IVD-Online-Newsletter

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand! Wir informieren Sie regelmäßig über anstehende Gesetzesänderungen, Verbandsangelegenheiten und vieles mehr rund um die Immobilie...

Bitte füllen Sie die Informationen für Ihr Konto aus.

Die Felder, die mit einem Stern (*) markiert sind, müssen ausgefüllt werden!

 

 

 

IVD-Online-Newsletter im Überblick

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe September 2014

Inhalt
1. IVD kämpft weiter für den Sachkundenachweis - RDM überraschend dagegen
2. 100 Tage Widerrufsrecht
3. Große Resonanz beim Parlamentarischen Abend des IVD
4. Gabriel räumt Ausnahmen von der Mietpreisbremse ein
5. Mieten oder kaufen? – Der IVD-Investitionsrechner
6. Der IVD auf der EXPO REAL 2014
7. Gewinner des FIABCI Prix d´Excellence Germany 2014
8. Frau.Macht.Immobilien.: VISIONALE 2014 – „Rhein verbunden“
9. IVD-Verwaltertag für Unternehmer 2014
10. Familienwohnheim
11. Geschäftsveräußerung im Ganzen: Ferienwohnung
12. Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes, Nichtanwendungsgesetz

1. IVD kämpft weiter für den Sachkundenachweis - RDM überraschend dagegen
Am 12. August folgte der IVD erneut der Einladung des Bundesumweltministeriums und diskutierte mit verschiedenen Vertretern des Bundeswirtschafts- und des Bundesumweltministeriums über die Einführung eines Sachkundenachweises für Immobilienverwalter und –makler. Während der IVD mit einer Reihe von Argumenten dazu aufforderte, den Fachkundenachweis endlich gesetzlich zu verankern, sprach sich der RDM, der ebenfalls zu dem Treffen erschienen war, leider überraschend gegen eine Berufszugangsregelung aus. Weitere Informationen zur Anhörung finden Sie hier.

2. 100 Tage Widerrufsrecht
Übermorgen ist das Widerrufsrecht 100 Tage in Kraft. 100 Tage an denen die Wettbewerbsrechtshotline des IVD nicht mehr still stand, Seminare über die Umsetzung der EU-Verbraucherrechte-Richtlinie in Stadthallen verlegt werden mussten und zwielichtige Rechtsanwälte Immobilienkäufern anboten, Maklerverträge kostenlos auf eine Widerrufsmöglichkeit prüfen zu lassen. Im Interview mit Dr. Christian Osthus, Leiter der Rechtsabteilung im IVD, ziehen wir ein Resümee.

3. Große Resonanz beim Parlamentarischen Abend des IVD
Vergangene Woche lud der IVD Bundesverband zum parlamentarischen Abend ein. Insgesamt nahmen 16 Bundestagsabgeordnete der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der CDU/CSU Bundestagsfraktion teil. Im Gespräch mit dem IVD-Präsidium und den Regionalvorständen wurden alle aktuellen politischen Themen des IVD ausführlich erörtert - vom Bestellerprinzip über die Mietpreisbremse und dem Sach- und Fachkundenachweis bis hin zum Bündnis für Wohnen. Zudem konnte der IVD seine immobilienökonomische Kompetenz unter Beweis stellen und aktuelle Marktdaten präsentieren und analysieren. Die Abgeordneten erhielten so die Gelegenheit, den IVD umfassend kennenzulernen.

4. Gabriel räumt Ausnahmen von der Mietpreisbremse ein
Auf einer Klausurtagung der SPD-Parteispitze Ende August bestätigte der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel, dass der Neubau komplett von der Mietpreisbremse ausgenommen werde.

5. Mieten oder kaufen? – Der IVD-Investitionsrechner
Mit dem IVD-Immobilieninvestitionsrechner können Sie die Vorteilhaftigkeit des Kaufs einer selbstgenutzten Immobilie gegenüber der Miete wissenschaftlich fundiert vergleichen.

Der IVD-Investitionsrechner ist kostenlos verfügbar und kann direkt im Internetbrowser genutzt werden.

6. Der IVD auf der EXPO REAL 2014
Die Messe EXPO REAL München ist die größte internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen und der IVD ist gleich doppelt vertreten. Kommen Sie uns in Halle A1, IVD-Stand 130 oder in Halle B2, BID-Stand 220 besuchen. Das hochkarätig besetzte Standprogramm finden Sie auf der Homepage des IVD. Wir freuen uns auf Sie!

7. Gewinner des FIABCI Prix d´Excellence Germany 2014
Die Goldgewinner des FIABCI Prix d´Excellence Germany 2014 sind die Tanzenden Türme Hamburg im Bereich Gewerbe und die Raphaelhöfe Soers Aachen im Bereich Wohnen. Diese werden als deutscher Beitrag in die FIABCI Prix d'Excellence International Awards 2015 eingereicht, deren Preisverleihung im Mai 2015 in Kuala Lumpur, Malaysia, stattfindet.

Eine Übersicht über alle Gewinner finden Sie hier.

8. Frau.Macht.Immobilien.: VISIONALE 2014 – „Rhein verbunden“
Unter dem Motto „Rhein verbunden“ findet am 07. und 08. November 2014 der elfte Bundeskongress der Frauen in der Immobilienwirtschaft, die VISIONALE 2014, erstmals in zwei Städten gleichzeitig statt: Köln und Düsseldorf.

Der Bundeskongress der Immobilienfrauen ist eine nationale Veranstaltung mit dem Ziel, Expertinnen der Branche miteinander zu vernetzen, ihre berufliche Weiterentwicklung, ihre Präsenz und ihren Einfluss in der Immobilienwirtschaft zu fördern und dabei aktuelle Themen und Trends der Immobilienbranche aufzugreifen.

9. IVD-Verwaltertag für Unternehmer 2014
In diesem Jahr findet die Fachtagung für Verwalter am 6. und 7. November im Crown Plaza Hotel in Hannover statt. Die Veranstaltung bietet Inhabern, Geschäftsführern und Prokuristen mittelständischer Unternehmen ein informatives und abwechslungsreiches Programm.

Hier können Sie sich anmelden.

10. Familienwohnheim
Stirbt der Ehegatte oder Lebenspartner und vererbt das Familienwohnheim an den Partner, ist das selbstgenutzte Eigentum von der Erbschaftsteuer sachlich befreit. Erhält der überlebende Ehegatte nur ein Wohnrecht, greift die Steuerbefreiung nicht. Das entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 3. Juni 2014 (Az. II R 45/12). Hier lesen Sie eine Kommentierung vom Leiter Abteilung Steuern im IVD, Hans Joachim Beck.

11. Geschäftsveräußerung im Ganzen: Ferienwohnung
Die Veräußerung einer Ferienwohnung, die an ständig wechselnde Feriengäste vermietet wird, ist eine Geschäftsveräußerung im Ganzen, auch wenn die Wohnung im Zeitpunkt der Veräußerung leer stand. Das entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 5. Juni 2014 (AZ. V R 10/13). Hier lesen Sie eine Kommentierung vom Leiter Abteilung Steuern im IVD, Hans Joachim Beck.

12. Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes, Nichtanwendungsgesetz
Das Grunderwerbsteuergesetz soll durch das Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften geändert werden. Damit soll die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs rückgängig gemacht werden.

Hier lesen Sie weitere Informationen vom Leiter Abteilung Steuern im IVD, Hans Joachim Beck

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe August 2014

Inhalt:
1. Mietpreisbremse: Maas kündigt Ausnahmen für den Neubau an
2. Neuer Abmahner zur EnEV 2014
3. IVD-Merkblatt zur EnEV 2014
4. Maas will Modernisierungsmieterhöhungen zeitlich befristen
5. Der IVD auf der EXPO REAL 2014
6. Endspurt: Nur noch gut 1300 Unterschriften gegen das falsche Bestellerprinzip…
7. Save the date: Der IVD-Unternehmertag für Verwalter
8. Verleihung des FIABCI Prix d'Excellence Awards
9. Mieterbonitätsauskunft + Mietausfallschutz vermeiden Risiken für Vermieter
10. BGH: Wohnraum oder Gewerberaum?
11. BGH: Klage bei unwahrscheinlichem Schadenseintritt unzulässig
12. FG: Beseitigung von Mietschäden sind keine Werbungskosten
13. Umsatzsteuer: Zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen
14. Öffentliche Ausschreibung zum Abschluss eines Maklervertrags

1. Mietpreisbremse: Maas kündigt Ausnahmen für den Neubau an

Justizminister Heiko Maas (SPD) hat angekündigt, dass die Mietpreisbremse generell nicht für Neubauten gelten solle. Nach dem vom Justizministerium vorgelegten Referentenentwurf sollte ursprünglich nur die Erstvermietung von der Mietpreisbremse ausgenommen werden. Anschlussvermietungen hätten sich demnach an der Vormiete oder der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren müssen. Wirtschaftsexperten, Verbände, der Koalitionspartner und zuletzt auch Parteifreunde aus den eigenen Reihen hatten eindringlich vor der Gefahr gewarnt, dass die Mietpreisbremse den Neubau von Wohnungen abwürgt und damit das Problem steigender Mietern verschärft, statt es abzumildern. Der Minister hat sich nun offensichtlich überzeugen lassen und will nachbessern. Der IVD schlägt vor, nach der neuen Regelung sämtliche Wohnungen als Neubau zu definieren, die nach dem Regierungsbeschluss oder nach Inkrafttreten der Regelung erstmals vermietet wurden.

2. Neuer Abmahner zur EnEV 2014

Frau Martina Zweiniger aus Berlin lässt aktuell über die Rechtsanwaltskanzlei Gilliand & Collegen Immobilienwerbung mit fehlenden – oder auch nur angeblich fehlenden – Angaben zu den Energiekennwerten von Immobilien abmahnen. Die Anwälte prüfen nicht genau und haben Anzeigen abgemahnt, die die Angaben enthielten oder aus denen hervorging, dass es sich um Immobilien handelt, die von den Vorgaben der EnEV ausgenommen sind. Martina Zweiniger ist im Internet nicht als Immobilienmaklerin auffindbar.
Wenn Sie eine Abmahnung bekommen haben, melden Sie sich bitte umgehend bei der Wettbewerbshotline des IVD und übermitteln die Abmahnung an koch@ivd.net oder per Fax an 0209/9414533.

3. IVD-Merkblatt zur EnEV 2014

Wer ist für die energetischen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen verantwortlich? Muss bei im Bau befindlichen Gebäuden auch mit den Pflichtangaben geworben werden? Was muss der Makler tun, wenn kein Energieausweis vorliegt? Und wer verfolgt die Ordnungswidrigkeiten aus der EnEV 2014?

Antworten zu den 44 wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund um die EnEV 2014 finden Sie in unserem "Merkblatt EnEV 2014 - Tipps für Makler und Verwalter", das Sie im Webshop zum Preis von 4,95 Euro erwerben können. IVD-Mitglieder haben den Fragen- und Antwortkatalog bereits in der Juni-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins nachlesen können. Außerdem steht er kostenlos als Download im Mitgliederbereich der Homepage zur Verfügung.

Wenn es um die Verwendung alter Energieausweise geht, bieten auch die offiziellen Arbeitshilfen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie Hilfestellungen (bitte FireFox-Browser verwenden; ansonsten www.bundesanzeiger.de, Suchbegriff: BAnz AT 30.04.2014 B1).

4. Maas will Modernisierungsmieterhöhungen zeitlich befristen

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat dem Koalitionsvertrag entsprechend in einem Interview noch einmal bekräftigt, dass Modernisierungskosten künftig nur noch „bis zu zehn Prozent und längstens, bis der Vermieter seine Aufwendungen gedeckt hat“, auf die Miete umgelegt werden dürfen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, lohnen sich Investitionen in eine Modernsierung nicht mehr, prognostiziert der IVD. Auch angesichts der ehrgeizigen Klimaschutz- und Energieeinsparziele der Bundesregierung wäre eine zeitliche Befristung das falsche Signal. Eine zeitliche Begrenzung einer Mieterhöhung würde das Wesen der Miete zudem in Frage stellen, da sich die Mietsache dauerhaft ändert, der Mieter für die Verbesserung aber nur begrenzt zahlen soll. Auch viele weitere Fragen, zum Beispiel wie der Amortisationszeitpunkt berechnet werden soll, müssen noch beantwortet werden. Denn zu den tatsächlichen Aufwendungen gehören neben der Abschreibung auch Zinsen sowie die Instandhaltungskosten, die auf die wertverbessernden Maßnahmen anfallen.

5. Der IVD auf der EXPO REAL 2014

Die Messe EXPO REAL München ist die größte internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen. Zahlreiche Aussteller präsentieren auf der Messe ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Immobilienwirtschaft.  Auch der IVD wird wieder gemeinsam mit dem Partner Immonet mit einem Stand vertreten sein. Der IVD/Immonet-Stand gehört traditionell zu den größten und am meisten besuchten Ständen der Messe. Das Standkonzept überzeugt: Neben dem IVD und Immonet präsentieren auch Mitglieder und Partner ihre Dienstleistungen. Besuchen Sie uns in Halle A1, Stand 130.

In Halle B2, Stand 220 ist der IVD ebenfalls vertreten. Hier befindet sich der Stand der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), dessen Vorsitz in diesem Jahr der IVD innehat. Im Mittelpunkt des hochkarätig besetzten Standprogramms steht die Immobilienpolitik.

Tickets können Sie auf der Homepage der EXPO REAL kaufen.

6. Endspurt: Nur noch gut 1300 Unterschriften gegen das falsche Bestellerprinzip…

…bis das Ziel der IVD-Online-Petition von 10.000 Stimmen erreicht ist! Während Justizminister Heiko Maas (SPD) bei der Mietpreisbremse Nachbesserungen angekündigt hat, bleibt der Widerspruch zwischen dem Wunsch nach einem ehrlichen Bestellerprinzip, wie es der Koalitionsvertrag und auch der Minister selber formuliert haben, und dem aktuellen Entwurf bestehen. Daher fordert der IVD Bundesverband die Bundesregierung auf, das geplante Bestellerprinzip für Immobilienmakler nicht einzuführen.

So können Sie den IVD bei der Sammlung der noch fehlenden Unterschriften unterstützen:

•    Binden Sie die Petition auf Ihrer Website ein (unten auf der Seite)
•    Verbreiten Sie die Petition online
•    Laden Sie Unterschriftenbögen herunter
•    Verbreiten Sie Aushang- und Abrisszettel
 
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

7. Save the date: Der IVD-Unternehmertag für Verwalter

In diesem Jahr findet die Fachtagung für Verwalter am 6. und 7. November im Crown Plaza Hotel in Hannover statt. Die Veranstaltung bietet Inhabern, Geschäftsführern und Prokuristen mittelständischer Unternehmen ein informatives und abwechslungsreiches Programm. Erfahrene Praktiker zeigen auf, wie der Wert eines Unternehmens ermittelt wird und wie mit man mit Krisen –beispielweise nach der Kündigung des größten Kunden – umgeht. Ein weiterer Themenschwerpunkt der Veranstaltung ist die erfolgreiche Findung, Bindung und Führung von Mitarbeitern. Personalfragen aus der Praxis, Arbeitsrecht, die Nutzung elektronischer Wissensdatenbanken oder die Aufgabenverlagerung auf externe Callcenter oder Personaldienstleister bilden den Rahmen für eine Veranstaltung von Praktikern für Praktiker, die dem kollegialen Austausch breiten Raum einräumt.

Hier können Sie sich anmelden.
Sie können das Dokument:
1) Ausdrucken, gut lesbar in Druckbuchstaben ausfüllen und faxen an: 030 / 27 57 26 46 oder
2) mit Adobe Reader öffnen, online ausfüllen, speichern und mailen an: infoivd-service.net

8. Verleihung des FIABCI Prix d'Excellence Awards

Der renommierte Prix d'Excellence Award der international real estate federation (FIABCI) wurde in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer erstmalig auch in Deutschland ausgelobt. Eine hochkarätige 12-köpfige Jury hat aus 48 eingereichten Projekten drei Finalisten in den Kategorien Gewerbe und Wohnen ausgewählt. Die Preisverleihung findet am 12. September in Form einer festlichen Gala in Berlin.
Hier können Sie sich anmelden. Da IVD-Mitglieder automatisch auch Mitglied des internationalen Verbands der Immobilienberufe FIABCI sind, erhalten Sie ermäßigte Karten.

9. Mieterbonitätsauskunft + Mietausfallschutz vermeiden Risiken für Vermieter

Die Einholung einer Mieterbonitätsauskunft gehört heutzutage zu einer professionellen Vermittlung einer Wohnung. Allerdsings garantiert eine Bonitätsauskunft alleine keine 100-prozentige Sicherheit vor Mietausfall. Deshalb bietet arvato die bekannte Mieterbonitätsauskunft ab sofort in Kombination mit einem sechsmonatigen Mietausfallschutz an. So lässt sich das gerade zu Beginn hohe Ausfallrisiko minimieren.

10. BGH: Wohnraum oder Gewerberaum?

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich mit der Frage befasst, welchen Vorschriften ein Mietverhältnis unterliegt, das sowohl eine Wohnnutzung als auch eine freiberufliche Nutzung umfasst (sogenanntes Mischmietverhältnis). In seinem Urteil vom 9. Juli 2014 (VIII ZR 376/13) entschied der BGH, dass die Mieter einer Hypnosepraxis, die in ihren Räumen wohnen und arbeiten, den für Privatmieter geltenden besseren Kündigungsschutz genießen.

11. BGH: Klage bei unwahrscheinlichem Schadenseintritt unzulässig

Wer keinen Grund hat, mit einem künftigen Schaden zu rechnen, dem fehlt für eine Feststellungsklage das schutzwürdige Interesse. Dies hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 2. April 2014 (VIII ZR 19/13) in einem Streit um gesundheitliche Schäden durch Asbestfasern entschieden.

12. FG: Beseitigung von Mietschäden sind keine Werbungskosten

Auch bei einem beruflich veranlassten Umzug können Aufwendungen für die Beseitigung von Mietschäden in der bisherigen Wohnung nicht abgezogen werden, wenn sie unabhängig vom Umzug dem Steuerpflichtigen ohnehin entstanden wären und nicht durch die vorzeitige Auflösung des Mietvertrages bedingt sind. Das entschied das Finanzgericht Sachsen-Anhalt in seinem Urteil vom 29. April 2014 (5 K 231/11).

13. Umsatzsteuer: Zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen

Durch das sogenannte Kroatienanpassungsgesetz (KroatienAnpG) hat der Gesetzgeber die Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen neu geregelt. Das Gesetz wird zum 1. Oktober 2014 in Kraft treten. Nach der Neuregelung gelten Leistungen, die unter das Grunderwerbsteuergesetz fallen, nicht als Bauleistungen. Insofern entspricht die Neuregelung der Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. August 2013 (V R 37/10). Abweichend von der Entscheidung des BFH ist die Frage, ob der Leistungsempfänger Bauleistender ist, jedoch nicht bauwerksbezogen zu prüfen. Vielmehr kommt es – entsprechend der früheren Auffassung der Finanzverwaltung – darauf an, ob der "Weltumsatz" des Leistungsempfängers zu mehr als zehn Prozent aus Bauleistungen stammt. Um in dieser Frage Rechtssicherheit herzustellen, wird ein neuer Feststellungsbescheid eingeführt, mit dem das Finanzamt bescheinigt, dass der Leistungsempfänger Bauleistender ist.

Weitere Informationen zu diesem Thema lesen Sie im IVD-Blog.

