Immobilienverband

IVD kämpft weiter für die Einführung eines Sachkundenachweises – RDM überraschend dagegen

Heute traf sich der IVD im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) mit verschiedenen Vertretern des Bundeswirtschafts- und des Bundesumweltministeriums.  Es war bereits das zweite Treffen, in dem es um die Einführung eines Sachkundenachweises für Immobilienverwalter und vor allem -makler ging.

In der Anhörung forderte der IVD die Ministerien dazu auf, einen Sach- und Fachkundenachweis für Immobilienberufe einzuführen und damit eine wesentliche Forderung im Koalitionsvertrag einzuhalten. Der IVD begründete seine Forderung, mit zahlreichen Fachfragen, mit denen der Makler konfrontiert in der täglichen Praxis wird, der Erwartungshaltung der Verbraucher und dem Verbraucherschutz. Weitere Themen waren die wissenschaftlichen Ergebnisse des CRES-Gutachtens und Österreich, das vor einigen Jahren die Einführung des Fachkundenachweises mit dem Verbraucherschutz begründet hat.

Der RDM, der ebenfalls zu dem Treffen erschienen ist, sprach sich überraschend gegen eine Berufszugangsregelung aus. Die Kehrtwende begründete der Verband, der seit 1945 die Einführung eines Sachkundenachweises für Makler forderte, damit, dass der Makler nicht Berater, sondern lediglich Vermittler sei.

Das Bundeswirtschaftsministerium prüft, ob ein Sachkundenachweis für Verwalter und insbesondere für Makler gesetzlich verankert werden kann. Die Prüfung soll bis Ende September abgeschlossen sein.

18 thoughts on “IVD kämpft weiter für die Einführung eines Sachkundenachweises – RDM überraschend dagegen

  1. M. Herrmann sagt:

    Hinsichtlich der Aussage, dass eine „Sachkundeprüfung“ nicht persönlichen Charakter, oder gar äusserst komplexe Fähigkeiten, die dieser Beruf erfordert, ersetzen kann, stimme ich meinen Vorrednern uneingeschränkt zu.

    Es wäre geradezu grotest, wenn z.B. ich, 30 Jahre im Beruf als Makler, Vertriebler, Marketingstratege und Hausverwalter mich mit weiss Gott wem nochmals in ein Seminar setzen müsste, um meine „Sachkunde“ nachzuweisen.

    Hier sollte sich der IVD wenigstens entsprechend einsetzen, dass dieser Kelch an seinen aktuellen Mitgliedern vorbeigeht. Schliesslich entspricht es der Eigenwerbung des Verbandes, dass seine Mitglieder bereits über das entsprechende geistige Rüstzeug verfügen.

  2. Bräuer sagt:

    Es ist schon bezeichnend, das gerade der Verband dagegen ist, unter dessen Dach sich die schwarzen Schafe der Branche tummeln.
    Gerade der Verwalter ist derzeit die Berufsgruppe mit großer Verantwortung (Verwaltung von Treuhandgeldern) und benötigt dafür keinerlei Voraussetzungen.
    Hier ist Abhilfe dringend notwendig. Nur durch eine gute Arbeit, welche sachlich fundiert ist, kann die Branche in Zukunft wirken. Hier sollten sich die guten Verwalter durchsetzen.
    Die Verbände haben dabei bisher nur wenig gebracht. Selbst die vorhandenen Verhaltenskodi werden nicht durchgesetzt. Es gibt immer noch Berufskollegen, welche mittels Verleumdung versuchen die Konkurrenz zu beseitigen. Man sollte durch eine kompetente und korrekte Arbeit sich durchdsetzen. Es sollte Ziel aller Verbände sein, sich von den unseriösen Verwaltern und Maklern zu trennen, damit der Ruf der Verbände für die Öffentlichkeit besser wird.

  3. A. Engelhard sagt:

    Hallo,
    Sachkundenachweis ja, wenn z.B. ein Handwerker unbedingt Immobilien verwalten will.
    Nein, wenn ausreichend Kenntnisse vorliegen.
    Beispiel: Bankkaufmann, 43 Jahre Berufserfahrung, davon 10 Jahre Facilitymanagement und über 28 Jahre zusätzlich eigene Hausverwaltungsfirma. Hier finde ich es überzogen wenn z.B. DDIV für eine Mitgliedschaft einen aktuellen Sachkundenachweis in Form eines Seminars mit Zertifikat verlangt. Hier muss man einfach Sachkenntnis und Berufserfahrung etwas trennen.
    Ein Handwerker der jahrelang Garagentore verkauft hat, hat weder Sachkenntnis noch Berufserfahrung. Falls er dann auch noch Hausverwaltungen übernimmt, sollte bereits bei der Gewerbeanmeldung die Sachkenntnis geprüft und verlangt werden.
    Solche Firmen machen dann auch den Markt kaputt.
    Grundsätzlich dagegen oder dafür kann es nicht geben. Es ist hier immer Einzelfall abhängig.

