Immobilienverband IVD

Freibetrag beim Abzug der Lohnsteuer

Arbeitnehmer können erhöhte Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen bereits beim Abzug der Lohnsteuer berücksichtigen lassen. Die Steuerentlastung tritt dadurch sofort bei der monatlichen Gehaltszahlung ein. Hierzu muss beim Finanzamt ein Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung  auf dem amtlichen Vordruck gestellt werden. Die Finanzverwaltung speichert diese Daten in der "ELSTAM-Datenbank", wo sie für den Arbeitgeber verfügbar sind.

Der Antrag für das Jahr 2017 kann seit dem 1. Oktober 2016 gestellt werden. Er gilt für längstens zwei Jahre.

Auch für das laufende  Jahr 2016 kann noch ein Antrag gestellt werden. Die Frist hierfür läuft jedoch am 30. November ab. In diesem Fall wird der Freibetrag noch bei Ermittlung der Lohnsteuer des Monats Dezember berücksichtigt

Werbungskosten werden nur berücksichtigt, soweit sie den Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.000 Euro übersteigen.

Außerdem wird ein Freibetrag nur berücksichtigt, wenn die Summe der zu berücksichtigenden Aufwendungen mehr als 600 Euro beträgt.

 

In Betracht kommen z.B. folgende Aufwendungen:

Als Werbungskosten:
Kosten für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte und für eine doppelte Haushaltsführung.

Als Sonderausgaben:
Unterhalt an den geschiedenen Ehegatten, Spenden, Kinderbetreuungskosten.

 

Bestimmte Beträge können ohne Berücksichtigung der Antragsgrenze von 600 Euro berücksichtigt werden:

  • Pauschbeträge für Behinderte und Hinterbliebene,
  • Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungen und Dienstleistungen (Hier wird als Freibetrag das Vierfache des nach § 35 a EStG abzuziehenden Ermäßigungsbetrages berücksichtigt.),
  • Verluste aus andren Einkunftsarten wie insbesondere Vermietung und Verpachtung.

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