14. Öffentliche Ausschreibung zum Abschluss eines Maklervertrags

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat über das elektronische Vergabeinformationssystem ELViS eine öffentliche Ausschreibung zum Abschluss eines Maklervertrags online gestellt. Gesucht wird ein/e Makler/in für die Vermittlung (Vermietung) von Büro- und Wirtschaftsflächen der SVLFG am Standort Darmstadt.
Hier finden Sie die gesamten Vergabeunterlagen.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Juli 2014

Inhalt:
1. Berliner Senat prüft "Bestellerprinzip" für Immobilienkäufe
2. Wissenschaftliches Gutachten gibt Empfehlungen für Sach- und Fachkundenachweis
3. 214.800 fertiggestellte Wohnungen in 2013
4. Immonet verlost Tickets für Helene Fischer, Mario Barth und Il Divo
5. Video vom Deutschen Immobilientag
6. BGH: Bilder vom Mieterfest können in der Werbung verwendet werden
7. Landgericht Düsseldorf bestätigt Räumungsurteil gegen Raucher

1. Berliner Senat prüft "Bestellerprinzip" für Immobilienkäufe

Der Hauptstadt-Presse war kürzlich zu entnehmen, dass der Senator für Justiz des Landes Berlin, Thomas Heilmann, eine Bundesratsinitiative plant, nach der auch für die Vermittlung von Eigentum ein sogenanntes „Bestellerprinzip“ eingeführt werden soll. Sein Ziel ist, dass die Maklerprovision stets von dem Verkäufer zu zahlen ist. Ein Vorstoß, der vom IVD heftig kritisiert wird und gegen den zahlreiche gewichtige Argumente ins Feld geführt werden können:
•    Eine derartige Regelung würde einen Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Vertragsfreiheit darstellen. Die Voraussetzungen hierfür liegen aber nicht vor, weil der Kaufinteressent typischerweise nicht schutzwürdiger ist als der Verkäufer und  der Immobilienmarkt in vernünftiger Weise regelt, von wem die Provision zu zahlen ist.
•    Die Leistung erbringt der Makler in begehrten Lagen nur an den Kaufinteressenten und nicht an den Verkäufer, weil er dem Kaufinteressenten die Gelegenheit zum Kauf nachweist.
•    Wäre der Verkäufer verpflichtet, in jedem Fall die Maklerprovision zu zahlen, würde er diese bei begehrten Immobilien auf den Kaufpreis aufschlagen und damit auf den Käufer überwälzen.
•    Eine Regelung, nach der die Maklerprovision stets vom Verkäufer zu tragen ist, würde dem Verbraucherschutz zuwiderlaufen. Denn der Makler würde in diesem Fall als einseitiger Interessenvertreter des Verkäufers handeln.
•    In Berlin ist die Maklerprovision nicht höher als in anderen Bundesländern. Sie beträgt sechs Prozent zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer und somit insgesamt 7,14 Prozent.
•    Auch in etlichen anderen Bundesländern beträgt die übliche Maklerprovision sechs Prozent, sie wird nur – üblicherweise jeweils zur Hälfte – vom Verkäufer und vom  Käufer getragen.
•    Auch in den anderen Ländern der Europäischen Union ist die Maklerprovision nicht niedriger. Soweit dort niedrigere Prozentsätze vereinbart werden, müssen die einzelnen Dienstleistungen aber zusätzlich bezahlt werden.

2. Wissenschaftliches Gutachten gibt Empfehlungen für Sach- und Fachkundenachweis

Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD auf eine gesetzlich gesicherte Berufszugangsregelung für Immobilienmakler und –verwalter geeinigt, die wesentlich aus dem Nachweis der Sachkunde und die Bindung an eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung besteht. Doch bisher ist die Bundesregierung nicht tätig geworden. Nach wie vor reicht die einfache Erteilung der Gewerbeerlaubnis aus, um den Beruf des Maklers oder Verwalters zu ergreifen. Der IVD hat gegenüber der Politik mehrfach eine gesetzliche Verankerung des Sach- und Fachkundenachweises sowie den verpflichtenden Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung als Berufsvoraussetzung gefordert. Letzte Woche fand dazu ein Auftaktgespräch im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für Wirtschaft statt, an dem der IVD teilgenommen hat. Rückenwind liefert dem IVD ein Gutachten des Center for Real Estate Studies (CRES) an der Steinbeis-Hochschule Berlin. Darin bestätigt Prof. Dr. Marco Wölfle die Notwendigkeit eines Sach- und Fachkundenachweises und der Versicherungspflicht.

3. 214.800 fertiggestellte Wohnungen in 2013

Die Zahl der Baufertigstellungen ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Rund 214.800 Wohnungen wurden in Deutschland fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das knapp 14.400 Wohnungen oder 7,2 Prozent mehr als 2012. Damit sind die Wohnungsfertigstellungen zum dritten Mal in Folge kräftig gestiegen. Die höchsten Zuwächse gab es bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 11,1 Prozent (78.910 Wohnungen).„Diese Entwicklung geht in die richtige Richtung, allerdings sind wir noch lange nicht am Ziel“, kommentiert IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling die aktuellen Zahlen.

4. Immonet verlost Tickets für Helene Fischer, Mario Barth und Il Divo

Bis zum 30. September 2014 veranstaltet Immonet die ImmonetManager o2 World Ticket-Aktion. Immonet Bestandskunden können durch das Sichern einer weiteren Lizenz, der Schulungs-DVD oder einer Schulung für den ImmonetManager Tickets für die Shows von Helene Fischer, Mario Barth und Il Divo gewinnen. Neukunden nehmen durch den Abschluss von einer oder mehreren Lizenzen an der Verlosung teil.

5. Video vom Deutschen Immobilientag

Ab sofort steht ein Kurzfilm über den Deutschen Immobilientag 2014 des IVD in unserem Video-Kanal bereit. Immofilmservice ist eine ausgezeichnete Zusammenfassung gelungen, die einen kleinen Einblick in die großen Themen dieses Jahres liefert. Angereichert mit Kommentaren - unter anderem von Sven Morlok (FDP) und Ulrich Kelber (SPD) - spiegelt der Film das hohe fachliche Niveau und die gute Stimmung der Fachtagung wider.

6. BGH: Bilder vom Mieterfest können in der Werbung verwendet werden

Berichte von Mieterfesten sind Zeitgeschichte. Dazugehörige Fotos der Anwesenden dürfen auch ohne deren Einwilligung veröffentlicht werden. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem veröffentlichten Urteil vom 8. April 2014 (Az. VI ZR 197/13).  
Im vorliegenden Fall hat eine Wohnungsbaugenossenschaft auf dem jährlichen Mieterfest Fotos der Anwesenden gemacht und anschließend in einer Mieterinformationsbroschüre veröffentlicht. Zwar dürfen Bildnisse einer Person grundsätzlich nur mit deren Einwilligung verbreitet werden (§ 22 Satz 1 KUG). Hiervon besteht allerdings gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG eine Ausnahme, wenn es sich um Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte handelt.

7. Landgericht Düsseldorf bestätigt Räumungsurteil gegen Raucher

Trifft ein rauchender Mieter keine Maßnahmen, um zu verhindern, dass Zigarettenrauch in den Hausflur zieht, und fördert er durch sein Verhalten noch die Geruchsbelästigung, liegt ein schwerwiegender Pflichtverstoß vor, der eine Kündigung rechtfertigt. Das bestätigte das Landgericht Düsseldorf in seinem Urteil vom 26. Juni 2014 (21 S 240/13 U).

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Juni 2014

Inhalt:
1. "...weil wir es wert sind!" - Impressionen vom Deutschen Immobilientag des IVD
2. 44 Fragen und Antworten zur EnEV 2014
3. Maklerverträge können ab sofort widerrufen werden
4. Wählen Sie Ihr AIZ-Titelbild des Jahres
5. Umfrage: Entscheidungsprozesse in der Immobilienakquisition
6. bellevue.de: Das Online-Portal für Premium-Immobilien
7. Mitmachen! Die große IVD-Mitgliederbefragung 2014
8. Bewertung von Immobilien durch die Finanzverwaltung ist rechtswidrig
9. BFH: Kosten für Winterdienst und Hausanschluss sind von der Steuer absetzbar
10. BGH stärkt Recht auf Untervermietung

1. "...weil wir es wert sind!" - Impressionen vom Deutschen Immobilientag des IVD

„Meine Anerkennung für den besten Immobilientag, den ich in meiner 35-jährigen Mitgliedschaft erlebt habe.“ Mit diesen Worten schloss das langjährige IVD-Mitglied, Dipl.-Volkswirt Dr. Friedhelm Fabers, die Mitgliederversammlung am vergangenen Freitagnachmittag. Rund 600 Gäste, darunter der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP), Staatssekretär Ulrich Kelber (SPD) und Staatssekretär Gunther Adler (SPD) sowie zahlreiche Mitglieder des Bundestages und der Länderparlamente waren gekommen, um über die Themen zu diskutieren, die der Immobilienbranche derzeit auf den Nägeln brennen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Themen Mietpreisbremse, Bestellerprinzip und Widerrufsrecht zeigten sich die Teilnehmer kämpferisch und im wahrsten Sinne des Wortes selbstbewusst.

Ausgewählte Skripte der Referenten vom Deutschen Immobilientag finden Sie im Mitgliederbereich der Homepage.

Der Deutsche Immobilientag des IVD in Bildern.

2. 44 Fragen und Antworten zur EnEV 2014

Seit dem 1. Mai ist die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV) in Kraft. Seitdem müssen kommerzielle Immobilienanzeigen ausgewählte Energiekennwerte beinhalten und auf Basis des neuen Energieausweises bestimmte Pflichtangaben gemacht werden. Dies ist nur eine der zahlreichen Neuerungen, die sich aus der EnEV 2014 ergeben. Im aktuellen AIZ-Immobilienmagazin beantwortet der IVD-Fachreferent für Immobilienverwaltung, RA Ulrich Löhlein, die 44 wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund um die EnEV 2014.

3. Maklerverträge können ab sofort widerrufen werden

Das neue Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie ist seit 13. Juni in Kraft. Seitdem kann der Kunde den Maklervertrag auch dann noch widerrufen, wenn ihm ein Objekt bereits vermittelt worden ist. Damit Sie Ihre verdiente Provision nicht verlieren, müssen Sie umfangreiche Informationspflichten einhalten. Der IVD hat dazu das Merkblatt „Das Verbraucherwiderrufsrecht beim Maklervertrag. Verbraucherrechte wahren – Provision sichern Handlungsempfehlungen für die Praxis“ erarbeitet, das im Mitglieder-Bereich der IVD-Homepage zu finden ist. Dort steht auch eine Widerrufsbelehrung zur Verfügung, die dem amtlichen Muster entspricht, und eine Mustererklärung des Verbrauchers, mit der der Kunde Sie als Makler beauftragen kann, vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist für ihn tätig zu werden.

4. Wählen Sie Ihr AIZ-Titelbild des Jahres

Zehn Ausgaben des AIZ-Immobilienmagazins haben Sie im Laufe des IVD-Jahres seit dem Deutschen Immobilientag in Berlin begleitet. Zehn Titelbilder sind Ihnen begegnet, die Sie dazu anregen sollten, das Heft aufzuschlagen, zu blättern, zu lesen, sich in die Lektüre zu vertiefen.
Die AIZ-Redaktion, die immer viel Sorgfalt darauf verwendet, die Heftinhalte mit einem optisch attraktiven Motiv zu transportieren, möchte nun von Ihnen wissen, welches Titelbild Ihnen am besten gefallen hat. Welches Cover finden Sie am schönsten? Welches Titelbild hat Ihrer Meinung nach am besten auf die Inhalte des Heftes hingeführt?

Stimmen Sie bis zum 15. Juli 2014 ab und nennen Sie uns Ihren Favoriten. Unter allen Teilnehmern wird ein personalisierter Imagefilm „Warum IVD Makler?“ von Immofilmservice für Ihre Homepage und ein VM Mobile Stand von Vitrine Media, ein eleganter Aufsteller mit vier A4 LED Displays, verlost.

5. Umfrage: Entscheidungsprozesse in der Immobilienakquisition

Franziska Piepke, Studentin an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, führt im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Immobilienmanagement eine Umfrage zum Immobilienankauf durch. Bei der Untersuchung geht es um Entscheidungsprozesse in der Immobilienakquisition und wie sich Fehlentscheidungen auf das Risiko und die Performance der Investition auswirken. Um aussagekräftige Ergebnisse erzielen zu können, die in der Folge veröffentlicht werden, ist die Studentin auf die Teilnahme möglichst vieler Personen angewiesen. Unter allen Teilnehmern wird ein Designer USB-Stick verlost.

6. bellevue.de: Das Online-Portal für Premium-Immobilien

Immonet und Bellevue präsentieren im Rahmen ihrer Kooperation das Premium-Immobilienportal bellevue.de. Als erstes und bislang einziges Portal in Deutschland bietet bellevue.de eine Plattform für die Suche handverlesener Premiumimmobilien an. Immobiliensuchende können hier auch mittels einer Datenbank mit intuitiver Suchmaske nach einem passenden Makler in der Wunschregion suchen. Ausführliche Firmenprofile geben dem Interessenten dabei schon vor der Kontaktaufnahme einen Eindruck vom Immobilienprofi und seinem Leistungsangebot. Außerdem erhalten Interessenten einen Zugang zu ausgewählten Immobilien, die nicht öffentlich angeboten werden.

7. Mitmachen! Die große IVD-Mitgliederbefragung 2014

Haben Sie schon an der Mitgliederbefragung des IVD teilgenommen? Falls nicht, bitten wir Sie, dies schnellstmöglich nachzuholen. Mit der Mitgliederumfrage 2014 möchte der IVD-Bundesverband wichtige Kennzahlen zur Unternehmens- und Tätigkeitsstruktur seiner  Mitglieder erfassen, die dem IVD helfen, Ihre Interessen optimal gegenüber Politik und Wirtschaft durchsetzen zu können. Das Ziel ist es, möglichst alle Mitgliedsunternehmen für diese Umfrage zu gewinnen. Wenn Sie sich die wenigen Minuten für diese wichtigen Fragen nehmen könnten, wären wir Ihnen sehr dankbar.
Falls Sie zu den 1344 Mitgliedsunternehmen gehören, die bereits an der Umfrage teilgenommen haben, danken wir Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung und bitten Sie, diese Erinnerung als gegenstandslos zu betrachten.

8. Bewertung von Immobilien durch die Finanzverwaltung ist rechtswidrig

Wird ein Grundstück vererbt oder verschenkt, muss das Finanzamt für steuerliche Zwecke dessen Wert feststellen. Handelt es sich um eine Eigentumswohnung oder ein Ein- bzw. Zweifamilienhaus, muss das Finanzamt die Bewertung im Vergleichswertverfahren vornehmen. Grundlage sind die von dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte mitgeteilten Preise vergleichbarer Grundstücke.

Die Finanzverwaltung wendet jedoch üblicherweise stattdessen stark vereinfachte Verfahren an. Das Niedersächsische Finanzgericht hat mit Urteil vom 11. April 2014 (Az. 1 K 107/11) entschieden, dass die bei den niedersächsischen Finanzämtern übliche Praxis, den Wert der Grundstücke mit Hilfe eines Immobilien-Preis-Kalkulators zu ermitteln, den die Gutachterausschüsse im Internet anbieten, rechtswidrig ist. Ein solcher Bescheid ist aufzuheben. Der Steuerpflichtige könne nicht darauf verwiesen werden, den tatsächlichen niedrigeren Wert durch ein Sachverständigengutachten zu beweisen. Da er die Kosten eines solchen Gutachtens immer selbst tragen müsse, habe er einen Anspruch auf eine korrekte Wertermittlung durch das Finanzamt.
Revision zugelassen.

9. BFH: Kosten für Winterdienst und Hausanschluss sind von der Steuer absetzbar

Kosten für den Winterdienst sind auch insofern nach § 35 a EStG als Aufwendungen für  „haushaltsnahe Dienstleistungen“ begünstigt, wie sie für die Reinigung der öffentlichen Straße gezahlt werden. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 20. März 2014 (Az. VI R 55/12). Auch Aufwendungen für den Anschluss eines Grundstücks an die zentrale Trinkwasserversorgung und die Abwasserversorgung sind insofern nach § 35 a EStG begünstigt, wie die Leistung außerhalb des eigenen Grundstücks erbracht werden. (BFH, Urteil vom 20. März 2014, Az. VI R 56/12).

10. BGH stärkt Recht auf Untervermietung

Ein längerer beruflicher Auslandsaufenthalt des Mieters begründet ein berechtigtes Interesse, Teile der Wohnung unterzuvermieten. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 11. Juni 2014 (VIII ZR 349/13). Im konkreten Fall hatte der Vermieter zu Unrecht die Zustimmung zur Untervermietung verweigerten. Der Vermieter muss nun Schadensersatz zahlen.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Mai 2014

Inhalt:
1. OpenPetition: Gegen die Einführung des Bestellerprinzips
2. FAZ-Anzeige gegen das Bestellerprinzip und die Mietpreisbremse
3. Deutscher Immobilientag 2014: Kommunikation ist Chefsache
4. Abmahngefahr: EnEV 2014 Anzeigenpflicht
5. EnEV 2014: Hinweise von Immonet zu Online- und Zeitungsanzeigen
6. Hessen erhöht Grunderwerbsteuer zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten
7. AIZ: Die Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins ist erschienen
8. Mobile Webseiten werden für Makler immer wichtiger
9. Innovativ und revolutionär – die neue Android App von Immonet
10. BGH: Anforderungen an die Begründung einer Eigenbedarfskündigung
11. FIABCI Prix d´Excellence Germany hat Wettbewerb gestartet
12. Veranstaltungstipp: München 2014: 16. IIR Immobilienstandort
13. Korrekturhinweis zum IVD-Jahresbericht 2013/2014

1. OpenPetition: Gegen die Einführung des Bestellerprinzips

Am Donnerstag vergangener Woche hat der IVD Bundesverband eine Petition gegen die Einführung des Bestellerprinzips gestartet. Die Einführung des Bestellerprinzips, wie es im Referentenentwurf formuliert ist, gefährdet den Berufsstand des Maklers und damit Arbeitsplätze. Für den Makler kann das Bestellerprinzip im Vermietungsbereich Verdienstausfall, Entlassungen und im schlimmsten Fall die Bedrohung seiner Existenz bedeuten. Daher fordert der IVD Bundesverband die Bundesregierung auf, das geplante Bestellerprinzip für Immobilienmakler nicht einzuführen. Die Petition wurde bereits von über 3600 Personen unterschrieben. Ziel ist es, mindestens 50.000 Unterzeichner zu mobilisieren. Um beim Bundesjustizministerium Gehör zu finden, benötigen wir die Unterstützung aller Marktakteure. Wenn Sie gegen die Einführung des Bestellerprinzips sind, unterschreiben Sie die Petition und leiten den Link an Ihre Kollegen, Mitarbeiter, Kunden und Familie weiter. Vielen Dank für Ihr Engagement.

2. FAZ-Anzeige gegen das Bestellerprinzip und die Mietpreisbremse

Dem Aufruf des IVD, sich an der Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegen das Sündenbockgesetz der Bundesregierung zur Mietpreisbremse und zum Bestellerprinzip zu beteiligen, sind bereits hunderte Immobilienunternehmer gefolgt. Sie alle werden in der Anzeige, die am 22. Mai 2014 auf Seite 3 der FAZ erscheint, namentlich erwähnt. Noch besteht die Möglichkeit, sich der Initiative anzuschließen. Füllen Sie einfach das Formular aus.

3. Deutscher Immobilientag 2014: Kommunikation ist Chefsache

Der richtige Kommunikationsstil gehört zu den zentralen Kompetenzen eines Unternehmers, sei es im Umgang mit den Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern oder mit Journalisten. Nicht immer fällt es leicht, den richtigen „Ton“ zu treffen und sich wirkungsvoll zu präsentieren. Was man beachten muss, damit die Botschaften auch gut beim Empfänger ankommen, erklärt der Journalist und Autor Dr. Hajo Schumacher auf dem Deutschen Immobilientag 2014 des IVD. Dieser findet am 12. und 13. Juni unter dem Motto „…weil wir es wert sind“ in Leipzig statt.

4. Abmahngefahr: EnEV 2014 Anzeigenpflicht

Seit zwei Wochen ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft. Für die Vermarktung von Immobilien mittels Anzeigen haben sich damit erhebliche Änderungen ergeben. Die EnEV 2014 verpflichtet zur Angabe bestimmter Energiemerkmale in kommerziellen Medien. Liegt zum Zeitpunkt der Insertion ein gültiger Energieausweis vor, muss das Inserat bestimmte Pflichtangaben enthalten, sonst droht eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung. Um hohe Anzeigenkosten zu sparen, können in den Anzeigen unter bestimmten Voraussetzungen Abkürzungen verwendet werden. In der Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins können Sie nachlesen, wie solche Abkürzungen aussehen könnten.

