Immobilienverband IVD

Ferienwohnungen im Steuerrecht

Viele Menschen träumen von der eigenen Ferienwohnung an der Nordsee, in der Alpenregion oder auch im Ausland. Dabei werden Ferienwohnungen in der Regel nicht nur selbst genutzt, sondern zumindest für einen Teil des Jahres auch vermietet. "Gerade diese Doppelfunktion als Konsumgut und Kapitalanlage bereitet bei der steuerlichen Behandlung aber Schwierigkeiten", erklärt Hans-Joachim Beck, Leiter der Steuerabteilung des IVD. Der Immobilienverband IVD hat zu diesem Thema nun ein Buch veröffentlicht, in dem Hinweise und Tipps gegeben werden, wie steuerliche Probleme vermieden werden können.

Im Hinblick auf die Einkommensteuer stellt sich vor allem die Frage, wie die Einkünfte auf die Vermietung und die Selbstnutzung zu verteilen sind. Ergibt sich für mehrere Jahre ein Verlust, prüft die Finanzverwaltung, ob dieser mit anderen Einkünften verrechnet werden kann oder ob es sich um eine sogenannte Liebhaberei handelt. "Diese Fragen sind durch die Finanzgerichte und die Finanzverwaltung weitgehend geklärt", sagt Beck.

"Anders sieht es bei der Umsatzsteuer aus", bemerkt Beck. "Hier können sich besondere Steuervorteile, aber auch besondere Schwierigkeiten ergeben." Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Erwerber die in den Anschaffungskosten und Betriebskosten enthaltene Umsatzsteuer vom Finanzamt erstattet bekommen. Wird die Immobilie teilweise selbst genutzt, so sind seit dem Jahre 2011 die Vorsteuern allerdings nur noch teilweise abziehbar. Dabei kommt es auf die Absicht an, die der Erwerber beim Kauf der Immobilie hat. Weicht der Umfang der tatsächlichen Vermietung später davon ab, muss der Vorsteuerabzug korrigiert werden. Das Buch zeigt im Einzelnen, wie dies zu berechnen ist und durch welche Vertragsgestaltung man die Probleme vermeiden kann.

 

als Konsumgut und Kapitalanlage - Schwierigkeiten bei der steuerlichen Behandlung

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