  4. Harald Felsch sagt:

    Es ist längst überfällig, diesen ehrenwerten Beruf des Maklers zu schützen. Der Zugang auch für Scharlatane und „verkrachte Existenzen“ zu Hauf hat über Jahrzehnte dazu geführt, daß der Maklerberuf zu den unbeliebtesten Berufen zählt. Verantwortungsvoll und seriös ausgeführt, wird neben hoher Fachqualifikation ….auch Charakter verlangt. Spezielle Kriterien hierzu in einem Auswahlverfahren bspw. angewendet, würden ganz viele der „Vermittler“ durchfallen lassen.
    Wenn die klugen Gesetzeshüter mal darüber nachdenken würden über ein Gesetz, Immobilienverkäufe nur über qualifizierte, geprüfte Unternehmen durchführen zu lassen, würde ganz viel Geld (Millionen!) zusätzlich in die Staatskasse fließen. Die Frage warum bei Letzterem, können kluge Leute ganz schnell beantworten. Verkäufe über ein seriöses Immobilienunternehmen und Privatverkäufe laufen z.B. doch sicher meist sehr unterschiedlich ab. Zu diesem Thema darf weiter spekuliert werden! Fakt ist, daß ein seriöses Unternehmen keine „falschen“ Wege bestreiten wird,
    bei entsprechenden Vorschriften….. und Auflagen auch nicht kann.

  5. Richter sagt:

    also das Makler Grundwissen haben sollten ist richtig. Nur kann man die Makler die schon lange am Markt sind nicht dazu zwingen jetzt noch einen Nachweis zu erbringen dass sie qualifiziert sind. Jemand der einen Lehgang bei der IHK oder TÜV gemacht hat, hat ja schon einen Prüfung gemacht im Bereich Immobilien.
    Wozu dann noch eine Sachkundebrüfung?
    Des Weiternen ohne den IVD anzugreifen kenne ich das Spiel aus einer anderen Branche wo sich die einzelnen Verbände sich dann um die Art der Qualifizierung bekriegt haben, da jeder Verband sich als der Best hervorheben wollte und seine Interessen versuchte durch zu setzen.

    Als erstes Stellt sich die Frage wer soll die Richtlinien für die Sachkundeprüfung erstellen? und dann geht der Kampf um die Zertifizierung los, wer darf die Zertifizierung vornehmen und in welcher Art und Weise.
    Was Sollte die Zertifizierung dann kosten?
    Es werden nicht unbedingt weniger Makler dadurch oder die Qualität wird besser, sind die Erfahrungen aus der anderen Branche, da die Richtlinien dann am Ende viel zu schwammig sein werden. Am Ende geht es erst mal darum das wieder neue Einnahmequellen für die Verbände geschaffen werden weil diese meist die Qualifizierung vornehmen werden zumindest einer der Verbände zusammen mit einer anderen Institution IHK oder TÜV.

    Die Frage ist was für ein Ziel hat die Sachkundenachweis am Ende bringen soll?

  6. Ich zitiere-( Quelle: Koalitionsvertrag zur 18.Legislaturperiode zwischen CDU,CSU und SPD),
    Seite 81 Bezahlbare Mieten – 6.Abs:
    „Wir wollen im Maklerrecht Anreize für eine bessere Beratung des Verbrauchers beim Immobilienerwerb schaffen. Hierzu streben wir als weitere Option des Verbrauchers eine erfolgsunabhängige Honorierung entsprechend dem Beratungsaufwand an. Zudem wollen wir einen Sachkundenachweis einführen und Standards aus anderen Beratungsberufen auf das Maklergewerbe übertragen.“

    Heist für mich:
    a) Sachkundenachweis-Einführung
    b) Einführung einer einheitlichen – seis, Honorar-, Gebühren oder Provisionsordnung, genannt;
    durch die Politik.
    Einführung von Standards gemäß andreren Beratungsberufen, wie Rechtsanwälte und Steuerberater – der qualifizierte Makler/Immobilienberater eckt bei seiner Tätigkeit immer and das Rechts- und Steuerberatungsthema an – bedeutet für mich, wenn man den Koalitionsvertrag so auslegt,
    Standesrecht für den Maklerberuf, wie es unser Europäisches Ausland wie z. B. England mit den Charta´s, bereits hat.