5. EnEV 2014: Hinweise von Immonet zu Online- und Zeitungsanzeigen

Fristgerecht zum 1. Mai 2014 hat Immonet die gesetzlichen Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) im Rahmen der Schaltung einer Immobilien-Anzeige auf immonet.de umgesetzt. Inserenten können seither alle gesetzlich relevanten Angaben zum Energieausweis eingeben, wie die Art des Energieausweises, der Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs, die Heizungsart und Befeuerungsart, das Baujahr laut Energieausweis sowie die Energieeffizienzklasse (A+ bis H). Die Daten werden dann im Exposé, der Druckansicht und im PDF-Exposé ausgewiesen. (Doch wie verhält es sich mit Zeitungsannoncen, die zusätzlich zur Online-Insertion gebucht werden? Grundsätzlich gilt: Wenn zum Zeitpunkt der Anzeige kein neuer Energieausweis seitens des Objektseigentümers vorliegt, muss auch keine Angabe hierzu in der Anzeige gemacht werden. Spätestens bei der Besichtigung des Objekts allerdings müssen die Angaben zum Energieausweis dem Interessenten vorgelegt werden. Ist bei einer Zeitung für eine Anzeige aktuell kein Feld für die Angaben zum Energieausweis vorgesehen, müssen diese vom Makler mit in den Freitext bzw. Anzeigentext eingetragen werden. Dies schränkt den Text für allgemeine Objektinformationen gegebenenfalls etwas ein. Immonet befindet sich aktuell in enger Abstimmung mit seinen Zeitungspartnern, um die Einbindung der EnEV-Angaben künftig zu erleichtern.)

6. Hessen erhöht Grunderwerbsteuer zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten

Dem Branchennachrichtendienst Thomas Daily zufolge zieht Hessen die für Anfang 2015 geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer um fünf Monate vor. Demnach soll die Grunderwerbsteuer in Hessen bereits von August an von fünf auf sechs Prozent steigen. Das kündigte Landesfinanzminister Thomas Schäfer (CDU) jetzt mit Vorlage eines Nachtragshaushaltes an. Bisher war die in der Koalitionsvereinbarung der neuen schwarz-grünen Landesregierung vereinbarte Anhebung erst zum Jahreswechsel vorgesehen. Damit beläuft sich die Erhöhung der Grunderwerbssteuer in Hessen innerhalb von nur 18 Monaten auf fast 75 Prozent.

7. AIZ: Die Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins ist erschienen

Der Countdown für das Widerrufsrecht läuft. Ab dem 13. Juni 2014 können Maklerverträge im Fernabsatz und solche, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurden, widerrufen werden. Welche Informationspflichten dabei einzuhalten sind, können Sie in der aktuellen Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins nachlesen. Außerdem im neuen Heft: Der Immobilieneinkauf entscheidet zunehmend über den Erfolg oder Misserfolg eines Maklers. Wie man dafür die notwendigen Voraussetzungen schafft und worauf es beim Aufbau eines leistungsfähigen Zuträger- und Partnernetzwerkes ankommt, erklärt die Immobilienmaklerin und Autorin Evelyn-Nicole Lefèvre-Sandt in der Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins.

8. Mobile Webseiten werden für Makler immer wichtiger

Immer mehr Interessenten nutzen für die Online-Immobiliensuche Smartphones oder Tablets. Landen sie dann auf der Webseite eines Maklers, die nicht für mobile Endgeräte optimiert ist, brechen über 76 Prozent der Nutzer die Suche ab. Auch in der Objektakquise ist die mobile Webseite häufig der erste Eindruck, den ein potenzieller Kunde erhält. Damit kein Kunde verloren geht, stellt Ihnen Omnimakler, ein Unternehmen, das sich auf eine professionelle Darstellung von Webseiten auf mobilen Endgeräten spezialisiert hat, eine kostenlose Vorschau Ihrer mobilen Webseite zur Verfügung.

9. Innovativ und revolutionär – die neue Android App von Immonet

Immonet hat eine neue Version seiner Android App gelauncht. Mit der neuen App für Tablet und Smartphone ermöglicht Immonet die mobile Immobiliensuche nun auf allen Endgeräten mit Android Betriebssystem. Neben einer überarbeiteten Oberfläche können Nutzer künftig die Wunsch-Wohngegend mit dem Finger auf einer Karte einzeichnen. Erweiterte Filter erlauben eine konkrete Auswahl des Traumobjekts. Der neue Sucheinstieg der App lässt sich individuell den eigenen Wünschen anpassen. Neben Preis, Größe oder Zimmeranzahl stehen auch ganz persönliche Wunschfaktoren, wie Balkon, Gäste-WC oder Garage zur Auswahl. Mit der GPS-basierten Umkreissuche können User zudem verfügbare Immobilien in ihrer Nähe finden, sofern die Adressen durch die Anbieter freigegeben wurden.

Weitere Informationen zur neuen App von Immonet erhalten Sie hier.

10. BGH: Anforderungen an die Begründung einer Eigenbedarfskündigung

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in seinem Urteil vom 30. April 2014 mit den Anforderungen an die Begründung einer Eigenbedarfskündigung befasst. Der BGH führte in seinem Urteil hierzu aus, dass es im Falle der Eigenbedarfskündigung genüge, die Eigenbedarfsperson identifizierbar zu benennen und das Interesse darzulegen, das diese an der Erlangung der Wohnung hat.

11. FIABCI Prix d´Excellence Germany hat Wettbewerb gestartet

Der FIABCI Prix d´Excellence Germany unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer startete vor einer Woche den Wettbewerb um die besten Projektenwicklungen in Deutschland. Unter dem Motto „Innovative Projektentwicklung - nachhaltige Wirkung“ geht der Preis in diesem Jahr an Immobilienprojekte in den Kategorien Wohnen und Gewerbe, die sich durch ein gelungenes Gesamtkonzept aus Architektur, Bauablauf, Finanzen, Marketing, Nachhaltigkeit und urbane Integration auszeichnen. Für den Wettbewerb können bis zum 8. Juli 2014 alle Immobilienprojekte eingereicht werden, die in Deutschland gebaut worden sind und deren Fertigstellung zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 31. Dezember 2013 erfolgt ist. Kontaktdaten und Wettbewerbsunterlagen finden Sie unter: http://www.fiabciprixgermany.com/de/wettbewerb/

12. Veranstaltungstipp: München 2014: 16. IIR Immobilienstandort

Unter dem Motto „Zwischen Global Player und regionalem Charme“ lädt der 16. IIR Immobilienstandort am 17. und 18. Juli zum Fachaustausch zu den Entwicklungsperspektiven des Immobilienstandorts München ein. Wie sich der Münchner Immobilienmarkt im zweiten Halbjahr 2014 entwickelt, erklärt der Immobilienexperte und Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, Prof. Dr. Stephan Kippes. Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung werden aktuelle Fragestellungen rund um den Investmentstandort München und die drängende Frage nach der Flächenverknappung sein. IVD-Mitglieder erhalten 15 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

13. Korrekturhinweis zum IVD-Jahresbericht 2013/2014

Im IVD-Jahresbericht 2013/2014 hat sich bei der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf den Seiten 25, 27 und 30 ein Fehler eingeschlichen. Dort ist jeweils am Seitenende zu lesen: „Erläuterungen zu den Fußnoten sind auf Seite 8/9 zu finden“. Dies ist nicht korrekt. Die Erläuterungen zu den Fußnoten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung befinden sich auf den Seiten 22 und 23.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe April 2014

Inhalt:
1. EnEV: Geringe Abmahngefahr, wenn Energieausweis nicht vorhanden
2. Dringender Handlungsbedarf: Widerrufsrecht ab 13. Juni 2014
3. Regierung hält an Steuerbonus für Handwerksleistungen fest
4. Focus-Spezial: Die Mehrheit der 1.000 besten deutschen Makler sind IVD-Mitglieder
5. Deutscher Immobilientag 2014: Mit Sachverstand werben
6. Umfrage: Führungsstile in der Immobilienbranche
7. FIABCI Prix d’Excellence Germany – Preis für die beste Projektentwicklung
8. Veranstaltungstipp: Workshop SEO-Optimierung und Digitale Bildbearbeitung
9. BMF: Amtliche Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung veröffentlicht
10. BVerwG: Handwerksordnung mit Recht der Europäischen Union vereinbar
11. BFH: Teilwert eines Grundstücks ist nicht nach einer Bandbreite zu bestimmen
12. BGH: WEG-Verwalter muss bei Kündigung Vollmacht vorlegen
13. BGH: Mietrecht: Verjährung von Instandsetzungs- und Instandhaltungspflichten?

1. EnEV: Geringe Abmahngefahr, wenn Energieausweis nicht vorhanden

Nach § 16a EnEV (2014) müssen ab dem 1. Mai 2014 in Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien bestimmte Angaben aus dem Energieausweis übernommen werden. Ist kein Energieausweis vorhanden, können die Angaben unterbleiben. Spätestens bei der Besichtigung muss ein Energieausweis jedoch vorhanden sein.

Bisher ist der IVD aufgrund einer gemeinschaftsrechtlichen Besonderheit im Wettbewerbsrecht davon ausgegangen, dass dennoch eine Abmahnung wegen unterlassener Angaben drohen kann, selbst wenn ein Energieausweis nicht vorhanden ist. Neue Erkenntnisse stehen dieser Annahme entgegen, sodass sich die Situation etwas entschärft hat. Liegt ein Energieausweis zum Zeitpunkt der Insertion nicht vor, müssen auch keine entsprechenden Pflichtangaben gemacht werden. In diesem Fall empfiehlt sich in der Anzeige der Hinweis „kein Energieausweis vorhanden/in Vorbereitung“. Liegt ein Energieausweis vor und werden die Angaben unterlassen, kann es zu einer Abmahnung kommen. Ein Bußgeld droht den Maklern oder Verwaltern indes nicht, da sich die Vorschrift nur an den Eigentümer richtet, der Makler aber grundsätzlich aus dem Maklervertrag verpflichtet ist, den Eigentümer auf die Pflicht hinzuweisen.

2. Dringender Handlungsbedarf: Widerrufsrecht ab 13. Juni 2014

Maklerverträge mit Verbrauchern im Fernabsatz und solche, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurden, können widerrufen werden (siehe auch AIZ 4/2014). Am 13. Juni 2014 tritt diese neue Regelung in Kraft.  
Damit Sie als Immobilienmakler nicht um Ihre verdiente Provision fürchten müssen, sind umfangreiche Informationspflichten einzuhalten. Im Zentrum steht dabei die Widerrufsbelehrung, die Ihr Kunde bei Vertragsabschluss, also möglichst früh per Email oder auf einem anderen dauerhaften Datenträger erhalten sollte. In der täglichen Praxis muss somit darauf geachtet werden, dass im Geschäftsablauf die Widerrufsbelehrung möglichst sicher integriert wird. Dabei sollten Sie sich nicht nur den Erhalt der Widerrufsbelehrung bestätigen lassen, sondern auch, dass Sie mit seiner Tätigkeit – wie in der Praxis oft auch üblich – vor Ablauf der 14-Tage-Frist für seinen Kunden tätig werden sollen. Hat der Kunde das vorzeitige Tätigwerden verlangt, endet die Frist im Zeitpunkt der vollständigen Leistungserbringung.

Im Mitglieder-Bereich der IVD Homepage sind weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Dort findet sich auch die hier abgedruckte Widerrufsbelehrung, die den amtlichen Vorgaben entspricht. Es empfiehlt sich daher, ausschließlich diese zu verwenden und keine Änderungen am Text vorzunehmen.

3. Regierung hält an Steuerbonus für Handwerksleistungen fest

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erteilte vergangene Woche den Forderungen aus der eigenen Partei nach der Abschaffung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen eine klare Absage. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sowie CSU und CDU sehen keinen Handlungsbedarf. So können Eigentümer und Mieter die Kosten für haushaltsnahe Beschäftigungsleistungen, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes und bis zu einem bestimmten Höchstbetrag auch weiterhin von ihrer Steuerschuld absetzen.

Welche Kosten genau begünstigt sind - dazu gehen die Auffassung der Finanzverwaltung und die Rechtsprechung mitunter stark auseinander. Zur Orientierung hat der IVD-Steuerexperte Hans-Joachim Beck ein umfangreiches Merkblatt zur Weitergabe an die Mieter und Eigentümer erstellt, das die Unterschiede zwischen Finanzverwaltung und Rechtsprechung aufzeigt, Handlungsempfehlungen für Verwalter enthält und interessierten Wohnungsnutzern ermöglicht, gemeinsam mit ihren Steuerberatern den Abzugsbetrag des § 35a EStG auszuschöpfen.

IVD-Mitglieder haben das Merkblatt bereits erhalten. Nicht IVD-Mitglieder können das Merkblatt zum Download im IVD-Webshop erwerben.

4. Focus-Spezial: Die Mehrheit der 1.000 besten deutschen Makler sind IVD-Mitglieder

Zum zweiten Mal hat FOCUS-Spezial in seinem Sonderheft „Immobilien Atlas 2014“ Immobilienmakler einem Qualitätscheck unterzogen. Gemeinsam mit den Hamburger Marktforschern von Statista wurde eine Liste der deutschen Top-Makler erstellt. Dafür wurden 5600 Vollzeitmakler des IVD um Kollegenempfehlung gebeten. Zusätzlich hat Statista als Information die Kundenbewertung der Top-Makler bei Yelp und Immobilienscout24 erhoben. Mit dem Ergebnis: Mehr als die Hälfte der 1000 Top-Makler sind IVD-Makler.
Das FOCUS-Spezial-Heft „Immobilien Atlas 2014“ ist seit Dienstag für 6,90 Euro im Handel erhältlich.

5. Deutscher Immobilientag 2014: Mit Sachverstand werben

Anders als den Maklern, fällt es Sachverständigen oft schwer, gezielt zu werben. Wie sich Sachverständige seriös am Markt darstellen und neue Kunden für sich gewinnen können erklärt Prof. Dr. Christoph Hommerich in seinem Vortrag "Strategisches Marketing für Sachverständige" im Rahmen des Sachverständigenpanels auf dem Deutschen Immobilientag 2014 des IVD. Dieser findet am 12. und 13. Juni unter dem Motto „…weil wir es wert sind“ in Leipzig statt.

6. Umfrage: Führungsstile in der Immobilienbranche

Die Immobilienwirtschaft ist ein Riese der deutschen Volkswirtschaft. Neben dem immensen Beitrag zur Bruttowertschöpfung bietet sie auch mehr als jedem zehnten deutschen Erwerbstätigen Beschäftigung. Umso erstaunlicher ist, dass das Thema Führung in der Immobilienwirtschaft/-Branche ein bisher wenig erforschtes Feld ist. Um mehr über die Führungsstile in den verschiedenen Segmenten der Branche zu erfahren, hat die EBS Business School im Rahmen einer Master-Arbeit eine Onlinebefragung initiiert. Damit die Befragung aussagefähige Ergebnisse liefern kann, ist es notwendig, dass eine möglichst große Anzahl an Personen daran teilnimmt, egal ob Sie als Makler, Verwalter, Sachverständiger oder in weiteren Berufen der Immobilienwirtschaft tätig sind.

7. FIABCI Prix d’Excellence Germany – Preis für die beste Projektentwicklung

Der FIABCI Prix d’Excellence Germany wird an die besten Projektentwicklungen in Deutschland vergeben. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer geht der Preis in diesem Jahr unter dem Motto „Innovative Projektentwicklung – nachhaltige Wirkung“ an Immobilienprojekte die sich durch ein gelungenes Gesamtkonzept aus Architektur, Logistik, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Vermarktung sowie Nutzerfreundlichkeit und Einfluss auf das urbane Umfeld auszeichnen. Für den Wettbewerb können zwischen dem 8. Mai und 8. Juli 2014 alle Immobilienprojekte eingereicht werden, die in Deutschland gebaut worden sind und deren Fertigstellung zwischen dem 1. Januar 2011 und 31. Dezember 2013 erfolgt ist. Kontaktdaten und Wettbewerbsunterlagen finden Sie unter: http://www.fiabci.de/news.html#block525.

8. Veranstaltungstipp: Workshop SEO-Optimierung und Digitale Bildbearbeitung

Die Immonet-Kunden-Akademie bietet ab sofort deutschlandweit neue Workshop-Termine an. Immobilienprofis können zum Beispiel im Workshop "Search Engine Optimization (SEO)" unter anderem erfahren, wie Werbung eingesetzt werden kann und welche einzelnen Faktoren das Ranking bei Google beeinflussen.

Im Workshop "Digitale Bildbearbeitung" dreht sich alles um eine ausgewogene und natürliche Bildbearbeitung. Der Workshopleiter zeigt neben Möglichkeiten der Belichtungskorrektur eines Fotos auch auf, wie z.B. "fallende" oder "kippende" Linien, die zwangsläufig durch die Aufnahmeposition entstehen, korrigiert werden können.

9. BMF: Amtliche Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung veröffentlicht

Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage für Absetzungen zur Abnutzung von Gebäuden (§ 7 Abs. 4 bis 5a Einkommensteuergesetz) ist es in der Praxis häufig erforderlich, einen Gesamtkaufpreis für ein bebautes Grundstück auf das Gebäude, das der Abnutzung unterliegt, sowie den nicht abnutzbaren Grund und Boden aufzuteilen. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist ein Gesamtkaufpreis für ein bebautes Grundstück nicht nach der sogenannten Restwertmethode, sondern nach dem Verhältnis der Verkehrswerte oder Teilwerte auf den Grund und Boden einerseits sowie das Gebäude andererseits aufzuteilen. (vgl. BFH-Urteil vom 10. Oktober 2000). Die obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern stellen eine Arbeitshilfe als xls-Datei zur Verfügung, die es unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung ermöglicht, in einem typisierten Verfahren entweder eine Kaufpreisaufteilung selbst vorzunehmen oder die Plausibilität einer vorliegenden Kaufpreisaufteilung zu prüfen. Zusätzlich steht eine Anleitung für die Berechnung zur Aufteilung eines Grundstückskaufpreises zur Verfügung.

10. BVerwG: Handwerksordnung mit Recht der Europäischen Union vereinbar

Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 9. April 2014 entschieden, dass die Handwerksordnung mit dem Grundgesetz und dem Recht der Europäischen Union vereinbar ist. Die Handwerksordnung regelt, dass die selbständige Ausübung bestimmter Tätigkeiten aus dem Bereich des Maler- und Lackiererhandwerks im stehenden Gewerbe im Regelfall vom Bestehen einer Meisterprüfung oder einer ihr gleich gestellten Prüfung oder vom Nachweis einer sechsjährigen qualifizierten Berufserfahrung nach Ablegen der Gesellenprüfung („Altgesellenregelung“) abhängig ist. Dies widerspricht nicht dem Europarecht.

11. BFH: Teilwert eines Grundstücks ist nicht nach einer Bandbreite zu bestimmen

Der Teilwert eines aus dem Betriebsvermögen entnommenen Grundstücks kann nicht im Rahmen eines Bandbreitenverfahrens ermittelt werden. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 30. Januar 2014. Demnach ist der nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG im Fall der Entnahme eines Grundstücks aus dem Betriebsvermögen anzusetzende Teilwert eine feste Größe, die nicht nach einer Bandbreite zu bestimmen ist. Ein Bandbreitenverfahren ist bei der Ermittlung des Teilwerts eines Grundstücks auch deshalb nicht geboten, weil es sich hierbei um eine Schätzung handelt und daher jedenfalls in einem gewissen Rahmen unterschiedliche Werte denkbar sind. Es ist Aufgabe des Finanzgerichts, im Rahmen seiner Verpflichtung zur Tatsachenfeststellung ihm vorliegende Erkenntnisse zur Ermittlung des zu beurteilenden Grundstückswerts zu überprüfen.

12. BGH: WEG-Verwalter muss bei Kündigung Vollmacht vorlegen

Kündigt der Hausverwalter dem Hausmeister einer Wohnungseigentumsanlage, muss er dem Kündigungsschreiben eine Vollmachtsurkunde beilegen. Ansonsten kann der Empfänger die Kündigung zurückweisen. Das entschied der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 14. Februar 2014.

Weitere Informationen finden Sie auch im IVD-Blog.

13. BGH: Mietrecht: Verjährung von Instandsetzungs- und Instandhaltungspflichten?

Die kurze Verjährungsfrist des § 548 Abs. 1 BGB (sechs Monate) gilt auch für die Ansprüche des Vermieters auf Erfüllung der vom Mieter vertraglich übernommenen Instandsetzungs- und Instandhaltungspflicht und auf Schadensersatz wegen deren Nichterfüllung. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 8. Januar 2014.

