Immobilienverband IVD

Politischer Jahresempfang des IVD 2016: Wohneigentum muss stärker gefördert werden

Schwellenhaushalte müssen beim Eigenkapital unterstützt werden

Folgen der USA-Wahl für die deutsche Immobilienwirtschaft noch nicht absehbar

 

www-derfotografberlin-de-20161122214821-1919-ivd-jahresempfang-16Der parlamentarische Jahresempfang des IVD stand diesmal im Zeichen der US-Wahlen. Zahlreiche Gäste aus der Immobilienwirtschaft, der Landes- und Bundespolitik folgten am Dienstag der Einladung des IVD in den Tour Total Berlin. Die politischen Implikationen der Wahl Donald Trumps zum Präsident der USA und was man daraus für die zentralen politischen Herausforderungen der deutschen Immobilienwirtschaft lernen kann, haben IVD-Präsident Jürgen Michael Schick, der ehemalige US-Botschafter in Berlin John Kornblum, Staatssekretär Gunther Adler aus dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit sowie Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion diskutiert. Die bekannte Fernsehmoderatorin und Journalistin Juliane Hielscher moderierte die Veranstaltung.

 

www-derfotografberlin-de-20161122205940-1830-ivd-jahresempfang-16Einigkeit herrschte darüber, dass in Deutschland der Weg zu Wohneigentum erleichtert werden muss. "Dass wir in einem so reichen Land wie Deutschland die niedrigste Wohneigentumsquote der EU haben, nenne ich den ‚Eigentumsskandal‘", sagt IVD-Präsident Schick. Es sollte daher ein politisches Ziel sein, bis 2020 eine Steigerung der Eigentumsquote in Deutschland von derzeit 45 Prozent auf 50 Prozent zu erreichen. Mit den richtigen Maßnahmen sei das auch zu machen. Dazu gehörten die fünf politischen Kernforderungen des Verbändebündnisses "Wohn-Perspektive Eigentum":

 

  • Schwellenhaushalte beim Eigenkapital durch Zuschüsse unterstützen,
  • Auflagen für die Immobilienfinanzierung nicht weiter überdrehen,
  • die bestehende Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie entschärfen,
  • die Grunderwerbsteuer bundesweit absenken,
  • Infrastruktur in Ballungsräumen fördern
  • und eine Bauland-Offensive für Wohneigentum.

 

www-derfotografberlin-de-20161122200951-1741-_Ebenso stimmten die Diskutanten darin überein, dass bislang kaum Aussagen darüber getroffen werden können, wie sich die neue Trump-Administration auf den deutschen Immobilienmarkt auswirken wird. "Im Moment ist es schwer abzusehen, wie die Politik des künftigen Präsidenten Trump im Detail aussehen wird. Man kann allerdings davon ausgehen, dass er zumindest zu Beginn seiner Amtszeit viel Geld in die Wirtschaft pumpen wird. Er plant Infrastrukturinvestitionen in großem Stil. Das wird Aktienkurse in die Höhe treiben, den Dollar stärken und die Zinsen langfristig steigen lassen. Es ist vorstellbar, dass dann amerikanische Investoren vermehrt auf dem deutschen Immobilienmarkt auftreten werden", prophezeit der ehemalige Botschafter John Kornblum. Für Jürgen Michael Schick ist klar: "Für den IVD ist ein stabiles transatlantisches Verhältnis die Grundlage für Wohlstand und Wachstum in Europa und den Vereinigten Staaten. Investoren aus den USA sind mit 9,1 Prozent die größte internationale Käufergruppe in Deutschland. Viele unserer Mitgliedsunternehmen beraten amerikanische Investoren zu Investitionen auf dem deutschen Immobilienmarkt. Für diese wird Deutschland als größte Volkswirtschaft Europas weiterhin hoch interessante Anlagemöglichkeiten bieten", sagt Schick.

 

Impressionen vom diesjährigen IVD-Jahresempfang.

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