IVD-Online-Newsletter

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IVD-Online-Newsletter im Überblick

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe 15. Januar 2015

Inhalt
1. Das Erbschaftsteuergesetz entspricht nicht der Verfassung
2. Fragen- und Antworten-Katalog zum gesetzlichen Mindestlohn des BMAS
3. 90 Jahre Immobilienverband – eine Dokumentation in zehn Kapiteln
4. Bestellerprinzip und Mietpreisbremse werden frühestens ab dem 1. April 2015 gelten
5. Deutscher Handelsimmobilien Kongress 2015
6. Umfrage zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen
7. EuGH: Überwachungskamera zum Schutz des Eigentums
8. BGH: Warmwasserkosten bei hohem Wohnungsleerstand
9. BMJV: Verbesserungen im Bereich der Immobilienfinanzierung geplant

1. Das Erbschaftsteuergesetz entspricht nicht der Verfassung

Ende Dezember erklärte das Bundesverfassungsgericht das Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz für teilweise verfassungswidrig. Zwar bleibt das bisherige Recht in Fällen, in denen die Schenkung oder der Erbfall vor dem 17. Dezember 2014 stattgefunden hat, gültig. Doch bis zum 30. Juni 2016 muss der Gesetzgeber eine Neuregelung schaffen, die auch rückwirkend zum 17. Dezember 2014 in Kraft treten könnte. Insbesondere für Familienunternehmen mit bis zu 20 Arbeitnehmern besteht akuter Handlungsbedarf. Was Sie beachten sollten, wenn Sie Ihr Unternehmen oder Teile davon auf einen Nachfolger übertragen wollen, erklärt Hans-Joachim Beck, Leiter Abteilung Steuern IVD.

2. Fragen- und Antworten-Katalog zum gesetzlichen Mindestlohn des BMAS

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) einen gebündelten Fragenkatalog zum Mindestlohngesetz vorgelegt. Das BMAS als federführendes Ressort hat eine Vielzahl der Fragen aufgenommen und einen detaillierten Antwortkatalog veröffentlicht, der bei der Auslegung und Umsetzung der neuen Vorschriften hilft. Weitere Informationen zum Mindestlohn finden sich auf der eigens vom BMAS eingerichteten Website.

3. 90 Jahre Immobilienverband – eine Dokumentation in zehn Kapiteln

Ein Verband mit langer Tradition hat viele Geschichten zu erzählen. Zeitzeugen und Zeitgenossen berichten zum 90-jährigen Jubiläum des Immobilienverbandes unter anderem vom Kampf gegen Scientology in Hamburg und vom „historischen Händedruck“ zwischen VDM-Präsident Uwe Lutter und RDM-Präsident Johannes-Peter Henningsen. In der zehnteiligen Videodokumentation unternimmt der Journalist und Historiker Guido Knopp eine Zeitreise durch neun Jahrzehnte Berufs- und Verbandsgeschichte.

4. Bestellerprinzip und Mietpreisbremse werden frühestens ab dem 1. April 2015 gelten

Im ersten Halbjahr 2015 soll nach Plänen von Bundesjustizminister Heiko Maas die als Mietpreisbremse bekannte Mietrechtsänderung in Kraft treten. Das genaue Datum des Inkrafttretens steht noch nicht fest, da Union und SPD noch über die Inhalte verhandeln. Entgegen vereinzelter Medienberichterstattung gilt die Mietpreisbremse nicht seit dem 1. Januar 2015, sondern kann frühestens zum 1. April 2015 rechtswirksam werden.

Weitere Informationen finden Sie hier.

5. Deutscher Handelsimmobilien Kongress 2015

Am 27. und 28. Januar findet der Branchenkongress zum Jahresauftakt unter dem Motto „Neue Retail-Formate für alle Fälle – die Handelsimmobilie rüstet sich für die Zukunft!“ in Berlin statt. Erfahren Sie von erstklassigen Keynote-Speakern aus Handel, Politik und Immobilienbranche, wie die Zukunft des stationären Einzelhandels aussieht. Tauschen Sie sich im Rahmen der Preisverleihung „Stores of the year“ mit dem Who-is-Who der Handelsimmobilienbranche aus.

IVD-Mitglieder erhalten 15 Prozent Preisnachlass auf die Kongressgebühr.

6. Umfrage zur gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen

„Corporate Social Responsibility“ (CSR) wird in Deutschland als "soziale Verantwortung der Unternehmen" übersetzt und umfasst die soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung von Unternehmen in allen Bereichen der Unternehmenstätigkeit. Lucas Falter von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen untersucht im Rahmen seiner Bachelorarbeit, wie stark der CSR Gedanke in der Immobilienwirtschaft verankert ist und ob das bereits praktizierte CSR erste Früchte trägt. Auch wenn Ihnen CSR kein Begriff ist, können Sie gerne an der Beantwortung der Fragen teilnehmen. Die Umfrage dauert ca. fünf Minuten.

7. EuGH: Überwachungskamera zum Schutz des Eigentums

Wer eine Überwachungskamera an sein Haus anbringt, um Verbrecher abzuschrecken oder überführen zu können, muss die Richtlinie zum Schutz personenbezogener Daten beachten. Sobald der öffentlichen Straßenraum gefilmt wird, müssen Menschen, die von der Kamera erfasst werden könnten, informiert werden. Das entschied der Europäische Gerichtshof in seinem Urteil vom  11. Dezember 2014 (C-212/13).

8. BGH: Warmwasserkosten bei hohem Wohnungsleerstand

Auch bei hohen Leerständen in einem Mehrfamilienhaus bleibt es grundsätzlich bei der gesetzlich vorgegebenen Abrechnung, wonach die Kosten zu mindestens 50 Prozent nach Verbrauch umzulegen sind. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 10. Dezember 2014.

9. BMJV: Verbesserungen im Bereich der Immobilienfinanzierung geplant

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) hat einen Referentenentwurf für ein Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtline veröffentlicht. Damit soll der Verbraucherschutz im Bereich der Immobilienfinanzierung weiter verbessert werden.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe 11. Dezember 2014

Inhalt
1. Mietpreisbremse/Bestellerprinzip: Experten üben Kritik in öffentlicher Anhörung
2. IVD kritisiert im NRW-Landtag die geplante Grunderwerbsteuererhöhung
3. BID warnt vor Befristung und Absenkung der Modernisierungsmieterhöhung
4. Weihnachtsspendenaktion: IVD Sozial sammelt für brotZeit e.V.
5. Neues Mess- und Eichgesetz: Ab 2015 gilt eine Meldepflicht für neue Zähler
6. Geprüfte Qualität: „REV – Anerkannter europäischer Sachverständiger“

Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

1. Mietpreisbremse/Bestellerprinzip: Experten üben Kritik in öffentlicher Anhörung

Vergangene Woche war IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling als Sachverständiger zur Anhörung des Rechtsauschuss des Bundestags eingeladen. Als Experte zum Thema „Bestellerprinzip“ ging er in seinem Eingangsstatement auf zwei Fallbeispiele aus der Stellungnahme des Bundesrates ein, in denen der Wohnungsvermittler vom Mietinteressenten kein Entgelt fordern darf. Er appellierte an die Bundesregierung, den Gesetzentwurf an die Praxis anzupassen.

Auch zur geplanten Mietpreisbremse hagelte es Kritik. Zwar stimmten die geladenen Experten dem Ziel des Gesetzentwurfs zu, doch bekämpfe der Entwurf nicht die Ursache des Wohnungsmangels und der hohen Mieten. Besonders kritisiert wurde die ortsübliche Vergleichsmiete als Referenzpunkt.

Eine ausführliche Stellungnahme des IVD zum Mietrechtsnovellierungsgesetz finden Sie hier.

2. IVD kritisiert im NRW-Landtag die geplante Grunderwerbsteuererhöhung

Trotz der massiven Kritik an der geplanten Grunderwerbsteuererhöhung in NRW bleibt die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen bei ihrem Vorhaben, den Steuersatz von fünf auf 6,5 Prozent zu erhöhen. In einer Anhörung des Landtags am 2. Dezember fand der Vorsitzende des IVD West, Ralph Pass, klare Worte (Video).

3. BID warnt vor Befristung und Absenkung der Modernisierungsmieterhöhung

Ende November lud die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) zum Parlamentarischen Abend in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Im Mittelpunkt stand die modernisierungsbedingte Mieterhöhung. Dabei wurde das Gutachten „Wirkungsanalyse der Mietrechtsänderungen – Mieterhöhung nach Modernisierung“ präsentiert, das das InWIS-Institut im Auftrag der BID erstellt hat.

4. Weihnachtsspendenaktion: IVD Sozial sammelt für brotZeit e.V.

Der Verein brotZeit e.V. versorgt Schultag für Schultag an 136 Schulen in sozialen Brennpunkten 5.300 Kinder mit einem gesunden Frühstück. Der IVD Sozial unterstützt auch in diesem Jahr diese wertvolle und wichtige Arbeit. Seit 2011 sind durch IVD-Mitgliedsunternehmen 80.000 Euro an Spendengelder zusammengekommen und wir möchten mit Ihnen noch mehr erreichen.

Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, demnächst weitere Schulen in das Projekt aufzunehmen. Damit auch diesen Kindern zuverlässig ein Frühstück angeboten werden kann, möchten wir Sie bitten, über den IVD Sozial „brotZeit für Kinder“ mit einer Spende zu unterstützen. – Vielen Dank!

Warum das Geld so dringend gebraucht wird und warum auch kleine Spenden so wichtig sind, erläutert Uschi Glas im Interview mit dem AIZ-Immobilienmagazin.

5. Neues Mess- und Eichgesetz: Ab 2015 gilt eine Meldepflicht für neue Zähler

Am 1. Januar 2015 tritt das novellierte Mess- und Eichgesetz sowie die Mess- und Eichverordnung in Kraft. Alle neuen oder erneuerten Messgeräte müssen künftig innerhalb von sechs Wochen nach Inbetriebnahme dem zuständigen Eichamt gemeldet werden. Verwalter sind verpflichtet, Eigentümer und Wohnungseigentümergemeinschaften über die neue Anzeigepflicht zu informieren.

Über die neuen Pflichten und Konsequenzen auch für Immobilienverwalter informiert Dr. Christian Osthus, Leiter der Rechtsabteilung im IVD.

6. Geprüfte Qualität: „REV – Anerkannter europäischer Sachverständiger“

Seit Mitte 2013 darf der IVD den Titel ‚anerkannter europäischer Sachverständiger – Recognised European Valuer (REV)' vergeben. Die Anforderungen zur Erlangung des Titels werden von der internationalen europäischen Sachverständigengruppe TEGoVA  gestellt. Alle IVD-Mitglieder, die entweder zertifizierte oder öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige für Immobilienbewertung sind, können den Titel "REV" beim IVD beantragen. Wenden Sie sich bitte an Hans-Joachim Beck: beck@ivd.net.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe 27. November 2014

Inhalt
1. Bundesregierung ist offen für Nachbesserungen beim „Bestellerprinzip“
2. Maklerklauseln in notariellen Kaufverträgen weiterhin zulässig
3. Zahl der Baugenehmigungen nimmt zu
4. Achtung! Vorkassebetrüger hackt Konten auf Immobilienportalen
5. Neues Rechtsschutzprodukt für IVD-Mitglieder
6. BMF: Neues zum Geldwäschegesetz

1. Bundesregierung ist offen für Nachbesserungen beim „Bestellerprinzip“

Vergangene Woche hat die Bundesregierung ihre Gegenäußerung zum Beschluss des Bundesrates zum Entwurf des Wohnungsvermittlungsgesetzes veröffentlicht. Darin verschließt sie sich nicht der Forderung des Bundesrates, den Gesetzentwurf zum sogenannten „Bestellerprinzip“ zu ändern. IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling wird dazu am 3. Dezember als Experte in einer Anhörung im Deutschen Bundestag sprechen.

2. Maklerklauseln in notariellen Kaufverträgen weiterhin zulässig

Die Notarkammer des Landes Bayern hat am 1. Oktober ein Schreiben herausgegeben, in dem sie ihren Mitgliedern rät, in die Kaufverträge keine Maklerklauseln mehr aufzunehmen. Grund dafür seien u.a. „ungeklärte Rechtsfragen“. Der IVD-Steuerexperte Hans-Joachim Beck sieht aber keinen Grund, von der Verwendung der üblichen Maklerklauseln abzusehen.

3. Zahl der Baugenehmigungen nimmt zu

Von Januar bis September 2014 wurden 212.551 Wohnungen genehmigt. Das sind 5,2 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Das gab das Statistische Bundesamt bekannt. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der seit 2010 zu beobachten ist.

4. Achtung! Vorkassebetrüger hackt Konten auf Immobilienportalen

Leider kommt es immer wieder vor, dass Konten gehackt werden. In einem aktuellen Fall wurde das Konto einer IVD-Maklerin bei Immobilienscout24.de gehackt. Unter der geraubten Identität schalteten die Betrüger fiktive Inserate für Immobilien zu Billigstpreisen und veränderten die zur Kontaktaufnahme hinterlegte Mailadresse. Schriftliche Anfragen von Interessenten erreichten die Maklerin nicht mehr. Kunden, die unfreiwillig den Betrüger angeschrieben haben, wurden aufgefordert, vorab Kautionsgelder zu überweisen.

Sollten auch Sie betroffen sein, erstatten Sie unbedingt Strafanzeige bei der Polizei und informieren Sie das jeweilige Portal und den IVD. Außerdem sollten die betroffenen Seiten als Datei und Screenshot gesichert und der Polizei zur Verfügung gestellt werden. Achtung! Eine Änderung des Passworts stellt nicht sicher, dass die Betrüger keinen Zugriff mehr auf Ihr Konto haben.

5. Neues Rechtsschutzprodukt für IVD-Mitglieder

Rechtliche Risiken für Selbständige und Unternehmer nehmen von Jahr zu Jahr zu. Die hohen Kosten eines Rechtsstreites und das Bedürfnis, sich wehren zu können, sind die häufigsten Gründe für den Abschluss einer Rechtsschutzversicherung.

Gerade im Rechtsschutz für Unternehmen sind große Unterschiede bei den Leistungen und Versicherungsprämien festzustellen. Aus diesem Grund gibt es ein neues IVD-Rahmenkonzept der Funk-Gruppe, das optimal auf Ihre Interessen abgestimmt ist. Optional kann der Versicherungsschutz um einen Vertrags-Rechtsschutz (z.B. für Courtagestreitigkeiten) erweitert werden.

6. BMF: Neues zum Geldwäschegesetz

Die Meldung von Sachverhalten, bei denen der Verdacht der Geldwäsche oder der Terrorismusfinanzierung besteht, gehört zu den Hauptpflichten des Geldwäschegesetzes. Verstöße gegen diese Meldepflicht sind bußgeldbewehrt und können im Einzelfall auch strafbar sein. Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat nun Auslegungshinweise veröffentlicht, mit denen die gesetzlichen Verpflichtungen den einzelnen Adressatengruppen - insbesondere auch der Freien Berufe - näher erläutert werden sollen.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe 13. November 2014

Inhalt
1. IVD feiert 90-jähriges Jubiläum
2. Bundesrat fordert Änderungen am Bestellerprinzip
3. IVD übergibt Petition gegen das falsche Bestellerprinzip im Bundesrat
4. Der IVD-Wohn-Preisspiegel 2014/2015 ist da
5. Die Immobilienwirtschaft trauert um Hans-Eberhard Langemaack
6. IVD Unternehmertag: Orientierung für die Firmenführung

1. IVD feiert 90-jähriges Jubiläum

Mit einem großen Festakt hat der IVD sein 90-jähriges Jubiläum begangen. Im Rahmen des traditionellen Jahresempfangs unternahm der Journalist und Publizist Prof. Guido Knopp in der Parlamentarischen Gesellschaft in Berlin eine Zeitreise durch neun Jahrzehnte Maklergeschichte. Vor begeistertem Publikum ließen Zeitzeugen und Zeitgenossen die Berufs- und Verbandshistorie Revue passieren. Auch die aktuelle Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins widmet sich auf 24 Seiten der wechselvollen Verbandsgeschichte.
Weitere Fotos finden Sie hier.

2. Bundesrat fordert Änderungen am Bestellerprinzip

Vergangenen Freitag tagte der Bundesrat, um über die Empfehlungen der Ausschüsse zum Gesetzentwurf zur Mietpreisbremse und zum Bestellerprinzip zu diskutieren (Video der Plenarsitzung). Die Länderkammer sprach sich für umfangreiche Änderungen an dem von der Bundesregierung vorgelegten Entwurf aus. In seiner Stellungnahme fordert der Bundesrat unter anderem, dass Wohnungen, die der Makler aufgrund eines Suchauftrags zwar akquiriert hat, aber nicht an den Interessenten vermitteln konnte, weiterhin gegen Provision vermittelt werden dürfen. Weniger erfreulich sind die Änderungsvorschläge zur Mietpreisbremse. Geht es nach dem Willen der Länderkammer, soll beispielsweise die Ausnahmeregelung für den Neubau auf fünf Jahre begrenzt werden. Das stößt auf heftige Kritik seitens der Immobilienwirtschaft. Die erste Lesung des Gesetzentwurfs im Bundestag findet morgen statt.