Im konkreten Fall machte die Vermieterin gegenüber den ehemaligen Mietern Ansprüche wegen nicht durchgeführter Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen (zu denen sie laut Mietvertrag verpflichtet waren) nach Ende des Gewerberaummietverhältnisses geltend. Ohne zuvor eine Frist zur Durchführung der Arbeiten gesetzt zu haben, hat die Vermieterin Klage auf Kostenvorschuss, hilfsweise Schadensersatz erhoben. Der Beklagte beruft sich auf Verjährung.
Nach Auffassung des BGH sind die Schadensersatzansprüche der Klägerin aufgrund der Nichterfüllung der Verpflichtungen des Beklagten nicht verjährt. Zwar beginnt die kurze Verjährungsfrist gemäß § 548 Abs. 1 Satz 2 BGB bereits mit Rückgabe der Mietsache. Doch da die Klage innerhalb der Verjährungsfrist erfolgt ist, wurde die Verjährung gehemmt, obwohl zum Zeitpunkt der Klageerhebung noch nicht alle Anspruchsvoraussetzungen vorlagen. Von den Vermietern wurde Mahnung und Fristsetzung im Rahmen des Berufungsrechtsstreites nachgeholt, was dem BGH genügte.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe März 2014

Inhalt:
1. Bestellerprinzip: Makler als Sündenbock einer verfehlten Wohnungspolitik
2. BID kritisiert Bruch des Koalitionsvertrags
3. Die neuen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen gemäß EnEV 2014
4. Was kann die Wohnungswirtschaft vom „Bündnis für Wohnen und Bauen“ erwarten?
5. 117.666 neue Geschosswohnungen in 2013
6. Vorsicht Haftungsfalle: Neues IVD-Merkblatt zu haushaltsnahen Dienstleistungen
7. Auf dem Deutschen Immobilientag einen Blick in die Welt von morgen werfen
8. Neue Version vom ImmonetManager
9. BGH: Bauträger muss Entschädigung für entgangene Nutzung zahlen
10. BGH: Maklerprovision entfällt bei hoher Kaufpreisabweichung
11. Veranstaltungstipp: Ausgebremst: Die Mietpreisbremse zu Ende gedacht

1. Bestellerprinzip: Makler als Sündenbock einer verfehlten Wohnungspolitik

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMVJ) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Mietpreisbremse und das so genannte Bestellerprinzip umfasst. Erklärtes Ziel des so genannten Bestellerprinzips ist es, dass der Wohnungssuchende künftig möglichst keine Maklerkosten zu tragen hat.

Damit macht die Politik den Makler zum Sündenbock einer verfehlten Wohnungspolitik. Der Wohnraummangel in den Ballungsräumen wird nicht dadurch behoben, dass das Problem auf dem Rücken der Makler ausgetragen wird. Der IVD fordert die klare Einhaltung des Koalitionsvertrages. Dort heißt es, dass Vermieter und Mieter weiter als Auftraggeber auftreten können. Dabei gilt das marktwirtschaftliche Prinzip: Wer bestellt, der bezahlt. Mit der Umsetzung des Koalitionsvertrages hat es der Justizminister allerdings nicht so genau genommen. Nach der vom Bundesjustizministerium vorgeschlagenen Regelung müsste im praktischen Ergebnis immer der Vermieter die Provision zahlen. Fälle, in denen der Mieter provisionspflichtig ist, sind nach der vorgeschlagenen Gesetzesformulierung rein theoretischer Natur und praktisch nicht denkbar.

Eine Regelung, nach der quasi stets der Vermieter die Provision zu zahlen hätte, lehnt der IVD ab.

Weitere Informationen lesen Sie in der Pressemitteilung.

2. BID kritisiert Bruch des Koalitionsvertrags

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), der auch der IVD angehört, bewertet den jüngsten Referentenentwurf zur Dämpfung des Mietanstiegs in angespannten Wohnungsmärkten als Bruch des Koalitionsvertrags. Der Gesetzentwurf hat aus Sicht der BID zahlreiche Mängel, die in den anstehenden Beratungen behoben werden müssen. Dazu zählen das Fehlen eines Maßnahmenplans zur Behebung des Wohnungsmangels und die Anwendbarkeit des Gesetzes nur auf Gebiete mit tatsächlicher Mangellage, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Zudem fehlt eine eindeutige Definition, unter welchen Voraussetzungen ein Wohnungsmarkt als angespannt gilt. Diese Entscheidung darf nicht den Ländern überlassen werden, weil die Verfassung verlangt, dass eine Ermächtigung zu Erlass von Verordnungen inhaltlich bestimmt sein muss. Auch die ursprünglich angekündigte zeitliche Befristung des Gesetzes auf fünf Jahre fehlt. Die Union muss aus Sicht der Immobilienwirtschaft auf das Einhalten des Koalitionsvertrags pochen, um Schaden vom Wohnungsmarkt abzuwenden.

Hier finden Sie die Pressemitteilung der BID.

3. Die neuen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen gemäß EnEV 2014

Am 1. Mai 2014 tritt die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014) in Kraft. Sie schreibt erstmalig die Verpflichtung zur Insertion mit Energiekennwerten in kommerziellen Medien vor (§ 16a EnEV 2014). Wer ab 1. Mai 2014 ein Gebäude, eine Wohnung oder eine sonst selbstständige Nutzeinheit vermietet, verpachtet, verkauft oder zum Leasing in kommerziellen Medien anbietet, muss in der Anzeige bestimmte Pflichtangaben machen – vorausgesetzt, zum Zeitpunkt der Insertion liegt ein gültiger Energieausweis vor.

Immobilienmakler müssen sich auf die neuen Pflichtangaben in der Werbung einstellen. Denn auch wenn die EnEV 2014 den Makler nur indirekt verpflichtet und der eigentlich Verpflichtete für diese Angaben in der kommerziellen Werbung der Eigentümer ist, ist der Makler von der gesetzlichen Regelung im Wettbewerbsrecht direkt betroffen. § 5a Abs. 2 UWG lautet:
„Unlauter handelt, wer die Entscheidungsfähigkeit von Verbrauchern im Sinne des § 3 Abs. 2 dadurch beeinflusst, dass er eine Information vorenthält, die im konkreten Fall unter Berücksichtigung aller Umstände einschließlich der Beschränkung des Kommunikationsmittels wesentlich ist.“
und § 5a Abs. 4 UWG bestimmt dann:
„Als wesentlich im Sinne des Absatzes 2 gelten auch Informationen, die dem Verbraucher auf Grund gemeinschaftsrechtlicher Verordnungen oder nach Rechtsvorschriften zur Umsetzung gemeinschaftsrechtlicher Richtlinien für kommerzielle Kommunikation einschließlich Werbung und Marketing nicht vorenthalten werden dürfen.“

Da die EnEV 2014 die Umsetzung der europäischen Richtlinie 2010/13/EU vom 19. Mai 2010 ist und diese in Artikel 12 Absatz 4 die Angaben in der Werbung verlangt, begeht der deutsche Immobilienmakler einen abmahnbaren Verstoß.
Immobilienmakler und –verwalter müssen ab dem 1. Mai 2014 mit Abmahnungen rechnen. Abgemahnt werden kann sowohl von Mitbewerbern als auch von Wettbewerbsvereinen.

Folgende Angaben sind künftig in kommerziellen Anzeigen erforderlich:
1. Die Art des Energieausweises: Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis im Sinne des § 17 Absatz 1 Satz 1,
2. den im Energieausweis genannten Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs für das Gebäude,
3. die im Energieausweis genannten wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes,   
4. bei Wohngebäuden das im Energieausweis genannte Baujahr
5. bei Wohngebäuden die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.

Kann der Eigentümer keinen Energieausweis vorlegen, muss der Makler überlegen, wie er die Immobilie trotzdem anbieten und bewerben kann. Eine sichere Werbung wäre bestimmt eine sehr allgemeine Werbung wie: „Wir können Ihnen zahlreiche Häuser, Eigentums- und Mietwohnungen anbieten“
Eine weitere Möglichkeit wäre die Bewerbung nur solcher Immobilien mit Energieausweis und dem jeweiligen Satz: „Weitere Angebote vorhanden“. Das bedeutet, man verzichtet auf Werbung für Immobilien ohne Ausweis oder geht das Risiko einer Abmahnung ein. Dabei ist die Werbung in Zeitungen weniger abmahngefährdet als Angebote im Internet. Zeitungsanzeigen werden auf jeden Fall umfangreicher und damit teurer.
Ein damit zusammenhängendes Problem sind Abkürzungen, um hohe Anzeigenkosten zu sparen. Da der Gesetzgeber leider kein offizielles Abkürzungsverzeichnis erstellen wollte, kann es auch darüber zu Abmahnungen kommen, wenn die Abkürzungen von Laien missverstanden werden können. Hier wird erst die Rechtsprechung in den nächsten Jahren Klarheit schaffen.

4. Was kann die Wohnungswirtschaft vom „Bündnis für Wohnen und Bauen“ erwarten?

Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) hat Mitte Februar 2014 ein gemeinsames Bündnis mit der Wohnungswirtschaft angekündigt mit dem Ziel, mehr bezahlbaren, aber auch energieeffizienten und altersgerechten Wohnraum zu schaffen. Die Immobilienwirtschaft steht für ein solches Bündnis bereit. Neben der Städtebauförderung, der Ausweitung der KfW-Förderprogramme und der degressiven Abschreibung müssen nach Auffassung des IVD auch die derzeitigen Eil-Gesetzgebungsverfahren zur Mietpreisbremse und zum Bestellerprinzip in den Fachdialog des Bündnisses einbezogen werden. Sie dürfen nicht ohne den Austausch zwischen der Realwirtschaft und Gesetzgeber in den beteiligten Ressorts umgesetzt werden, da hierdurch völlig falsche Signale für den Wohnungsbau gesetzt werden. Außerdem besteht die Gefahr, Gesetze zu formulieren, die zu Rechtsunsicherheiten führen. Aus Sicht der Wirtschaft muss das Bündnis in ein umfassendes Paket münden, das mehr als nur einige Leuchtturmprojekte oder isolierte Regulierungen beinhaltet.

5. 117.666 neue Geschosswohnungen in 2013

Im Jahr 2013 wurde in Deutschland der Bau von rund 270.400 Wohnungen genehmigt. Das sind 30.899 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Insbesondere die Anzahl der Baugenehmigungen für Geschosswohnungen ist im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. 117.666 Wohnungen wurden laut Statistischem Bundesamt genehmigt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 22,3 Prozent. Fast jede zweite Geschosswohnung in Deutschland ist in den Städten und Regionen geplant, wo die Nachfrage am größten ist. Trotzdem reicht das noch nicht aus, um die hohe Nachfrage insbesondere in Großstädten zu bedienen.

6. Vorsicht Haftungsfalle: Neues IVD-Merkblatt zu haushaltsnahen Dienstleistungen

Die Kosten für haushaltsnahe Beschäftigungsleistungen, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen können Eigentümer und Mieter in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes und bis zu einem bestimmten Höchstbetrag von ihrer Steuerschuld absetzen. In dem neuen Anwendungsschreiben zu § 35 a EStG vom 10. Januar 2014 hat das Bundesfinanzministerium (BMF) der Fortentwicklung offener Rechtsfragen Rechnung getragen. Allerdings berücksichtigt das BMF aus Sicht des IVD-Steuerexperten Hans-Joachim Beck in diesem Arbeitspapier zahlreiche Vergünstigungen nicht. Wenn Verwalter dem Mieter oder Eigentümer eine Bescheinigung ausstellen und dabei die Auffassung der Finanzverwaltung zugrunde legen, besteht deshalb die Gefahr, dass zu wenig Kosten bescheinigt werden. Um hierfür nicht haften zu müssen, sollte der Verwalter in der Bescheinigung darauf hinweisen, dass er die Auffassung des Bundesfinanzministeriums zugrunde gelegt hat.

IVD-Mitglieder haben ein umfangreiches Merkblatt zur Weitergabe an Mieter und Eigentümer erhalten, das die Unterschiede zwischen Finanzverwaltung und Rechtsprechung aufzeigt, Handlungsempfehlungen für Verwalter enthält und interessierten Wohnungsnutzern ermöglicht, gemeinsam mit ihren Steuerberatern den Abzugsbetrag des § 35a EStG auszuschöpfen. Nicht IVD-Mitglieder können das Merkblatt zum Download im IVD-Webshop erwerben.

7. Auf dem Deutschen Immobilientag einen Blick in die Welt von morgen werfen

Wie arbeiten Immobiliendienstleister im Jahr 2030? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Trendforscher Prof. Peter Wippermann in einer wissenschaftlichen Analyse zum Thema „Zukunft der Immobilienberufe 2030”. Die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert er auf dem Deutschen Immobilientag 2014 des IVD (DIT).

Auch die Zukunft der Vertragsfreiheit ist Thema beim DIT. Die Gesetzesvorhaben zur „Mietpreisbremse“ und zum „Bestellerprinzip“ zeigen, dass die Vertragsfreiheit zunehmend eingeschränkt wird. Diese Themen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Immobilientages am 12. und 13. Juni in Leipzig.

8. Neue Version vom ImmonetManager

Für Kunden des ImmonetManagers erfolgt der Exposé-Versand ab sofort mit Widerrufsbelehrung. Das Release 1.11 macht außerdem eine schnellere Synchronisation möglich.
IVD Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt auf die Basisversion des ImmonetManagers.

9. BGH: Bauträger muss Entschädigung für entgangene Nutzung zahlen

Käufer einer Wohnung, die deutlich länger als vereinbart auf den Einzug in die neue Wohnung warten müssen und für die kein gleichwertiger Wohnraum zur Verfügung steht, haben Anspruch auf einen gesonderten Schadenersatz. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 20. Februar 2014.

Im vorliegenden Fall erwarben die Kläger vom beklagten Bauträger eine noch herzustellende Altbauwohnung mit 136 qm Wohnfläche. Vertraglich war der Bauträger verpflichtet, die Wohnung spätestens bis zum 31. August 2009 fertigzustellen und zu übergeben. Doch auch zwei Jahre später konnten die neuen Eigentümer nicht einziehen. Unter Abzug eines 30-prozentigen Abschlags für Vermietergewinn hat der BGH den Anspruch der Erwerber auf Nutzungsausfallentschädigung bejaht, da gemessen an der Wohnfläche kein gleichwertiger Wohnraum zur Verfügung stand.

10. BGH: Maklerprovision entfällt bei hoher Kaufpreisabweichung

Unterschreitet der Kaufpreis eines Objekts den Angebotspreis um mehr als 50 Prozent, liegt im Einzelfall keine Gleichwertigkeit mit dem ursprünglich vom Makler nachgewiesenen Geschäft vor. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 06. Februar 2014. Den  Provisionsanspruch des Maklers lehnte der BGH deswegen ab. Jedoch weist er darauf hin, dass im Einzelfall Kaufpreisabweichungen, die marktüblich bei den Verhandlungen zu erwarten seien, provisionsunschädlich sein könnten.

Dieses Urteil bespricht Rechtsanwalt Uwe Bethge ausführlich in seinem „Fall für Bethge“ in der Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins.

11. Veranstaltungstipp: Ausgebremst: Die Mietpreisbremse zu Ende gedacht

Die so genannte Mietpreisbremse wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in Kraft treten. Eine hochkarätig besetzte Veranstaltung am 10. April informiert über den Stand und die Auswirkungen der Debatte. Ziel ist es, Antworten auf brisante Fragen zu erhalten wie: Wirkt die Mietpreisbremse als Investitionsbremse? Ist sie Heilung oder nur weiße Salbe auf die offene Wunde? Wirkt die Mietpreisbremse möglicherweise sogar als Subventionierung solventer Mieter? Über diese und andere Fragen wird am 10. April 2014 in Berlin im Fach-Dialog zum Thema Mietpreisbremse diskutiert. Es referieren u.a. der baupolitischer Sprecher der SPD, Michael Groß, IVD-Geschäftsführerin Sun Jensch, Dr. Pamela Hoerr (Head of Asset Management, Managing Director, PATRIZIA Deutschland GmbH) und Prof. Dr. Harald Simons (Mitglied des Vorstandes, empirica AG). IVD-Mitglieder erhalten zehn Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Februar 2014

Inhalt:
1. Bestellerprinzip muss marktwirtschaftliche Prinzipien berücksichtigen
2. Save the date: Deutscher Immobilientag
3. SCHUFA bleibt Blackbox - Bundesgerichtshof schützt Scoreformel
4. Leicht steigende Zinsen führen zu sinkender Erschwinglichkeit von Wohneigentum
5. Auswirkungen der Mietpreisbremse
6. IVD-Zinshausmarktbericht 2013/2014: Umsatz steigt auf 13 Milliarden Euro
7. Jahreswirtschaftsbericht: Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose
8. IVD-Publikation: Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014
9. Mit dem Titel „REV – Anerkannter europäischer Sachverständiger“ auf Erfolgskurs
10. Veranstaltungstipp: Immobilienmarkt Mittelmeer
11. Degressiver Steuersatz bei der Zweitwohnungssteuer ist verfassungswidrig
12. Photovoltaikanlagen – Beendigung der Umsatzsteuerpflicht für die Einspeisevergütung
13. Installation einer Photovoltaikanlage – Wer zahlt die Umsatzsteuer?

1. Bestellerprinzip muss marktwirtschaftliche Prinzipien berücksichtigen

Die Frage, wer die Provision des Maklers zukünftig bezahlen muss, soll laut Koalitionsvertrag nach dem marktwirtschaftlichen Prinzip entschieden werden. Vermieter und Mieter sollen beide Auftraggeber des Maklers sein können, heißt es in dem Vertrag weiter. Auf diesen kleinen und feinen Ausdruck weist der IVD in seinen zahlreichen Gesprächen mit den zuständigen Vertretern aus Politik und Ministerialverwaltung bewusst hin. Gerade in der vergangenen Woche konnte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick in einem Gespräch mit der neuen Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks auf die bevorstehenden Gesetzesvorhaben kritisch hinweisen. Auch IVD-Bundesgeschäftsführerin Sun Jensch hat im Rahmen einer Sitzung der Bundesfachkommission des Wirtschaftsrates Deutschland gegenüber Staatssekretär Florian Pronold aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) den Standpunkt des IVD vertreten, dass eine neue gesetzliche Regelung zur Provisionsverteilung abgelehnt wird. In den kommenden 14 Tagen sind weitere Gespräche geplant, in denen sich der IVD entsprechend positionieren wird. So stehen nicht nur sechs Termine mit zuständigen Bundestagsabgeordneten an, sondern auch ein weiterer Termin mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, BMUB. Seitens des IVD werden vor allem Präsident Jens-Ulrich Kießling und Vize-Präsident Schick sowie weitere Mitglieder des Präsidiums und Bundesvorstands teilnehmen.

Wenn das bestehende Recht geändert werden soll, muss dabei ein echtes Bestellerprinzip herauskommen, welches die Prinzipien der Marktwirtschaft berücksichtigt.  Einen Gesetzentwurf gibt es derzeit noch nicht. Nach Auffassung des IVD ist das Formulieren einer Neuregelung schwierig, wenn sich die große Koalition nicht entlarven lassen will, dass es ihr nicht um ein Bestellerprinzip geht, sondern schlicht um eine Entlastung des Wohnungssuchenden. Statt sich Gedanken über ein Bestellerprinzip oder eine Mietpreisbremse zu machen, sollte die Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen, durch die das Wohnungsangebot vergrößert wird.

2. Save the date: Deutscher Immobilientag

Unter dem Motto „…weil wir es wert sind.“ lädt der IVD zum Deutschen Immobilientag am 12. und 13. Juni 2014 in das Kongresshotel „The Westin“ im Leipziger Stadtzentrum ein. Im Mittelpunkt stehen die politischen, rechtlichen und marktwirtschaftlichen Herausforderungen der Immobilienbranche. Hierzu werden wieder namhafte Referenten aus Politik und Wirtschaft erwartet. Fachpanels rund um die Schwerpunkte Immobilienverwalter, Immobilienmakler und Sachverständige stehen in diesem Jahr erneut auf der Agenda. Politische Vorhaben, wie die Mietpreisbremse, das Bestellerprinzip und Themen rund um die strategische Unternehmensführung und Kommunikation, laden zum Wissenstransfer und Netzwerken ein.

3. SCHUFA bleibt Blackbox - Bundesgerichtshof schützt Scoreformel

Verbraucher haben keinen Anspruch darauf zu erfahren, wie die SCHUFA ihre Kreditwürdigkeit berechnet. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 28. Januar 2014 (VI ZR 156/13) entschieden. Mit der so genannten Scoreformel wird durch komplizierte statistisch-mathematische Analyseverfahren errechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Betroffene seine Verbindlichkeiten vertragsgemäß erfüllen wird. Die SCHUFA muss lediglich offenlegen, welche personenbezogenen, insbesondere kreditrelevanten Daten bei ihr gespeichert und in die Berechnung der Wahrscheinlichkeitswerte eingeflossen sind. Die Berechnungsmethode bleibt Geschäftsgeheimnis.

4. Leicht steigende Zinsen führen zu sinkender Erschwinglichkeit von Wohneigentum

Die Erschwinglichkeit von selbstgenutztem Wohneigentum bleibt weiterhin auf historisch hohem Niveau. Das geht aus dem IVD-Erschwinglichkeitsindex 2014 hervor. Mit einem aktuellen Indexwert von 127,2 liegt die Erschwinglichkeit von Einfamilienhäusern trotz steigender Zinsen nur knapp unter dem Allzeithoch von Ende 2012. Umgerechnet bedeutet das, dass ein durchschnittlicher Haushalt zur Finanzierung seines Einfamilienhauses 19,7 Prozent seines Einkommens ausgeben muss.

