Immobilienverband IVD

IVD Newsletter vom 27. Januar 2017

1. Forderung nach umfangreicher Förderung von Wohneigentum

In weiten Teilen Deutschlands ist in den letzten Jahren der Anteil derer, die in selbstgenutztem Wohneigentum leben, zurückgegangen. Das trifft insbesondere auf Regionen mit angespannten Wohnungsmärkten zu. Das ist ein zentrales Ergebnis des neuen Gutachtens "Regionale Aspekte der Wohneigentumsbildung", welches das "Verbändebündnis Wohnperspektive Eigentum" beim Pestel-Institut in Auftrag gegeben hat.

Weitere Ergebnisse des Gutachtens, regionalisierte Daten zur Wohneigentumssituation in Deutschland sowie Forderungen des Bündnisses an die Politik wurden am Dienstag im Rahmen einer gut besuchten Pressekonferenz in Berlin vorgestellt.

Im Anschluss daran fand der 1. Deutsche Wohneigentums-Tag statt, zu dem der IVD gemeinsam mit dem Verband Privater Bauherren (VPB) eingeladen hatte. In Vorträgen und Diskussionsrunden wurde das Thema Wohneigentum aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Vielseitigkeit und die hochkarätig besetzte Redner- und Gästeliste sorgten für einen spannenden und erkenntnisreichen Tag.

Wir haben uns sehr über das viele positive Feedback gefreut und möchten uns bei allen Partnern, Gästen und Rednern herzlich für ihre Mithilfe bedanken!  

Weitere Informationen finden Sie hier:

Pressemitteilung: Immobilienexperten sprechen sich für Senkung der Grunderwerbsteuer aus – Politik kündigt verstärkte Wohneigentumsförderung an.

Vorträge vom 1. Deutschen Wohneigentums-Tag 2017.

Fotos vom 1. Deutschen Wohneigentums-Tag.

Politische Forderungen zum Pestel-Gutachten: Eigentumsbildung 2.0.

Die Kurzstudie "Eigentumsbildung 2.0 - Stand und Entwicklung der Wohneigentumsbildung auf der Ebene der Länder und der Kreise und kreisfreien Städte" zum Download.

 

Pressestimmen:

Audiobeitrag vom RBB Inforadio

Beitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung"

Beitrag in der "Welt"

 

2. Diskussionen um ein Bestellerprinzip beim Kauf

Vergangene Woche erst zitierte die „Welt“ Bundesjustizminister Heiko Maas mit dem Satz: "Das Bestellerprinzip beim Kauf wird nicht kommen“. Zwei Tage später behauptet Maas im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung das Gegenteil. Das Bestellerprinzip beim Haus- und Wohnungskauf solle demnach „langfristig auch für den Wohnungskauf die Regel werden“. Sprich: Nach der Bundestagswahl im September - sofern die SPD da noch mitbestimmen wird.

Die Einführung eines Bestellerprinzips beim Kauf wäre nicht nur ein ungerechtfertigter Eingriff in die Vertragsfreiheit, sondern ginge außerdem zu Lasten der Immobilienkäufer, die bei der wohl größten Investitionsentscheidung im eigenen Leben auf die Beratung und Sachkunde eines Maklers angewiesen sind. Es ist nicht zielführend, wenn per Gesetz der Verkäufer den Makler bezahlen soll. Denn dann wird der Makler ausschließlich die Interessen des Verkäufers vertreten müssen und kann den Käufer kaum objektiv beraten. Eine professionelle und objektive Beratung durch den Makler als Fachmann für den Käufer dient aber dem Schutz und dem Interesse von Erwerbern.

Wenn die SPD etwas gegen zu hohe Kaufnebenkosten tun möchte, könnte sie sich dafür einsetzen, dass die Grunderwerbsteuer beim Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum erlassen und die Steuer grundsätzlich auf 3,5 Prozent abgesenkt wird.

Unsere Pressemitteilung finden Sie hier. 