3. IVD übergibt Petition gegen das falsche Bestellerprinzip im Bundesrat

Mehr als 12.000 Menschen haben ihrem Protest gegen das falsche Bestellerprinzip Ausdruck verliehen und die Online-Petition des IVD unterzeichnet. IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling (re.) und IVD-Vize Jürgen Michael Schick hatten, noch bevor das Bestellerprinzip beraten wurde, alle Unterschriften dem Bundesrat übergeben. Nicht nur durch diese Aktion, sondern auch durch die Unterstützung der IVD-Mitglieder, die sich mit zahlreichen Briefen an die Politik gewandt haben, und die massiven Lobbyaktivitäten des Präsidiums, des Bundesvorstandes sowie der Bundesgeschäftsstelle haben wir alle wesentlich dazu beigetragen, dass der Bundesrat Korrekturempfehlungen zum Bestellerprinzip formuliert hat. Vielen Dank!

4. Der IVD-Wohn-Preisspiegel 2014/2015 ist da

Für den IVD-Wohn-Preisspiegel haben die IVD-Marktberichterstatter in rund 370 Städten und Gemeinden sowohl die Preise für Einfamilien- und Reihenhäuser, Eigentumswohnungen, Renditeobjekte und Baugrundstücke als auch die Wohnungsmieten analysiert und dokumentiert. Die Research-Abteilung des IVD hat all diese Daten ausgewertet und mit immobilienrelevanten Informationen zu den untersuchten Städten sowie makroökonomischen Daten ergänzt.

IVD-Mitglieder und Abonnenten des AIZ-Immobilienmagazins erhalten den IVD-Wohn-Preisspiegel 2014/2015 mit der November-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins. Weitere Exemplare können im IVD-Webshop für 75 Euro, im Paket mit dem IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2014/2015 für 95 Euro bestellt werden.

5. Die Immobilienwirtschaft trauert um Hans-Eberhard Langemaack

Der Immobilienverband IVD hat eine seiner prägenden Persönlichkeiten verloren: Am 29. Oktober 2014 ist Hans-Eberhard Langemaack im Alter von 69 Jahren in Hamburg verstorben. Der Rechtsanwalt war fast 30 Jahre für den Verband tätig und kam bis zuletzt seinem Amt als Ombudsmann Immobilien im IVD mit großem Engagement nach. Hans-Eberhard Langemaack hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.

6. IVD Unternehmertag: Orientierung für die Firmenführung

Anfang November fand in Hannover der IVD-Verwaltertag 2014 statt. Ein hochkarätig besetztes Programm sorgte für zahlreiche Teilnehmer. Vor vollem Haus überzeugten insbesondere die Vorträge von Dr. Stefan G. Adams zur Kaufpreisbemessung von Verwaltungsunternehmen und von Prof. Ulrich Krystek, der über den  Umgang mit Unternehmenskrisen referierte. Auch Michael Wintzer konnte die Teilnehmer mit seinem Erfahrungsbericht als Konzernpersonalverantwortlicher fesseln. Viele interessierte Nachfragen und Erkenntnisgewinn gab es auch zum Thema „Mieterbonitätsauskunft: Mehr Sicherheit bei der Mieterwahl“. Das Feedback der anwesenden Geschäftsführer aus IVD-Verwaltungsunternehmen fiel dementsprechend positiv aus: „Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr“.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe 31. Oktober 2014

Inhalt
1. Über 12.000 Stimmen gegen das falsche Bestellerprinzip gehen an den Bundesrat
2. Überprüfung des Bestellerprinzips – Lobbyarbeit des IVD zeigt Wirkung
3. NRW erhöht erneut Grunderwerbsteuer
4. Auskunftspflicht gegenüber VG Media
5. BFH: Gewinnrealisierung bei Bauingenieurleistungen
6. Keine Zweitwohnungssteuer für als Kapitalanlage dienende leer stehende Wohnung

1. Über 12.000 Stimmen gegen das falsche Bestellerprinzip gehen an den Bundesrat

Am 7. November wird der Gesetzentwurf zum Mietrechtsnovellierungsgesetz im Plenum des Bundesrates (TOP 31) beraten. Aus diesem Anlass wird der IVD die über 12.000 Unterschriften, die bei der Online-Petition des IVD gegen das falsche Bestellerprinzip bisher gesammelt worden sind, dem Bundesrat überreichen.

Bis zum 7. November kann die Petition noch unterschrieben werden - jede Stimme zählt!

2. Überprüfung des Bestellerprinzips – Lobbyarbeit des IVD zeigt Wirkung

Der Rechts- und Wirtschaftsausschuss des Bundesrates haben sich für Korrekturen am derzeitigen Entwurf des so genannten Bestellerprinzips ausgesprochen. In ihren Empfehlungen (Seite 15) gehen sie auf die zahlreichen praktischen Probleme mit dem „Bestellerprinzip“ ein, auf die auch der IVD mehrfach hingewiesen hat. Ohne die Unterstützung der IVD-Mitglieder, die sich mit zahlreichen Briefen an die Politik gewandt haben und die massiven Lobbyaktivitäten des Präsidiums, des Bundesvorstandes sowie der Bundesgeschäftsstelle wäre dieser Erfolg kaum möglich gewesen. Am 7. November 2014 wird der Bundesrat über die Empfehlungen beraten.

3. NRW erhöht erneut Grunderwerbsteuer

Die Fraktionen von SPD und Grünen im Landtag von Nordrhein-Westfalen haben vergangenen Dienstag eine Erhöhung der Grunderwerbsteuer beschlossen. Ab dem 1. Januar 2015 steigt der Steuersatz von fünf auf 6,5 Prozent. Damit setzt sich NRW bei der Grunderwerbsteuer neben Schleswig-Holstein an die Spitze. Hier finden Sie einen Überblick über die Grunderwerbsteuersätze.

4. Auskunftspflicht gegenüber VG Media

IVD-Mitglieder haben Mitte Oktober 2014 per Post eine Einladung für den IVD-Verwaltertag erhalten. Dem Brief beigelegt war ein Erinnerungsschreiben der VG Media. Diese vertritt Urheber- und Leistungsschutzrechte der privaten Fernseh- und Hörfunksender. Alle vergütungspflichtigen Vermieter haben die gesetzliche Pflicht, eine angemessene Vergütung an die VG Media abzuführen. Derzeit strittig ist noch die Zahlungspflicht von Wohnungseigentümergemeinschaften. Aufgrund dieser Verpflichtung hat der IVD mit der VG Media einen Kooperationsvertrag abgeschlossen, in dem vergünstigte Konditionen für IVD-Mitglieder vereinbart wurden. Bestellte Hausverwalter sollten ihre Kunden, soweit diese zentrale Satelliten – und/oder DVB-T-Antennenanlagen installiert haben - auf ihre gesetzliche Auskunftsverpflichtung hinweisen und die Sammelerfassungsvorlage in Excel ausgefüllt an die VG Media zurückzusenden. Wir bitten Sie, auch wenn Sie keine Mehrparteienhäuser verwalten, der VG Media eine kurze, formlose schriftliche Nachricht (gerne auch per Mail) zukommen zu lassen.
Des Weiteren wollen wir Sie darauf hinweisen, dass wir zu keiner Zeit Ihre Daten an die VG Media weitergegeben haben. Der Versand erfolgte direkt über den IVD. Wir bitten alle, die sich bereits bei der VG Media gemeldet haben und erneut angeschrieben wurden, um Entschuldigung.
Hier finden Sie weitere Informationen zum Fragebogen für Eigentümer von Mehrparteienhäusern und Wohnungseigentümergemeinschaften.
Hier finden Sie weitere Informationen zur VG Media aus dem AIZ-Spezial Verwalterthemen 2013.

5. BFH: Gewinnrealisierung bei Bauingenieurleistungen

Die Gewinnrealisierung tritt bei Planungsleistungen eines Ingenieurs nicht erst mit der Abnahme oder Stellung der Honorarschlussrechnung ein, sondern bereits dann, wenn der Anspruch auf Abschlagszahlung nach § 8 Abs. 2 HOAI entstanden ist. Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI sind nicht wie Anzahlungen auf schwebende Geschäfte zu bilanzieren. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem kürzlich veröffentlichtem Urteil vom 14.Mai 2014 (VIII R 25/11).

6. Keine Zweitwohnungssteuer für als Kapitalanlage dienende leer stehende Wohnung

Die Zweitwohnungsteuer für eine leer stehende Wohnung darf nicht erhoben werden, wenn die Wohnung ausschließlich als Kapitalanlage und nicht auch für eigene Wohnzwecke beziehungsweise als Wohnung für Angehörige vorgehalten wird. Das entschied das Bundesverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 15.Oktober 2014 (Az.: 9 C 5.13 und 9 C 6.13).

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe 16. Oktober 2014

Inhalt
1. Bundesregierung will Sach- und Fachkundenachweis für Verwalter einführen
2. Deutscher Gewerbeimmobilienmarkt im Detail: IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2014/2015
3. Impressionen von der Expo Real
4. Hessen: Neue Modernisierungsförderung für WEG
5. Neue Zuschussvariante im Programm "Altersgerecht Umbauen"
6. Die Petition des IVD gegen das falsche Bestellerprinzip hat Sammelziel erreicht
7. IVD-Unternehmertag für Verwalter
8. BFH: Gewinnrealisierung bei Bauingenieurleistungen

1. Bundesregierung will Sach- und Fachkundenachweis für Verwalter einführen

Das Bundeswirtschaftsministerium will noch in diesem Jahr einen Umsetzungsvorschlag für den Sach- und Fachkundenachweis für Immobilienverwalter vorlegen. Damit hat eine jahrelange Forderung des IVD endlich politisches Gehör gefunden. Auch der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung soll für Verwalter verpflichtend werden. Der IVD fordert hier jedoch mehr.

Weitere Information zu dem Thema finden Sie heute in unserem Blog und in der Pressemitteilung.

2. Deutscher Gewerbeimmobilienmarkt im Detail: IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2014/2015

Der IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2014/2015 ist da! Wieder sind die IVD-Marktberichterstatter ausgeströmt und haben von rund 350 Städten und Gemeinden sowohl die Preise für Baugrundstücke in Gewerbegebieten als auch die Laden- und Büromieten dokumentiert. Die Research-Abteilung des IVD hat diese Daten ausgewertet und mit immobilienrelevanten Informationen zu den untersuchten Städten sowie makroökonomischen Daten ergänzt und kommentiert.

Mitglieder – und Abonnenten des AIZ-Immobilienmagazins haben den IVD-Gewerbe-Preisspiegel mit der aktuellen Ausgabe der AIZ erhalten. Weitere Exemplare können Sie zum Preis von 75 Euro im IVD-Webshop bestellen.

3. Impressionen von der Expo Real

36.900 Teilnehmer aus 74 Ländern besuchten dieses Jahr die Expo Real. Das Teilnehmerplus von 2,5 Prozent machte sich auch auf unserem Stand bemerkbar. Die Mitaussteller auf der IVD-Company-Corner nutzten die größte europäische Networking-Gelegenheit und zeigten sich mit der Resonanz auf ihre Messe-Präsenz sehr zufrieden. Auch brotZeit e.V.-Gründerin Uschi Glas konnte sich freuen. Der IVD Sozial überreichte ihr einen Scheck über 40.000 Euro, die IVD-Mitglieder für den Verein gespendet hatten. Jens-Ulrich Kießling hatte in seiner Doppelrolle als Präsident des IVD und als Vorsitzender und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) zwar einen vollen Terminkalender. Trotzdem konnte er die Gelegenheit nutzen, um mit dem künftigen EU-Digitalkommissar Günther Oettinger auch über die aktuellen politischen Diskussionen zur Mietpreisbremse und zum Bestellerprinzip zu sprechen.

Die nächste Expo Real findet vom 5. bis 7. Oktober 2015 statt.

Hier finden Sie weitere Bilder der Expo Real.

4. Hessen: Neue Modernisierungsförderung für WEG

Das Land Hessen hat zusammen mit der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) ein neues Förderprogramm für Wohneigentümergemeinschaften aufgelegt. Hessische WEGs können damit ab sofort einfacher KfW-Förderkredite für anstehende energetische oder altersgerechte Wohnungssanierungen beantragen.

5. Neue Zuschussvariante im Programm "Altersgerecht Umbauen"

Seit dem 1. Oktober 2014 können private Eigentümer und Mieter Zuschüsse in Anspruch nehmen, die dem Abbau von Barrieren in Wohngebäuden dienen und zugleich die Einbruchsicherheit erhöhen sollen. Hierfür stellt der Bund insgesamt 54 Millionen Euro bis 2018 zur Verfügung. Damit wird das seit fünf Jahren erfolgreiche Kreditprogramm der KfW „Altersgerecht Umbauen“ um eine Zuschussvariante ergänzt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Homepage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).

6. Die Petition des IVD gegen das falsche Bestellerprinzip hat Sammelziel erreicht

Unglaubliche elftausendsechshunderzweiundsiebzig (11.672) Unterschriften sind bisher bei der Petition des IVD gegen das falsche Bestellerprinzip zusammengekommen. Damit wurde das Sammelziel von 10.000 Unterschriften bereits jetzt – 23 Tage vor Ablauf der Petition – deutlich übertroffen. Viele IVD-Mitglieder haben in ihren Büroräumen gleich mehrere Unterschriftenbögen für Ihre Geschäftspartner und Kunden ausgelegt und so erheblich zum Erfolg der Petition beigetragen. Allein in den letzten vier Wochen sind über 300 handschriftlich ausgefüllte Unterschriftenbögen in der Bundesgeschäftstelle des IVD eingegangen.

In den kommenden Wochen werden wir der Politik die Petition vorlegen. Weitere Informationen folgen im November-Newsletter.

7. IVD-Unternehmertag für Verwalter

In diesem Jahr findet die Fachtagung für Verwalter am 6. und 7. November im Crowne Plaza Hotel in Hannover statt. Die Veranstaltung richtet sich an den Unternehmer oder die Leitungsebene. So wird zum Beispiel am Donnerstag Herr Dr. Stefan G. Adams, Geschäftsführer der Dr. Adams GmbH & Co. KG, zum Thema „Expansionsstrategien? Wie kaufen Sie ein Verwaltungsunternehmen“ informieren. Für Freitag konnten wir Herrn Michael Wintzer, Geschäftsführer der Bayerischen Immobilien Management GmbH, für einen Vortrag zum Thema „Personalfragen im Verwalterbüro - Praktische Erfahrungen und Tipps“ gewinnen.

Hier können Sie sich online anmelden und das Dokument:
1) Ausdrucken, gut lesbar in Druckbuchstaben ausfüllen und faxen an: 030 / 27 57 26 46 oder
2) mit Adobe Reader öffnen, online ausfüllen, speichern und mailen an: infoivd-service.net

8. BFH: Gewinnrealisierung bei Bauingenieurleistungen

Die Gewinnrealisierung tritt bei Planungsleistungen eines Ingenieurs nicht erst mit der Abnahme oder Stellung der Honorarschlussrechnung ein, sondern bereits dann, wenn der Anspruch auf Abschlagszahlung nach § 8 Abs. 2 HOAI entstanden ist. Abschlagszahlungen nach § 8 Abs. 2 HOAI sind nicht wie Anzahlungen auf schwebende Geschäfte zu bilanzieren. Das entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 14. Mai 2014 (VIII R 25/11).
 

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe September 2014

Inhalt
1. IVD kämpft weiter für den Sachkundenachweis - RDM überraschend dagegen
2. 100 Tage Widerrufsrecht
3. Große Resonanz beim Parlamentarischen Abend des IVD
4. Gabriel räumt Ausnahmen von der Mietpreisbremse ein
5. Mieten oder kaufen? – Der IVD-Investitionsrechner
6. Der IVD auf der EXPO REAL 2014
7. Gewinner des FIABCI Prix d´Excellence Germany 2014
8. Frau.Macht.Immobilien.: VISIONALE 2014 – „Rhein verbunden“
9. IVD-Verwaltertag für Unternehmer 2014
10. Familienwohnheim
11. Geschäftsveräußerung im Ganzen: Ferienwohnung
12. Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes, Nichtanwendungsgesetz

1. IVD kämpft weiter für den Sachkundenachweis - RDM überraschend dagegen
Am 12. August folgte der IVD erneut der Einladung des Bundesumweltministeriums und diskutierte mit verschiedenen Vertretern des Bundeswirtschafts- und des Bundesumweltministeriums über die Einführung eines Sachkundenachweises für Immobilienverwalter und –makler. Während der IVD mit einer Reihe von Argumenten dazu aufforderte, den Fachkundenachweis endlich gesetzlich zu verankern, sprach sich der RDM, der ebenfalls zu dem Treffen erschienen war, leider überraschend gegen eine Berufszugangsregelung aus. Weitere Informationen zur Anhörung finden Sie hier.