5. Auswirkungen der Mietpreisbremse

Die Einführung der Mietpreisbremse wird dazu führen, dass bei einem Mieterwechsel nur noch halb so viele Wohnungen renoviert beziehungsweise saniert werden wie heute. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen IVD-Minutenumfrage, an der 1.873 Immobilienprofis teilgenommen haben. Demnach werden aktuell 39,9 Prozent der Wohnungen renoviert, nachdem ein Mieter ausgezogen ist. Nach Einschätzung der Befragten würde dieser Anteil auf 20,9 Prozent sinken. Auch der Anteil der Wohnungen, die nach einem Mieterwechsel modernisiert beziehungsweise saniert werden, würde nach Einführung der Mietenregulierung von 23,6 auf 12,8 Prozent zurückgehen.

6. IVD-Zinshausmarktbericht 2013/2014: Umsatz steigt auf 13 Milliarden Euro

Der Handel mit deutschen Zinshäusern entwickelt sich weiter dynamisch und hat 2012 den höchsten Stand innerhalb der letzten fünf Jahre erreicht. Zwar sind die Kauffälle in den 50 bevölkerungsreichsten Städten im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zurückgegangen, die Umsätze sind aber um acht Prozent auf 13 Milliarden Euro gestiegen. 530.000 Euro, und damit 60.000 Euro mehr als 2011, wurden durchschnittliche je Transaktion umgesetzt. Knapp die Hälfte der Umsätze entfällt auf Berlin, Hamburg und München. Das ist ein Ergebnis des IVD-Zinshausmarktberichts 2013/2014.

Im IVD-Zinshausmarktbericht werden die Umsatz- und Kauffallzahlen der 50 bevölkerungsreichsten Städte in Deutschland analysiert. Dazu wurden die Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse 2012 ausgewertet. Der IVD-Zinshausmarktbericht 2013/2014 kann im IVD-Webshop zum Preis von 69 Euro bestellt werden.

7. Jahreswirtschaftsbericht: Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose

Die deutsche Wirtschaft wächst wie schon bisher spürbar kräftiger als der Durchschnitt der Eurozone. Das geht dem Jahreswirtschaftsbericht 2013 hervor, der vergangene Woche im Kabinett verabschiedet wurde. Bundeswirtschaftsminister Gabriel rechnet für 2014 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent. Damit hebt die Regierung ihre bisherige Prognose um 0,1 Prozentpunkte an. Die konjunkturelle Dynamik wird laut dem Bericht vor allem durch die Binnennachfrage getragen. Es wird wieder mehr investiert – auch in Immobilien. Darauf deute auch die hohe Anzahl an Baugenehmigungen hin.

8. IVD-Publikation: Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014

Zum schnellen Faktencheck oder als hochwertiges Give-away für ihre Kunden

Die neue IVD-Broschüre „Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014“ enthält 22 Grafiken und Tabellen rund um den Wohn- und Gewerbe-Immobilienmarkt in Deutschland. Von der Altersstruktur des Wohnungsbestandes über die Grunderwerbsteuersätze in den Bundesländern, die Entwicklung der Hypothekenzinssätze bis zu den Einzelhandelsmieten in den 1A- und 1B-Lagen und die Spanne der Liegenschaftszinssätze enthält das handliche Booklet Daten und Fakten, die im täglichen Geschäft wichtig sind.

Ein freies Feld im Einband des Heftes bietet die Möglichkeit, einen Firmenstempel einzufügen und die Broschüre an Kunden weiterzureichen.

"Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014" kann über den IVD-Webshop bestellt werden.

9. Mit dem Titel „REV – Anerkannter europäischer Sachverständiger“ auf Erfolgskurs

Seit dem 1. Juni 2013 gestattet die internationale europäische Sachverständigengruppe TEGoVA  – The European Group of Valuers' Associations dem IVD Bundesverband die Vergabe des Titels ‚anerkannter europäischer Sachverständiger – Recognised European Valuer (rev)'. Zur Erlangung des Titels werden von der TEGoVA Anforderungen gestellt, die in Deutschland den Anforderungen einer Sachverständigenzertifizierung oder einer öffentlichen Bestellung und Vereidigung entsprechen.
Hierzu wurde die Deutsche Immobilien Akademie (DIA) und die DIAZert Zertifizierungsstelle von der TEGoVA im Auftrag des IVD begutachtet, um die Umsetzung der Anforderungen zu überprüfen. IVD-Mitglieder, die entweder öffentlich bestellt und vereidigt sind oder von der DIAZert als Sachverständige für Immobilienbewertung zertifiziert sind, können nun auf Antrag beim IVD den Titel der TEGoVA führen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Hans-Joachim Beck in der IVD-Bundesgeschäftsstelle: beckivd.net.

10. Veranstaltungstipp: Immobilienmarkt Mittelmeer

Zum siebten Mal findet am 9. und 10. März 2014 der „French Riviera International Event“ in Nizza statt. Mit der Veranstaltung „Mediterranean Real Estate: Investment & Referral Opportunities“ möchte der französische Maklerverband FNAIM (Fédération nationale de l'immobilier) den Besuchern des zweitägigen Branchentreffens einen Einblick in den Mittelmeer-Immobilienmarkt geben. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte sowie Berufsanfänger und junge Nachwuchskräfte der Immobilienbranche, die sich ein internationales Netzwerk aufbauen möchten. Ergänzend wird in zahlreichen Vorträgen und Workshops aufgezeigt, wie internationale Immobilienvermittlung erfolgreich sein kann.

11. Degressiver Steuersatz bei der Zweitwohnungssteuer ist verfassungswidrig

Wie das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) entschieden hat, ist eine Satzung über die Zweitwohnungssteuer verfassungswidrig, wenn sie einen degressiven Steuersatz vorsieht. Da wirtschaftlich leistungsfähigere Bürger geringere Prozentsätze zahlen müssen als weniger leistungsfähige, verstößt sie gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung  (BVerfG, Beschluss vom 15.1.2014 - 1 BvR 1656/09). Zweitwohnungssteuerbescheide, die auf einer derartigen Satzung beruhen, sollten daher mit dem Rechtsbehelf des Widerspruchs angefochten werden.

12. Photovoltaikanlagen – Beendigung der Umsatzsteuerpflicht für die Einspeisevergütung

Wer auf dem Dach seines Hauses eine Photovoltaikanlage installiert und den Strom in das Netz einspeist, muss die Einspeisevergütungen der Umsatzsteuer unterwerfen. Dafür hat er bei Installation der Anlage die in den Eingangsrechnungen enthaltene Umsatzsteuer von seinem Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen. Die Umsatzsteuerpflicht der Einspeisevergütungen kann man jedoch nach Ablauf von fünf Jahren stoppen. Hierzu muss man lediglich an das zuständige Finanzamt schreiben und erklären, dass man seinen damaligen Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung widerruft. Wenn seit Inbetriebnahme der Anlage mindestens fünf Jahre vergangen sind, braucht man die vom Finanzamt erstatteten Vorsteuern trotzdem nicht zurückzuzahlen.
Allerdings funktioniert dies nicht, wenn man bereits aufgrund seiner übrigen beruflichen Tätigkeit Unternehmer ist und umsatzsteuerpflichtige Umsätze erzielt.

13. Installation einer Photovoltaikanlage – Wer zahlt die Umsatzsteuer?

Die Installation von Photovoltaikanlagen, die auf oder an einem Gebäude oder Bauwerk installiert werden, stellt stets eine Bauleistung dar. Daraus wird vielfach geschlossen, dass der Auftraggeber die Umsatzsteuer für die Bauleistung an sein Finanzamt zahlen muss und der Installateur ihm die Rechnung netto ausstellt. Dies ist jedoch nur ausnahmsweise der Fall, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

•    Der Installateur (Auftragnehmer) ist ein ausländisches Unternehmen.
•    Es handelt sich um einen typischen Subunternehmerfall, bei dem der Auftraggeber die Anlage weiterliefert.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Januar 2014

Inhalt:
1. Widerrufsrecht des Maklervertrags: Alle Infos ab sofort im neuen internen Bereich
2. SEPA-Umstellung verschoben
3. BGH-Urteil: Untervermietung an Touristen ist keine normale Untervermietung
4. Niedersachsen beschließt Grunderwerbsteuererhöhung
5. Minutenumfrage zu den Auswirkungen der Mietpreisbremse
6. Grundsteuererlass beantragen bis zum 31. März 2014
7. Einwohnerzahl in Deutschland 2013 auf 80,8 Millionen gestiegen
8. Was ändert sich im Steuerrecht im Jahr 2014?
9. Terminhinweis: Die Mietpreisbremse – Auswirkungen für Bestandhalter und Bauträger

1. Widerrufsrecht des Maklervertrags: Alle Infos ab sofort im neuen internen Bereich

Ab dem 13. Juni 2014 haben Verbraucher die Möglichkeit, Maklerverträge, die als Fernabsatzvertrag geschlossen wurden, zu widerrufen. Damit keine finanziellen Verluste entstehen, sollten Makler ihre Kunden spätestens ab diesem Zeitpunkt über ihr gesetzliches Widerrufsrecht belehren. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Ob bereits nach aktueller Rechtslage ein Widerrufsrecht besteht, ist von der Rechtsprechung noch nicht geklärt. Vorsorglich könnten Sie daher bereits jetzt über ein gesetzliches Widerrufsrecht nach aktueller Rechtslage informieren.
Ein Muster für die Widerrufsbelehrung, ausführliche Informationen, praktische Tipps und weiterführende Links finden Sie im neuen Mitglieder-Bereich der IVD-Homepage.

Nach der Anmeldung mit der jeweiligen Mitgliedsnummer profitieren IVD Mitglieder außerdem von einer Vielzahl weiterer exklusiver Informationen. Immobilienmakler und Verwalter finden hier zur kostenlosen Nutzung eine Auswahl an Musterverträgen und wichtigen Formularen, wie den Wohnungsmietvertrag, die Hausverwaltervollmacht, den Verkäufer-Makler-Auftrag oder den Makleralleinauftrag Wohnraumvermietung. Außerdem stehen IVD-Mitgliedern das AIZ Immobilienmagazin als e-Paper und diverse Logos zum Download zur Verfügung.

Sie haben noch kein Passwort? Dann wenden Sie sich gerne an die IVD-Bundesgeschäftstelle oder an Ihre IVD-Regionalgeschäftsstelle.

2. SEPA-Umstellung verschoben

Die EU-Kommission hat überraschend die Umstellungsfrist für das neue SEPA-Lastschriftverfahren um sechs Monate verlängert. Eigentlich sollten die europaweit einheitlichen Bankverbindungen IBAN und BIC ab Februar verbindlich in allen EU-Staaten gelten. Die Umstellungsrate sei aktuell aber zu gering und ein reibungsloser Übergang auf das SEPA-Zahlungssystem nicht gewährleistet, heißt es in der Pressemitteilung der EU-Kommission. Unternehmen und Vereine sollen nun noch bis zum 1. August 2014 Zeit haben, auf das neue Verfahren umzustellen. Die Mitgliedstaaten und das Europaparlament müssen der Fristverlängerung aber noch zustimmen.

Der IVD rät, die Umstellung von Überweisungen und Lastschriften auf den europäischen Zahlungsverkehr jetzt schon vorzunehmen, um Zahlungsausfälle zu vermeiden.

3. BGH-Urteil: Untervermietung an Touristen ist keine normale Untervermietung

Eine vom Vermieter erteilte Erlaubnis zur üblichen Untervermietung enthält nicht automatisch auch eine Erlaubnis zur Untervermietung an Touristen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 08.01.2014 und gab damit einem Vermieter in Berlin recht.

In der Erklärung des BGH heißt es, dass die tageweise Vermietung an "beliebige Touristen" sich deutlich von einer normalen, "gewöhnlich auf gewisse Dauer angelegten Untervermietung" unterscheide. Mieter, die ihre Wohnung kurzzeitig an Reisende untervermieten wollen, brauchen daher eine ausdrückliche Erlaubnis des Vermieters. Liegt diese nicht vor, müssen Mieter mit einer Kündigung und nachfolgenden Räumungsklage rechnen, wenn die Wohnung dennoch an Touristen untervermietet wird.

4. Niedersachsen beschließt Grunderwerbsteuererhöhung

Am 20. Dezember 2013 hat der niedersächsische Landtag die Erhöhung der Grunderwerbsteuer zum 1. Januar 2014 beschlossen. Fünf Prozent des Kaufpreises – und damit 0,5 Prozentpunkte mehr als bisher – müssen Käufer beim Erwerb eines Grundstückes an den Staat abführen. Auch in Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein haben sich die Steuersätze für die Grunderwerbsteuer erhöht.

5. Minutenumfrage zu den Auswirkungen der Mietpreisbremse

Die Große Koalition hat sich im Koalitionsvertrag auf eine so genannte „Mietpreisbremse“ verständigt. Der IVD möchte mit Ihrer Hilfe gerne ermitteln, welche Auswirkungen zu erwarten sind, wenn bei der Wiedervermietung von Wohnraum die Mieterhöhungsmöglichkeiten auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete beschränkt sind.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zur Beantwortung der IVD Minutenumfrage eine Minute Zeit nehmen.

6. Grundsteuererlass beantragen bis zum 31. März 2014

Trotz großer Bemühungen stehen Immobilien manchmal leer und bringen nicht den erwarteten Ertrag. In diesem Fall kann man bei seinem Finanzamt einen Teilerlass der Grundsteuer beantragen. Dieser muss für 2013 bis zum 31. März 2014 gestellt werden.

25 Prozent der Grundsteuern werden erlassen, wenn die erzielte Jahresrohmiete geringer ist als die Hälfte der ortsüblich erzielbaren Jahresrohmiete bei vergleichbaren Objekten. Wenn der Ertrag in voller Höhe ausgefallen ist, wird die Grundsteuer zur Hälfte erlassen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Leerstand unverschuldet ist. Der Eigentümer muss daher nachweisen, dass er sich um eine Vermietung zu marktgerechten Preisen bemüht hat.

Probleme können entstehen, wenn sich auf dem Grundstück mehrere Vermietungseinheiten befinden und die Marktmieten für die einzelnen Einheiten unterschiedlich hoch sind. Hierzu hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 27.9.2012 entscheiden, dass für jede nicht vermietete Raumeinheit gesondert zu prüfen ist, ob der Steuerpflichtige den Leerstrand zu vertreten hat. Das Finanzamt hatte dagegen die Ansicht vertreten, ein Grundsteuererlass sei insgesamt nicht zu gewähren, weil der Eigentümer einige Räume zu einem überhöhten Preis angeboten habe.

7. Einwohnerzahl in Deutschland 2013 auf 80,8 Millionen gestiegen

Die Einwohnerzahl in Deutschland ist im dritten Jahr in Folge gestiegen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2013 knapp 80,8 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Ursache für den Bevölkerungszuwachs ist der erneut starke Zuzug von Ausländern. Erstmals seit 1993 sind mehr als 400.000 Personen mehr aus dem Ausland zugezogen als ins Ausland fortgezogen sind.

8. Was ändert sich im Steuerrecht im Jahr 2014?

Zu Beginn des Jahres 2014 ist eine Reihe von steuerlichen Änderungen in Kraft getreten. Unter anderem kann seit Jahresbeginn das in einem privaten Riester-Vertrag aufgebaute Altersvorsorgevermögen flexibler für den Aufbau von selbst genutztem Wohneigentum eingesetzt werden.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat eine Übersicht mit den wesentlichen Neuregelungen zusammengestellt.

9. Terminhinweis: Die Mietpreisbremse – Auswirkungen für Bestandhalter und Bauträger

Am 27. Januar 2014 findet eine Sonderveranstaltung der "Berliner Immobilienrunde" zum Thema Mietpreisbremse statt. Florian Pronold, Mitglied des Deutschen Bundestages und Landesvorsitzender der Bayern-SPD, wird die wohnungspolitischen Vorhaben der Großen Koalition erläutern und dabei unter anderem auf die Kappungsgrenze, das Bestellerprinzip und auf die Umlage von Modernisierungskosten eingehen.  Der führende Mietrechtsexperte Steffen Groß wird darstellen, wie Bestandshalter und Bauträger reagieren sollen. Auch IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick und Ulrich Jacke FRICS sind als Referenten geladen.

Die Veranstaltung richtet sich an Wohnungsgesellschaften und andere Wohnungsvermieter, Projektentwickler/Bauträger, Asset- und Propertymanager für Wohnimmobilien,  Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Immobilien- und Mietrecht und Wohnungsfinanzierer.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Dezember 2013

Inhalt:
1. Immobilienjahr 2014: Das ändert sich für Eigentümer, Käufer, Vermieter und Verwalter
2. Der IVD begrüßt neue Bauministerin im Amt
3. Minutenumfrage zu den Umsatzerwartungen 2014
4. IVD-Publikation: Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014
5. Immonet Studie: Wo lebt es sich in Deutschland am besten?
6. Betriebliche Krankenversicherung für IVD-Mitglieder
7. Immonet schließt exklusiven Kooperationsvertrag mit IVD Nord
8. Das neue AIZ Immobilienmagazin ist da!
9. Bundesfinanzministerium: Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2014
10. BGH: Zum Kündigungsrecht des Vermieters bei unerlaubter Untervermietung
11. Keine Umkehr der Steuerlast bei Bauträgern
12. Bundesfinanzhof bestätigt Flächenschlüssel bei der Aufteilung der Vorsteuern
13. Terminhinweis: Die Mietpreisbremse – Auswirkungen für Bestandhalter und Bauträger

1. Immobilienjahr 2014: Das ändert sich für Eigentümer, Käufer, Vermieter und Verwalter

Das neue Jahr steht vor der Tür und für Immobilieneigentümer und -käufer sowie für Vermieter und Verwalter treten zahlreiche neue gesetzliche Bestimmungen in Kraft. Direkt zum 1. Januar werden die Steuersätze für die Grunderwerbsteuer in den Ländern Berlin, Bremen, Schleswig-Holstein und in Niedersachsen erhöht.
 
Ab dem 1. Februar 2014 gelten für Lastschriften und Überweisungen neue Regelungen. Vermieter müssen dafür sorgen müssen, dass die Lastschriften ihrer Mieter den Standards der SEPA (Single Euro Payments Area) zur Schaffung eines einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums entsprechen.
Außerdem tritt ab dem 1. Mai 2014 die novellierte Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft und damit die Verpflichtung, in kommerziellen Immobilienanzeigen die Energieeffizienzklassen von A+ bis H auszuweisen.

Welche Themen werden 2014 noch wichtig? Lesen Sie dazu die aktuelle Pressemitteilung des IVD.

2. Der IVD begrüßt neue Bauministerin im Amt

Die Ministerposten sind verteilt. Der IVD begrüßt die neue Ministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Barbara Hendricks im Amt und wünscht ihr viel Erfolg. Auf die neue Amtsinhaberin warten große Herausforderungen. Dabei steht an erster Stelle die Schaffung von mehr bezahlbarem Wohnraum in den stark nachgefragten Metropolen. Auch die Energiewende muss mit Maß und nach dem Wirtschaftlichkeitsgebot umgesetzt werden.

Neuer Staatssekretär im Bundesbauministerium wird der bayerische SPD-Chef Florian Pronold. Pronold hat bereits die Verhandlungen des Koalitionsvertrags in den Bereichen Städtebauförderung und bezahlbares Wohnen maßgeblich geprägt.

3. Minutenumfrage zu den Umsatzerwartungen 2014

Seit 2009 steigt das Transaktionsvolumen von Immobilien in Deutschland von Jahr zu Jahr. Auch für 2013 wird mit einem Geldumsatz durch Immobilien gerechnet, der den des Vorjahres deutlich übersteigt. Wie lautet Ihre Marktprognose für 2014?

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zur Beantwortung der IVD Minutenumfrage eine Minute Zeit nehmen.

Vielen Dank!

4. IVD-Publikation: Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014

Zum schnellen Faktencheck oder als hochwertiges Give-away für ihre Kunden

Die neue IVD-Broschüre „Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014“ enthält 22 Grafiken und Tabellen rund um den Wohn- und Gewerbe-Immobilienmarkt in Deutschland. Von der Altersstruktur des Wohnungsbestandes über die Grunderwerbsteuersätze in den Bundesländern, die Entwicklung der Hypothekenzinssätze bis zu den Einzelhandelsmieten in den 1A- und 1B-Lagen und die Spanne der Liegenschaftszinssätze enthält das handliche Booklet Daten und Fakten, die im täglichen Geschäft wichtig sind.