 

3. Neu im IVD-Webshop: Gewerbe-Preisspiegel & Deutschland-Trend Wohneigentum

Ab sofort können Sie den IVD-Deutschland-Trend Wohneigentum 2016/2017 und den IVD-Gewerbe-Preisspiegel 2016/2017 mit Daten aus rund 350 Städten als Kombipaket im IVD-Webshop erwerben. IVD-Mitglieder haben beide Ausgaben bereits mit dem AIZ-Immobilienmagazin erhalten.

Weitere Exemplare finden Sie hier zum Paketpreis für 85,00 Euro.

 

4. Spitzengrunderwerbsteuersatz in Thüringen

Die Grunderwerbsteuer ist in Thüringen zum 1. Januar von fünf auf 6,5 Prozent erhöht worden, womit sich das Land hinsichtlich des Steuersatzes in die Spitzengruppe Schleswig-Holstein, Saarland, Nordrhein-Westfalen und Brandenburg einreiht.

 

5. ivd24 ist bundesweit verfügbar

ivd24 ist nun bundesweit verfügbar. Auch die Mitglieder des IVD Mitte haben sich mit überwältigender Mehrheit für die Einführung des Portals ausgesprochen. Fast 60.000 Angebote sind mittlerweile auf ivd24 eingestellt und im Alexa-Ranking der am meisten genutzten Immobilienportale liegt ivd24 auf Platz fünf.

 

6. Hinweise zur Entsorgung von HBCD-haltigen EPS-Dämmplatten in Bayern

Seit dem 30. September 2016 werden Dämmstoffe, die mehr als 0,1 % Hexabromcyclododecan (HBCD) enthalten, als "gefährliche Abfälle" eingestuft. Durch die geänderte gesetzliche Regelung kann eine Entsorgung nur in Müllverbrennungsanlagen stattfinden, die über eine entsprechende Genehmigung verfügen.

Die Mehrheit der Müllverbrennungsanlagen in Deutschland verfügt nicht über eine entsprechende Genehmigung, was in der Regel keine technischen sondern genehmigungsrechtlichen Gründe hat. Viele Entsorgungsfirmen, Bauhöfe und Verwertungsanlagen nehmen daher keine EPS-Abfälle mehr an, dies gilt auch für Verpackungsstyropor und EPS mit dem neuen Flammschutzmittel Polymer-FR.

Das bayerische Umweltministerium hat bereits im Juli die Prüfung der Müllverbrennungsanlagen in Bayern gefordert. Einem Schreiben des Umweltministeriums vom 29. September 2016 zufolge sind alle bayerischen Müllverbrennungsanlagen rechtlich in der Lage die o.a. Stoffe anzunehmen und zu entsorgen.

Engpässe bei der Entsorgung wie sie teilweise in anderen Regionen bekannt sind, dürften diesen Informationen zu Folge in Bayern nicht existieren. Es bleibt zu wünschen, dass auch in den übrigen Bundesländern möglichst schnell die Genehmigungen erteilt werden, damit eine Entsorgung der HBCDD-haltigen Stoffe flächendeckend sicher gestellt ist.

 

7. Steuererklärungen für 2016 werden erst ab März bearbeitet

Erst ab Mitte März können die Steuererklärungen für das zurückliegende Jahr in den Finanzämtern bearbeitet werden. Hierauf weist das Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern aktuell hin.

Arbeitgeber, Versicherungen und andere Institutionen haben noch bis Ende Februar Zeit, ihre Daten elektronisch an die Finanzämter zu übermitteln. Auch die bundeseinheitliche Software zur Berechnung der Steuern wird den Ländern voraussichtlich erst im Laufe des Februars zur Verfügung gestellt.

Daher können die Finanzämter erst ab Mitte März dieses Jahres mit der Bearbeitung der Steuererklärungen für das Jahr 2016 beginnen.

 

8. Medientipp

Google:

Der IVD unterstützt die Immobilienbranche bei der Digitalisierung

RBB Inforadio:

Forderung nach umfangreicher Förderung von Wohneigentum

Frankfurter Allgemeinen Zeitung:

Warum die Deutschen eher zur Miete wohnen

Wirtschafts Woche:

Deutschland bleibt beim Wohneigentum Schlusslicht

 

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