2. 100 Tage Widerrufsrecht
Übermorgen ist das Widerrufsrecht 100 Tage in Kraft. 100 Tage an denen die Wettbewerbsrechtshotline des IVD nicht mehr still stand, Seminare über die Umsetzung der EU-Verbraucherrechte-Richtlinie in Stadthallen verlegt werden mussten und zwielichtige Rechtsanwälte Immobilienkäufern anboten, Maklerverträge kostenlos auf eine Widerrufsmöglichkeit prüfen zu lassen. Im Interview mit Dr. Christian Osthus, Leiter der Rechtsabteilung im IVD, ziehen wir ein Resümee.

3. Große Resonanz beim Parlamentarischen Abend des IVD
Vergangene Woche lud der IVD Bundesverband zum parlamentarischen Abend ein. Insgesamt nahmen 16 Bundestagsabgeordnete der Arbeitsgruppe Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit der CDU/CSU Bundestagsfraktion teil. Im Gespräch mit dem IVD-Präsidium und den Regionalvorständen wurden alle aktuellen politischen Themen des IVD ausführlich erörtert - vom Bestellerprinzip über die Mietpreisbremse und dem Sach- und Fachkundenachweis bis hin zum Bündnis für Wohnen. Zudem konnte der IVD seine immobilienökonomische Kompetenz unter Beweis stellen und aktuelle Marktdaten präsentieren und analysieren. Die Abgeordneten erhielten so die Gelegenheit, den IVD umfassend kennenzulernen.

4. Gabriel räumt Ausnahmen von der Mietpreisbremse ein
Auf einer Klausurtagung der SPD-Parteispitze Ende August bestätigte der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel, dass der Neubau komplett von der Mietpreisbremse ausgenommen werde.

5. Mieten oder kaufen? – Der IVD-Investitionsrechner
Mit dem IVD-Immobilieninvestitionsrechner können Sie die Vorteilhaftigkeit des Kaufs einer selbstgenutzten Immobilie gegenüber der Miete wissenschaftlich fundiert vergleichen.

Der IVD-Investitionsrechner ist kostenlos verfügbar und kann direkt im Internetbrowser genutzt werden.

6. Der IVD auf der EXPO REAL 2014
Die Messe EXPO REAL München ist die größte internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen und der IVD ist gleich doppelt vertreten. Kommen Sie uns in Halle A1, IVD-Stand 130 oder in Halle B2, BID-Stand 220 besuchen. Das hochkarätig besetzte Standprogramm finden Sie auf der Homepage des IVD. Wir freuen uns auf Sie!

7. Gewinner des FIABCI Prix d´Excellence Germany 2014
Die Goldgewinner des FIABCI Prix d´Excellence Germany 2014 sind die Tanzenden Türme Hamburg im Bereich Gewerbe und die Raphaelhöfe Soers Aachen im Bereich Wohnen. Diese werden als deutscher Beitrag in die FIABCI Prix d'Excellence International Awards 2015 eingereicht, deren Preisverleihung im Mai 2015 in Kuala Lumpur, Malaysia, stattfindet.

Eine Übersicht über alle Gewinner finden Sie hier.

8. Frau.Macht.Immobilien.: VISIONALE 2014 – „Rhein verbunden“
Unter dem Motto „Rhein verbunden“ findet am 07. und 08. November 2014 der elfte Bundeskongress der Frauen in der Immobilienwirtschaft, die VISIONALE 2014, erstmals in zwei Städten gleichzeitig statt: Köln und Düsseldorf.

Der Bundeskongress der Immobilienfrauen ist eine nationale Veranstaltung mit dem Ziel, Expertinnen der Branche miteinander zu vernetzen, ihre berufliche Weiterentwicklung, ihre Präsenz und ihren Einfluss in der Immobilienwirtschaft zu fördern und dabei aktuelle Themen und Trends der Immobilienbranche aufzugreifen.

9. IVD-Verwaltertag für Unternehmer 2014
In diesem Jahr findet die Fachtagung für Verwalter am 6. und 7. November im Crown Plaza Hotel in Hannover statt. Die Veranstaltung bietet Inhabern, Geschäftsführern und Prokuristen mittelständischer Unternehmen ein informatives und abwechslungsreiches Programm.

Hier können Sie sich anmelden.

10. Familienwohnheim
Stirbt der Ehegatte oder Lebenspartner und vererbt das Familienwohnheim an den Partner, ist das selbstgenutzte Eigentum von der Erbschaftsteuer sachlich befreit. Erhält der überlebende Ehegatte nur ein Wohnrecht, greift die Steuerbefreiung nicht. Das entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 3. Juni 2014 (Az. II R 45/12). Hier lesen Sie eine Kommentierung vom Leiter Abteilung Steuern im IVD, Hans Joachim Beck.

11. Geschäftsveräußerung im Ganzen: Ferienwohnung
Die Veräußerung einer Ferienwohnung, die an ständig wechselnde Feriengäste vermietet wird, ist eine Geschäftsveräußerung im Ganzen, auch wenn die Wohnung im Zeitpunkt der Veräußerung leer stand. Das entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 5. Juni 2014 (AZ. V R 10/13). Hier lesen Sie eine Kommentierung vom Leiter Abteilung Steuern im IVD, Hans Joachim Beck.

12. Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes, Nichtanwendungsgesetz
Das Grunderwerbsteuergesetz soll durch das Gesetz zur Anpassung der Abgabenordnung an den Zollkodex der Union und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften geändert werden. Damit soll die Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs rückgängig gemacht werden.

Hier lesen Sie weitere Informationen vom Leiter Abteilung Steuern im IVD, Hans Joachim Beck

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe August 2014

Inhalt:
1. Mietpreisbremse: Maas kündigt Ausnahmen für den Neubau an
2. Neuer Abmahner zur EnEV 2014
3. IVD-Merkblatt zur EnEV 2014
4. Maas will Modernisierungsmieterhöhungen zeitlich befristen
5. Der IVD auf der EXPO REAL 2014
6. Endspurt: Nur noch gut 1300 Unterschriften gegen das falsche Bestellerprinzip…
7. Save the date: Der IVD-Unternehmertag für Verwalter
8. Verleihung des FIABCI Prix d'Excellence Awards
9. Mieterbonitätsauskunft + Mietausfallschutz vermeiden Risiken für Vermieter
10. BGH: Wohnraum oder Gewerberaum?
11. BGH: Klage bei unwahrscheinlichem Schadenseintritt unzulässig
12. FG: Beseitigung von Mietschäden sind keine Werbungskosten
13. Umsatzsteuer: Zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen
14. Öffentliche Ausschreibung zum Abschluss eines Maklervertrags

1. Mietpreisbremse: Maas kündigt Ausnahmen für den Neubau an

Justizminister Heiko Maas (SPD) hat angekündigt, dass die Mietpreisbremse generell nicht für Neubauten gelten solle. Nach dem vom Justizministerium vorgelegten Referentenentwurf sollte ursprünglich nur die Erstvermietung von der Mietpreisbremse ausgenommen werden. Anschlussvermietungen hätten sich demnach an der Vormiete oder der ortsüblichen Vergleichsmiete orientieren müssen. Wirtschaftsexperten, Verbände, der Koalitionspartner und zuletzt auch Parteifreunde aus den eigenen Reihen hatten eindringlich vor der Gefahr gewarnt, dass die Mietpreisbremse den Neubau von Wohnungen abwürgt und damit das Problem steigender Mietern verschärft, statt es abzumildern. Der Minister hat sich nun offensichtlich überzeugen lassen und will nachbessern. Der IVD schlägt vor, nach der neuen Regelung sämtliche Wohnungen als Neubau zu definieren, die nach dem Regierungsbeschluss oder nach Inkrafttreten der Regelung erstmals vermietet wurden.

2. Neuer Abmahner zur EnEV 2014

Frau Martina Zweiniger aus Berlin lässt aktuell über die Rechtsanwaltskanzlei Gilliand & Collegen Immobilienwerbung mit fehlenden – oder auch nur angeblich fehlenden – Angaben zu den Energiekennwerten von Immobilien abmahnen. Die Anwälte prüfen nicht genau und haben Anzeigen abgemahnt, die die Angaben enthielten oder aus denen hervorging, dass es sich um Immobilien handelt, die von den Vorgaben der EnEV ausgenommen sind. Martina Zweiniger ist im Internet nicht als Immobilienmaklerin auffindbar.
Wenn Sie eine Abmahnung bekommen haben, melden Sie sich bitte umgehend bei der Wettbewerbshotline des IVD und übermitteln die Abmahnung an koch@ivd.net oder per Fax an 0209/9414533.

3. IVD-Merkblatt zur EnEV 2014

Wer ist für die energetischen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen verantwortlich? Muss bei im Bau befindlichen Gebäuden auch mit den Pflichtangaben geworben werden? Was muss der Makler tun, wenn kein Energieausweis vorliegt? Und wer verfolgt die Ordnungswidrigkeiten aus der EnEV 2014?

Antworten zu den 44 wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund um die EnEV 2014 finden Sie in unserem "Merkblatt EnEV 2014 - Tipps für Makler und Verwalter", das Sie im Webshop zum Preis von 4,95 Euro erwerben können. IVD-Mitglieder haben den Fragen- und Antwortkatalog bereits in der Juni-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins nachlesen können. Außerdem steht er kostenlos als Download im Mitgliederbereich der Homepage zur Verfügung.

Wenn es um die Verwendung alter Energieausweise geht, bieten auch die offiziellen Arbeitshilfen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie Hilfestellungen (bitte FireFox-Browser verwenden; ansonsten www.bundesanzeiger.de, Suchbegriff: BAnz AT 30.04.2014 B1).

4. Maas will Modernisierungsmieterhöhungen zeitlich befristen

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) hat dem Koalitionsvertrag entsprechend in einem Interview noch einmal bekräftigt, dass Modernisierungskosten künftig nur noch „bis zu zehn Prozent und längstens, bis der Vermieter seine Aufwendungen gedeckt hat“, auf die Miete umgelegt werden dürfen. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, lohnen sich Investitionen in eine Modernsierung nicht mehr, prognostiziert der IVD. Auch angesichts der ehrgeizigen Klimaschutz- und Energieeinsparziele der Bundesregierung wäre eine zeitliche Befristung das falsche Signal. Eine zeitliche Begrenzung einer Mieterhöhung würde das Wesen der Miete zudem in Frage stellen, da sich die Mietsache dauerhaft ändert, der Mieter für die Verbesserung aber nur begrenzt zahlen soll. Auch viele weitere Fragen, zum Beispiel wie der Amortisationszeitpunkt berechnet werden soll, müssen noch beantwortet werden. Denn zu den tatsächlichen Aufwendungen gehören neben der Abschreibung auch Zinsen sowie die Instandhaltungskosten, die auf die wertverbessernden Maßnahmen anfallen.

5. Der IVD auf der EXPO REAL 2014

Die Messe EXPO REAL München ist die größte internationale Fachmesse für Immobilien und Investitionen. Zahlreiche Aussteller präsentieren auf der Messe ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Immobilienwirtschaft.  Auch der IVD wird wieder gemeinsam mit dem Partner Immonet mit einem Stand vertreten sein. Der IVD/Immonet-Stand gehört traditionell zu den größten und am meisten besuchten Ständen der Messe. Das Standkonzept überzeugt: Neben dem IVD und Immonet präsentieren auch Mitglieder und Partner ihre Dienstleistungen. Besuchen Sie uns in Halle A1, Stand 130.

In Halle B2, Stand 220 ist der IVD ebenfalls vertreten. Hier befindet sich der Stand der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), dessen Vorsitz in diesem Jahr der IVD innehat. Im Mittelpunkt des hochkarätig besetzten Standprogramms steht die Immobilienpolitik.

Tickets können Sie auf der Homepage der EXPO REAL kaufen.

6. Endspurt: Nur noch gut 1300 Unterschriften gegen das falsche Bestellerprinzip…

…bis das Ziel der IVD-Online-Petition von 10.000 Stimmen erreicht ist! Während Justizminister Heiko Maas (SPD) bei der Mietpreisbremse Nachbesserungen angekündigt hat, bleibt der Widerspruch zwischen dem Wunsch nach einem ehrlichen Bestellerprinzip, wie es der Koalitionsvertrag und auch der Minister selber formuliert haben, und dem aktuellen Entwurf bestehen. Daher fordert der IVD Bundesverband die Bundesregierung auf, das geplante Bestellerprinzip für Immobilienmakler nicht einzuführen.

So können Sie den IVD bei der Sammlung der noch fehlenden Unterschriften unterstützen:

•    Binden Sie die Petition auf Ihrer Website ein (unten auf der Seite)
•    Verbreiten Sie die Petition online
•    Laden Sie Unterschriftenbögen herunter
•    Verbreiten Sie Aushang- und Abrisszettel
 
Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

7. Save the date: Der IVD-Unternehmertag für Verwalter

In diesem Jahr findet die Fachtagung für Verwalter am 6. und 7. November im Crown Plaza Hotel in Hannover statt. Die Veranstaltung bietet Inhabern, Geschäftsführern und Prokuristen mittelständischer Unternehmen ein informatives und abwechslungsreiches Programm. Erfahrene Praktiker zeigen auf, wie der Wert eines Unternehmens ermittelt wird und wie mit man mit Krisen –beispielweise nach der Kündigung des größten Kunden – umgeht. Ein weiterer Themenschwerpunkt der Veranstaltung ist die erfolgreiche Findung, Bindung und Führung von Mitarbeitern. Personalfragen aus der Praxis, Arbeitsrecht, die Nutzung elektronischer Wissensdatenbanken oder die Aufgabenverlagerung auf externe Callcenter oder Personaldienstleister bilden den Rahmen für eine Veranstaltung von Praktikern für Praktiker, die dem kollegialen Austausch breiten Raum einräumt.

Hier können Sie sich anmelden.
Sie können das Dokument:
1) Ausdrucken, gut lesbar in Druckbuchstaben ausfüllen und faxen an: 030 / 27 57 26 46 oder
2) mit Adobe Reader öffnen, online ausfüllen, speichern und mailen an: infoivd-service.net

8. Verleihung des FIABCI Prix d'Excellence Awards

Der renommierte Prix d'Excellence Award der international real estate federation (FIABCI) wurde in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer erstmalig auch in Deutschland ausgelobt. Eine hochkarätige 12-köpfige Jury hat aus 48 eingereichten Projekten drei Finalisten in den Kategorien Gewerbe und Wohnen ausgewählt. Die Preisverleihung findet am 12. September in Form einer festlichen Gala in Berlin.
Hier können Sie sich anmelden. Da IVD-Mitglieder automatisch auch Mitglied des internationalen Verbands der Immobilienberufe FIABCI sind, erhalten Sie ermäßigte Karten.

9. Mieterbonitätsauskunft + Mietausfallschutz vermeiden Risiken für Vermieter

Die Einholung einer Mieterbonitätsauskunft gehört heutzutage zu einer professionellen Vermittlung einer Wohnung. Allerdsings garantiert eine Bonitätsauskunft alleine keine 100-prozentige Sicherheit vor Mietausfall. Deshalb bietet arvato die bekannte Mieterbonitätsauskunft ab sofort in Kombination mit einem sechsmonatigen Mietausfallschutz an. So lässt sich das gerade zu Beginn hohe Ausfallrisiko minimieren.

10. BGH: Wohnraum oder Gewerberaum?

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich mit der Frage befasst, welchen Vorschriften ein Mietverhältnis unterliegt, das sowohl eine Wohnnutzung als auch eine freiberufliche Nutzung umfasst (sogenanntes Mischmietverhältnis). In seinem Urteil vom 9. Juli 2014 (VIII ZR 376/13) entschied der BGH, dass die Mieter einer Hypnosepraxis, die in ihren Räumen wohnen und arbeiten, den für Privatmieter geltenden besseren Kündigungsschutz genießen.

11. BGH: Klage bei unwahrscheinlichem Schadenseintritt unzulässig

Wer keinen Grund hat, mit einem künftigen Schaden zu rechnen, dem fehlt für eine Feststellungsklage das schutzwürdige Interesse. Dies hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 2. April 2014 (VIII ZR 19/13) in einem Streit um gesundheitliche Schäden durch Asbestfasern entschieden.