Ein freies Feld im Einband des Heftes bietet die Möglichkeit, einen Firmenstempel einzufügen und die Broschüre an Kunden weiterzureichen.

Immobilienmarkt 2013/2014
Herausgegeben vom Immobilienverband IVD
Einzelpreis: 9,90 Euro inkl. Mwst. und Versand
10 Exemplare: 80 Euro inkl. Mwst. und Versand
50 Exemplare: 325 Euro inkl. Mwst. und Versand
100 Exemplare: 500 Euro inkl. Mwst. und Versand

"Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014" kann über unsere Webshop bestellt werden.

5. Immonet Studie: Wo lebt es sich in Deutschland am besten?

Was brauchen Menschen, um sich in ihrem Stadtteil wohl zu fühlen? Und was ist neben dem Mietpreis ausschlaggebend für die Wohnortwahl? In einer vom Meinungsforschungsinstitut GfK durchgeführten repräsentativen Studie beleuchtet Immonet die emotionale Seite der Wohnortsuche. Dafür wurden 1.500 Einwohner aus 15 deutschen Großstädten nach verschiedenen Standort- und Imagefaktoren befragt, zum Beispiel die Anbindung des Wohnorts an den öffentlichen Nahverkehr oder das Ansehen eines Stadtteils in der Öffentlichkeit.

6. Betriebliche Krankenversicherung für IVD-Mitglieder

In der gesetzlichen Krankenversicherung hat es deutliche Leistungskürzungen gegeben. Weitere Einschränkungen sind zu erwarten. Dadurch gewinnt die private Zusatzvorsorge einen immer höheren Stellenwert. In Zusammenarbeit mit der Funk Gruppe und der Barmenia Krankenversicherung a.G. hat der IVD für seine Mitglieder ein besonderes Konzept zur betrieblichen Krankenversicherung entwickelt. Auch kleine Betriebe haben damit die Möglichkeit, von individuell zugeschnittenen Zusatz-Versicherungsprodukten für Inhaber und Mitarbeiter zu günstigen Konditionen zu profitieren.

7. Immonet schließt exklusiven Kooperationsvertrag mit IVD Nord

Der Regionalverband IVD Nord des Immobilienverbandes IVD und Immonet, eines der führenden Immobilienportale Deutschlands, haben eine neue, exklusive Kooperation vereinbart. Mitglieder des IVD Nord profitieren so zukünftig von attraktiven Sonderkonditionen sowie der Stärke von Immonet als etablierte, reichweitenstarke Plattform im Bereich der Online-Immobiliensuche.

Die Kooperation sieht vor, dass das Logo des IVD Nord künftig neben Angeboten der Mitglieder in der Suchergebnisliste erscheint. Das erhöht nicht nur die Aufmerksamkeit für das jeweilige Objekt – der einzelne Makler kann sich außerdem prominent als Anbieter von qualitativ hochwertigen Leistungen positionieren. Darüber hinaus erhalten IVD Nord Mitglieder beim Einstellen von Objekten in Zukunft einen Rabatt auf die aktuell gültigen Preislisten.

8. Das neue AIZ Immobilienmagazin ist da!

Anstatt auf Büroetagen arbeiten immer mehr Makler in Immobilienshops. So können sie ihr Angebot rund um die Uhr präsentieren und den Verbrauchern die Schwellenangst nehmen. Worauf bei Standortwahl, Einrichtung und Ladenbau sowie bei der Schaufenstergestaltung geachtet werden sollte, ist Thema im aktuellen AIZ Immobilienmagazin. In der Dezember-Ausgabe berichten wir außerdem über das sogenannte Farming und welche Vorteile es hat, sich auf ein klar begrenztes Verkaufsgebiet zu fokussieren. Weiteres Thema: Umfassende Modernisierung oder Ersatzneubau? Was spricht für und was gegen einen Abriss von nicht mehr wirtschaftlich sanierbaren Wohnungsbeständen?

Sie gehören noch nicht zu den Abonnenten des AIZ-Immobilienmagazins? Dann können Sie ein kostenloses Probeexemplar per E-Mail unter info@ivd-service.net bestellen.

9. Bundesfinanzministerium: Merkblatt zur Steuerklassenwahl für das Jahr 2014

Ehegatten oder Lebenspartner, die beide unbeschränkt steuerpflichtig sind, nicht dauernd getrennt leben  und  beide Arbeitslohn beziehen, können für den Lohnsteuerabzug wählen, ob sie beide in  die Steuerklasse IV eingeordnet werden wollen oder ob einer von ihnen (der Höherverdienende) nach  Steuerklasse III und der andere nach Steuerklasse V besteuert werden will. Um verheirateten oder verpartnerten Arbeitnehmern die Steuerklassenwahl zu erleichtern, hat das Bundesministerium der Finanzen das "Merkblatt zur Steuerklassenwahl bei Arbeitnehmer-Ehegatten für das Jahr 2014" veröffentlicht.

10. BGH: Zum Kündigungsrecht des Vermieters bei unerlaubter Untervermietung

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in einer Entscheidung mit der Frage befasst, ob der Vermieter ein Mietverhältnis kündigen kann, wenn er eine zuvor erteilte Untervermietungserlaubnis widerruft, der Untermieter die Wohnung aber nicht sogleich räumt. In seinem Urteil vom 04.12.2013 hat der BGH entschieden, dass der Vermieter nicht zur Kündigung des Mietverhältnisses berechtigt war, da der Mieter seine vertraglichen Pflichten aus dem Mietvertrag nicht verletzt hat.

11. Keine Umkehr der Steuerlast bei Bauträgern

Nach dem Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22.08.2013 fallen Bauträger nicht in den Anwendungsbereich des § 13 b Umsatzsteuergesetz (UStG). Nach dieser Vorschrift ist Schuldner der Umsatzsteuer ausnahmsweise nicht derjenige, der die Leistung erbringt, sondern der Leistungsempfänger (reverse charge). Für Bauleistungen gilt die Vorschrift dann, wenn der Empfänger der Leistung ebenfalls Bauleistungen erbringt. Mit dem Urteil hat der BFH entschieden, dass Bauträgergeschäfte abweichend von der Auffassung der Finanzverwaltung keine Bauleistungen sind. Der Verkauf eines Grundstücks durch den Bauträger stellt eine Grundstückslieferung und keine Bauleistung dar und darf deshalb auch dann nicht in das Reverse-Charge-Verfahren Verfahren einbezogen werden, wenn der Bauträger das Grundstück vor Fertigstellung des Gebäudes verkauft. Nach der Entscheidung des BFH greift die Regelung über die Umkehr der Steuerschuld nur dann ein, wenn der Empfänger der Bauleistung diese selbst zur Erbringung derartiger Leistungen verwendet.

12. Bundesfinanzhof bestätigt Flächenschlüssel bei der Aufteilung der Vorsteuern

Mit Urteil vom 22.8.2013 hat der Bundesfinanzhof (BFH) entschieden, dass die Regelung des § 15 Abs. 4 UStG, nach der bei der Aufteilung der Vorsteuern bei einem Grundstück zwingend das Verhältnis der Flächen maßgeblich ist, dem Unionsrecht entspricht.

Allerdings gilt dies nach Ansicht des BFH nur für solche Vorsteuern, die der Berichtigungspflicht des § 15 a UStG unterliegen. Gemäß § 15 Abs. 3 Satz 1 UStG fallen hierunter aber auch sonstige Leistungen. Lediglich dann, wenn sich ihr Wert bereits im Zeitpunkt des Leistungsbezugs wirtschaftlich verbraucht, wie bei der Gebäudereinigung und Wartung, ist eine Vorsteuerkorrektur nicht erforderlich, so dass auch der Flächenmaßstab nicht zwingend ist.

13. Terminhinweis: Die Mietpreisbremse – Auswirkungen für Bestandhalter und Bauträger

Am 27. Januar 2014 findet eine Sonderveranstaltung der "Berliner Immobilienrunde" zum Thema Mietpreisbremse statt. Florian Pronold, Mitglied des Deutschen Bundestages und Landesvorsitzender der Bayern-SPD, wird die wohnungspolitischen Vorhaben der Großen Koalition erläutern und dabei unter anderem auf die Kappungsgrenze, das Bestellerprinzip und auf die Umlage von Modernisierungskosten eingehen.  Der führende Mietrechtsexperte Steffen Groß wird darstellen, wie Bestandshalter und Bauträger reagieren sollen. Auch IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick und Ulrich Jacke FRICS sind als Referenten geladen.

Die Veranstaltung richtet sich an Wohnungsgesellschaften und andere Wohnungsvermieter, Projektentwickler/Bauträger, Asset- und Propertymanager für Wohnimmobilien,  Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Immobilien- und Mietrecht und Wohnungsfinanzierer.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe November 2013

Inhalt:
1. Der aktuelle Stand der Koalitionsverhandlungen: Was für Makler und Verwalter wichtig ist
2. Deutliche Zunahme der Baugenehmigungen im 3. Quartal
3. Mietpreisbremse ist Baubremse – Kommentar von Jürgen Michael Schick
4. IVD-Viralspot übertrifft alle Erwartungen
5. Weihnachtsspendenaktion: IVD Sozial sammelt für brotZeit e.V.
6. Der IVD-Wohn-Preisspiegel 2013/2014 ist da
7. BGH-Urteile zum Zustand der Wohnung bei Auszug
8. Forsa-Studie: Was bewegt die Immobilienwirtschaft in Deutschland?
9. Zweit- oder Ferienwohnungen können nicht steuerfrei verschenkt werden
10. Abmahnungen wegen "Garagenverstoß"
11. Neuer Leiter der Rechtsabteilung

1. Der aktuelle Stand der Koalitionsverhandlungen: Was für Makler und Verwalter wichtig ist

Die Bundestagwahl ist heute genau 60 Tage her. Der Koalitionsverhandlungen nähern sich ihrem Ende und sollen aller Voraussicht nach nächste Woche mit dem Koalitionsvertrag zum Abschluss gebracht werden. Vorausgesetzt, die SPD Basis stimmt dem zu, wird die Große Koalition die Geschicke der nächsten vier Jahre gestalten. Was hat eine so sensible, aber auch kapitalintensive Branche wie die Immobilienwirtschaft in den kommenden Jahren zu erwarten?

Am Montag tagte erneut die Koalitions-Arbeitsgruppe für Verkehr, Bau und Infrastruktur und verständigte sich auf ein Beschlusspapier, welches nun in die Schlussrunde für den Koalitionsvertrag geht. „Rund die Hälfte des zunächst vereinbarten Textes musste am Montag gekürzt werden“, bemerkt Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin des IVD.

Die Mietpreisbremse: Ein Trojanisches Pferd

Die Themen rund um die Mietpreisbremse und somit weitere Verschärfungen des Mietrechts sind von der SPD in vollem Umfang als Bedingung in dem Beschlusspapier enthalten geblieben. mehr...

2. Deutliche Zunahme der Baugenehmigungen im 3. Quartal

Die Anzahl der Baugenehmigungen für Geschosswohnungen ist in den ersten neun Monaten 2013 kräftig gestiegen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat das Statistische Bundesamt ein Plus von 25 Prozent ermittelt. In den Kreisen und kreisfreien Städten mit mehr als 300.000 Einwohnern sind nach Analyse des Immobilienverbands IVD sogar 29 Prozent mehr Geschosswohnungen genehmigt worden. "Die zunehmenden Baugenehmigungen sind ein positives Zeichen", kommentiert Jürgen Michael Schick, Vizepräsident des Immobilienverbands IVD, die Entwicklung. Bei der Städteanalyse hat sich allerdings auch gezeigt, dass die Geschosswohnungen nur zum Teil dort gebaut werden sollen, wo sie am dringendsten benötigt werden. mehr...

3. Mietpreisbremse ist Baubremse – Kommentar von Jürgen Michael Schick

Inmitten der entscheidenden Tage bei den Koalitionsverhandlungen ist es dem IVD gelungen, im Handelsblatt an prominenter Stelle mit einem Gastkommentar vertreten zu sein. IVD-Vize Jürgen Michael Schick erläutert noch einmal klipp und klar, welche negativen Auswirkungen die Einführung der geplanten Mietpreisbremse haben würde. mehr...

4. IVD-Viralspot übertrifft alle Erwartungen

Seit dem 18. September haben knapp 47.700 User den IVD Viralspot gesehen. Die Resonanz war sehr positiv, auch die Kommentatoren auf dem IVD YouTube-Kanal waren sich einig: „Witzig und unterhaltsam“, „Gut umgesetzt“, „Klasse!“. So konnten weit mehr Menschen erreicht werden als erhofft, um den IVD als Marke qualifizierter Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständiger noch bekannter zu machen.

5. Weihnachtsspendenaktion: IVD Sozial sammelt für brotZeit e.V.

Immer mehr Kinder müssen hungrig zur Schule gehen und können sich dann kaum auf den Unterricht konzentrieren. Seit 2011 setzen wir uns mit dem IVD Sozial für diese Kinder ein. Wir möchten Sie auch dieses Jahr wieder dazu motivieren, uns dabei zu unterstützen und sich an unserer Weihnachtsspendenaktion zugunsten von brotZeit e.V. zu beteiligen. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Grundschüler aus sozial schwierigen Verhältnissen mit einem ausgewogenen Frühstück zu versorgen.

Wir danken allen IVD-Unternehmen, die mit ihrem finanziellen Engagement einen wichtigen Beitrag leisten, und freuen uns über jeden weiteren Euro, der gespendet wird.

IVD Verein für Soziales Engagement e.V.
Bankhaus Donner & Reuschel, München, Konto-Nr. 81 276 001, BLZ 200 303 00.

Die Spendenkarte finden Sie hier.

6. Der IVD-Wohn-Preisspiegel 2013/2014 ist da

In rund 370 Städten und Gemeinden haben die IVD-Marktberichterstatter die Preise für Einfamilien- und Reihenhäuser, Eigentumswohnungen, Renditeobjekte und Baugrundstücke sowie die Wohnungsmieten beobachtet und dokumentiert. Diese umfassenden Marktdaten wurden unter Lage- und Qualitätsgesichtspunkten ausgewertet und um immobilienrelevante Städtedaten wie Einwohner- und Haushaltszahl, Kaufkraft- und Bevölkerungsentwicklung ergänzt.

IVD-Mitglieder haben den IVD-Wohn-Preisspiegel 2013/2014 mit der aktuellen AIZ erhalten. Weitere Exemplare können im IVD-Webshop für 75 Euro, im Paket mit dem IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2013/2014 für 95 Euro bestellt werden.

7. BGH-Urteile zum Zustand der Wohnung bei Auszug

Mieter müssen bunt gestrichene Wände vor Rückgabe einer Wohnung wieder in hellen, neutralen Farben streichen. Kommt der Mieter dieser Verpflichtung nicht nach, muss er für entstehende Malerkosten aufkommen.

Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 6. November 2013 entschieden. Der BGH führte aus, dass bunte Wände von den meisten Mietinteressenten nicht akzeptiert würden und eine Neuvermietung der Wohnung dadurch praktisch unmöglich werde.

Außerdem hat sich der Bundesgerichtshof aktuell mit der Frage befasst, ob Mieter beim Auszug künftig Bohr- und Dübellöcher vollständig entfernen müssen.

In der mündlichen Verhandlung am 13. November 2013 schien dem Gericht eine Mietvertragsklausel, die den Mieter verpflichtet, "bei Beendigung des Mietverhältnisses, Dübeleinsätze zu entfernen und gebohrte Löcher ordnungsgemäß unkenntlich zu verschließen", als zu eng.

Über das am 11. Dezember 2013 zu erwartende Urteil werden Sie an dieser Stelle informieren.

8. Forsa-Studie: Was bewegt die Immobilienwirtschaft in Deutschland?

Die Wohnungsmieten in den Ballungsräumen werden nur dann sinken, wenn sich das Angebot deutlich erhöht. Dagegen stehen bürokratische Hürden und komplizierte Genehmigungsverfahren. Sie sind nach Meinung der Immobilienwirtschaft die größten Hemmnisse für mehr Neubautätigkeit. Im Falle von Steuererhöhungen für Immobilienunternehmen erwartet die Branche steigende Mieten und einen Rückgang der Investitions- und Kaufbereitschaft. Auch strengere Kappungsgrenzen bei Mieten würden zu einem Rückgang der Investitionen und zu einer sinkenden Bautätigkeit führen. Mehr Einfachheit und Klarheit ist auch bei den Maßnahmen zum Voranbringen der Energiewende gewünscht. Das sind einige der Ergebnisse der Umfrage „Was bewegt die Immobilienwirtschaft in Deutschland?“. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte dafür 300 Unternehmen der Immobilienwirtschaft in Deutschland im Auftrag der BID Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland.

9. Zweit- oder Ferienwohnungen können nicht steuerfrei verschenkt werden

Eine Wohnung, in der sich nicht der Mittelpunkt des familiären Lebens der Eheleute (oder der eingetragenen Lebenspartner) befindet, ist kein steuerbegünstigtes Familienwohnheim und kann deshalb nicht steuerfrei an den Ehegatten verschenkt werden. Für Zweit- oder Ferienwohnungen werden Schenkungssteuern fällig. Dies hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 18.7.2013 entschieden.

10. Abmahnungen wegen "Garagenverstoß"

Ein angeblicher Makler aus Braunschweig mit dem Firmennamen "Concept24 Beratungsgesellschaft mbH“, Gumbinnenstr. 10, 38112 Braunschweig, mahnt über eine Rechtsanwaltskanzlei "Am Marstall" Hans Konrad Schäfer, ebenfalls Braunschweig, ab. Dem IVD sind seit dem 13. November schon neun Abmahnungen bekannt geworden. Es handelt sich immer um den so genannten "Garagenverstoß", also die Nennung des Kaufpreises für eine Eigentumswohnung und die Nennung des Kaufpreises für einen Stellplatz ohne Gesamtpreisnennung als Verstoß gegen § 1 PAngV.

Wer eine solche Abmahnung bekommt, sollte sich unbedingt bei der Wettbewerbs-Hotline des IVD melden und eine Kopie an koch@ivd.net schicken.

11. Neuer Leiter der Rechtsabteilung

Dr. Christian Osthus ist seit dem 1. Oktober Leiter der Rechtsabteilung in der IVD-Bundesgeschäftsstelle. Zuvor war er sechs Jahre beim Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) als Referent Steuern und Recht tätig. Seine Doktorarbeit zum Mietrechtänderungsgesetz hat er kürzlich abgeschlossen. Der IVD freut sich über einen engagierten und fachlich versierten Kollegen, der die Immobilienbranche und das Politikgeschäft sehr gut kennt.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Oktober 2013

Inhalt:
1. EnEV 2014 kommt – Makler und Hausverwalter in der Pflicht
2. IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2013/2014
3. EXPO REAL in Bildern
4. IVD-Betriebsvergleich
5. Immonet startet Empfehlungsmarketing-Aktion für den ImmonetManager
6. Rechtliche Fallstricke für Investoren in Milieuschutzgebieten
7. Verjährung von Gewährleistungsansprüchen beim Kauf einer Photovoltaikanlage

1. EnEV 2014 kommt – Makler und Hausverwalter in der Pflicht

Zur Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich hat die Politik nun eine weitere Etappe genommen. Die Bundesregierung hat die vom Bundesrat vorgeschlagenen Änderungen in ihrem Entwurf einer Energieeinsparverordnung (EnEV) 2014 am 16. Oktober 2013 angenommen. Nun gilt es, die überarbeitete EnEV in die Praxis zu überführen. Dabei kommen auch für den Makler und Hausverwalter neue Aufgaben hinzu. Nach einem neuen § 16 a EnEV müssen in kommerziellen Immobilienanzeigen ab etwa Mitte 2014 Angaben zur Befeuerungsart, zum Endenergieverbrauch und zum Baujahr des Gebäudes gemacht werden. Dabei muss man sich  am Energieausweis orientieren. Zudem muss die vom Bundesrat ergänzend geforderte Energieeffizienzklasse des Gebäudes angegeben werden. Dies soll dem Verbraucher, der solche Klassen bereits von der so genannten Weißen Ware oder Autos kennt, eine bessere Übersicht und Vergleichbarkeit geben. Ob die Einführung solcher Klassen sinnvoll ist, darf dabei bezweifelt werden.

Kritisch zu sehen ist zudem die Anhebung der energetischen Anforderungen an den Neubau. Ab 2016 müssen Neubauten mit 25 Prozent weniger Primärenergie auskommen, was die Baukosten nochmals erheblich steigert. Bezahlbare Mieten im Geschosswohnungsbau gehören damit ohne entsprechende Förderung zur Kompensation der Vergangenheit an.

