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 Wohnen wird teurer - weitere Mietsteigerungen erwartet

Wohnen in Deutschland wird teurer – die Nettokaltmieten in Deutschland sind im vergangenen Jahr bundesweit angezogen. Dabei fallen die Mietpreissteigerungen in den Großstädten höher als in den Mittel- und Kleinstädten aus. Zu diesen Ergebnissen kommt der Immobilienverband IVD in seinem Wohnpreisspiegel 2008/2009. „Wer 2008 eine Mietwohnung neu bezogen hat, musste durchschnittlich über ein Prozent mehr Miete zahlen als im Vorjahr“, berichtet Jens-Ulrich Kießling, Präsident des Immobilienverbands IVD. In Städten mit über 100.000 Einwohnern seien die Nettokaltmieten sogar zwischen zwei und drei Prozent gestiegen.


Anders als in den Jahren zuvor hat sich der Anstieg der Neuvertragsmieten in allen Segmenten und in allen Städtegrößen flächendeckend durchgesetzt. Selbst in den Mittel- und Kleinstädten sind durchschnittliche Mietpreisanstiege von knapp einem Prozent messbar. „Dabei sind bei Altbauwohnungen in guten Wohnlagen der Großstädte mit rund vier Prozent die höchsten durchschnittlichen Preissteigerungen zu verzeichnen“, erklärt Kießling. „Dies ist der höchste Mietpreisanstieg bei Altbauwohnungen seit 1992/1993.“

Weitere Mietpreissteigerungen erwartet

Es werden weiter steigende Mieten in den Großstädten erwartet. Gründe hierfür sind laut IVD der seit einigen Jahren stark rückläufige Wohnungsbau, die wachsende Zahl der Haushalte aufgrund des demografischen Wandels, das knappe Angebot in einigen Städten und die steigende Nachfrage nach Altbauwohnungen.

Der zweithöchste Anstieg der Mieten ist im Neubausegment zu beobachten. Im Bundesdurchschnitt ist der Mietpreisanstieg mit rund einem Prozent bereits doppelt so hoch wie im Vorjahr, in den Großstädten hat der IVD sogar Steigerungsraten von zwei bis drei Prozent beobachtet.




Der Mietwohnungsmarkt im Einzelnen

Der Quadratmetermietpreis für eine durchschnittliche Mietwohnung (3 Zimmer, ca. 70 Quadratmeter Wohnfläche) in mittlerer Lage und mittlerer Qualität aus der Nachkriegsära beträgt heute bei Vertragsabschluss rund 5,12 Euro monatlich nettokalt und liegt somit 1,1 Prozent über dem Vorjahreswert.

Eine vergleichbare Mietwohnung im Neubau-Erstbezug kostet rund 1 Euro pro Quadratmeter mehr. Der Preisanstieg im Vergleich zum Vorjahr beträgt rund 1,1 Prozent. Eine vergleichbare Wohnung aus der Vorkriegszeit kostet durchschnittlich 4,66 Euro pro Quadratmeter und hat sich ebenfalls um knapp 1,1 Prozent zum Vorjahr verteuert.

München deutlich über dem Bundesdurchschnitt

Die im statistischen IVD-Durchschnitt für 5,12 EUR pro Quadratmeter Wohnfläche erhältliche Mietwohnung aus der Nachkriegsära kostet in der bayerischen Landeshauptstadt 9,70 EUR pro Quadratmeter. Damit liegt die Wohnungsmiete in München fast 90 Prozent über dem vom IVD beobachteten Bundesdurchschnitt. In Berlin beträgt die Durchschnittsmiete für Wohnungen in Nachkriegsbauten mit mittlerem Wohnwert derzeit 5,90 Euro pro Quadratmeter.






In Berlin beträgt die Durchschnittsmiete für Wohnungen in Neubauten (Erstbezug) derzeit 6,50 pro Quadratmeter.

Über den IVD-Wohnpreisspiegel 2008/2009

Der Preisspiegel, der beim IVD (unter www.ivd.net) in gedruckter Form bestellt werden kann, erfasst die Entwicklung des Wohn-Immobilienmarktes in rund 390 Städten der Bundesrepublik. Grundlage für die Angaben bilden aktuelle Marktpreise aus dem 2. und 3. Quartal des Jahres 2008. Der Preisspiegel kostet
75,- €.