12. FG: Beseitigung von Mietschäden sind keine Werbungskosten

Auch bei einem beruflich veranlassten Umzug können Aufwendungen für die Beseitigung von Mietschäden in der bisherigen Wohnung nicht abgezogen werden, wenn sie unabhängig vom Umzug dem Steuerpflichtigen ohnehin entstanden wären und nicht durch die vorzeitige Auflösung des Mietvertrages bedingt sind. Das entschied das Finanzgericht Sachsen-Anhalt in seinem Urteil vom 29. April 2014 (5 K 231/11).

13. Umsatzsteuer: Zur Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers bei Bauleistungen

Durch das sogenannte Kroatienanpassungsgesetz (KroatienAnpG) hat der Gesetzgeber die Steuerschuldnerschaft bei Bauleistungen neu geregelt. Das Gesetz wird zum 1. Oktober 2014 in Kraft treten. Nach der Neuregelung gelten Leistungen, die unter das Grunderwerbsteuergesetz fallen, nicht als Bauleistungen. Insofern entspricht die Neuregelung der Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 22. August 2013 (V R 37/10). Abweichend von der Entscheidung des BFH ist die Frage, ob der Leistungsempfänger Bauleistender ist, jedoch nicht bauwerksbezogen zu prüfen. Vielmehr kommt es – entsprechend der früheren Auffassung der Finanzverwaltung – darauf an, ob der "Weltumsatz" des Leistungsempfängers zu mehr als zehn Prozent aus Bauleistungen stammt. Um in dieser Frage Rechtssicherheit herzustellen, wird ein neuer Feststellungsbescheid eingeführt, mit dem das Finanzamt bescheinigt, dass der Leistungsempfänger Bauleistender ist.

Weitere Informationen zu diesem Thema lesen Sie im IVD-Blog.

14. Öffentliche Ausschreibung zum Abschluss eines Maklervertrags

Die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) hat über das elektronische Vergabeinformationssystem ELViS eine öffentliche Ausschreibung zum Abschluss eines Maklervertrags online gestellt. Gesucht wird ein/e Makler/in für die Vermittlung (Vermietung) von Büro- und Wirtschaftsflächen der SVLFG am Standort Darmstadt.
Hier finden Sie die gesamten Vergabeunterlagen.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Juli 2014

Inhalt:
1. Berliner Senat prüft "Bestellerprinzip" für Immobilienkäufe
2. Wissenschaftliches Gutachten gibt Empfehlungen für Sach- und Fachkundenachweis
3. 214.800 fertiggestellte Wohnungen in 2013
4. Immonet verlost Tickets für Helene Fischer, Mario Barth und Il Divo
5. Video vom Deutschen Immobilientag
6. BGH: Bilder vom Mieterfest können in der Werbung verwendet werden
7. Landgericht Düsseldorf bestätigt Räumungsurteil gegen Raucher

1. Berliner Senat prüft "Bestellerprinzip" für Immobilienkäufe

Der Hauptstadt-Presse war kürzlich zu entnehmen, dass der Senator für Justiz des Landes Berlin, Thomas Heilmann, eine Bundesratsinitiative plant, nach der auch für die Vermittlung von Eigentum ein sogenanntes „Bestellerprinzip“ eingeführt werden soll. Sein Ziel ist, dass die Maklerprovision stets von dem Verkäufer zu zahlen ist. Ein Vorstoß, der vom IVD heftig kritisiert wird und gegen den zahlreiche gewichtige Argumente ins Feld geführt werden können:
•    Eine derartige Regelung würde einen Eingriff in die grundgesetzlich geschützte Vertragsfreiheit darstellen. Die Voraussetzungen hierfür liegen aber nicht vor, weil der Kaufinteressent typischerweise nicht schutzwürdiger ist als der Verkäufer und  der Immobilienmarkt in vernünftiger Weise regelt, von wem die Provision zu zahlen ist.
•    Die Leistung erbringt der Makler in begehrten Lagen nur an den Kaufinteressenten und nicht an den Verkäufer, weil er dem Kaufinteressenten die Gelegenheit zum Kauf nachweist.
•    Wäre der Verkäufer verpflichtet, in jedem Fall die Maklerprovision zu zahlen, würde er diese bei begehrten Immobilien auf den Kaufpreis aufschlagen und damit auf den Käufer überwälzen.
•    Eine Regelung, nach der die Maklerprovision stets vom Verkäufer zu tragen ist, würde dem Verbraucherschutz zuwiderlaufen. Denn der Makler würde in diesem Fall als einseitiger Interessenvertreter des Verkäufers handeln.
•    In Berlin ist die Maklerprovision nicht höher als in anderen Bundesländern. Sie beträgt sechs Prozent zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer und somit insgesamt 7,14 Prozent.
•    Auch in etlichen anderen Bundesländern beträgt die übliche Maklerprovision sechs Prozent, sie wird nur – üblicherweise jeweils zur Hälfte – vom Verkäufer und vom  Käufer getragen.
•    Auch in den anderen Ländern der Europäischen Union ist die Maklerprovision nicht niedriger. Soweit dort niedrigere Prozentsätze vereinbart werden, müssen die einzelnen Dienstleistungen aber zusätzlich bezahlt werden.

2. Wissenschaftliches Gutachten gibt Empfehlungen für Sach- und Fachkundenachweis

Im Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD auf eine gesetzlich gesicherte Berufszugangsregelung für Immobilienmakler und –verwalter geeinigt, die wesentlich aus dem Nachweis der Sachkunde und die Bindung an eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung besteht. Doch bisher ist die Bundesregierung nicht tätig geworden. Nach wie vor reicht die einfache Erteilung der Gewerbeerlaubnis aus, um den Beruf des Maklers oder Verwalters zu ergreifen. Der IVD hat gegenüber der Politik mehrfach eine gesetzliche Verankerung des Sach- und Fachkundenachweises sowie den verpflichtenden Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung als Berufsvoraussetzung gefordert. Letzte Woche fand dazu ein Auftaktgespräch im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für Wirtschaft statt, an dem der IVD teilgenommen hat. Rückenwind liefert dem IVD ein Gutachten des Center for Real Estate Studies (CRES) an der Steinbeis-Hochschule Berlin. Darin bestätigt Prof. Dr. Marco Wölfle die Notwendigkeit eines Sach- und Fachkundenachweises und der Versicherungspflicht.

3. 214.800 fertiggestellte Wohnungen in 2013

Die Zahl der Baufertigstellungen ist im vergangenen Jahr weiter gestiegen. Rund 214.800 Wohnungen wurden in Deutschland fertig gestellt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, waren das knapp 14.400 Wohnungen oder 7,2 Prozent mehr als 2012. Damit sind die Wohnungsfertigstellungen zum dritten Mal in Folge kräftig gestiegen. Die höchsten Zuwächse gab es bei Wohnungen in Mehrfamilienhäusern mit 11,1 Prozent (78.910 Wohnungen).„Diese Entwicklung geht in die richtige Richtung, allerdings sind wir noch lange nicht am Ziel“, kommentiert IVD-Präsident Jens-Ulrich Kießling die aktuellen Zahlen.

4. Immonet verlost Tickets für Helene Fischer, Mario Barth und Il Divo

Bis zum 30. September 2014 veranstaltet Immonet die ImmonetManager o2 World Ticket-Aktion. Immonet Bestandskunden können durch das Sichern einer weiteren Lizenz, der Schulungs-DVD oder einer Schulung für den ImmonetManager Tickets für die Shows von Helene Fischer, Mario Barth und Il Divo gewinnen. Neukunden nehmen durch den Abschluss von einer oder mehreren Lizenzen an der Verlosung teil.

5. Video vom Deutschen Immobilientag

Ab sofort steht ein Kurzfilm über den Deutschen Immobilientag 2014 des IVD in unserem Video-Kanal bereit. Immofilmservice ist eine ausgezeichnete Zusammenfassung gelungen, die einen kleinen Einblick in die großen Themen dieses Jahres liefert. Angereichert mit Kommentaren - unter anderem von Sven Morlok (FDP) und Ulrich Kelber (SPD) - spiegelt der Film das hohe fachliche Niveau und die gute Stimmung der Fachtagung wider.

6. BGH: Bilder vom Mieterfest können in der Werbung verwendet werden

Berichte von Mieterfesten sind Zeitgeschichte. Dazugehörige Fotos der Anwesenden dürfen auch ohne deren Einwilligung veröffentlicht werden. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem veröffentlichten Urteil vom 8. April 2014 (Az. VI ZR 197/13).  
Im vorliegenden Fall hat eine Wohnungsbaugenossenschaft auf dem jährlichen Mieterfest Fotos der Anwesenden gemacht und anschließend in einer Mieterinformationsbroschüre veröffentlicht. Zwar dürfen Bildnisse einer Person grundsätzlich nur mit deren Einwilligung verbreitet werden (§ 22 Satz 1 KUG). Hiervon besteht allerdings gemäß § 23 Abs. 1 Nr. 1 KUG eine Ausnahme, wenn es sich um Bildnisse aus dem Bereich der Zeitgeschichte handelt.

7. Landgericht Düsseldorf bestätigt Räumungsurteil gegen Raucher

Trifft ein rauchender Mieter keine Maßnahmen, um zu verhindern, dass Zigarettenrauch in den Hausflur zieht, und fördert er durch sein Verhalten noch die Geruchsbelästigung, liegt ein schwerwiegender Pflichtverstoß vor, der eine Kündigung rechtfertigt. Das bestätigte das Landgericht Düsseldorf in seinem Urteil vom 26. Juni 2014 (21 S 240/13 U).

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Juni 2014

Inhalt:
1. "...weil wir es wert sind!" - Impressionen vom Deutschen Immobilientag des IVD
2. 44 Fragen und Antworten zur EnEV 2014
3. Maklerverträge können ab sofort widerrufen werden
4. Wählen Sie Ihr AIZ-Titelbild des Jahres
5. Umfrage: Entscheidungsprozesse in der Immobilienakquisition
6. bellevue.de: Das Online-Portal für Premium-Immobilien
7. Mitmachen! Die große IVD-Mitgliederbefragung 2014
8. Bewertung von Immobilien durch die Finanzverwaltung ist rechtswidrig
9. BFH: Kosten für Winterdienst und Hausanschluss sind von der Steuer absetzbar
10. BGH stärkt Recht auf Untervermietung

1. "...weil wir es wert sind!" - Impressionen vom Deutschen Immobilientag des IVD

„Meine Anerkennung für den besten Immobilientag, den ich in meiner 35-jährigen Mitgliedschaft erlebt habe.“ Mit diesen Worten schloss das langjährige IVD-Mitglied, Dipl.-Volkswirt Dr. Friedhelm Fabers, die Mitgliederversammlung am vergangenen Freitagnachmittag. Rund 600 Gäste, darunter der sächsische Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP), Staatssekretär Ulrich Kelber (SPD) und Staatssekretär Gunther Adler (SPD) sowie zahlreiche Mitglieder des Bundestages und der Länderparlamente waren gekommen, um über die Themen zu diskutieren, die der Immobilienbranche derzeit auf den Nägeln brennen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Themen Mietpreisbremse, Bestellerprinzip und Widerrufsrecht zeigten sich die Teilnehmer kämpferisch und im wahrsten Sinne des Wortes selbstbewusst.

Ausgewählte Skripte der Referenten vom Deutschen Immobilientag finden Sie im Mitgliederbereich der Homepage.

Der Deutsche Immobilientag des IVD in Bildern.

2. 44 Fragen und Antworten zur EnEV 2014

Seit dem 1. Mai ist die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV) in Kraft. Seitdem müssen kommerzielle Immobilienanzeigen ausgewählte Energiekennwerte beinhalten und auf Basis des neuen Energieausweises bestimmte Pflichtangaben gemacht werden. Dies ist nur eine der zahlreichen Neuerungen, die sich aus der EnEV 2014 ergeben. Im aktuellen AIZ-Immobilienmagazin beantwortet der IVD-Fachreferent für Immobilienverwaltung, RA Ulrich Löhlein, die 44 wichtigsten und am häufigsten gestellten Fragen rund um die EnEV 2014.

3. Maklerverträge können ab sofort widerrufen werden

Das neue Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherrechterichtlinie ist seit 13. Juni in Kraft. Seitdem kann der Kunde den Maklervertrag auch dann noch widerrufen, wenn ihm ein Objekt bereits vermittelt worden ist. Damit Sie Ihre verdiente Provision nicht verlieren, müssen Sie umfangreiche Informationspflichten einhalten. Der IVD hat dazu das Merkblatt „Das Verbraucherwiderrufsrecht beim Maklervertrag. Verbraucherrechte wahren – Provision sichern Handlungsempfehlungen für die Praxis“ erarbeitet, das im Mitglieder-Bereich der IVD-Homepage zu finden ist. Dort steht auch eine Widerrufsbelehrung zur Verfügung, die dem amtlichen Muster entspricht, und eine Mustererklärung des Verbrauchers, mit der der Kunde Sie als Makler beauftragen kann, vor Ablauf der 14-tägigen Widerrufsfrist für ihn tätig zu werden.

4. Wählen Sie Ihr AIZ-Titelbild des Jahres

Zehn Ausgaben des AIZ-Immobilienmagazins haben Sie im Laufe des IVD-Jahres seit dem Deutschen Immobilientag in Berlin begleitet. Zehn Titelbilder sind Ihnen begegnet, die Sie dazu anregen sollten, das Heft aufzuschlagen, zu blättern, zu lesen, sich in die Lektüre zu vertiefen.
Die AIZ-Redaktion, die immer viel Sorgfalt darauf verwendet, die Heftinhalte mit einem optisch attraktiven Motiv zu transportieren, möchte nun von Ihnen wissen, welches Titelbild Ihnen am besten gefallen hat. Welches Cover finden Sie am schönsten? Welches Titelbild hat Ihrer Meinung nach am besten auf die Inhalte des Heftes hingeführt?

Stimmen Sie bis zum 15. Juli 2014 ab und nennen Sie uns Ihren Favoriten. Unter allen Teilnehmern wird ein personalisierter Imagefilm „Warum IVD Makler?“ von Immofilmservice für Ihre Homepage und ein VM Mobile Stand von Vitrine Media, ein eleganter Aufsteller mit vier A4 LED Displays, verlost.

5. Umfrage: Entscheidungsprozesse in der Immobilienakquisition

Franziska Piepke, Studentin an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, führt im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Immobilienmanagement eine Umfrage zum Immobilienankauf durch. Bei der Untersuchung geht es um Entscheidungsprozesse in der Immobilienakquisition und wie sich Fehlentscheidungen auf das Risiko und die Performance der Investition auswirken. Um aussagekräftige Ergebnisse erzielen zu können, die in der Folge veröffentlicht werden, ist die Studentin auf die Teilnahme möglichst vieler Personen angewiesen. Unter allen Teilnehmern wird ein Designer USB-Stick verlost.

6. bellevue.de: Das Online-Portal für Premium-Immobilien

Immonet und Bellevue präsentieren im Rahmen ihrer Kooperation das Premium-Immobilienportal bellevue.de. Als erstes und bislang einziges Portal in Deutschland bietet bellevue.de eine Plattform für die Suche handverlesener Premiumimmobilien an. Immobiliensuchende können hier auch mittels einer Datenbank mit intuitiver Suchmaske nach einem passenden Makler in der Wunschregion suchen. Ausführliche Firmenprofile geben dem Interessenten dabei schon vor der Kontaktaufnahme einen Eindruck vom Immobilienprofi und seinem Leistungsangebot. Außerdem erhalten Interessenten einen Zugang zu ausgewählten Immobilien, die nicht öffentlich angeboten werden.

7. Mitmachen! Die große IVD-Mitgliederbefragung 2014

Haben Sie schon an der Mitgliederbefragung des IVD teilgenommen? Falls nicht, bitten wir Sie, dies schnellstmöglich nachzuholen. Mit der Mitgliederumfrage 2014 möchte der IVD-Bundesverband wichtige Kennzahlen zur Unternehmens- und Tätigkeitsstruktur seiner  Mitglieder erfassen, die dem IVD helfen, Ihre Interessen optimal gegenüber Politik und Wirtschaft durchsetzen zu können. Das Ziel ist es, möglichst alle Mitgliedsunternehmen für diese Umfrage zu gewinnen. Wenn Sie sich die wenigen Minuten für diese wichtigen Fragen nehmen könnten, wären wir Ihnen sehr dankbar.
Falls Sie zu den 1344 Mitgliedsunternehmen gehören, die bereits an der Umfrage teilgenommen haben, danken wir Ihnen ganz herzlich für Ihre Unterstützung und bitten Sie, diese Erinnerung als gegenstandslos zu betrachten.