Bestandsbauten sind von der EnEV dagegen kaum betroffen. Hier ist allerdings hervorzuheben, dass ab 2015 konventionelle Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, außer Betrieb zu nehmen sind. Damit kommt unterm Strich einiges auf die Immobilienwirtschaft zu. Wenn es nach dem Bundesrat geht, sollen nach einer Entschließung die energie- und baunebenrechtlichen Vorschriften wie auch die EnEV in einer Regelung zusammengeführt werden. Gleichzeitig sollen die Fördermittel zur Gebäudemittel mit jährlich 2 Mrd. Euro ausgestattet werden und auf diesem Niveau verstetigt werden.

2. IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2013/2014

Die deutsche Wirtschaft ist im zweiten Quartal 2013 so stark gewachsen wie seit Anfang 2012 nicht mehr. Inwieweit sich diese Dynamik auf den Büro- und Einzelhandelsimmobilienmarkt niederschlägt, zeigen die Zahlen des neuen IVD-Gewerbe-Preisspiegels.

Die IVD-Marktberichterstatter haben in rund 350 Städten und Gemeinden die Preise von Gewerberäumen beobachtet und dokumentiert. Der Preisspiegel enthält die Netto-Kaltmieten von Büroflächen mit einfachem, mittlerem und gutem Nutzungswert sowie Höchstmieten für Spitzenobjekte in Toplagen, Preise für Baugrundstücke im Gewerbegebiet und Ladenmieten für Flächen in 1a- und 1b-Lagen der  Geschäfts- und Nebenkerne. Neben den Miet- und Preisdaten sind jeder Stadt die Einwohner- und Haushaltszahl sowie die Kaufkraft- und Bevölkerungsentwicklung zugeordnet.

IVD-Mitglieder haben den Gewerbe-Preisspiegel mit der Oktober-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins erhalten. Weitere Exemplare können im IVD-Webshop zum Preis von 75 Euro bestellt werden.

3. EXPO REAL in Bildern

36.000 Teilnehmer aus 68 Ländern trafen sich auf der 16. Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen in München und konnten Kontakt zu 1663 Ausstellern aus 33 Ländern aufnehmen. Der IVD-/Immonet-Stand gehörte zu den am meisten besuchten Ständen der Messe. Die Mitaussteller auf der IVD-Company-Corner, Aigner Immobilien aus München, CityJung aus Ellwangen, Consens aus München, FlowFact aus Köln, Michael Schick Immobilien aus Berlin, personell Schneble aus Hamburg, Peloton Vermittlung aus Berlin, Schneier & Co aus München, Stöben Wittlinger aus Hamburg, Vegis Immobilien aus Neu-Isenburg und Zabel Immobilien aus Berlin, zeigten sich mit der Resonanz auf ihre Messe-Präsenz sehr zufrieden.

Impressionen von der EXPO REAL und der IVD-Company-Corner finden Sie im Online-Fotoalbum.

4. IVD-Betriebsvergleich

Auch in diesem Jahr haben Immobilienunternehmen die Möglichkeit, an dem IVD-Betriebsvergleich teilzunehmen. Im Rahmen einer Kennzahlenanalyse für das Geschäftsjahr 2012 werden die Jahresabschlussdaten der am Betriebsvergleich teilnehmenden Unternehmen erhoben, analysiert und zu Vergleichszwecken gegenübergestellt.

Der IVD-Betriebsvergleich soll den teilnehmenden Unternehmen zum einen die unternehmensindividuelle Struktur zum Beispiel von Aufwand und Ertrag aufzeigen. Zum anderen soll die Möglichkeit zum Vergleich mit anderen Immobilienunternehmen geschaffen werden. Dadurch können die Stärken und Schwächen der eigenen Wirtschaftlichkeit verdeutlicht werden.

Die Kennzahlenanalyse erfolgt absolut anonym. Für IVD Mitglieder ist die Teilnahme am Betriebsvergleich kostenlos.

5. Immonet startet Empfehlungsmarketing-Aktion für den ImmonetManager

Alle Immonet-Bestandskunden können bis zum 15.12.2013 ihren Kollegen den ImmonetManager empfehlen und sich dafür exklusive Prämien sichern. Jede Empfehlung, die zu einer abgeschlossenen Lizenz führt, steigert die Prämie des Kunden. Als Top-Prämie winkt ein unvergesslicher Event auf dem Nürburgring. Dazu müssen die Empfehler nichts anderes tun, als das Kontaktformular mit ihren Daten und die des Empfohlenen auszufüllen.

6. Rechtliche Fallstricke für Investoren in Milieuschutzgebieten

In Berlin gibt es bereits jetzt rund 20 Milieuschutzgebiete, die meisten davon in den begehrten Lagen von Pankow und Friedrichshain-Kreuzberg. Nunmehr planen die Bezirke die großflächige Ausweisung neuer Milieuschutzgebiete.

Über die rechtlichen Gegebenheiten und Restriktionen des sozialen Erhaltungsrechts informiert im Rahmen der Berliner Immobilienrunde einer der führenden Experten in diesem Bereich Axel Dyroff. Die Veranstaltung findet  am 27. November 2013 im Steigenberger Hotel Berlin statt und  richtet sich an Investoren am Berliner Wohnungsmarkt, Berliner Wohnungsgesellschaften, Projektentwickler in Berlin und Asset- und Propertymanager mit Berliner Wohnimmobilien.

Weitere Informationen und das Anmeldeformular finden Sie hier.

7. Verjährung von Gewährleistungsansprüchen beim Kauf einer Photovoltaikanlage

Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 9. Oktober 2013 entschieden, dass kaufrechtliche Gewährleistungsansprüche aus der Lieferung mangelhafter Teile einer Photovoltaikanlage nach zwei Jahren verfallen. Eine fünfjährige Verjährungsfrist greife nicht, da eine auf dem Dach errichtete Photovoltaikanlage selbst kein Bauwerk im Sinne des Gesetzes ist. Vielmehr dient die Anlage eigenen Zwecken; denn sie soll Strom erzeugen und dem Käufer dadurch eine zusätzliche Einnahmequelle (Einspeisevergütung) verschaffen.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe September 2013

Inhalt
1. Neuer IVD-Spot online: Das Haus nebenan
2. Deckelung der Maklerprovision in Berlin ist abgewendet
3. Der IVD auf der EXPO REAL 2013
4. IVD Minutenumfrage zur Vermarktungsdauer von Wohnimmobilien
5. Immobilienprofis wollen Merkel
6. Noch drei Tage bis zur Bundestagswahl
7. Europäischer Immobilien-Kongress 2013
8. BGH-Urteil zum Elternunterhalt
9. Erstattung des Kaufpreises wegen Baumängel mindert nicht die Werbungskosten
10. Umfrage zum Mietspiegel

1. Neuer IVD-Spot online: Das Haus nebenan

Ein IVD-Makler ist Generalist und Spezialist in einem. Er muss vielerlei Fähigkeiten, Kenntnisse und Kompetenzen haben, um seinen Kunden eine umfassende Beratung und Unterstützung bieten zu können. Ein IVD-Makler ist Problemlöser und auf (fast) alles vorbereitet. Wie ein IVD-Makler selbst in den widrigsten Situationen seines turbulenten  Dienstleisterlebens den Überblick behält, zeigt – mit einem gewaltigen Augenzwinkern – der neue IVD-Spot „Das Haus nebenan“.

Reinschauen lohnt sich. Sie werden Ihren Spaß haben – garantiert! Lassen Sie auch Ihre Kollegen und Kunden daran teillhaben und liken, teilen und leiten Sie den Spot weiter. Gerne können Sie ihn auch auf Ihre Homepage stellen.

2. Deckelung der Maklerprovision in Berlin ist abgewendet

Der Berliner Senat hat vergangene Woche einen Vorschlag für die sogenannte „Maklertaxe“ vorgestellt. Die Taxe soll ein Richtwert für die Höhe der Maklergebühren sein, aber nur dann gelten, wenn keine Vereinbarung über die Höhe der Provision zwischen den Vertragspartnern geschlossen wurde. Damit ist die Deckelung der Maklerprovision vom Tisch. Nach intensiven Gesprächen des IVD Berlin-Brandenburg mit dem Senat ist es gelungen, die ursprünglichen Pläne zur gesetzlichen Deckelung der Provision abzuwenden. Damit bleibt auch die Vertragsfreiheit gewährleistet.

Mehr Informationen zur Maklertaxe und der Position des IVD finden Sie hier.

3. Der IVD auf der EXPO REAL 2013

Auf der EXPO REAL, der Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen, trifft sich die gesamte Branche. Der IVD ist auch in diesem Jahr zusammen mit dem Publikumsmagneten Immonet mit einem Stand vertreten, der zu den am stärksten frequentierten der Messe zählt. Dies liegt nicht zuletzt an dem vielseitigen Ausstellungskonzept: Unter dem Dach des IVD präsentieren Mitglieder und Partner als Mitaussteller ihre Dienstleistung und sind Gastgeber auf der Expo Real. Machen Sie sich selbst ein Bild und besuchen Sie uns in Halle A1, Stand 130.

Das Programm des IVD finden Sie hier.

4. IVD Minutenumfrage zur Vermarktungsdauer von Wohnimmobilien

Die Dauer der Vermarktung von Immobilien ist ein wichtiger Gradmesser für die Aktivitäten am Immobilienmarkt. Mit der aktuellen Minutenumfrage möchte der IVD ermitteln, wie lange die von Maklern vereinbarte und tatsächlich entstandene Vermarktungsdauer bei Wohnimmobilien in verschiedenen Regionen ist und welche Faktoren die Vermarktungsdauer beeinflussen.

5. Immobilienprofis wollen Merkel

In einer gemeinsamen Umfrage der Immobilien Zeitung und Immo Media Consult stimmten 46 Prozent der Immobilienprofis für die CDU/CSU. Hinter der Union ging die FDP mit 18 Prozent zweitstärkste Kraft in der Gunst der Immobilienunternehmer hervor. Im Kanzlerduell votierten 55 Prozent für Merkel, nur zehn Prozent würden SPD-Herausforderer Peer Steinbrück direkt wählen.

6. Noch drei Tage bis zur Bundestagswahl

Wissen Sie, welche wohnungspolitischen Positionen die Bundestagsparteien vertreten? Der IVD hat die Aussagen der fünf Bundestagsfraktionen zu den wichtigen Themen Mietenregulierung, Berufsstand, Energiepolitik, Vermögensteuer und Grundsteuer herausgefiltert, nebeneinander gestellt und mit seinen Forderungen konfrontiert. Die Wahlprüfsteine des IVD finden Sie hier.

7. Europäischer Immobilien-Kongress 2013

Am 27. September veranstaltet die Europäische Immobilien Akademie gemeinsam mit der IHK Saarland und dem IVD den Europäischen Immobilienkongress 2013 in der Großregion (Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg, Wallonien). Ein Vergleich der Maklerpraxis in den einzelnen Ländern ist ebenso Thema wie die Potenziale von Kooperationen in der Grenzregion, die Chancen einer europäischen Norm für Immobilienexperten sowie die Anerkennung von Qualifikationen und Abschlüssen. Außerdem werden erstmals die Ergebnisse einer von der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes erarbeiteten Studie zu den Unterschieden der Maklerpraxis in der Großregion vorgestellt. In einer Diskussionsrunde berichten Experten über ihre Erfahrungen in der grenzüberschreitenden Arbeit. Der Kongress soll dazu beitragen, Transparenz zu schaffen. Denn trotz aller Fortschritte gibt es noch immer zahlreiche Hemmnisse, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Immobilienmarkt in der Großregion erschweren.

8. BGH-Urteil zum Elternunterhalt

Der Wert einer Immobilie, die von einem Unterhaltspflichtigen selbst genutzt wird, kann bei der Berechnung über die Höhe von Unterhaltszahlungen für die Eltern unberücksichtigt bleiben. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.

Im vorliegenden Fall wurde der Sohn einer pflegebedürftigen Mutter auf Unterhalt verklagt. Zwar sind Kinder grundsätzlich verpflichtet, die Pflegekosten ihrer Eltern zu finanzieren. Doch nach der Rechtsprechung ist ein Unterhaltsverpflichteter berechtigt, eine Altersvorsorge in Höhe von fünf Prozent des Bruttoeinkommens zu betreiben. Zu diesem so genannten Schonvermögen gehört nach Auffassung des BGH auch eine selbst genutzte Immobilie.

9. Erstattung des Kaufpreises wegen Baumängel mindert nicht die Werbungskosten

Stellt der Käufer einer Immobilie nach dem Erwerb Baumängel fest und lässt diese auf eigene Kosten beseitigen, so stellen die Kosten Werbungskosten dar. Daran ändert sich auch dann nichts, wenn er wegen der Schäden den Kaufpreis mindert und einen Teil des Kaufpreises erstattet bekommt. Die Erstattung mindert lediglich die Anschaffungskosten und damit die Bemessungsgrundlage für die Abschreibungen.

Eine Auswirkung auf die sofort abzugsfähigen Werbungskosten kann sich aber ergeben, wenn die Nettokosten für die Maßnahmen in den ersten drei Jahren nach dem Erwerb 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Diese Kosten können nicht als Werbungskosten abgezogen werden, sondern müssen dann zu den Anschaffungskosten hinzugerechnet werden.

Dies kann nach Ansicht des Finanzgerichts Düsseldorf auch nicht dadurch verhindert werden, dass der Käufer die Erstattung des Kaufpreises nicht von den Anschaffungskosten, sondern den Baukosten abzieht.

Gegen die Entscheidung ist Revision eingelegt worden.

10. Umfrage zum Mietspiegel

Viele kleinere und mittlere Gemeinden (20.000 - 50.000 Einwohner) verfügen nicht über einen eigenen Mietspiegel, was die Mietpreisbildung im Rahmen der Neuvermietung, für die Mieterhöhungsmöglichkeiten und für die Wertermittlung erheblich erschwert.

Die Gesellschaft für immobilienwirtschaftliche Forschung (gif) führt eine Befragung durch, um zu ermitteln, inwieweit überhaupt die Notwendigkeit für die Erstellung von Mietspiegeln besteht. Insbesondere, wenn Sie in kleinen und mittelgroßen Gemeinden tätig sind, ist Ihre Erfahrung gefragt. Der IVD unterstützt die Initiative der gif und bittet Sie, an der Befragung teilzunehmen.

Vielen Dank!

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe August 2013

Inhalt
1. Geplante Neubauvorhaben reichen nicht aus
2. Mieten oder kaufen? IVD stellt Immobilieninvestitionsrechner vor
3. BGH kippt erneut Quotenabgeltungsklausel für Schönheitsreparaturen
4. Fristlose Mietvertragskündigung eines Rauchers bestätigt
5. Bayern senkt Kappungsgrenze in weiteren Gemeinden
6. IVD gibt bundesweite Erhebung der Maklerprovisionen in Auftrag
7. Stromerzeugung am Gebäude braucht attraktive Rahmenbedingungen
8. Minutenumfrage: Photovoltaikanlagen
9. IVD-Unternehmertag Immobilienverwaltung
10. Immonet gewinnt Publikumspreis
11. Europäischer Immobilien-Kongress 2013
12. EXPO REAL

1. Geplante Neubauvorhaben reichen nicht aus

Die Anzahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist in der ersten Jahreshälfte 2013 erneut gestiegen. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2012 ermittelte das Statistische Bundesamt eine Steigerung von 9,6 Prozent. Insgesamt wurde der Bau von 124.900 Wohnungen genehmigt.
Zwar begrüßt der IVD diese Entwicklung. Aber gerade in Großstädten reichen die geplanten Bauvorhaben nicht aus, um die angespannte Marktsituation zu beruhigen. Insbesondere bei den Mehrfamilienhäusern ist noch mehr Neubau notwendig, um die steigende Wohnraumknappheit aufzufangen.

Aus diesem Grund fordert der IVD von der Politik schnelle Baugenehmigungsverfahren und eine aktive Ausweisung von neuem Bauland, statt Investoren durch eine Überregulierung des Mietwohnungsmarktes abzuschrecken.

Die Pressemitteilung des IVD finden Sie hier.

2. Mieten oder kaufen? IVD stellt Immobilieninvestitionsrechner vor

Der Immobilienverband IVD hat ein neues Tool zur Berechnung und Analyse von privaten Immobilieninvestitionen vorgestellt. Der mit der Steinbeis-Hochschule Berlin entwickelte IVD-Immobilieninvestitionsrechner analysiert, ob und unter welchen Voraussetzungen sich der Kauf einer selbstgenutzten Immobilie lohnt. Gleichzeitig wird untersucht unter welchen Prämissen die Nutzung einer Mietwohnung und die alternative Anlage des Vermögens auf dem freien Kapitalmarkt sinnvoller ist.

3. BGH kippt erneut Quotenabgeltungsklausel für Schönheitsreparaturen

Dem Bundesgerichtshof hat mit seinem Urteil vom 29.05.2013 (BGH VIII ZR 285/12) eine formularmäßige Klausel in einem Wohnraummietvertrag (Quotenabgeltungsklausel) für unwirksam erklärt. Diese verpflichtet den Mieter, anteilig Kosten für Schönheitsreparaturen zu übernehmen, die zum Zeitpunkt der Beendigung des Mietverhältnisses noch nicht fällig sind. Das gilt auch, wenn laut Mietvertrag Berechnungsgrundlage für die beim Auszug zu zahlenden Renovierungskosten der Kostenvoranschlag eines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachgeschäfts ist.

Da dem Mieter mit dieser Festlegung keine Möglichkeit bleibt, Einwendungen gegen die Richtigkeit und Angemessenheit des Angebotes zu erheben oder gar auf die Berechnung nach einem günstigeren Kostenangebot (evtl. vom Mieter selbst eingeholt) zu dringen, erklärte der BGH die Klausel für unwirksam.

4. Fristlose Mietvertragskündigung eines Rauchers bestätigt

Belästigt ein Mieter durch Zigarettenrauch seine Nachbarn, darf ihm gekündigt werden. Das entschied das Amtsgericht Düsseldorf (Urteil v. 31.7.2013 - 24 C 1355/13). Die Nachbarn eines Rentners hatten sich über unerträgliche Geruchsbelästigung beschwert und ihrerseits mit der Kündigung des Mietverhältnisses gedroht. Da der Mann auf Abmahnungen nicht reagierte, kündigte ihm die Vermieterin fristlos. Das Gericht führte aus, dass der Schutz der körperlichen Unversehrtheit der weiteren Mieter gegenüber der allgemeinen Handlungsfreiheit des Beklagten vorrangig sei. Der Mieter hat inzwischen Berufung eingelegt.

5. Bayern senkt Kappungsgrenze in weiteren Gemeinden

Die Staatsregierung in Bayern hat für weitere 89 Städte und Gemeinden die Kappungsgrenze gesenkt. Die am 23. Juli 2013 beschlossene Verordnung ist am 1. August 2013 in Kraft getreten. Mieterhöhungen sind nur noch um maximal 15 Prozent (statt 20 Prozent) bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete  innerhalb von drei Jahren zulässig.

Für München gilt die gesenkte Kappungsgrenze bereits seit dem 15. Mai 2013.

6. IVD gibt bundesweite Erhebung der Maklerprovisionen in Auftrag

Die letzte gesamtdeutsche Erhebung zu den üblichen Gebühren für Makler, Verwalter und Baubetreuer liegt mittlerweile 15 Jahre zurück. Der IVD hat nun eine  eine Neuauflage dieser Studie in Auftrag gegeben. Zweck der Erhebung ist es, ein flächendeckendes Bild der üblichen Entgeltvereinbarungen in der Immobilienwirtschaft zu erhalten. Dies ist nicht zuletzt deshalb wichtig, um die aktuelle politische Diskussion zur Gestaltung der Maklerprovision mit gerichtsfesten Daten und Fakten zu versachlichen. Die Durchführung der Studie liegt in den erfahrenen und von Wissenschaft, Politik und Gerichten hochanerkannten Händen von Prof. Dr. Siegfried Sandner und Dr. Monika Huber in ihrer Eigenschaft als ö.b.u.v. Sachverständige für Immobiliengebührenfragen.

Im Rahmen der Studie werden mehrere Tausend Immobilienfirmen angeschrieben. Die Auswertung der Daten wird anonym durchgeführt. Damit ein statistisch gesichertes, repräsentatives Ergebnis erzielt werden kann, bitten wir Sie, an der Befragung teilzunehmen.

Vielen Dank!

