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Wohnimmobilienmarkt NRW

Wohnungsmieten teils gestiegen; Preise für Häuser und Eigentumswohnungen partiell gesunken

(Dortmund, 7.4.2005) Die nordrhein-westfälischen Immobilienpreise entwickelten sich in den zurückliegenden zwölf Monaten unterschiedlich. Während in den Ballungsräumen die Immobilienpreise überwiegend stabil blieben, gaben sie in eher ländlichen Gebieten weiter nach.

Die Wohnungsmieten (Netto-Kaltmiete) stiegen in vielen Großstädten entlang des Rheins leicht an. Dies geht aus dem Preisspiegel NRW-Wohnimmobilienmarkt 2005 hervor, den der Immobilienverband Deutschland (IVD), Region West e.V., herausgab.

Die Verbraucher sind beim Immobilienkauf ungebrochen zurückhaltend. Sei es, dass sie angesichts der Wirtschaftslage Angst vor Arbeitslosigkeit haben. Sei es, dass sie bei den Diskussionen um Steuer-, Renten- und Gesundheitsreformen befürchten, ein geringeres Netto-Einkommen für ihre Baufinanzierung zu haben. Seit Einführung von Hartz IV konnten die Immobilienvermittler keine nennenswerten Verschiebungen beobachten: Bis dato kam es weder zu Notverkäufen, noch zu übermäßig vielen Umzügen in kleinere Mietwohnungen.

Uneinheitlich entwickelten sich in den Ruhrgebietsstädten die Immobilienpreise: Bei frei stehenden Eigenheimen blieben sie überwiegend konstant. Lediglich in guten und sehr guten Lagen Essens kletterten sie leicht zwischen zwei und vier Prozent. In Bochum und Hagen gaben sie zwischen zwei und acht Prozent nach, in sehr guten Lagen Recklinghausens sanken die Preise um 16 Prozent: von 320.000 auf 280.000 Euro. Die Wohnungsmieten (Netto-Kaltmieten) blieben in nahezu allen Ruhrstädten stabil.

Steigende Wohnungsmieten entlang der Rheinschiene
Im Rheinland sind die Preise für gebrauchte Eigenheime und Reihenhäuser in den Ballungszentren stabil (Köln, Bergisch Gladbach, Meerbusch, Ratingen), zum Teil sind sie leicht gestiegen (Düsseldorf, Bonn, Leverkusen, Mettmann, Erkrath). Preisrückgänge gab es in einigen Mittelstädten: In Sankt Augustin sanken die Eigenheimpreise um etwa fünf Prozent, in Eitorf und Wesseling um bis zu zehn. Den größten Rückgang gab es in Waldbröl: Einfach ausgestattete Häuser sanken um 20 Prozent: von 150.000 auf 120.000 Euro. Zu leichten Mietsteigerungen kam es in einigen Großstädten entlang des Rheins: In Düsseldorf, Leverkusen, Köln und Bonn stiegen die Wohnungsmieten teilweise zwischen zwei und elf Prozent. Die größte Steigerung gab es in einfachen Lagen der Landeshauptstadt, wo die Kaltmieten von 4,50 auf fünf Euro stiegen. Da seit Mitte der 90er Jahre kaum noch Mietwohungen gebaut werden, verknappte sich das Angebot.

Während die Eigenheimpreise in den Großstädten Westfalens wie in Bielefeld, Paderborn und Münster konstant blieben, gaben sie insbesondere in ländlich geprägten Kommunen nach. In Arnsberg sanken sie beispielsweise um bis zu sechs Prozent, in Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Löhne und Bad Oeynhausen um bis zum neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Den größten Preisrückgang gab es in Siegen, wo die Preise für mittelgute, frei stehende Eigenheim um 20 Prozent sanken: von 200.000 auf 160.000 Euro. Die Wohnungskaltmieten blieben überwiegend stabil. Einzig in den Universitätsstädten Paderborn und Münster stiegen sie zwischen zwei und elf Prozent.
In der Region Bergisches Land blieben in Wuppertal, Solingen und Remscheid die Preise für frei stehende Eigenheime sowie Reihenmittelhäuser nahezu unverändert. Lediglich Reihenmittelhäuser in einfacher sowie guter Lage Wuppertals gaben leicht (um vier Prozent) nach. Während in Wuppertal und Remscheid die Wohnungsmieten stabil blieben, können sich Verbraucher in Solingen und Radevormwald über leicht gesunkene Kaltmieten freuen. In Altbauten in guten Lagen Radevormwalds sanken die Mieten um 13 Prozent; in Velbert hingegen kletterten sie in diesem Segment um 13 Prozent.

Der Preisspiegel Wohnimmobilienmarkt NRW 2005 kann für 30 Euro (inkl. MwSt., zzgl. Versand) beim IVD-West bestellt werden, Tel: (0221) 95 14 37-0, Mail: info@rdm-nrw.de.

Abdruck honorarfrei

Ansprechpartner:

Bernhard Hoffmann, Pressesprecher RDM-Landesverband NRW
Telefon (0221) 95 14 37-14, E-Mail: info@rdm-nrw.de

Jürgen Stracke, Pressesprecher VDM-Landesverband NRW
Telefon (05205) 911 00, E-Mail: stracke@kramer-immobilien.de