8. Bewertung von Immobilien durch die Finanzverwaltung ist rechtswidrig

Wird ein Grundstück vererbt oder verschenkt, muss das Finanzamt für steuerliche Zwecke dessen Wert feststellen. Handelt es sich um eine Eigentumswohnung oder ein Ein- bzw. Zweifamilienhaus, muss das Finanzamt die Bewertung im Vergleichswertverfahren vornehmen. Grundlage sind die von dem Gutachterausschuss für Grundstückswerte mitgeteilten Preise vergleichbarer Grundstücke.

Die Finanzverwaltung wendet jedoch üblicherweise stattdessen stark vereinfachte Verfahren an. Das Niedersächsische Finanzgericht hat mit Urteil vom 11. April 2014 (Az. 1 K 107/11) entschieden, dass die bei den niedersächsischen Finanzämtern übliche Praxis, den Wert der Grundstücke mit Hilfe eines Immobilien-Preis-Kalkulators zu ermitteln, den die Gutachterausschüsse im Internet anbieten, rechtswidrig ist. Ein solcher Bescheid ist aufzuheben. Der Steuerpflichtige könne nicht darauf verwiesen werden, den tatsächlichen niedrigeren Wert durch ein Sachverständigengutachten zu beweisen. Da er die Kosten eines solchen Gutachtens immer selbst tragen müsse, habe er einen Anspruch auf eine korrekte Wertermittlung durch das Finanzamt.
Revision zugelassen.

9. BFH: Kosten für Winterdienst und Hausanschluss sind von der Steuer absetzbar

Kosten für den Winterdienst sind auch insofern nach § 35 a EStG als Aufwendungen für  „haushaltsnahe Dienstleistungen“ begünstigt, wie sie für die Reinigung der öffentlichen Straße gezahlt werden. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 20. März 2014 (Az. VI R 55/12). Auch Aufwendungen für den Anschluss eines Grundstücks an die zentrale Trinkwasserversorgung und die Abwasserversorgung sind insofern nach § 35 a EStG begünstigt, wie die Leistung außerhalb des eigenen Grundstücks erbracht werden. (BFH, Urteil vom 20. März 2014, Az. VI R 56/12).

10. BGH stärkt Recht auf Untervermietung

Ein längerer beruflicher Auslandsaufenthalt des Mieters begründet ein berechtigtes Interesse, Teile der Wohnung unterzuvermieten. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 11. Juni 2014 (VIII ZR 349/13). Im konkreten Fall hatte der Vermieter zu Unrecht die Zustimmung zur Untervermietung verweigerten. Der Vermieter muss nun Schadensersatz zahlen.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Mai 2014

Inhalt:
1. OpenPetition: Gegen die Einführung des Bestellerprinzips
2. FAZ-Anzeige gegen das Bestellerprinzip und die Mietpreisbremse
3. Deutscher Immobilientag 2014: Kommunikation ist Chefsache
4. Abmahngefahr: EnEV 2014 Anzeigenpflicht
5. EnEV 2014: Hinweise von Immonet zu Online- und Zeitungsanzeigen
6. Hessen erhöht Grunderwerbsteuer zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten
7. AIZ: Die Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins ist erschienen
8. Mobile Webseiten werden für Makler immer wichtiger
9. Innovativ und revolutionär – die neue Android App von Immonet
10. BGH: Anforderungen an die Begründung einer Eigenbedarfskündigung
11. FIABCI Prix d´Excellence Germany hat Wettbewerb gestartet
12. Veranstaltungstipp: München 2014: 16. IIR Immobilienstandort
13. Korrekturhinweis zum IVD-Jahresbericht 2013/2014

1. OpenPetition: Gegen die Einführung des Bestellerprinzips

Am Donnerstag vergangener Woche hat der IVD Bundesverband eine Petition gegen die Einführung des Bestellerprinzips gestartet. Die Einführung des Bestellerprinzips, wie es im Referentenentwurf formuliert ist, gefährdet den Berufsstand des Maklers und damit Arbeitsplätze. Für den Makler kann das Bestellerprinzip im Vermietungsbereich Verdienstausfall, Entlassungen und im schlimmsten Fall die Bedrohung seiner Existenz bedeuten. Daher fordert der IVD Bundesverband die Bundesregierung auf, das geplante Bestellerprinzip für Immobilienmakler nicht einzuführen. Die Petition wurde bereits von über 3600 Personen unterschrieben. Ziel ist es, mindestens 50.000 Unterzeichner zu mobilisieren. Um beim Bundesjustizministerium Gehör zu finden, benötigen wir die Unterstützung aller Marktakteure. Wenn Sie gegen die Einführung des Bestellerprinzips sind, unterschreiben Sie die Petition und leiten den Link an Ihre Kollegen, Mitarbeiter, Kunden und Familie weiter. Vielen Dank für Ihr Engagement.

2. FAZ-Anzeige gegen das Bestellerprinzip und die Mietpreisbremse

Dem Aufruf des IVD, sich an der Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gegen das Sündenbockgesetz der Bundesregierung zur Mietpreisbremse und zum Bestellerprinzip zu beteiligen, sind bereits hunderte Immobilienunternehmer gefolgt. Sie alle werden in der Anzeige, die am 22. Mai 2014 auf Seite 3 der FAZ erscheint, namentlich erwähnt. Noch besteht die Möglichkeit, sich der Initiative anzuschließen. Füllen Sie einfach das Formular aus.

3. Deutscher Immobilientag 2014: Kommunikation ist Chefsache

Der richtige Kommunikationsstil gehört zu den zentralen Kompetenzen eines Unternehmers, sei es im Umgang mit den Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern oder mit Journalisten. Nicht immer fällt es leicht, den richtigen „Ton“ zu treffen und sich wirkungsvoll zu präsentieren. Was man beachten muss, damit die Botschaften auch gut beim Empfänger ankommen, erklärt der Journalist und Autor Dr. Hajo Schumacher auf dem Deutschen Immobilientag 2014 des IVD. Dieser findet am 12. und 13. Juni unter dem Motto „…weil wir es wert sind“ in Leipzig statt.

4. Abmahngefahr: EnEV 2014 Anzeigenpflicht

Seit zwei Wochen ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) in Kraft. Für die Vermarktung von Immobilien mittels Anzeigen haben sich damit erhebliche Änderungen ergeben. Die EnEV 2014 verpflichtet zur Angabe bestimmter Energiemerkmale in kommerziellen Medien. Liegt zum Zeitpunkt der Insertion ein gültiger Energieausweis vor, muss das Inserat bestimmte Pflichtangaben enthalten, sonst droht eine wettbewerbsrechtliche Abmahnung. Um hohe Anzeigenkosten zu sparen, können in den Anzeigen unter bestimmten Voraussetzungen Abkürzungen verwendet werden. In der Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins können Sie nachlesen, wie solche Abkürzungen aussehen könnten.

5. EnEV 2014: Hinweise von Immonet zu Online- und Zeitungsanzeigen

Fristgerecht zum 1. Mai 2014 hat Immonet die gesetzlichen Anforderungen der neuen Energieeinsparverordnung (EnEV) im Rahmen der Schaltung einer Immobilien-Anzeige auf immonet.de umgesetzt. Inserenten können seither alle gesetzlich relevanten Angaben zum Energieausweis eingeben, wie die Art des Energieausweises, der Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs, die Heizungsart und Befeuerungsart, das Baujahr laut Energieausweis sowie die Energieeffizienzklasse (A+ bis H). Die Daten werden dann im Exposé, der Druckansicht und im PDF-Exposé ausgewiesen. (Doch wie verhält es sich mit Zeitungsannoncen, die zusätzlich zur Online-Insertion gebucht werden? Grundsätzlich gilt: Wenn zum Zeitpunkt der Anzeige kein neuer Energieausweis seitens des Objektseigentümers vorliegt, muss auch keine Angabe hierzu in der Anzeige gemacht werden. Spätestens bei der Besichtigung des Objekts allerdings müssen die Angaben zum Energieausweis dem Interessenten vorgelegt werden. Ist bei einer Zeitung für eine Anzeige aktuell kein Feld für die Angaben zum Energieausweis vorgesehen, müssen diese vom Makler mit in den Freitext bzw. Anzeigentext eingetragen werden. Dies schränkt den Text für allgemeine Objektinformationen gegebenenfalls etwas ein. Immonet befindet sich aktuell in enger Abstimmung mit seinen Zeitungspartnern, um die Einbindung der EnEV-Angaben künftig zu erleichtern.)

6. Hessen erhöht Grunderwerbsteuer zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten

Dem Branchennachrichtendienst Thomas Daily zufolge zieht Hessen die für Anfang 2015 geplante Erhöhung der Grunderwerbsteuer um fünf Monate vor. Demnach soll die Grunderwerbsteuer in Hessen bereits von August an von fünf auf sechs Prozent steigen. Das kündigte Landesfinanzminister Thomas Schäfer (CDU) jetzt mit Vorlage eines Nachtragshaushaltes an. Bisher war die in der Koalitionsvereinbarung der neuen schwarz-grünen Landesregierung vereinbarte Anhebung erst zum Jahreswechsel vorgesehen. Damit beläuft sich die Erhöhung der Grunderwerbssteuer in Hessen innerhalb von nur 18 Monaten auf fast 75 Prozent.

7. AIZ: Die Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins ist erschienen

Der Countdown für das Widerrufsrecht läuft. Ab dem 13. Juni 2014 können Maklerverträge im Fernabsatz und solche, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurden, widerrufen werden. Welche Informationspflichten dabei einzuhalten sind, können Sie in der aktuellen Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins nachlesen. Außerdem im neuen Heft: Der Immobilieneinkauf entscheidet zunehmend über den Erfolg oder Misserfolg eines Maklers. Wie man dafür die notwendigen Voraussetzungen schafft und worauf es beim Aufbau eines leistungsfähigen Zuträger- und Partnernetzwerkes ankommt, erklärt die Immobilienmaklerin und Autorin Evelyn-Nicole Lefèvre-Sandt in der Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins.

8. Mobile Webseiten werden für Makler immer wichtiger

Immer mehr Interessenten nutzen für die Online-Immobiliensuche Smartphones oder Tablets. Landen sie dann auf der Webseite eines Maklers, die nicht für mobile Endgeräte optimiert ist, brechen über 76 Prozent der Nutzer die Suche ab. Auch in der Objektakquise ist die mobile Webseite häufig der erste Eindruck, den ein potenzieller Kunde erhält. Damit kein Kunde verloren geht, stellt Ihnen Omnimakler, ein Unternehmen, das sich auf eine professionelle Darstellung von Webseiten auf mobilen Endgeräten spezialisiert hat, eine kostenlose Vorschau Ihrer mobilen Webseite zur Verfügung.

9. Innovativ und revolutionär – die neue Android App von Immonet

Immonet hat eine neue Version seiner Android App gelauncht. Mit der neuen App für Tablet und Smartphone ermöglicht Immonet die mobile Immobiliensuche nun auf allen Endgeräten mit Android Betriebssystem. Neben einer überarbeiteten Oberfläche können Nutzer künftig die Wunsch-Wohngegend mit dem Finger auf einer Karte einzeichnen. Erweiterte Filter erlauben eine konkrete Auswahl des Traumobjekts. Der neue Sucheinstieg der App lässt sich individuell den eigenen Wünschen anpassen. Neben Preis, Größe oder Zimmeranzahl stehen auch ganz persönliche Wunschfaktoren, wie Balkon, Gäste-WC oder Garage zur Auswahl. Mit der GPS-basierten Umkreissuche können User zudem verfügbare Immobilien in ihrer Nähe finden, sofern die Adressen durch die Anbieter freigegeben wurden.

Weitere Informationen zur neuen App von Immonet erhalten Sie hier.

10. BGH: Anforderungen an die Begründung einer Eigenbedarfskündigung

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich in seinem Urteil vom 30. April 2014 mit den Anforderungen an die Begründung einer Eigenbedarfskündigung befasst. Der BGH führte in seinem Urteil hierzu aus, dass es im Falle der Eigenbedarfskündigung genüge, die Eigenbedarfsperson identifizierbar zu benennen und das Interesse darzulegen, das diese an der Erlangung der Wohnung hat.

11. FIABCI Prix d´Excellence Germany hat Wettbewerb gestartet

Der FIABCI Prix d´Excellence Germany unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer startete vor einer Woche den Wettbewerb um die besten Projektenwicklungen in Deutschland. Unter dem Motto „Innovative Projektentwicklung - nachhaltige Wirkung“ geht der Preis in diesem Jahr an Immobilienprojekte in den Kategorien Wohnen und Gewerbe, die sich durch ein gelungenes Gesamtkonzept aus Architektur, Bauablauf, Finanzen, Marketing, Nachhaltigkeit und urbane Integration auszeichnen. Für den Wettbewerb können bis zum 8. Juli 2014 alle Immobilienprojekte eingereicht werden, die in Deutschland gebaut worden sind und deren Fertigstellung zwischen dem 1. Januar 2011 und dem 31. Dezember 2013 erfolgt ist. Kontaktdaten und Wettbewerbsunterlagen finden Sie unter: http://www.fiabciprixgermany.com/de/wettbewerb/

12. Veranstaltungstipp: München 2014: 16. IIR Immobilienstandort

Unter dem Motto „Zwischen Global Player und regionalem Charme“ lädt der 16. IIR Immobilienstandort am 17. und 18. Juli zum Fachaustausch zu den Entwicklungsperspektiven des Immobilienstandorts München ein. Wie sich der Münchner Immobilienmarkt im zweiten Halbjahr 2014 entwickelt, erklärt der Immobilienexperte und Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, Prof. Dr. Stephan Kippes. Weitere Schwerpunkte der Veranstaltung werden aktuelle Fragestellungen rund um den Investmentstandort München und die drängende Frage nach der Flächenverknappung sein. IVD-Mitglieder erhalten 15 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

13. Korrekturhinweis zum IVD-Jahresbericht 2013/2014

Im IVD-Jahresbericht 2013/2014 hat sich bei der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung auf den Seiten 25, 27 und 30 ein Fehler eingeschlichen. Dort ist jeweils am Seitenende zu lesen: „Erläuterungen zu den Fußnoten sind auf Seite 8/9 zu finden“. Dies ist nicht korrekt. Die Erläuterungen zu den Fußnoten in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung befinden sich auf den Seiten 22 und 23.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe April 2014

Inhalt:
1. EnEV: Geringe Abmahngefahr, wenn Energieausweis nicht vorhanden
2. Dringender Handlungsbedarf: Widerrufsrecht ab 13. Juni 2014
3. Regierung hält an Steuerbonus für Handwerksleistungen fest
4. Focus-Spezial: Die Mehrheit der 1.000 besten deutschen Makler sind IVD-Mitglieder
5. Deutscher Immobilientag 2014: Mit Sachverstand werben
6. Umfrage: Führungsstile in der Immobilienbranche
7. FIABCI Prix d’Excellence Germany – Preis für die beste Projektentwicklung
8. Veranstaltungstipp: Workshop SEO-Optimierung und Digitale Bildbearbeitung
9. BMF: Amtliche Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung veröffentlicht
10. BVerwG: Handwerksordnung mit Recht der Europäischen Union vereinbar
11. BFH: Teilwert eines Grundstücks ist nicht nach einer Bandbreite zu bestimmen
12. BGH: WEG-Verwalter muss bei Kündigung Vollmacht vorlegen
13. BGH: Mietrecht: Verjährung von Instandsetzungs- und Instandhaltungspflichten?

1. EnEV: Geringe Abmahngefahr, wenn Energieausweis nicht vorhanden

Nach § 16a EnEV (2014) müssen ab dem 1. Mai 2014 in Immobilienanzeigen in kommerziellen Medien bestimmte Angaben aus dem Energieausweis übernommen werden. Ist kein Energieausweis vorhanden, können die Angaben unterbleiben. Spätestens bei der Besichtigung muss ein Energieausweis jedoch vorhanden sein.

Bisher ist der IVD aufgrund einer gemeinschaftsrechtlichen Besonderheit im Wettbewerbsrecht davon ausgegangen, dass dennoch eine Abmahnung wegen unterlassener Angaben drohen kann, selbst wenn ein Energieausweis nicht vorhanden ist. Neue Erkenntnisse stehen dieser Annahme entgegen, sodass sich die Situation etwas entschärft hat. Liegt ein Energieausweis zum Zeitpunkt der Insertion nicht vor, müssen auch keine entsprechenden Pflichtangaben gemacht werden. In diesem Fall empfiehlt sich in der Anzeige der Hinweis „kein Energieausweis vorhanden/in Vorbereitung“. Liegt ein Energieausweis vor und werden die Angaben unterlassen, kann es zu einer Abmahnung kommen. Ein Bußgeld droht den Maklern oder Verwaltern indes nicht, da sich die Vorschrift nur an den Eigentümer richtet, der Makler aber grundsätzlich aus dem Maklervertrag verpflichtet ist, den Eigentümer auf die Pflicht hinzuweisen.