    Hier ist die Politik wirklich gefragt 🙂
    und
    was dabei beabsichtigt rauskommt sieht man ja an den Gesetzesentwürfen zum Bestellerprinzip.

    Die Gegenargumentation zum Sachkundenachweis durch den RDM und vieleicht noch anderen Querdenkern mit Erlaubnisschein (§34cGO) kann ich nicht nachvollziehen.
    gz.
    Roland Stieren
    Immobilienberatung IN
    (Immobilienökonom (ebs)

  7. André Krüger / domega immobilien & marketing gmbh sagt:

    Ich bin der Auffassung, das allein ein Sachkundenachwies nichts am Ansehen, wie auch am Umsatz des Maklers ändern wird. Selbstverständlich aber sollte ein Makler sein Fach proffessionell beherschen und ebend nicht lediglich ‚billiger Vermittler‘ sein.

    Dies birgt allerdings die Gefahr, dass der Makler auch der Beraterhaftung unterliegt, welche deutlich weiter geht, als bei reiner Vermittlertätigkeit!

    Ich denke die Spreu = unseriöse trennt sich heute schon vom Weizen = seriöse. Daran ändert auch ein Sachkundenachweis nichts.

    Vielmehr sollte das gesamte Provisionsrecht also unsere Vergütungsregelung überarbeitet werden! Und zwar so, dass der Kunde auch nachvollziehen kann warum und wofür er bezahlt! Solange aber hunderte bzw. tausende von Euro für realitv ‚wenig‘ Gegenleistung vom Mieter/Käufer geleistet werden müssen, bleibt die Akzeptanz unserer meist intransparenten Dienstleistung auf der Strecke.

    Ich denke, das eine Kombination aus Gebühren, ähnlich etwa der HOAI bei Architekten oder auch Notaren, in Kombination mit erfolgsabhängig zu leistenden Zahlungen, unsere Dienstleitung wesentlich transparenter machen würde ohne dabei Einkommensverluste hinzunehmen.

    Weiterhin sollte es nicht immer nur entweder oder heissen. Sondern grundsätzlich eine Teilung von 50/50 der Provision/Gebühren/Kosten geben. Schließlich erbringen wir für beide Vertragsseiten eine Dienstleistung. Das wäre fair und gerecht.

  8. Auch wir können uns den bisherigen Kommentaren nur anschliessen und würden einen Sachkundenachweis nur begrüßen.
    Ich selbst war über 14 Jahre lan als Vermögensberater tätig, auch hier brauchte man die ersten Jahre keinen Sachkundenachweis, bis die Politik vor einigen Jahren sagte, hier werden Vermögenswerte vernichtet und ohne Sachkundenachweis geht es nicht mehr. die Folge war, dass viele Firmen und „Berater“ vom Markt verschwunden sind und eine Reinigung stattfand, die dem Markt gut getan hat.
    Ich frage mich, was der Unterschied zwischen „Finanz-, bzw. Vermögensberatern und „Maklern“ ist. Auch hier geht es immer um Vermögenswerte! Es kann ja nicht sein, dass mein Freund ein Haus in München erbt, was er verkaufen will und ich mich dann mal für den einen Verkauf als Makler anmelden kann, um hier noch meine Urlaubskasse aufzubessern. Beispiele davon kennen wir genug.
    Was den RDM angeht, können wir nur den Kopf schütteln!

  9. Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    bitte beachtet Sie, dass dies eine Aussage vom IVD ist und kein offizieller Atikel der von unabhängigen Journalisten geschrieben wurde. RDM und IVD sind sich ja nicht so Grün.

    Es ist sehr Erfreulich, dass die Mehrheit der Immobilienmakler sich für einen Sachkundenachweis ausspricht (Immobilien-Forum Stuttgart Live Umfrage). Das ist auch längst überfällig. Für jeden Beruf Metzger, Bäcker, Buchhalter etc. wird eine Ausbildung benötigt und erwartet, nur bei der „unwichtigen“ Thematik „Verkauf des Lebenswerks“, wo meist das gesamte Kapital des Immobilienbesitzers in sich birgt, benötigt man keine Ausbildung?
    Es ist für mich unverständlich wie Makler es nicht befürworten können! In jedem anderen Land hat der Sachkundenachweis zu einer Verbesserung des Image des Maklers geführt.

