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Wohnimmobilienmarkt Rhein-Neckar-Dreieck

Preise für Eigenheime und Wohnungen überwiegend stabil, Wohnungsmieten zum Teil gestiegen (Ludwigshafen, 15.9.2005) Im Rhein-Neckar-Dreieck (Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg) entwickelten sich die Immobilienpreise in den vergangenen zwölf Monaten uneinheitlich: Eigenheimpreise stiegen in einigen Städten, in anderen sanken sie, die Kosten für Eigentumswohnungen gaben hingegen in vielen Städten nach. Die Wohungskaltmieten blieben größtenteils konstant.

Dies geht aus dem aktuellen Preisspiegel 2005 hervor, den der Immobilienverband Deutschland (IVD), Region West, für Rheinland-Pfalz veröffentlichte. Heidelberg hat die höchsten Immobilienpreise der Region. Hier kostet ein gebrauchtes, frei stehendes Einfamilienhaus in guter Lage etwa 500.000 Euro, in Mannheim 420.000, in Speyer 330.000 und in Ludwigshafen 290.000 Euro.

In Ludwigshafen gaben die Eigenheimpreise in guten und sehr guten Lagen nach (um drei beziehungsweise vier Prozent). Zu diesen Wohngegenden zählen der Ludwigshafener Süden, die Parkinsel sowie die Stadtteile Oggersheim und Maudach.An diesen Standorten sind auch die Kosten für gebrauchte Reihenmittelhäuser von 220.000 auf 210.000 Euro gesunken.

Ein Grund für den Rückgang der Nachfrage ist die anhaltende Kaufzurüchaltung der Verbraucher. Dieser Trend hält seit etwa drei Jahren an. Sei es, dass sie angesichts der Wirtschaftslage Angst vor Arbeitslosigkeit haben. Sei es, dass sie bei den Diskussionen um Steuer-, Renten- und Gesundheitsreformen befürchten, ein geringeres Netto-Einkommen für ihre Baufinanzierung zu haben.

Die Preise für Eigentumswohnungen in Ludwigshafen blieben in mittelguten und guten Lagen konstant: Hier muss man mit 1.000 beziehungsweise 1.250 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche rechnen. Rückgänge gab es hingegen in sehr gut ausgestatteten Wohnungen sowie im Neubau-Erstbezug (zwischen drei und sieben Prozent): Musste man vor einem Jahr in sehr guter Lage für eine neue Wohnung noch 2.150 Euro pro Qaudratmeter einrechnen, so reichen heute 2.000 Euro. Anders verhielt es sich bei den Wohnungsmieten: Hier stiegen in den guten Lagen Ludwigshafens die Mieten im Neubau: Von 6,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche auf 6,80 Euro (Netto-Kaltmiete). In den anderen Segmenten blieben die Mieten hingegen konstant. Gründe hierfür sind, dass zum einen seit zehn Jahren kaum neue Wohnungen errichtet wurden, zum anderen suchen viele Besserverdienende aus Angst vor Jobverlust eher eine Mietwohnung. Vor fünf Jahren wären sie hingegen ein sicherer Kandidat für Wohneigentum gewesen.

Immobilienmarkt Vorderpfalz
In Neustadt, Bad Dürkheim und Landau blieben die Eigenheimpreise überwiegend stabil, in Frankenthal gaben sie hingegen leicht nach: Je nach Ausstattung und Lage zwischen drei und vier Prozent: In guten Lagen musste man vor einem Jahr noch 320.000 Euro einrechnen, derzeit etwa 310.000. Gleiches gilt für Germersheim. Auch hier sanken die Preise und zwar zwischen fünf und sechs Prozent. In Speyer hingegen stiegen die Eigenheimpreise in einigen Lagen rapide an: an mittelguten Standorten muss man anstatt 240.000 nunmehr 290.000 Euro einrechnen, in guten 380.000 Euro gegenüber 330.000 Euro im vergangenen Jahr. Grund: Speyer ist bei vielen Verbrauchern sehr beliebt dank seiner Lage und seiner überschaubaren Größe: Einerseit bietet es einen historischen Stadtkern, andererseits ein breites Schulangebot und gute Einkaufsmöglichkeiten. Entsprechend wollen auch viele Immobilien-Interessenten aus Nachbarstädten in die Domstadt ziehen.