2. Dringender Handlungsbedarf: Widerrufsrecht ab 13. Juni 2014

Maklerverträge mit Verbrauchern im Fernabsatz und solche, die außerhalb von Geschäftsräumen geschlossen wurden, können widerrufen werden (siehe auch AIZ 4/2014). Am 13. Juni 2014 tritt diese neue Regelung in Kraft.  
Damit Sie als Immobilienmakler nicht um Ihre verdiente Provision fürchten müssen, sind umfangreiche Informationspflichten einzuhalten. Im Zentrum steht dabei die Widerrufsbelehrung, die Ihr Kunde bei Vertragsabschluss, also möglichst früh per Email oder auf einem anderen dauerhaften Datenträger erhalten sollte. In der täglichen Praxis muss somit darauf geachtet werden, dass im Geschäftsablauf die Widerrufsbelehrung möglichst sicher integriert wird. Dabei sollten Sie sich nicht nur den Erhalt der Widerrufsbelehrung bestätigen lassen, sondern auch, dass Sie mit seiner Tätigkeit – wie in der Praxis oft auch üblich – vor Ablauf der 14-Tage-Frist für seinen Kunden tätig werden sollen. Hat der Kunde das vorzeitige Tätigwerden verlangt, endet die Frist im Zeitpunkt der vollständigen Leistungserbringung.

Im Mitglieder-Bereich der IVD Homepage sind weitere Informationen zur Verfügung gestellt. Dort findet sich auch die hier abgedruckte Widerrufsbelehrung, die den amtlichen Vorgaben entspricht. Es empfiehlt sich daher, ausschließlich diese zu verwenden und keine Änderungen am Text vorzunehmen.

3. Regierung hält an Steuerbonus für Handwerksleistungen fest

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erteilte vergangene Woche den Forderungen aus der eigenen Partei nach der Abschaffung der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen eine klare Absage. Auch Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sowie CSU und CDU sehen keinen Handlungsbedarf. So können Eigentümer und Mieter die Kosten für haushaltsnahe Beschäftigungsleistungen, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes und bis zu einem bestimmten Höchstbetrag auch weiterhin von ihrer Steuerschuld absetzen.

Welche Kosten genau begünstigt sind - dazu gehen die Auffassung der Finanzverwaltung und die Rechtsprechung mitunter stark auseinander. Zur Orientierung hat der IVD-Steuerexperte Hans-Joachim Beck ein umfangreiches Merkblatt zur Weitergabe an die Mieter und Eigentümer erstellt, das die Unterschiede zwischen Finanzverwaltung und Rechtsprechung aufzeigt, Handlungsempfehlungen für Verwalter enthält und interessierten Wohnungsnutzern ermöglicht, gemeinsam mit ihren Steuerberatern den Abzugsbetrag des § 35a EStG auszuschöpfen.

IVD-Mitglieder haben das Merkblatt bereits erhalten. Nicht IVD-Mitglieder können das Merkblatt zum Download im IVD-Webshop erwerben.

4. Focus-Spezial: Die Mehrheit der 1.000 besten deutschen Makler sind IVD-Mitglieder

Zum zweiten Mal hat FOCUS-Spezial in seinem Sonderheft „Immobilien Atlas 2014“ Immobilienmakler einem Qualitätscheck unterzogen. Gemeinsam mit den Hamburger Marktforschern von Statista wurde eine Liste der deutschen Top-Makler erstellt. Dafür wurden 5600 Vollzeitmakler des IVD um Kollegenempfehlung gebeten. Zusätzlich hat Statista als Information die Kundenbewertung der Top-Makler bei Yelp und Immobilienscout24 erhoben. Mit dem Ergebnis: Mehr als die Hälfte der 1000 Top-Makler sind IVD-Makler.
Das FOCUS-Spezial-Heft „Immobilien Atlas 2014“ ist seit Dienstag für 6,90 Euro im Handel erhältlich.

5. Deutscher Immobilientag 2014: Mit Sachverstand werben

Anders als den Maklern, fällt es Sachverständigen oft schwer, gezielt zu werben. Wie sich Sachverständige seriös am Markt darstellen und neue Kunden für sich gewinnen können erklärt Prof. Dr. Christoph Hommerich in seinem Vortrag "Strategisches Marketing für Sachverständige" im Rahmen des Sachverständigenpanels auf dem Deutschen Immobilientag 2014 des IVD. Dieser findet am 12. und 13. Juni unter dem Motto „…weil wir es wert sind“ in Leipzig statt.

6. Umfrage: Führungsstile in der Immobilienbranche

Die Immobilienwirtschaft ist ein Riese der deutschen Volkswirtschaft. Neben dem immensen Beitrag zur Bruttowertschöpfung bietet sie auch mehr als jedem zehnten deutschen Erwerbstätigen Beschäftigung. Umso erstaunlicher ist, dass das Thema Führung in der Immobilienwirtschaft/-Branche ein bisher wenig erforschtes Feld ist. Um mehr über die Führungsstile in den verschiedenen Segmenten der Branche zu erfahren, hat die EBS Business School im Rahmen einer Master-Arbeit eine Onlinebefragung initiiert. Damit die Befragung aussagefähige Ergebnisse liefern kann, ist es notwendig, dass eine möglichst große Anzahl an Personen daran teilnimmt, egal ob Sie als Makler, Verwalter, Sachverständiger oder in weiteren Berufen der Immobilienwirtschaft tätig sind.

7. FIABCI Prix d’Excellence Germany – Preis für die beste Projektentwicklung

Der FIABCI Prix d’Excellence Germany wird an die besten Projektentwicklungen in Deutschland vergeben. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Töpfer geht der Preis in diesem Jahr unter dem Motto „Innovative Projektentwicklung – nachhaltige Wirkung“ an Immobilienprojekte die sich durch ein gelungenes Gesamtkonzept aus Architektur, Logistik, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Vermarktung sowie Nutzerfreundlichkeit und Einfluss auf das urbane Umfeld auszeichnen. Für den Wettbewerb können zwischen dem 8. Mai und 8. Juli 2014 alle Immobilienprojekte eingereicht werden, die in Deutschland gebaut worden sind und deren Fertigstellung zwischen dem 1. Januar 2011 und 31. Dezember 2013 erfolgt ist. Kontaktdaten und Wettbewerbsunterlagen finden Sie unter: http://www.fiabci.de/news.html#block525.

8. Veranstaltungstipp: Workshop SEO-Optimierung und Digitale Bildbearbeitung

Die Immonet-Kunden-Akademie bietet ab sofort deutschlandweit neue Workshop-Termine an. Immobilienprofis können zum Beispiel im Workshop "Search Engine Optimization (SEO)" unter anderem erfahren, wie Werbung eingesetzt werden kann und welche einzelnen Faktoren das Ranking bei Google beeinflussen.

Im Workshop "Digitale Bildbearbeitung" dreht sich alles um eine ausgewogene und natürliche Bildbearbeitung. Der Workshopleiter zeigt neben Möglichkeiten der Belichtungskorrektur eines Fotos auch auf, wie z.B. "fallende" oder "kippende" Linien, die zwangsläufig durch die Aufnahmeposition entstehen, korrigiert werden können.

9. BMF: Amtliche Arbeitshilfe zur Kaufpreisaufteilung veröffentlicht

Zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage für Absetzungen zur Abnutzung von Gebäuden (§ 7 Abs. 4 bis 5a Einkommensteuergesetz) ist es in der Praxis häufig erforderlich, einen Gesamtkaufpreis für ein bebautes Grundstück auf das Gebäude, das der Abnutzung unterliegt, sowie den nicht abnutzbaren Grund und Boden aufzuteilen. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung ist ein Gesamtkaufpreis für ein bebautes Grundstück nicht nach der sogenannten Restwertmethode, sondern nach dem Verhältnis der Verkehrswerte oder Teilwerte auf den Grund und Boden einerseits sowie das Gebäude andererseits aufzuteilen. (vgl. BFH-Urteil vom 10. Oktober 2000). Die obersten Finanzbehörden von Bund und Ländern stellen eine Arbeitshilfe als xls-Datei zur Verfügung, die es unter Berücksichtigung der höchstrichterlichen Rechtsprechung ermöglicht, in einem typisierten Verfahren entweder eine Kaufpreisaufteilung selbst vorzunehmen oder die Plausibilität einer vorliegenden Kaufpreisaufteilung zu prüfen. Zusätzlich steht eine Anleitung für die Berechnung zur Aufteilung eines Grundstückskaufpreises zur Verfügung.

10. BVerwG: Handwerksordnung mit Recht der Europäischen Union vereinbar

Das Bundesverwaltungsgericht hat in seinem Urteil vom 9. April 2014 entschieden, dass die Handwerksordnung mit dem Grundgesetz und dem Recht der Europäischen Union vereinbar ist. Die Handwerksordnung regelt, dass die selbständige Ausübung bestimmter Tätigkeiten aus dem Bereich des Maler- und Lackiererhandwerks im stehenden Gewerbe im Regelfall vom Bestehen einer Meisterprüfung oder einer ihr gleich gestellten Prüfung oder vom Nachweis einer sechsjährigen qualifizierten Berufserfahrung nach Ablegen der Gesellenprüfung („Altgesellenregelung“) abhängig ist. Dies widerspricht nicht dem Europarecht.

11. BFH: Teilwert eines Grundstücks ist nicht nach einer Bandbreite zu bestimmen

Der Teilwert eines aus dem Betriebsvermögen entnommenen Grundstücks kann nicht im Rahmen eines Bandbreitenverfahrens ermittelt werden. Das entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in seinem Urteil vom 30. Januar 2014. Demnach ist der nach § 6 Abs. 1 Nr. 4 EStG im Fall der Entnahme eines Grundstücks aus dem Betriebsvermögen anzusetzende Teilwert eine feste Größe, die nicht nach einer Bandbreite zu bestimmen ist. Ein Bandbreitenverfahren ist bei der Ermittlung des Teilwerts eines Grundstücks auch deshalb nicht geboten, weil es sich hierbei um eine Schätzung handelt und daher jedenfalls in einem gewissen Rahmen unterschiedliche Werte denkbar sind. Es ist Aufgabe des Finanzgerichts, im Rahmen seiner Verpflichtung zur Tatsachenfeststellung ihm vorliegende Erkenntnisse zur Ermittlung des zu beurteilenden Grundstückswerts zu überprüfen.

12. BGH: WEG-Verwalter muss bei Kündigung Vollmacht vorlegen

Kündigt der Hausverwalter dem Hausmeister einer Wohnungseigentumsanlage, muss er dem Kündigungsschreiben eine Vollmachtsurkunde beilegen. Ansonsten kann der Empfänger die Kündigung zurückweisen. Das entschied der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 14. Februar 2014.

Weitere Informationen finden Sie auch im IVD-Blog.

13. BGH: Mietrecht: Verjährung von Instandsetzungs- und Instandhaltungspflichten?

Die kurze Verjährungsfrist des § 548 Abs. 1 BGB (sechs Monate) gilt auch für die Ansprüche des Vermieters auf Erfüllung der vom Mieter vertraglich übernommenen Instandsetzungs- und Instandhaltungspflicht und auf Schadensersatz wegen deren Nichterfüllung. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 8. Januar 2014.

Im konkreten Fall machte die Vermieterin gegenüber den ehemaligen Mietern Ansprüche wegen nicht durchgeführter Instandsetzungs- und Instandhaltungsmaßnahmen (zu denen sie laut Mietvertrag verpflichtet waren) nach Ende des Gewerberaummietverhältnisses geltend. Ohne zuvor eine Frist zur Durchführung der Arbeiten gesetzt zu haben, hat die Vermieterin Klage auf Kostenvorschuss, hilfsweise Schadensersatz erhoben. Der Beklagte beruft sich auf Verjährung.
Nach Auffassung des BGH sind die Schadensersatzansprüche der Klägerin aufgrund der Nichterfüllung der Verpflichtungen des Beklagten nicht verjährt. Zwar beginnt die kurze Verjährungsfrist gemäß § 548 Abs. 1 Satz 2 BGB bereits mit Rückgabe der Mietsache. Doch da die Klage innerhalb der Verjährungsfrist erfolgt ist, wurde die Verjährung gehemmt, obwohl zum Zeitpunkt der Klageerhebung noch nicht alle Anspruchsvoraussetzungen vorlagen. Von den Vermietern wurde Mahnung und Fristsetzung im Rahmen des Berufungsrechtsstreites nachgeholt, was dem BGH genügte.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe März 2014

Inhalt:
1. Bestellerprinzip: Makler als Sündenbock einer verfehlten Wohnungspolitik
2. BID kritisiert Bruch des Koalitionsvertrags
3. Die neuen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen gemäß EnEV 2014
4. Was kann die Wohnungswirtschaft vom „Bündnis für Wohnen und Bauen“ erwarten?
5. 117.666 neue Geschosswohnungen in 2013
6. Vorsicht Haftungsfalle: Neues IVD-Merkblatt zu haushaltsnahen Dienstleistungen
7. Auf dem Deutschen Immobilientag einen Blick in die Welt von morgen werfen
8. Neue Version vom ImmonetManager
9. BGH: Bauträger muss Entschädigung für entgangene Nutzung zahlen
10. BGH: Maklerprovision entfällt bei hoher Kaufpreisabweichung
11. Veranstaltungstipp: Ausgebremst: Die Mietpreisbremse zu Ende gedacht

1. Bestellerprinzip: Makler als Sündenbock einer verfehlten Wohnungspolitik

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMVJ) hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Mietpreisbremse und das so genannte Bestellerprinzip umfasst. Erklärtes Ziel des so genannten Bestellerprinzips ist es, dass der Wohnungssuchende künftig möglichst keine Maklerkosten zu tragen hat.

Damit macht die Politik den Makler zum Sündenbock einer verfehlten Wohnungspolitik. Der Wohnraummangel in den Ballungsräumen wird nicht dadurch behoben, dass das Problem auf dem Rücken der Makler ausgetragen wird. Der IVD fordert die klare Einhaltung des Koalitionsvertrages. Dort heißt es, dass Vermieter und Mieter weiter als Auftraggeber auftreten können. Dabei gilt das marktwirtschaftliche Prinzip: Wer bestellt, der bezahlt. Mit der Umsetzung des Koalitionsvertrages hat es der Justizminister allerdings nicht so genau genommen. Nach der vom Bundesjustizministerium vorgeschlagenen Regelung müsste im praktischen Ergebnis immer der Vermieter die Provision zahlen. Fälle, in denen der Mieter provisionspflichtig ist, sind nach der vorgeschlagenen Gesetzesformulierung rein theoretischer Natur und praktisch nicht denkbar.

Eine Regelung, nach der quasi stets der Vermieter die Provision zu zahlen hätte, lehnt der IVD ab.

Weitere Informationen lesen Sie in der Pressemitteilung.

2. BID kritisiert Bruch des Koalitionsvertrags

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID), der auch der IVD angehört, bewertet den jüngsten Referentenentwurf zur Dämpfung des Mietanstiegs in angespannten Wohnungsmärkten als Bruch des Koalitionsvertrags. Der Gesetzentwurf hat aus Sicht der BID zahlreiche Mängel, die in den anstehenden Beratungen behoben werden müssen. Dazu zählen das Fehlen eines Maßnahmenplans zur Behebung des Wohnungsmangels und die Anwendbarkeit des Gesetzes nur auf Gebiete mit tatsächlicher Mangellage, wie es im Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Zudem fehlt eine eindeutige Definition, unter welchen Voraussetzungen ein Wohnungsmarkt als angespannt gilt. Diese Entscheidung darf nicht den Ländern überlassen werden, weil die Verfassung verlangt, dass eine Ermächtigung zu Erlass von Verordnungen inhaltlich bestimmt sein muss. Auch die ursprünglich angekündigte zeitliche Befristung des Gesetzes auf fünf Jahre fehlt. Die Union muss aus Sicht der Immobilienwirtschaft auf das Einhalten des Koalitionsvertrags pochen, um Schaden vom Wohnungsmarkt abzuwenden.

Hier finden Sie die Pressemitteilung der BID.

3. Die neuen Pflichtangaben in Immobilienanzeigen gemäß EnEV 2014

Am 1. Mai 2014 tritt die Energieeinsparverordnung 2014 (EnEV 2014) in Kraft. Sie schreibt erstmalig die Verpflichtung zur Insertion mit Energiekennwerten in kommerziellen Medien vor (§ 16a EnEV 2014). Wer ab 1. Mai 2014 ein Gebäude, eine Wohnung oder eine sonst selbstständige Nutzeinheit vermietet, verpachtet, verkauft oder zum Leasing in kommerziellen Medien anbietet, muss in der Anzeige bestimmte Pflichtangaben machen – vorausgesetzt, zum Zeitpunkt der Insertion liegt ein gültiger Energieausweis vor.

