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Abwanderung in Städte steigt an

Raumordnungsbericht 2005
„Die Angleichung wichtiger Bereiche der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung zwischen Ost und West kommt gut voran." Das sagte Bundesminister Dr. Manfred Stolpe anlässlich der Vorstellung des Raumordnungsberichts 2005.

Seit 2002 schwächen sich die Wanderungsverluste ostdeutscher Regionen ab von rund 83.000 Personen in 2001 auf rund 58.000 Personen in 2003. Dies gilt auch für jüngere Erwerbstätige, die in der Vergangenheit einen großen Teil der Abwandernden ausgemacht haben. Man kann hier von einer Trendwende sprechen. In zwei Drittel der Regionen hat sich das Nachhaltigkeitsdefizit seit 1995 verringert. Besonders positiv haben sich in Ostdeutschland die Regionen Mittleres Mecklenburg/ Rostock, Magdeburg, Dessau, West- und Südwestsachsen, Chemnitz sowie Nord- und Mittelthüringen entwickelt.

Einschätzungen Ost und West
Seit dem Jahr 2000 ist eine Abschwächung des Suburbanisierungsprozesses, das heißt der Wanderung der Menschen von den Städten in das Umland, zu verzeichnen. Vor allem junge Menschen, die ihre berufliche Ausbildung oder ein Studium beginnen, wandern wieder verstärkt in die städtischen Zentren. Die Zufriedenheit mit dem Lebensumfeld, wie Wohnung, Wohnumgebung und Umweltbedingungen, wird von den Menschen im Osten heute als besser eingeschätzt als im Westen. Der deutliche Anstieg der Pendeldistanzen in der großen Mehrzahl der ostdeutschen Regionen und Gemeinden innerhalb der letzten Jahre ist nicht mehr auf Stadt-Umland-Wanderungen zurückzuführen, sondern Ausdruck der Mobilität der Menschen aufgrund anhaltender Arbeitsplatzverluste vor allem in den großstadtfernen, peripheren Regionen der neuen Länder.

Quelle: Grundbesitz 07/05