 2011 erreicht. „In den überwiegenden Fällen konnte das Streitpotential zwischen Unternehmern und Verbrauchern wesentlich abgebaut werden“, sagt Dr. Peter Breiholdt, Ombudsmann Immobilien. Seit 2008 nimmt sich der Ombudsmann Verbraucherbeschwerden an und erteilt Rat in Streitfällen mit Mitgliedsunternehmen des IVD. Der Ombudsmann führt dabei als neutrale Stelle eine gründliche rechtliche Prüfung durch und teilt den Streitenden das Ergebnis sowie die dafür maßgeblichen Gründe mit.

Das Verfahren ist wie bei den meisten Ombudsmannstellen in Deutschland freiwillig, die IVD-Mitglieder verpflichten sich jedoch, zu dem jeweiligen Beschwerdevorgang schriftlich Stellung zu beziehen. „Ziel ist es, immer dann gute Dienste zu leisten, wenn ein Streit durch gegenseitiges Nachgeben zu einer einvernehmlichen Lösung geführt werden kann“, sagt Breiholdt. „Schlichten statt richten steht also im Vordergrund.“ Zudem werden die immobilienwirtschaftlichen Zusammenhänge so erklärt, dass sie dem Verbraucher verständlich werden.

Bei der überwiegenden Zahl der Fälle handelt es sich um Verbraucherbeschwerden gegenüber Immobilienmaklern, erheblich weniger um Beschwerden gegenüber Immobilienverwaltern und Immobilienbewertungssachverständigen. Häufigster Beschwerdegrund waren dabei Provisionsforderungen von Maklern, die nach Meinung der Verbraucher nicht gerechtfertigt waren. Mehrfach wurde im Berichtsjahr auch eine vermeintlich unzulässige Doppeltätigkeit des Maklers gerügt. „Erfreulich war, dass auch in diesem Jahr die Beteiligten die gesetzten Fristen zur Stellungnahme und oder zur Vorlage von Unterlagen eingehalten haben“, erläutert Breiholdt. „Die Antwortschreiben der Verbraucher lassen zudem darauf schließen, dass ein stärkerer Verbraucherschutz erreicht werden konnte.“

Seit Gründung der Beschwerdestelle vor drei Jahren wurden rund 260 Fälle vorgebracht. „Die Anzahl der vorgelegten Fälle weist daraufhin, dass sich das Ansehen der Immobilienberufe in Deutschland von anderen wirtschaftlich und freiberuflich tätigen Arbeitsfeldern nicht wesentlich unterscheidet“, erklär der Hamburger Jurist. Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass eine größere Anzahl der schriftlichen Beschwerden keine IVD Mitglieder betraf. „Alles in allem haben insbesondere die Einrichtung der Ombudsmannstelle und der verpflichtende Abschluss einer Vertrauensschadensversicherung zu einer erheblichen Imageverbesserung von IVD-Mitgliedern geführt“, resümiert Breiholdt.

Die Ombudsstelle Immobilien im IVD wurde im Oktober 2008 eingerichtet. Seitdem haben Kunden von Mitgliedsunternehmen des IVD die Möglichkeit, sich bei Meinungsverschiedenheit an einen neutralen Dritten zu wenden. Das Amt des Ombudsmanns bekleidet seit Einrichtung Dr. Peter Breiholdt, der seit rund 45 Jahren als selbstständiger Anwalt tätig ist. Seine arbeitsrechtliche Unabhängigkeit vom IVD stellt seine Neutralität bei Entscheidungen sicher.

Der vollständige Bericht des Ombudsmanns Immobilien im IVD kann bei der Geschäftsstelle des Ombudsmanns bestellt werden oder unter www.ombudsmann-immobilien.net eingesehen werden.

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