Immobilienmakler müssen sich auf die neuen Pflichtangaben in der Werbung einstellen. Denn auch wenn die EnEV 2014 den Makler nur indirekt verpflichtet und der eigentlich Verpflichtete für diese Angaben in der kommerziellen Werbung der Eigentümer ist, ist der Makler von der gesetzlichen Regelung im Wettbewerbsrecht direkt betroffen. § 5a Abs. 2 UWG lautet:
„Unlauter handelt, wer die Entscheidungsfähigkeit von Verbrauchern im Sinne des § 3 Abs. 2 dadurch beeinflusst, dass er eine Information vorenthält, die im konkreten Fall unter Berücksichtigung aller Umstände einschließlich der Beschränkung des Kommunikationsmittels wesentlich ist.“
und § 5a Abs. 4 UWG bestimmt dann:
„Als wesentlich im Sinne des Absatzes 2 gelten auch Informationen, die dem Verbraucher auf Grund gemeinschaftsrechtlicher Verordnungen oder nach Rechtsvorschriften zur Umsetzung gemeinschaftsrechtlicher Richtlinien für kommerzielle Kommunikation einschließlich Werbung und Marketing nicht vorenthalten werden dürfen.“

Da die EnEV 2014 die Umsetzung der europäischen Richtlinie 2010/13/EU vom 19. Mai 2010 ist und diese in Artikel 12 Absatz 4 die Angaben in der Werbung verlangt, begeht der deutsche Immobilienmakler einen abmahnbaren Verstoß.
Immobilienmakler und –verwalter müssen ab dem 1. Mai 2014 mit Abmahnungen rechnen. Abgemahnt werden kann sowohl von Mitbewerbern als auch von Wettbewerbsvereinen.

Folgende Angaben sind künftig in kommerziellen Anzeigen erforderlich:
1. Die Art des Energieausweises: Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis im Sinne des § 17 Absatz 1 Satz 1,
2. den im Energieausweis genannten Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs für das Gebäude,
3. die im Energieausweis genannten wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes,   
4. bei Wohngebäuden das im Energieausweis genannte Baujahr
5. bei Wohngebäuden die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse.

Kann der Eigentümer keinen Energieausweis vorlegen, muss der Makler überlegen, wie er die Immobilie trotzdem anbieten und bewerben kann. Eine sichere Werbung wäre bestimmt eine sehr allgemeine Werbung wie: „Wir können Ihnen zahlreiche Häuser, Eigentums- und Mietwohnungen anbieten“
Eine weitere Möglichkeit wäre die Bewerbung nur solcher Immobilien mit Energieausweis und dem jeweiligen Satz: „Weitere Angebote vorhanden“. Das bedeutet, man verzichtet auf Werbung für Immobilien ohne Ausweis oder geht das Risiko einer Abmahnung ein. Dabei ist die Werbung in Zeitungen weniger abmahngefährdet als Angebote im Internet. Zeitungsanzeigen werden auf jeden Fall umfangreicher und damit teurer.
Ein damit zusammenhängendes Problem sind Abkürzungen, um hohe Anzeigenkosten zu sparen. Da der Gesetzgeber leider kein offizielles Abkürzungsverzeichnis erstellen wollte, kann es auch darüber zu Abmahnungen kommen, wenn die Abkürzungen von Laien missverstanden werden können. Hier wird erst die Rechtsprechung in den nächsten Jahren Klarheit schaffen.

4. Was kann die Wohnungswirtschaft vom „Bündnis für Wohnen und Bauen“ erwarten?

Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks (SPD) hat Mitte Februar 2014 ein gemeinsames Bündnis mit der Wohnungswirtschaft angekündigt mit dem Ziel, mehr bezahlbaren, aber auch energieeffizienten und altersgerechten Wohnraum zu schaffen. Die Immobilienwirtschaft steht für ein solches Bündnis bereit. Neben der Städtebauförderung, der Ausweitung der KfW-Förderprogramme und der degressiven Abschreibung müssen nach Auffassung des IVD auch die derzeitigen Eil-Gesetzgebungsverfahren zur Mietpreisbremse und zum Bestellerprinzip in den Fachdialog des Bündnisses einbezogen werden. Sie dürfen nicht ohne den Austausch zwischen der Realwirtschaft und Gesetzgeber in den beteiligten Ressorts umgesetzt werden, da hierdurch völlig falsche Signale für den Wohnungsbau gesetzt werden. Außerdem besteht die Gefahr, Gesetze zu formulieren, die zu Rechtsunsicherheiten führen. Aus Sicht der Wirtschaft muss das Bündnis in ein umfassendes Paket münden, das mehr als nur einige Leuchtturmprojekte oder isolierte Regulierungen beinhaltet.

5. 117.666 neue Geschosswohnungen in 2013

Im Jahr 2013 wurde in Deutschland der Bau von rund 270.400 Wohnungen genehmigt. Das sind 30.899 Wohnungen mehr als im Vorjahr. Insbesondere die Anzahl der Baugenehmigungen für Geschosswohnungen ist im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. 117.666 Wohnungen wurden laut Statistischem Bundesamt genehmigt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Anstieg von 22,3 Prozent. Fast jede zweite Geschosswohnung in Deutschland ist in den Städten und Regionen geplant, wo die Nachfrage am größten ist. Trotzdem reicht das noch nicht aus, um die hohe Nachfrage insbesondere in Großstädten zu bedienen.

6. Vorsicht Haftungsfalle: Neues IVD-Merkblatt zu haushaltsnahen Dienstleistungen

Die Kosten für haushaltsnahe Beschäftigungsleistungen, Dienstleistungen und Handwerkerleistungen können Eigentümer und Mieter in Höhe eines bestimmten Prozentsatzes und bis zu einem bestimmten Höchstbetrag von ihrer Steuerschuld absetzen. In dem neuen Anwendungsschreiben zu § 35 a EStG vom 10. Januar 2014 hat das Bundesfinanzministerium (BMF) der Fortentwicklung offener Rechtsfragen Rechnung getragen. Allerdings berücksichtigt das BMF aus Sicht des IVD-Steuerexperten Hans-Joachim Beck in diesem Arbeitspapier zahlreiche Vergünstigungen nicht. Wenn Verwalter dem Mieter oder Eigentümer eine Bescheinigung ausstellen und dabei die Auffassung der Finanzverwaltung zugrunde legen, besteht deshalb die Gefahr, dass zu wenig Kosten bescheinigt werden. Um hierfür nicht haften zu müssen, sollte der Verwalter in der Bescheinigung darauf hinweisen, dass er die Auffassung des Bundesfinanzministeriums zugrunde gelegt hat.

IVD-Mitglieder haben ein umfangreiches Merkblatt zur Weitergabe an Mieter und Eigentümer erhalten, das die Unterschiede zwischen Finanzverwaltung und Rechtsprechung aufzeigt, Handlungsempfehlungen für Verwalter enthält und interessierten Wohnungsnutzern ermöglicht, gemeinsam mit ihren Steuerberatern den Abzugsbetrag des § 35a EStG auszuschöpfen. Nicht IVD-Mitglieder können das Merkblatt zum Download im IVD-Webshop erwerben.

7. Auf dem Deutschen Immobilientag einen Blick in die Welt von morgen werfen

Wie arbeiten Immobiliendienstleister im Jahr 2030? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Trendforscher Prof. Peter Wippermann in einer wissenschaftlichen Analyse zum Thema „Zukunft der Immobilienberufe 2030”. Die Ergebnisse der Untersuchung präsentiert er auf dem Deutschen Immobilientag 2014 des IVD (DIT).

Auch die Zukunft der Vertragsfreiheit ist Thema beim DIT. Die Gesetzesvorhaben zur „Mietpreisbremse“ und zum „Bestellerprinzip“ zeigen, dass die Vertragsfreiheit zunehmend eingeschränkt wird. Diese Themen stehen im Mittelpunkt des diesjährigen Immobilientages am 12. und 13. Juni in Leipzig.

8. Neue Version vom ImmonetManager

Für Kunden des ImmonetManagers erfolgt der Exposé-Versand ab sofort mit Widerrufsbelehrung. Das Release 1.11 macht außerdem eine schnellere Synchronisation möglich.
IVD Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt auf die Basisversion des ImmonetManagers.

9. BGH: Bauträger muss Entschädigung für entgangene Nutzung zahlen

Käufer einer Wohnung, die deutlich länger als vereinbart auf den Einzug in die neue Wohnung warten müssen und für die kein gleichwertiger Wohnraum zur Verfügung steht, haben Anspruch auf einen gesonderten Schadenersatz. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 20. Februar 2014.

Im vorliegenden Fall erwarben die Kläger vom beklagten Bauträger eine noch herzustellende Altbauwohnung mit 136 qm Wohnfläche. Vertraglich war der Bauträger verpflichtet, die Wohnung spätestens bis zum 31. August 2009 fertigzustellen und zu übergeben. Doch auch zwei Jahre später konnten die neuen Eigentümer nicht einziehen. Unter Abzug eines 30-prozentigen Abschlags für Vermietergewinn hat der BGH den Anspruch der Erwerber auf Nutzungsausfallentschädigung bejaht, da gemessen an der Wohnfläche kein gleichwertiger Wohnraum zur Verfügung stand.

10. BGH: Maklerprovision entfällt bei hoher Kaufpreisabweichung

Unterschreitet der Kaufpreis eines Objekts den Angebotspreis um mehr als 50 Prozent, liegt im Einzelfall keine Gleichwertigkeit mit dem ursprünglich vom Makler nachgewiesenen Geschäft vor. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 06. Februar 2014. Den  Provisionsanspruch des Maklers lehnte der BGH deswegen ab. Jedoch weist er darauf hin, dass im Einzelfall Kaufpreisabweichungen, die marktüblich bei den Verhandlungen zu erwarten seien, provisionsunschädlich sein könnten.

Dieses Urteil bespricht Rechtsanwalt Uwe Bethge ausführlich in seinem „Fall für Bethge“ in der Mai-Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins.

11. Veranstaltungstipp: Ausgebremst: Die Mietpreisbremse zu Ende gedacht

Die so genannte Mietpreisbremse wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in Kraft treten. Eine hochkarätig besetzte Veranstaltung am 10. April informiert über den Stand und die Auswirkungen der Debatte. Ziel ist es, Antworten auf brisante Fragen zu erhalten wie: Wirkt die Mietpreisbremse als Investitionsbremse? Ist sie Heilung oder nur weiße Salbe auf die offene Wunde? Wirkt die Mietpreisbremse möglicherweise sogar als Subventionierung solventer Mieter? Über diese und andere Fragen wird am 10. April 2014 in Berlin im Fach-Dialog zum Thema Mietpreisbremse diskutiert. Es referieren u.a. der baupolitischer Sprecher der SPD, Michael Groß, IVD-Geschäftsführerin Sun Jensch, Dr. Pamela Hoerr (Head of Asset Management, Managing Director, PATRIZIA Deutschland GmbH) und Prof. Dr. Harald Simons (Mitglied des Vorstandes, empirica AG). IVD-Mitglieder erhalten zehn Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Februar 2014

Inhalt:
1. Bestellerprinzip muss marktwirtschaftliche Prinzipien berücksichtigen
2. Save the date: Deutscher Immobilientag
3. SCHUFA bleibt Blackbox - Bundesgerichtshof schützt Scoreformel
4. Leicht steigende Zinsen führen zu sinkender Erschwinglichkeit von Wohneigentum
5. Auswirkungen der Mietpreisbremse
6. IVD-Zinshausmarktbericht 2013/2014: Umsatz steigt auf 13 Milliarden Euro
7. Jahreswirtschaftsbericht: Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose
8. IVD-Publikation: Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014
9. Mit dem Titel „REV – Anerkannter europäischer Sachverständiger“ auf Erfolgskurs
10. Veranstaltungstipp: Immobilienmarkt Mittelmeer
11. Degressiver Steuersatz bei der Zweitwohnungssteuer ist verfassungswidrig
12. Photovoltaikanlagen – Beendigung der Umsatzsteuerpflicht für die Einspeisevergütung
13. Installation einer Photovoltaikanlage – Wer zahlt die Umsatzsteuer?

1. Bestellerprinzip muss marktwirtschaftliche Prinzipien berücksichtigen

Die Frage, wer die Provision des Maklers zukünftig bezahlen muss, soll laut Koalitionsvertrag nach dem marktwirtschaftlichen Prinzip entschieden werden. Vermieter und Mieter sollen beide Auftraggeber des Maklers sein können, heißt es in dem Vertrag weiter. Auf diesen kleinen und feinen Ausdruck weist der IVD in seinen zahlreichen Gesprächen mit den zuständigen Vertretern aus Politik und Ministerialverwaltung bewusst hin. Gerade in der vergangenen Woche konnte IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick in einem Gespräch mit der neuen Bundesbauministerin Dr. Barbara Hendricks auf die bevorstehenden Gesetzesvorhaben kritisch hinweisen. Auch IVD-Bundesgeschäftsführerin Sun Jensch hat im Rahmen einer Sitzung der Bundesfachkommission des Wirtschaftsrates Deutschland gegenüber Staatssekretär Florian Pronold aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) den Standpunkt des IVD vertreten, dass eine neue gesetzliche Regelung zur Provisionsverteilung abgelehnt wird. In den kommenden 14 Tagen sind weitere Gespräche geplant, in denen sich der IVD entsprechend positionieren wird. So stehen nicht nur sechs Termine mit zuständigen Bundestagsabgeordneten an, sondern auch ein weiterer Termin mit Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks, BMUB. Seitens des IVD werden vor allem Präsident Jens-Ulrich Kießling und Vize-Präsident Schick sowie weitere Mitglieder des Präsidiums und Bundesvorstands teilnehmen.

Wenn das bestehende Recht geändert werden soll, muss dabei ein echtes Bestellerprinzip herauskommen, welches die Prinzipien der Marktwirtschaft berücksichtigt.  Einen Gesetzentwurf gibt es derzeit noch nicht. Nach Auffassung des IVD ist das Formulieren einer Neuregelung schwierig, wenn sich die große Koalition nicht entlarven lassen will, dass es ihr nicht um ein Bestellerprinzip geht, sondern schlicht um eine Entlastung des Wohnungssuchenden. Statt sich Gedanken über ein Bestellerprinzip oder eine Mietpreisbremse zu machen, sollte die Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen, durch die das Wohnungsangebot vergrößert wird.

2. Save the date: Deutscher Immobilientag

Unter dem Motto „…weil wir es wert sind.“ lädt der IVD zum Deutschen Immobilientag am 12. und 13. Juni 2014 in das Kongresshotel „The Westin“ im Leipziger Stadtzentrum ein. Im Mittelpunkt stehen die politischen, rechtlichen und marktwirtschaftlichen Herausforderungen der Immobilienbranche. Hierzu werden wieder namhafte Referenten aus Politik und Wirtschaft erwartet. Fachpanels rund um die Schwerpunkte Immobilienverwalter, Immobilienmakler und Sachverständige stehen in diesem Jahr erneut auf der Agenda. Politische Vorhaben, wie die Mietpreisbremse, das Bestellerprinzip und Themen rund um die strategische Unternehmensführung und Kommunikation, laden zum Wissenstransfer und Netzwerken ein.

3. SCHUFA bleibt Blackbox - Bundesgerichtshof schützt Scoreformel

Verbraucher haben keinen Anspruch darauf zu erfahren, wie die SCHUFA ihre Kreditwürdigkeit berechnet. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 28. Januar 2014 (VI ZR 156/13) entschieden. Mit der so genannten Scoreformel wird durch komplizierte statistisch-mathematische Analyseverfahren errechnet, mit welcher Wahrscheinlichkeit der Betroffene seine Verbindlichkeiten vertragsgemäß erfüllen wird. Die SCHUFA muss lediglich offenlegen, welche personenbezogenen, insbesondere kreditrelevanten Daten bei ihr gespeichert und in die Berechnung der Wahrscheinlichkeitswerte eingeflossen sind. Die Berechnungsmethode bleibt Geschäftsgeheimnis.

4. Leicht steigende Zinsen führen zu sinkender Erschwinglichkeit von Wohneigentum

Die Erschwinglichkeit von selbstgenutztem Wohneigentum bleibt weiterhin auf historisch hohem Niveau. Das geht aus dem IVD-Erschwinglichkeitsindex 2014 hervor. Mit einem aktuellen Indexwert von 127,2 liegt die Erschwinglichkeit von Einfamilienhäusern trotz steigender Zinsen nur knapp unter dem Allzeithoch von Ende 2012. Umgerechnet bedeutet das, dass ein durchschnittlicher Haushalt zur Finanzierung seines Einfamilienhauses 19,7 Prozent seines Einkommens ausgeben muss.