    Ich freue mich auf den Sachkundenachweis und hoffe die 0 Provision Makler verschwinden vom Markt. Ganz dem Motto was nichts kostet ist auch nichts Wert!

  10. Nur durch einen Sachkundenachweis verschwinden die so genannten Küchentisch- oder auch Bettkantenmakler, die den Ruf unserer Branche gerade nicht in ein gutes Licht bringen, endlich vom Markt. Die Einstellung vom RDM ist leider nicht nachvollziehbar und ist ein großer Schritt zurück. Die Qualität der Vermittlung, und der damit verbundenen Beratung, leidet bei diesen Leuten erheblich und bringen den schlechten Ruf unserer Branche. Nur durch laufende Weiterbildung, können die Ansprüche der Kunden, und damit verbundenen Anforderungen, gehalten werden.

  11. Ein Sachkundenachweis wird nichts am Negativimage der Immobilienmakler ändern.
    Der Politik sind die Makler schon lange ein Dorn im Auge. Das Widerrufs- und GWG belasten einseitig den Makler. Geldwäsche findet offensichtlich nach dem Willen des Gesetzgebers bei Privatverkäufen nicht statt.
    Der Notar kann von den Behörden nur zur Herausgabe der Personalausweisdaten gezwungen werden, wenn ein gerichtlicher Beschluss vorgelegt wird. Das Notargesetz verhindert somit, wozu Makler gezwungen werden. Das ist doch clever von der Politik. Weil man die Notare nicht verpflichten kann, sollen die Makler NSA spielen.
    Wenn man die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht stellen möchte, ist es m.E. verfassungsrechtlich nicht zulässig, die privaten auszunehmen. An diejenigen, die GW betreiben, kommen die Behörden sowieso nicht heran. Das GWG Gesetz ist eine einzige Lachnummer, und wurde zuletzt bei Sportwetten, bei denen die Anbieter im Ausland sitzen verdeutlicht.
    Das Widerrufsrecht führt ebenfalls nicht dazu, dass die Arbeit des Maklers leichter wird.

    Da freut sich doch jeder Immobilienkunde, der einfach nur eine Immobilie besichtigen möchte, wenn er mit gesetzlichen Regeln konfrontiert wird, die nicht vermittelbar sind.
    Danach ist die Stimmung des Kunden regelmäßig auf dem Tiefpunkt.
    Die gesetzlichen Vorgaben führen nicht zu einem besseren Ansehen des Berufsbildes „Immobilienmakler“ bei Kunden. Das Ansehen leidet noch mehr.

    Indem man ständig die Grunderwerbsteuer und Grundsteuer erhöht und weitere Steuererhöhungen und neue Steuern in der Pipeline hat, versucht man von der eigenen Unfähigkeit abzulenken, und stellt die Makler an den Pranger. Die Maklerprovision steht der Gier des Staates regelrecht im Wege. Daher läge es im Interesse des Staates, wenn der Beruf des Immobilienmaklers abgeschafft wird.
    Die „Geiz ist Geil“ Mentalität hat dazu geführt, dass der Makler als reiner Kostenfaktor angesehen wird.
    Der Sachkundenachweis ändert an dieser Einstellung nichts.
    Lesen Sie mal die Immobilienanzeigen/Gesuche…….Makler unerwünscht“ etc.

    Dem Immobilienverkäufer wird durch Portale wie ImmobilienScout24 geradezu aufgedrängt, er sei der absolute Immobilienexperte, wenn er nur möglichst viele der angebotenen Module bucht.
    Ein Sachkundenachweis wird daher für den Makler keinen positiven Effekt haben.
    Dem privaten Verkäufer wird suggeriert, er sei Immobilienexperte.

    Leider ist diese für den Berufsstand des Immobilienmaklers negative Entwicklung nicht umkehrbar.

    Gerade wurden neue Geschäftszahlen der FAZ veröffentlicht,
    Pro Tag beträgt der Verlust € 1 Mio. Grund: Internet Nutzerverhalten.

    Immer weniger Menschen sind der Meinung, sie müssten eine Tageszeitung lesen, schließlich gibt es die Informationen noch im Netz und zwar umsonst.

    Genauso katastrophal sieht es für die Zukunft der Maklerbranche aus.
    Die Bereitschaft in D für eine Maklerleistung zu bezahlen wird weiter zurück gehen.
    Der Sachkundenachweis erscheint unter vielerlei Gesichtspunkten, wie der im Ergebnis erfolglose Kampf gegen Windmühlen, wobei die Immobilienmakler als Verlierer schon feststehen.