7. Stromerzeugung am Gebäude braucht attraktive Rahmenbedingungen

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), der auch der IVD angehört, fordert von der Politik, die Rahmenbedingungen für dezentrale Stromerzeugung zu verbessern. Ein Vermieter, der seinen Mietern selbsterzeugten Strom anbietet oder diesen  ins öffentliche Netz einspeist, muss aktuell höhere Versicherungskosten und zusätzlich Gewerbesteuern für sein Unternehmen in Kauf nehmen.

Dabei beinhaltet die Energieerzeugung am Gebäude zahlreiche positive Mehrfacheffekte und trägt entscheidend zur CO2-Reduzierung bei. Deshalb fordert die BID außerdem, dass diese CO2- Minderung in vollem Umfang in den Energieausweisen bzw. in der Energieeinsparverordnung berücksichtigt wird.

Die gesamte Pressemitteilung mit weiteren Forderungen der BID finden Sie hier.

8. Minutenumfrage: Photovoltaikanlagen

Der verstärkte Ausbau und die verstärkte Nutzung alternativer Energien haben zur Folge, dass zunehmend Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden errichtet werden.

Im Rahmen der aktuellen Minutenumfrage möchten wir gerne ermitteln, ob, und wenn ja, wie sich die Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den Wert der Wohnimmobilie auswirkt.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zur Beantwortung der Fragen eine Minute Zeit nehmen.

Vielen Dank!

9. IVD-Unternehmertag Immobilienverwaltung

Am 26. und 27. September findet in Kassel der IVD Unternehmertag statt, der sich auf die unternehmerische Sicht des Verwaltungsbetriebes konzentriert. Im Kreise von Inhabern, Geschäftsführern und Prokuristen aus Verwaltungsunternehmen wird gezielt auf strategische Belange eingegangen.

Das Programm und das Anmeldeformular finden Sie hier.

10. Immonet gewinnt Publikumspreis

Bereits zum fünften Mal ging der OnlineStar für die beste Immobilienwebsite an Immonet. Damit konnte sich das Unternehmen erneut gegen namhafte  Konkurrenten durchsetzen. Abgestimmt haben 530.000 User aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Anders als bei anderen Awards sind es hier die Nutzer selbst, die die Qualität von Websites und Portalen beurteilen. Weitere Gewinner in anderen Kategorien sind Portale wie Amazon (beste Shoppingsite), Spiegel.de (beste Newssite) oder Stepstone (beste Karrieresite).

11. Europäischer Immobilien-Kongress 2013

Am 27. September veranstaltet die Europäische Immobilien Akademie gemeinsam mit der IHK Saarland und dem IVD den Europäischen Immobilienkongress 2013 in der Großregion (Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen, Luxemburg, Wallonien). Ein Vergleich der Maklerpraxis in den einzelnen Ländern ist ebenso Thema wie die Potenziale von Kooperationen in der Grenzregion, die Chancen einer europäischen Norm für Immobilienexperten sowie die Anerkennung von Qualifikationen und Abschlüssen. Der Kongress soll dazu beitragen, Transparenz zu schaffen. Denn trotz aller Fortschritte gibt es noch immer zahlreiche Hemmnisse, die gerade die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf dem Immobilienmarkt in der Großregion erschweren.

12. EXPO REAL

Die 16. Expo Real, internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien und Investitionen, startet am 7. Oktober auf dem Münchener Messegelände. Bereits in den vergangenen Jahren zählte der Gemeinschaftsstand von IVD und Immonet zu den meistfrequentierten der Messe. Dieses Erfolgsrezept wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Treffpunkt für Makler, Verwalter und Sachverständige sowie deren Kunden wird  erneut Stand 130 in Halle A1 sein.
Kurzentschlossene IVD-Mitglieder haben noch die Möglichkeit, unter dem Dach des Verbandes Mitaussteller auf Europas größter Gewerbeimmoblienmesse zu werden. Präsentieren Sie sich auf der IVD-Company-Corner und profitieren Sie vom Status als offizieller Mitaussteller mit zahlreichen Vorteilen. Weitere Informationen zur IVD-Company-Corner erhalten Sie bei Jörg Szafranski, Tel.: 0 30 / 38 39 91 80, E-Mail: info@ivd-service.net

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Juli 2013

Inhalt
1. Mit dem IVD in die USA zum größten Immobilienkongress der Welt
2. Gewerbe-/Grundsteuer - Übersicht über Realsteuer-Hebesätze
3. Bremen erhöht Grunderwerbsteuer
4. Energieeinsparverordnung kommt nicht mehr in dieser Legislaturperiode
5. IVD-Unternehmertag Immobilienverwaltung
6. Gehälter in der Immobilienbranche
7. Maklerkosten als Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften
8. Die Sommer-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins
9. Deloitte-Report: Immobilienwirtschaft optimistisch
10. IVD Nord-Herbstveranstaltung

1. Mit dem IVD in die USA zum größten Immobilienkongress der Welt

Vom 8.-10. November findet in San Francisco der Immobilienkongress der weltweit größten Maklerorganisation, der National Association of Realtors (NAR) statt. Anlässlich dieses Großevents hat der IVD in Zusammenarbeit mit Universal Reisen eine Tour von Los Angeles bis nach San Francisco organisiert, die allen Mitreisenden auch einen tiefen Einblick in das tägliche Immobiliengeschäft in den USA geben soll.

Die Route führt von Los Angeles über Carmel nach San Francisco und kann bis nach Las Vegas optional verlängert werden. Die Gruppe besucht Maklerbüros, ausgewählte Immobilienobjekte und bekommt immer wieder Gelegenheit zur Kontakteaufnahme, fachlichen Austausch und Sightseeing.

An- und Abreise werden individuell direkt mit dem Reisebüro geplant.
Das Programm, das Anmeldeformular und weitere Informationen zur Reise finden Sie hier.

Bitte melden Sie sich bis zum 29.07.2013 verbindlich an. Eine Verlängerungsoption besteht leider nicht.

2. Gewerbe-/Grundsteuer - Übersicht über Realsteuer-Hebesätze

Im laufenden Jahr haben von den 684 Gemeinden ab 20.000 Einwohnern 127 ihren Gewerbesteuerhebesatz erhöht. Den Hebesatz für die Grundsteuer B haben 165 Gemeinden angehoben, den für die Grundsteuer A immerhin noch 107 Gemeinden. Dies geht aus einer aktuellen Erhebung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zur Entwicklung der Hebesätze hervor.

Die gesamte Statistik finden Sie hier.

3. Bremen erhöht Grunderwerbsteuer

Die Grunderwerbsteuer in Bremen wird zum 1.1.2014 um 0,5 Prozentpunkte angehoben. Das hat der Bremer Senat beschlossen. In Bremen wurde die Grunderwerbsteuer bereits zum 1.1.2011 von 3,5 auf 4,5 Prozent angehoben worden. Nun hat der Senat eine Erhöhung um 0,5 Prozentpunkte ab dem 1.1.2014 beschlossen, so dass die Grunderwerbsteuer dann 5,0 Prozent betragen wird. Die Bürgerschaft muss noch über die Erhöhung beschließen.

Gemäß § 11 betrug die GrEStG von 1983 bis 1996 bundesweit 2,0 Prozent, von 1997 bis 31. August 2006 bundesweit 3,5  Prozent. Seit dem 1. September 2006 dürfen die Bundesländer den Steuersatz selbst festlegen (Art. 105 Abs. 2a Satz 2 GG).

4. Energieeinsparverordnung kommt nicht mehr in dieser Legislaturperiode

Das Bundesrats-Plenum hat die Diskussion zur EnEV-Novelle erneut vertagt, da seitens des Umweltausschusses noch keine Empfehlung vorlag. Nun liegt die Verordnung wieder in den Ausschüssen.

Der Wirtschaftsauschuss schlug in seiner Empfehlung vor, die Anforderungen an Neubauten erst 2016 einmalig um 12,5 Prozent zu erhöhen, statt sie 2014 und 2016 jeweils um 12,5 Prozent anzuheben,  wie es der ursprüngliche Entwurf der Bundesregierung vorsieht. Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), der auch der IVD angehört, forderte den Bundesrat auf, dem Kompromissvorschlag des Wirtschaftsausschusses zuzustimmen und das Verfahren zur EnEV endlich abzuschließen.

5. IVD-Unternehmertag Immobilienverwaltung

Am 26. und 27. September findet in Kassel der IVD Unternehmertag statt, der sich auf die unternehmerische Sicht des Verwaltungsbetriebes konzentriert. Im Kreise von Inhabern, Geschäftsführern und Prokuristen aus Verwaltungsunternehmen wird gezielt auf strategische Belange eingegangen.

Hier finden Sie das Anmeldeformular für den IVD-Unternehmertag.

6. Gehälter in der Immobilienbranche

Die Vergütungsberatung PersonalMarkt führt auch dieses Jahr wieder  eine große Studie zu den Gehältern der Branche durch. Über den Link www.immobilienwirtschaft.de/gehalt können Unternehmen bis 31. August die Gehaltsdaten ihrer Mitarbeiter sicher verschlüsselt via Online-Fragebogen melden.

Die Ergebnisse werden im Herbst 2013 als Studie veröffentlicht. Unternehmen, die mehr als 10 Datensätze oder die Hälfte ihrer Mitarbeiterdaten melden, bekommen die Studie zum Teilnehmerpreis in Höhe von 239 Euro (statt 449 Euro). Sie erhalten darüber hinaus einen grafischen Vergleich ihres eigenen Vergütungsniveaus zu dem des Marktes. Dieser direkte und individuelle Marktvergleich zeigt auf einen Blick Stärken und Schwächen der eigenen Vergütungspraxis auf.

Selbstverständlich werden alle im Rahmen der Studie gewonnenen Daten streng vertraulich behandelt. Rückschlüsse der Ergebnisse auf einzelne Unternehmen oder Personen sind nicht möglich.

Das Vergütungsportal ist über den Link www.immobilienwirtschaft.de/gehalt jederzeit erreichbar.

7. Maklerkosten als Werbungskosten bei den Vermietungseinkünften

Maklerkosten, die beim Verkauf eines Hauses anfallen, sind als Werbungskosten bei den Einkünften aus der Vermietung eines anderen Objekts abzugsfähig, wenn der Verkaufserlös für die Finanzierung des anderen Objekts eingesetzt wird. Voraussetzung ist, dass diese Verwendung von vorneherein beabsichtigt war und diese Absicht vor Verkauf des Grundstücks festgelegt war.

Das Finanzgericht Münster hat in seinem Urteil vom 22.5.2013 die Maklergebühr als eine besondere Form von Finanzierungskosten betrachtet, weil der Verkaufserlös zur Finanzierung des anderen Objekts eingesetzt wurde.

Weitere Informationen finden Sie hier.

8. Die Sommer-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins

Unterschiedlicher können zwei Immobilienarten kaum sein: Ferienimmobilien und Parkhäuser. Über beide kann man viel Wissenswertes in der neuen Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins erfahren, die seit 17. Juli erhältlich ist. Die Ferienimmobilie als Altersvorsorge, Kapitalanlage und Rendite-Objekt, die immer stärker in den Fokus der Anleger rückt und immer mehr finanzkräftige Käufer auf den Plan ruft. Und Parkhäuser und Stellplätze, für die neben einer Bruttoanfangsrendite von etwa sechs Prozent die unkomplizierte Bewirtschaftung spricht.

Sie haben das AIZ-Immobilienmagazin noch nicht abonniert? Unter info@ivd-service.net können Sie ein kostenloses Probeexemplar bestellen.

9. Deloitte-Report: Immobilienwirtschaft optimistisch

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche befragte bundesweit Geschäftsführer und Vorstände von Immobilienunternehmen nach Erwartungen, Trends und Risiken der Branche. Der jetzt veröffentlichte Deloitte-Report zeigt, dass die deutsche Immobilienwirtschaft insgesamt eine positive Entwicklung der Konjunktur erwartet, optimistisch in Bezug auf das eigene Unternehmen ist, mit überdurchschnittlichen Umsatzzuwächsen rechnet und entgegen dem Trend anderer Branchen eine Erhöhung der Investitionen und Neueinstellungen plant. Als besonderes Risiko werden von den Unternehmen die steigenden Energiekosten und die Energiewende bewertet. Mit Sorge blickt die Immobilienwirtschaft außerdem auf das instabile Finanzsystem sowie auf steigende Lohnkosten und Kapitalknappheit.

10. IVD Nord-Herbstveranstaltung

Der IVD Nord lädt zur 26. traditionellen Herbstveranstaltung vom 12. bis 16. September 2013 nach Antwerpen an Bord der “MS ASTOR”. Seit vielen Jahren ist diese Veranstaltung zu einer festen Institution und lieben Tradition geworden. Zahlreiche hochkarätige Referenten wie Hans-Joachim Dose (Richter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe), Dr. Henning Voscherau (Rechtsanwalt und 1. Bürgermeister a. D. der Freien und Hansestadt Hamburg), Prof. Dr. Hans-Jörg Schmidt-Trenz (Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Hamburg) oder Wolfgang Kubicki (Vorsitzender der FDP-Fraktion im Landtag von Schleswig-Holstein in Berlin) sorgen dieses Jahr für ein abwechslungsreiches und informatives Seminarprogramm. Natürlich bleibt trotzdem ausreichend Zeit von Bord zu gehen und Land und Leute in Antwerpen kennen zu lernen.

Der ausführliche Veranstaltungskatalog liegt als Download bereit.  

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Juni 2013

Inhalt
1. Der Deutsche Immobilientag 2013 in (Bewegt-)Bildern
2. Zensus 2011
3. Abschreibungen im Wohnungsbau: Staat schreckt Bauherren ab
4. Bundestag beschließt Wohn-Riester
5. AIZ-Titelbild des Jahres gesucht
6. Gartenhütte kann als Zweitwohnung besteuert werden

1. Der Deutsche Immobilientag 2013 in (Bewegt-)Bildern

700 Teilnehmer, zahlreiche Polit-Prominenz, strahlendes Wetter, eine beindruckende Hauptstadt-Kulisse, intensive Fachgespräche, kontroverse Diskussionen, Weiterbildung auf hohem Niveau, Netzwerken und Spaß haben – so lässt sich der Deutsche Immobilientag 2013 des IVD in aller Kürze zusammenfassen. Innerhalb von 48 Stunden bekamen die Gäste all das geboten, was sie für ihre unternehmerische Strategie, ihren beruflichen Alltag und – last but not least – für ihren mentalen Akku benötigen: Informationen, Kontakte, Gedankenaustausch und neue Perspektiven.

Fotos vom Deutschen Immobilientag sowie ein Kurzfilm sind ab sofort online abrufbar.

2. Zensus 2011

Am 9. Mai 2011 gab es nach den jetzt vorliegenden Ergebnissen des Zensus 2011 in Deutschland 19,1 Millionen Gebäude mit Wohnraum und 10.000 bewohnte Unterkünfte. Die Zahl der Wohnungen insgesamt lag bei 41,3 Millionen. In Gebäuden mit Wohnraum ohne Wohnheime und ohne bewohnte Unterkünfte gab es 40,8 Millionen Wohnungen – das waren 500 000 mehr als in der bislang gültigen Fortschreibung des Wohnungsbestandes. In Wohngebäuden liegt die Leerstandsquote in Deutschland insgesamt bei 4,4 Prozent (ohne Wohnheime), im Osten ist sie allerdings höher als im Westen.
Dies sind nur einige wenige Ergebnisse des Zensus 2011, der großen Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung. In der Zensusdatenbank lassen sich die Daten auf Gemeinden und die Themen Gebäude (Art des Gebäudes, Baujahr, Heizungsform, Eigentumsart etc.), Wohnungen (Nutzung, Fläche, Ausstattung, Zahl der Räume) individuell herunterbrechen.

3. Abschreibungen im Wohnungsbau: Staat schreckt Bauherren ab

Die steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für Wohnimmobilien in Deutschland sind deutlich zu niedrig angesetzt. Das führt dazu, dass weniger als möglich gebaut und saniert wird. Dadurch wiederum verschärft sich die Wohnungsnot vor allem in den Ballungsgebieten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Danach muss der Abschreibungssatz auf vier Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Häusern oder Wohnungen steigen, damit technische Abnutzung, Alterung und Inflation angemessen berücksichtigt werden können. Derzeit gewährt der Fiskus aber lediglich zwei Prozent. Durch diese unzureichende Regelung werden Investitionen in Immobilien gegenüber anderen Kapitalanlagen – zum Beispiel Investitionen in Maschinen – steuerlich benachteiligt. Daher sinkt für potenzielle Investoren der Anreiz, neue Wohnungen zu bauen.

4. Bundestag beschließt Wohn-Riester

Der Bundestag hat das Gesetz zur Verbesserung der steuerlichen Förderung in der privaten Altersvorsorge beschlossen. Darin enthalten sind auch die Neuregelungen zur Eigenheimrente, dem sogenannten Wohn-Riester. Die staatlichen Zuschüsse der Riester-Rente können nun bereits in der Ansparphase für die Bildung von selbstgenutztem Wohneigentum eingesetzt werden. Weiter soll ab Juli 2013 auch der altersgerechte Umbau von Immobilien in die Wohn-Riester-Förderung einbezogen werden. Die Bundesvereinigung Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), der auch der IVD angehört, begrüßt, dass die Immobilie als solide Altersvorsorge über den Wohn-Riester nun förderfähig ist. Dennoch bleibe ein erheblicher Makel. Denn insbesondere von jüngeren Menschen – die Kernzielgruppe des Riesters – verlangt der Arbeitsmarkt in Deutschland heute Mobilität und Flexibilität. Der gesetzliche Rahmen von Wohn-Riester-Verträgen sollte dieser Mobilität nicht entgegenstehen und auch vermietetes Wohneigentum mit einbeziehen. Die BID fordert, in diesem Punkt dringend nachzuarbeiten.

5. AIZ-Titelbild des Jahres gesucht

Zehn Ausgaben des AIZ-Immobilienmagazins sind seit dem Deutschen Immobilientag in Stuttgart erschienen. Zehn Titelbilder sind Ihnen begegnet, die Sie dazu anregen sollten, das Heft aufzuschlagen, zu blättern, zu lesen, sich in die Lektüre zu vertiefen.

Welches Titelbild hat Ihnen am Besten gefallen? Stimmen Sie bis zum 9. Juli 2013 ab und nennen Sie uns ihren Favoriten. Unter allen Teilnehmern wird ein hochwertiger Laser-Entfernungsmesser von Bosch verlost.

Das Formular zur Wahl des AIZ-Titelbildes des Jahres finden Sie hier.

6. Gartenhütte kann als Zweitwohnung besteuert werden

Die 8. Kammer des Verwaltungsgerichts Gießen hat die Erhebung einer Zweitwohnungsteuer für eine Blockhütte für rechtmäßig erachtet. Die Klägerin hatte eingewendet, dass das Blockhaus nicht als Zweitwohnung genutzt werden könne, da keine Schlafmöglichkeit und auch kein Bad vorhanden sei. Das Verwaltungsgericht entschied jedoch, dass die vorhandene Ausstattung (Stromanschluss, Wasserversorgung, Küchennische, Toilette) die an eine Wohnung zu stellenden Anforderungen ohne Weiteres erfülle.

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.
Pressemitteilung vom 13.06.2013 vom Verwaltungsgericht Gießen

Folgen Sie uns auf:

Ansprechpartner

Redaktion

Carolin Hegenbarth

Littenstraße 10, 10179 Berlin
Tel.: (030) 27 57 26-0
Fax: (030) 27 57 26-49

Kontakt

 

Rückblick - Deutscher Immobilientag 2014

Veranstaltungen

EXPO REAL 2014

München


IVD Verwaltertag für Unternehmer 2014

Crowne Plaza Hotel HannoverHinüberstraße 630175...



IVD-Online-Newsletter

Melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand!

IVD Shop

IVD-Wohn-Preisspiegel 2013/2014

Preisdatensammlung mit Kaufpreisen für Häuser und Wohnungen sowie Wohnungsmieten für ca. 370 Städte bundesweit.

IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2013/2014

Preisdatensammlung mit Büromieten, Ladenmieten und Grundstückskaufpreisen im Gewerbegebiet für ca. 390 Städte bundesweit.

Ferienwohnungen im Steuerrecht

als Konsumgut und Kapitalanlage - Schwierigkeiten bei der steuerlichen Behandlung

Start in die Selbstständigkeit

Was Sie zur Gründung eines Immobilienbüros wissen müssen.

Immobilien-unternehmen und Steuerrecht

Die Unternehmen von Immobilienmaklern, Hausverwaltungen und Sachverständigen haben spezifische Steuerfragen.

Publikationen

Die gesamte Produktpalette des IVD Webshops finden Sie unter dem Button "mehr"