5. Auswirkungen der Mietpreisbremse

Die Einführung der Mietpreisbremse wird dazu führen, dass bei einem Mieterwechsel nur noch halb so viele Wohnungen renoviert beziehungsweise saniert werden wie heute. Das ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen IVD-Minutenumfrage, an der 1.873 Immobilienprofis teilgenommen haben. Demnach werden aktuell 39,9 Prozent der Wohnungen renoviert, nachdem ein Mieter ausgezogen ist. Nach Einschätzung der Befragten würde dieser Anteil auf 20,9 Prozent sinken. Auch der Anteil der Wohnungen, die nach einem Mieterwechsel modernisiert beziehungsweise saniert werden, würde nach Einführung der Mietenregulierung von 23,6 auf 12,8 Prozent zurückgehen.

6. IVD-Zinshausmarktbericht 2013/2014: Umsatz steigt auf 13 Milliarden Euro

Der Handel mit deutschen Zinshäusern entwickelt sich weiter dynamisch und hat 2012 den höchsten Stand innerhalb der letzten fünf Jahre erreicht. Zwar sind die Kauffälle in den 50 bevölkerungsreichsten Städten im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent zurückgegangen, die Umsätze sind aber um acht Prozent auf 13 Milliarden Euro gestiegen. 530.000 Euro, und damit 60.000 Euro mehr als 2011, wurden durchschnittliche je Transaktion umgesetzt. Knapp die Hälfte der Umsätze entfällt auf Berlin, Hamburg und München. Das ist ein Ergebnis des IVD-Zinshausmarktberichts 2013/2014.

Im IVD-Zinshausmarktbericht werden die Umsatz- und Kauffallzahlen der 50 bevölkerungsreichsten Städte in Deutschland analysiert. Dazu wurden die Grundstücksmarktberichte der Gutachterausschüsse 2012 ausgewertet. Der IVD-Zinshausmarktbericht 2013/2014 kann im IVD-Webshop zum Preis von 69 Euro bestellt werden.

7. Jahreswirtschaftsbericht: Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose

Die deutsche Wirtschaft wächst wie schon bisher spürbar kräftiger als der Durchschnitt der Eurozone. Das geht dem Jahreswirtschaftsbericht 2013 hervor, der vergangene Woche im Kabinett verabschiedet wurde. Bundeswirtschaftsminister Gabriel rechnet für 2014 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 Prozent. Damit hebt die Regierung ihre bisherige Prognose um 0,1 Prozentpunkte an. Die konjunkturelle Dynamik wird laut dem Bericht vor allem durch die Binnennachfrage getragen. Es wird wieder mehr investiert – auch in Immobilien. Darauf deute auch die hohe Anzahl an Baugenehmigungen hin.

8. IVD-Publikation: Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014

Zum schnellen Faktencheck oder als hochwertiges Give-away für ihre Kunden

Die neue IVD-Broschüre „Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014“ enthält 22 Grafiken und Tabellen rund um den Wohn- und Gewerbe-Immobilienmarkt in Deutschland. Von der Altersstruktur des Wohnungsbestandes über die Grunderwerbsteuersätze in den Bundesländern, die Entwicklung der Hypothekenzinssätze bis zu den Einzelhandelsmieten in den 1A- und 1B-Lagen und die Spanne der Liegenschaftszinssätze enthält das handliche Booklet Daten und Fakten, die im täglichen Geschäft wichtig sind.

Ein freies Feld im Einband des Heftes bietet die Möglichkeit, einen Firmenstempel einzufügen und die Broschüre an Kunden weiterzureichen.

"Immobilienmarkt Deutschland 2013/2014" kann über den IVD-Webshop bestellt werden.

9. Mit dem Titel „REV – Anerkannter europäischer Sachverständiger“ auf Erfolgskurs

Seit dem 1. Juni 2013 gestattet die internationale europäische Sachverständigengruppe TEGoVA  – The European Group of Valuers' Associations dem IVD Bundesverband die Vergabe des Titels ‚anerkannter europäischer Sachverständiger – Recognised European Valuer (rev)'. Zur Erlangung des Titels werden von der TEGoVA Anforderungen gestellt, die in Deutschland den Anforderungen einer Sachverständigenzertifizierung oder einer öffentlichen Bestellung und Vereidigung entsprechen.
Hierzu wurde die Deutsche Immobilien Akademie (DIA) und die DIAZert Zertifizierungsstelle von der TEGoVA im Auftrag des IVD begutachtet, um die Umsetzung der Anforderungen zu überprüfen. IVD-Mitglieder, die entweder öffentlich bestellt und vereidigt sind oder von der DIAZert als Sachverständige für Immobilienbewertung zertifiziert sind, können nun auf Antrag beim IVD den Titel der TEGoVA führen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Hans-Joachim Beck in der IVD-Bundesgeschäftsstelle: beckivd.net.

10. Veranstaltungstipp: Immobilienmarkt Mittelmeer

Zum siebten Mal findet am 9. und 10. März 2014 der „French Riviera International Event“ in Nizza statt. Mit der Veranstaltung „Mediterranean Real Estate: Investment & Referral Opportunities“ möchte der französische Maklerverband FNAIM (Fédération nationale de l'immobilier) den Besuchern des zweitägigen Branchentreffens einen Einblick in den Mittelmeer-Immobilienmarkt geben. Die Veranstaltung richtet sich an Interessierte sowie Berufsanfänger und junge Nachwuchskräfte der Immobilienbranche, die sich ein internationales Netzwerk aufbauen möchten. Ergänzend wird in zahlreichen Vorträgen und Workshops aufgezeigt, wie internationale Immobilienvermittlung erfolgreich sein kann.

11. Degressiver Steuersatz bei der Zweitwohnungssteuer ist verfassungswidrig

Wie das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) entschieden hat, ist eine Satzung über die Zweitwohnungssteuer verfassungswidrig, wenn sie einen degressiven Steuersatz vorsieht. Da wirtschaftlich leistungsfähigere Bürger geringere Prozentsätze zahlen müssen als weniger leistungsfähige, verstößt sie gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung  (BVerfG, Beschluss vom 15.1.2014 - 1 BvR 1656/09). Zweitwohnungssteuerbescheide, die auf einer derartigen Satzung beruhen, sollten daher mit dem Rechtsbehelf des Widerspruchs angefochten werden.

12. Photovoltaikanlagen – Beendigung der Umsatzsteuerpflicht für die Einspeisevergütung

Wer auf dem Dach seines Hauses eine Photovoltaikanlage installiert und den Strom in das Netz einspeist, muss die Einspeisevergütungen der Umsatzsteuer unterwerfen. Dafür hat er bei Installation der Anlage die in den Eingangsrechnungen enthaltene Umsatzsteuer von seinem Finanzamt als Vorsteuer erstattet bekommen. Die Umsatzsteuerpflicht der Einspeisevergütungen kann man jedoch nach Ablauf von fünf Jahren stoppen. Hierzu muss man lediglich an das zuständige Finanzamt schreiben und erklären, dass man seinen damaligen Verzicht auf die Kleinunternehmerregelung widerruft. Wenn seit Inbetriebnahme der Anlage mindestens fünf Jahre vergangen sind, braucht man die vom Finanzamt erstatteten Vorsteuern trotzdem nicht zurückzuzahlen.
Allerdings funktioniert dies nicht, wenn man bereits aufgrund seiner übrigen beruflichen Tätigkeit Unternehmer ist und umsatzsteuerpflichtige Umsätze erzielt.

13. Installation einer Photovoltaikanlage – Wer zahlt die Umsatzsteuer?

Die Installation von Photovoltaikanlagen, die auf oder an einem Gebäude oder Bauwerk installiert werden, stellt stets eine Bauleistung dar. Daraus wird vielfach geschlossen, dass der Auftraggeber die Umsatzsteuer für die Bauleistung an sein Finanzamt zahlen muss und der Installateur ihm die Rechnung netto ausstellt. Dies ist jedoch nur ausnahmsweise der Fall, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

•    Der Installateur (Auftragnehmer) ist ein ausländisches Unternehmen.
•    Es handelt sich um einen typischen Subunternehmerfall, bei dem der Auftraggeber die Anlage weiterliefert.

IVD-Online-Newsletter - Ausgabe Januar 2014

Inhalt:
1. Widerrufsrecht des Maklervertrags: Alle Infos ab sofort im neuen internen Bereich
2. SEPA-Umstellung verschoben
3. BGH-Urteil: Untervermietung an Touristen ist keine normale Untervermietung
4. Niedersachsen beschließt Grunderwerbsteuererhöhung
5. Minutenumfrage zu den Auswirkungen der Mietpreisbremse
6. Grundsteuererlass beantragen bis zum 31. März 2014
7. Einwohnerzahl in Deutschland 2013 auf 80,8 Millionen gestiegen
8. Was ändert sich im Steuerrecht im Jahr 2014?
9. Terminhinweis: Die Mietpreisbremse – Auswirkungen für Bestandhalter und Bauträger

1. Widerrufsrecht des Maklervertrags: Alle Infos ab sofort im neuen internen Bereich

Ab dem 13. Juni 2014 haben Verbraucher die Möglichkeit, Maklerverträge, die als Fernabsatzvertrag geschlossen wurden, zu widerrufen. Damit keine finanziellen Verluste entstehen, sollten Makler ihre Kunden spätestens ab diesem Zeitpunkt über ihr gesetzliches Widerrufsrecht belehren. Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage. Ob bereits nach aktueller Rechtslage ein Widerrufsrecht besteht, ist von der Rechtsprechung noch nicht geklärt. Vorsorglich könnten Sie daher bereits jetzt über ein gesetzliches Widerrufsrecht nach aktueller Rechtslage informieren.
Ein Muster für die Widerrufsbelehrung, ausführliche Informationen, praktische Tipps und weiterführende Links finden Sie im neuen Mitglieder-Bereich der IVD-Homepage.

Nach der Anmeldung mit der jeweiligen Mitgliedsnummer profitieren IVD Mitglieder außerdem von einer Vielzahl weiterer exklusiver Informationen. Immobilienmakler und Verwalter finden hier zur kostenlosen Nutzung eine Auswahl an Musterverträgen und wichtigen Formularen, wie den Wohnungsmietvertrag, die Hausverwaltervollmacht, den Verkäufer-Makler-Auftrag oder den Makleralleinauftrag Wohnraumvermietung. Außerdem stehen IVD-Mitgliedern das AIZ Immobilienmagazin als e-Paper und diverse Logos zum Download zur Verfügung.

Sie haben noch kein Passwort? Dann wenden Sie sich gerne an die IVD-Bundesgeschäftstelle oder an Ihre IVD-Regionalgeschäftsstelle.

2. SEPA-Umstellung verschoben

Die EU-Kommission hat überraschend die Umstellungsfrist für das neue SEPA-Lastschriftverfahren um sechs Monate verlängert. Eigentlich sollten die europaweit einheitlichen Bankverbindungen IBAN und BIC ab Februar verbindlich in allen EU-Staaten gelten. Die Umstellungsrate sei aktuell aber zu gering und ein reibungsloser Übergang auf das SEPA-Zahlungssystem nicht gewährleistet, heißt es in der Pressemitteilung der EU-Kommission. Unternehmen und Vereine sollen nun noch bis zum 1. August 2014 Zeit haben, auf das neue Verfahren umzustellen. Die Mitgliedstaaten und das Europaparlament müssen der Fristverlängerung aber noch zustimmen.

Der IVD rät, die Umstellung von Überweisungen und Lastschriften auf den europäischen Zahlungsverkehr jetzt schon vorzunehmen, um Zahlungsausfälle zu vermeiden.

3. BGH-Urteil: Untervermietung an Touristen ist keine normale Untervermietung

Eine vom Vermieter erteilte Erlaubnis zur üblichen Untervermietung enthält nicht automatisch auch eine Erlaubnis zur Untervermietung an Touristen. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in seinem Urteil vom 08.01.2014 und gab damit einem Vermieter in Berlin recht.

In der Erklärung des BGH heißt es, dass die tageweise Vermietung an "beliebige Touristen" sich deutlich von einer normalen, "gewöhnlich auf gewisse Dauer angelegten Untervermietung" unterscheide. Mieter, die ihre Wohnung kurzzeitig an Reisende untervermieten wollen, brauchen daher eine ausdrückliche Erlaubnis des Vermieters. Liegt diese nicht vor, müssen Mieter mit einer Kündigung und nachfolgenden Räumungsklage rechnen, wenn die Wohnung dennoch an Touristen untervermietet wird.

4. Niedersachsen beschließt Grunderwerbsteuererhöhung

Am 20. Dezember 2013 hat der niedersächsische Landtag die Erhöhung der Grunderwerbsteuer zum 1. Januar 2014 beschlossen. Fünf Prozent des Kaufpreises – und damit 0,5 Prozentpunkte mehr als bisher – müssen Käufer beim Erwerb eines Grundstückes an den Staat abführen. Auch in Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein haben sich die Steuersätze für die Grunderwerbsteuer erhöht.

5. Minutenumfrage zu den Auswirkungen der Mietpreisbremse

Die Große Koalition hat sich im Koalitionsvertrag auf eine so genannte „Mietpreisbremse“ verständigt. Der IVD möchte mit Ihrer Hilfe gerne ermitteln, welche Auswirkungen zu erwarten sind, wenn bei der Wiedervermietung von Wohnraum die Mieterhöhungsmöglichkeiten auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete beschränkt sind.

Wir würden uns freuen, wenn Sie sich zur Beantwortung der IVD Minutenumfrage eine Minute Zeit nehmen.

6. Grundsteuererlass beantragen bis zum 31. März 2014

Trotz großer Bemühungen stehen Immobilien manchmal leer und bringen nicht den erwarteten Ertrag. In diesem Fall kann man bei seinem Finanzamt einen Teilerlass der Grundsteuer beantragen. Dieser muss für 2013 bis zum 31. März 2014 gestellt werden.

25 Prozent der Grundsteuern werden erlassen, wenn die erzielte Jahresrohmiete geringer ist als die Hälfte der ortsüblich erzielbaren Jahresrohmiete bei vergleichbaren Objekten. Wenn der Ertrag in voller Höhe ausgefallen ist, wird die Grundsteuer zur Hälfte erlassen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Leerstand unverschuldet ist. Der Eigentümer muss daher nachweisen, dass er sich um eine Vermietung zu marktgerechten Preisen bemüht hat.

Probleme können entstehen, wenn sich auf dem Grundstück mehrere Vermietungseinheiten befinden und die Marktmieten für die einzelnen Einheiten unterschiedlich hoch sind. Hierzu hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 27.9.2012 entscheiden, dass für jede nicht vermietete Raumeinheit gesondert zu prüfen ist, ob der Steuerpflichtige den Leerstrand zu vertreten hat. Das Finanzamt hatte dagegen die Ansicht vertreten, ein Grundsteuererlass sei insgesamt nicht zu gewähren, weil der Eigentümer einige Räume zu einem überhöhten Preis angeboten habe.

7. Einwohnerzahl in Deutschland 2013 auf 80,8 Millionen gestiegen

Die Einwohnerzahl in Deutschland ist im dritten Jahr in Folge gestiegen. Nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes lebten Ende 2013 knapp 80,8 Millionen Menschen in der Bundesrepublik. Ursache für den Bevölkerungszuwachs ist der erneut starke Zuzug von Ausländern. Erstmals seit 1993 sind mehr als 400.000 Personen mehr aus dem Ausland zugezogen als ins Ausland fortgezogen sind.

8. Was ändert sich im Steuerrecht im Jahr 2014?

Zu Beginn des Jahres 2014 ist eine Reihe von steuerlichen Änderungen in Kraft getreten. Unter anderem kann seit Jahresbeginn das in einem privaten Riester-Vertrag aufgebaute Altersvorsorgevermögen flexibler für den Aufbau von selbst genutztem Wohneigentum eingesetzt werden.

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat eine Übersicht mit den wesentlichen Neuregelungen zusammengestellt.

9. Terminhinweis: Die Mietpreisbremse – Auswirkungen für Bestandhalter und Bauträger

Am 27. Januar 2014 findet eine Sonderveranstaltung der "Berliner Immobilienrunde" zum Thema Mietpreisbremse statt. Florian Pronold, Mitglied des Deutschen Bundestages und Landesvorsitzender der Bayern-SPD, wird die wohnungspolitischen Vorhaben der Großen Koalition erläutern und dabei unter anderem auf die Kappungsgrenze, das Bestellerprinzip und auf die Umlage von Modernisierungskosten eingehen.  Der führende Mietrechtsexperte Steffen Groß wird darstellen, wie Bestandshalter und Bauträger reagieren sollen. Auch IVD-Vizepräsident Jürgen Michael Schick und Ulrich Jacke FRICS sind als Referenten geladen.

Die Veranstaltung richtet sich an Wohnungsgesellschaften und andere Wohnungsvermieter, Projektentwickler/Bauträger, Asset- und Propertymanager für Wohnimmobilien,  Rechtsanwälte mit Schwerpunkt Immobilien- und Mietrecht und Wohnungsfinanzierer.

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