Die Preise für gebrauchte Reihenmittelhäuser haben sich in der Vorderpfalz hingegen kaum verändert. Einzig in Germersheim gaben sie leicht (drei bis fünf Prozent) und in Neustadt stark nach – in mittelguten Lagen um 17 Prozent: von 240.000 Euro auf 200.000. In Landau liegen die Preise in diesem Segment bei etwa 140.000 Euro, in Speyer bei 195.000, in Bad Dürkheim bei 190.000, in Haßloch bei 200.000 Euro, in Grünstadt bei 220.000.

Die Wohnungsmieten blieben in der Vorderpfalz überwiegend konstant, so in Frankenthal, Germersheim und Bad Dürkheim. In Landau gingen sie leicht zurück. Der Grund: Durch den Abzug der französischen Truppen wurden viele Kasernengebäude in Wohnungen umgewandelt. Ferner wurden auf dem ehemaligen Schlachthofgelände zusätzliche Wohnungen gebaut. Dieses breite Angebot führte dazu, dass die Kaltmieten leicht (vier Prozent) sanken: In guten Lagen von 5,70 auf 5,50 Euro. In Speyer hingegen stiegen sie leicht an. In Gebrauchtimmobilien in mittelguter Lage von 5,50 auf 5,70 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

In Mannheim sind die Preise für gebrauchte, frei stehende Eigenheime gestiegen – je nach Ausstattung und Lage zwischen drei und acht Prozent. Musste man in den Toplagen wie in den Stadtteilen Oststadt, Lindenhof und Neu-Ostheim vor einem Jahr etwa 600.000 Euro einrechnen, so sind es derzeit 650.000. In mittelguter Lage wie in der Gartenstadt kostet ein Eigenheim etwa 320.000 Euro, vor einem Jahr wäre es noch etwa 10.000 Euro günstiger gewesen. Auch die Wohnungsmieten kletterten in dieser Zeit: in Gebrauchtimmobilien in mittelguten Lagen von 5,15 auf 5,60 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Netto-Kaltmiete), in guten von 6,40 auf sieben Euro. Ähnlich war auch die Entwicklung im Neubau-Erstbezug: hier stiegen die Mieten von 6,50 auf sieben Euro beziehungsweise von 7,40 auf 7,80 Euro in den Toplagen.

Die Kosten für Reihenmittelhäuser haben sich hingegen nicht verändert: In mittelguten Lagen muss man etwa 250.000 Euro einrechnen, in guten 300.000 Euro. Preisrückgänge gab es hingegen bei Eigentumswohnungen: In sehr guten Lagen kostet der Quadratmeter Wohnraum derzeit etwa 2.300 gegenüber 2.500 Euro vor zwölf Monaten.

In Heidelberg kosten gebrauchte, frei stehende Eigenheime in guter Lage 500.000 Euro – und damit 10.000 Euro weniger als vor einem Jahr. Für ein Eigenheim in mittelguten und sehr guten Lagen muss man hingegen tiefer in die Tasche greifen als vor zwölf Monaten: Mittelgute Eigenheime kosten derzeit 375.000 Euro gegenüber 350.000, sehr gute 850.000 Euro gegenüber 810.000 Euro. Preissteigerungen gab es ferner bei Reihenmittelhäusern – wenngleich diese moderater ausfielen: in mittelguten Lagen stiegen sie von 265.000 auf 280.000 Euro, in guten um 10.000 Euro auf 350.000.
Auch die Wohnungsmieten sind in den vergangenen zwölf Monaten in Heidelberg gestiegen: je nach Alter und Lage der Immobilie zwischen sechs und acht Prozent. In Gebrauchtwohnungen in guter Lage muss man neun Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (Kaltmiete) einrechnen (gegenüber 8,50 Euro), im Neubau-Erstbezug 10,50 Euro, ebenfalls 50 Cent mehr als im vergangenen Jahr.

Zurück gingen im Gegensatz dazu die Preise für Eigentumswohnungen: Sie sanken zwischen zwei und sieben Prozent – in mittelguten Lagen von 2.100 Euro pro Quadratmeter auf 2.000 Euro.

Der IVD glaubt auch, dass das Projekt Bahnstadt ein Erfolg wird: Auf dem stadtnah gelegenen Gelände sollen ab Ende 2006 Wohn- und Gewerbeflächen entstehen. Nach Abschluss aller Bauabschnitte sollen dort rund 6.000 Menschen leben und 7.000 arbeiten.

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Ansprechpartner
Bernhard Hoffmann, Pressesprecher IVD West
Telefon (0221) 95 14 97-14, E-Mail: hoffmann@ivd-west.net