Anteil der kaufmännischen Verwaltung nimmt weiter zuDeutsche Facility-Management-Unternehmen (FM) sind im vergangenen Jahr wie erwartet gewachsen, blieben jedoch teilweise deutlich hinter ihren Vorjahresprognosen von durchschnittlich 8,6 Prozent zurück. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz um durchschnittlich 5,5 Prozent gestiegen.
Zu diesem Ergebnis kommt die zweite Lünendonk-Studie „Führende Facility-Management-Unternehmen für infrastrukturelles und technisches Gebäudemanagement in Deutschland 2005“, die auf Angaben von 59 FM-Unternehmen basiert, darunter die führenden 25. 25 Prozent der von Lünendonk befragten Unternehmen verzeichneten einen Umsatzrückgang. Auch in 2004 erzielten die Leistungsspektren Gebäudereinigung und Gebäudetechnik die größten Umsatzanteile. Im Vergleich zum Vorjahr sind FM-Beratung und kaufmännisches FM gewachsen. Aus diesem Grund haben die Analysten von Lünendonk in diesem Jahr erstmals auch den kaufmännischen FM-Markt untersucht. Im Hinblick auf die größten Behinderungsfaktoren für Wachstum steht bei den befragten Unternehmen der „Wettbewerb über den Preis“ immer noch an erster Stelle. Jedes vierte Unternehmen meldet Umsatzverlust
Dementsprechend überdurchschnittlich hoch liegen die Zuwächse bei den anderen Unternehmen. „Die Differenz zwischen Unternehmen mit starken Zuwächsen und denen mit Umsatzrückgang ist im Vorgleich zum Vorjahr größer geworden“, so Jörg Hossenfelder, Leiter Research der Lünendonk GmbH, Bad Wörishofen. Die Top-10-Unternehmen gehören zu den Umsatztreibern der Branche. Bei Betrachtung der ersten zwölf Unternehmen beträgt das Wachstum 2004 durchschnittlich zehn Prozent. Die anderen Unternehmen sind indes nur um durchschnittlich 1,6 Prozent gewachsen.
Die FM-Unternehmen Dussmann, Wisag Service Holding und Hochtief Facility Management liegen wie im vergangenen Jahr auf den ersten Plätzen. Die HSG Technischer Service ist auf Platz vier vorgerückt.
Anteil an kaufmännischer Verwaltung wächst
Die Services Gebäudereinigung (28,6%) und Gebäudetechnik (25,2%) bilden weiterhin die stärksten Leistungsspektren im Portfolio ab. Zuwächse erfuhren kaufmännische Verwaltung (9,7%), Sicherheitsdienste (8,7%) und FM-Beratung (3,4%). Einen leichten Rückgang hingegen verzeichneten Catering (4,3%), Kleinanlagenbau (3,2%), Garten- und Landschaftspflege (2,4%) sowie Produktionstechnik (0,9%).
Die Marktsektoren Industrie (20,8%) sowie Finanzwesen (17,6%) bringen den FM-Anbietern den größten Umsatz – mit steigender Tendenz. Dies gilt auch für das Gesundheitswesen (13,7%). Handel (7,3%) und die Telekommunikationsbranche (8,5) sind hingegen eher zurückhaltend.
(Quelle: AIZ 06/05)
