Immobilienverband

Bundesregierung kritisiert Initiative zur Änderung der Maklerprovision

Der Bundesrat hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, nach dem künftig ((in der Regel)) der Vermieter die Maklerprovision übernehmen soll. Mieter sollen die Gebühren nur dann übernehmen, wenn sie ihrerseits einen Makler mit der Wohnungssuche beauftragt haben und der Makler daraufhin eine Wohnung anbietet, die ihm nicht vorher schon seitens eines Vermieters an die Hand gegeben war. Dieses so genannte „Bestellerprinzip“ soll im Wohnraumvermittlungsgesetz festgeschrieben werden.

Die Regierung kritisiert in ihrer Stellungnahme den Vorstoß als weiteren Eingriff in die Vertragsfreiheit der Beteiligten. Bereits jetzt sei diese eingeschränkt, da die die Maklergebühr maximal zwei Monatskaltmieten netto betragen darf. Ein darüber hinausgehender Eingriff sei nicht erforderlich und würde die Möglichkeit der Parteien, in Abhängigkeit von den regionalen Unterschieden am Wohnungsmarkt unterschiedliche Vereinbarungen zur Kostentragung zu treffen, unnötig einschränken. In kleinen Städten und ländlichen Gegenden übernehme der Vermieter ohnehin schon häufig die Maklerprovision, um einen Leerstand so schnell wie möglich zu beenden.

Auch der IVD sieht keinen Handlungsbedarf, die Maklerprovision neu zu regulieren. Sollte es zu einem Bestellerprinzip kommen, setzt er sich im Rahmen des Wohnungsvermittlungsgesetzes für ein ehrliches Bestellerprinzips bei Mietimmobilien ein.

Den vorliegenden Gesetzesentwurf lehnt der IVD auf Grund der darin erhaltenen Mängel ab: Beispielsweise widerspreche er § 6 Abs. 1 des Wohnungsvermittlungsgesetzes. Nach geltendem Recht muss der Makler erst einen Auftrag vom Vermieter oder einem anderen Berechtigten haben, um überhaupt Wohnraum vermitteln zu können. Ein ehrliches Bestellerprinzip, bei dem der Mietsuchende immer dann Provision bezahlt, wenn er den Makler mit der Wohnungssuche beauftragt hat, wäre nach dem vorliegenden Entwurf folglich gar nicht möglich.

Eine Antwort zu “Bundesregierung kritisiert Initiative zur Änderung der Maklerprovision”

  1. Der Gesetzentwurf ist derart fern der Realität und würde bonitätsschlechtere Interessenten nahezu chancenlos machen, eine Wohnung zu finden.
    Ich erwarte vom IVD alles nur Mögliche zu tun, damit dieser Gesetzesentwurf verworfen wird.