Immobilienverband IVD

Einigung der Landesfinanzminister über die neue Grundsteuer

© afitz - shutterstock.com

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Die Landesfinanzminister haben sich auf ein neues Modell für die Grundsteuer geeinigt. Danach soll Bemessungsgrundlage zukünftig der Verkehrswert der Grundstücke sein.

Bisher wird die Grundsteuer auf der Grundlage der Einheitswerte erhoben. Diese werden in den alten Bundesländern nach den Wertverhältnissen zum 1. Januar 1964 und in den neuen Bundesländern zum 1. Januar 1935 festgestellt.

In Zukunft soll der Verkehrswert maßgeblich sein. Die Bundesländer sollen die Möglichkeit haben, die die Grundsteuermesszahl eigenständig festzulegen. Damit sollen vor allem die Stadtstaaten die Möglichkeit erhalten, zu verhindern, dass die neue Berechnungsgrundlage zu einer Mehrbelastung ihrer Bürger führt.

Nach Ansicht des IVD darf die Neuregelung der Grundsteuer nicht zu einer Mehrbelastung der Mieter und Eigentümer führen. Da die Grundstücke höher bewertet werden, müssen die Länder über eine Absenkung der Messzahlen und die Gemeinden die Hebesätze senken. Dies Steuer darf nicht zu einem Bürokratiemonster werden, das die Grundstückseigentümer mit zusätzlicher Arbeit belastet.

4 Antworten zu “Einigung der Landesfinanzminister über die neue Grundsteuer”

  1. Es wird klamme Kommunen einladen, die Sätze anzuziehen – was letztendlich vom Mieter getragen wird.

  2. jan scholz sagt:

    Maklerbremse, Mietbremse werden einfach ANGEORDNET ohne Rücksicht auf die Folgen.

    Der Staat darf sich jedoch hemmungslos bedienen mit Grundsteuer, Grunderwerbssteuer,
    das alles schießt wettbewerbsmäßig in die Höhe, da fragt keiner, wer die ganzen Kosten zu tragen hat und womit dieser Anstieg zu begründen ist (Grunderwerbsteuer von 2% auf tlw. 6% ..(?) nur für eine Rechnung ohne Unterschrift schreiben. Bei einem Haus Kaufpreis nur 200.000,-€ = 12.000,-€, der Bürger war vorher auch mal Mieter!
    Und Mieter, welche die Grundsteuer dem Vermieter durch die Nebenkosten ersetzen müssen bezichtigen natürlich wieder die Vermieter der Geldgier.

  3. Bis auf das Land Bayern haben sich derzeit wohl alle für die neue Regelung entschieden. Die Sache soll ja aufkommensneutral sein, dass heißt das sich die Steuer bei einigen erhöhen wird und bei anderen wiederum sinkt. Das war aber abzusehen wenn für die Berechnung der Grundsteuer der Verkehrswert maßgebend ist.

    Bin mal auf den Aufwand gespannt der durch diese Neuerung betrieben wird.