Trinkwasserverbrauch lässt um bis zu 40 Prozent senken
Nur zwei Prozent des Trinkwasserverbrauchs werden tatsächlich zum Trinken (oder Kochen) verwendet. Mehr als hundert Liter in Trinkwasserqualität pro Tag spült jeder Verbraucher im Schnitt durch das WC, den Geschirrspüler, beim Autowaschen, Putzen oder Blumengießen in die Kanalisation. Die Kosten, die für die durchgehende Versorgung mit Trinkwasser anfallen, werden immer höher. Allein für die Grundwasserreinigung wendet jede Kommune mehrere Millionen jährlich auf. Das schlägt sich auf die Gebühren nieder: die Kosten pro Kubikmeter sind in den letzten 25 Jahren um über 225 Prozent gestiegen. Dabei ist Wassersparen im Grunde sehr einfach. Der Wasserverbrauch im Haushalt und damit die Kosten können mit einfachen Maßnahmen, ohne großen Aufwand oder Komforteinschränkungen halbiert werden.
Der Durchschnittsverbrauch liegt bei etwa 45 Kubikmetern pro Jahr. Eine vierköpfige Familie zahlt dafür rund 733 Euro.
Dabei bieten viele Hersteller zum Teil recht günstige Armaturen an, die den Verbrauch teilweise um 40 Prozent senken. Besonders viel erreicht man durch den Einsatz moderner Toilettenspülungen, denn hier wird am meisten verbraucht. Ältere Spülkästen haben eine Spülmenge von neun bis 14 Litern. Bei den neuen sind es meist nur noch sechs bis neun. Und es gibt die Zwei-Mengentechnik, bei der beim Drücken der kleinen Taste sogar nur noch drei bis vier Liter verbraucht werden. Mindestens drei Liter pro Spülgang könnten so gespart werden. Auch vorhandene Spülkästen können umgerüstet werden.
Luftsprudler und Thermostatarmaturen
Der Wasserverbrauch beim Duschen ist ähnlich hoch wie beim WC-Spülen. Hier empfiehlt sich der Einbau von Durchflussmengen-Konstanthaltern, die die Menge, die pro Minute durch die Leitung fließt, unabhängig vom Wasserdruck konstant hält und begrenzt. Luftsprudler hingegen lassen weniger Wasser mehr erscheinen, indem sie es mit Luft vermischen. Diese Armaturen verhindern, dass der Wasserstrahl zu dünn wird. Ebenfalls sinnvoll sind Thermostatarmaturen. Diese verhindern den Ablauf ungenutzten Wassers, bis die gewünschte Mischtemperatur erreicht ist. (Quelle: AIZ 10/2005) 
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