    RW-Immobilien Consult

  12. Guten Tag,

    es ist nicht nachvollziehbar wie ein Immobilienverband – RDM – gegen eine Sachkundeprüfung sein kann. Wir haben jetzt die Chance unser Berufsbild positiv zu beeinflussen. Wir sind froh das der Gesetzgeber die Regularien hoch ansetzt damit die „Wohnzimmermakler“ keine Chance mehr haben und der seriös arbeitende Makler sich durchsetzt. Wir sind nicht der Meinung das die Presse und die Medien unseren Stand negativ beeinflussen sondern Makler ohne Sachverstand und ohne Marktkenntnis sind für den schlechten Ruf der Branche verantwortlich.

    Reichmann Immobilien e.K.

  13. Schade, dass einige Mitglieder vom RDM es immer noch nicht kapiert haben, dass es letzlich um die Existenz eines ganzen Berufsstandes geht. Es ist daher unbedingt erforderlich, dass wir Makler, Verwalter und Sachverständige möglichst alle in einem starken Verband wie dem IVD organisiert sind, um ein ausreichendes Gewicht der Politik gegenüber darzustellen. Eine Zersplitterung der Maklerlandschaft war schon immer unser Problem, nicht zuletzt auch den großen Immobilienportalen gegenüber, die uns für die Anzeigen regelrecht ausbeuten.

    Ein Sach- und Fachkundenachweis ist meines Erachtens überfällig, damit durch einen kompetenten Service für den Kunden die Wertschätzung und Akzeptanz unserer Arbeit gesteigert und dafür dann auch etwas selbstverständlicher eine Provision gezahlt wird. Gleichzeitig werden die inkompetenten, faulen, schwarzen Schafe nicht immer wieder neu in den Beruf hineingelassen, so dass sich auf lange Sicht ein „Selbstreinigungsprozess“ entwickelt. Der Beitrag von Sylvia Georg ganz oben fast das hervorragend zusammen.

    Halten wir also zusammen, statt uns weiter zu zersplittern und zu zerfleischen!

    Beste Grüße

  14. Scherbel sagt:

    Das eine schließt das andere nicht aus …wie kann ein Vermittler vermitteln, wenn er wenig oder keine Ahnung hat. Letztendlich wird ein Makler, mit sachlicher Kompetenz, fachlichen Kenntnissen, mit Einfühlungsvermögen, mit Überblick und sozialen Wertvorstellungen auch in die Zukunft hinein ein gefragter Vermittler sein. Und es wird Zeit, das sich Medien wie …mieten – wohnen – kaufen odere Andere, die eine völlig falsche Vorstellung des Maklers abliefern, ihr Bild verändern sollten.
    Der Makler sollte mehr geschätzt werden, weil es eine Berufung ist und eine Berufung geht ein mit dem Streben nach Wissen.
    Und wenn der RDM den… lediglich Vermittler nennt, dann klingt das wie eine Selbstanzweiflung…bei so einem Verband möchte ich nicht sein –
    Für mich klingt es eher so …der IVD sagt ja…dann sagen wir (als RDM) mal nein…sehen wir mal wer mehr Einfluss in die Politik hat.

  15. Sehr geehrte Damen und Herren,

    leider stimme ich hier dem RDM zu. Warum brauchen wir weitere Reglementierungen. Gerade diese Regierung hat nichts anders im Sinn, außer Reglementierungen. Da stoßen Sie auch noch in dieses Horn. Was den Ruf des Maklers betrifft, er wird durch Ihren Sachkundenachweis auch nicht besser. Die schwarzen Schafe gehen auch so vom Markt, bei entsprechender Handhabung.
    Der Kunde kauft bestimmt nicht mehr beim Makler, nur weil er jetzt eine Sachkundeprüfung nachweisen kann. Hier ist immer noch das Vertrauen in die Person und nicht in die vorzuweisenden Prüfungsabschlüsse maßgebend. Weiterbildung ist wichtig aber nicht so.

    Lassen Sie alles wie bisher. Für schlechten Ruf unseres Standes sorgen Presse und die Medien, das reicht doch.

    Ulrich Hinterkeuser ( IVD 002682)

    1. Der Herr Hinterkeuser hat vollkommen Recht. Das ganze Gedöns führt nur zu weiteren
      Verwaltungsaufblähungen und behördlichen Überwachungen und weiterer Regulierung. Auch führt Ausbildung nicht zur Heiligsprechung, denn ebenso gut kann einer sein Wissen, das ihm in der Ausbildung eingetrichtert worden ist, zur weiteren Ausnutzung des Kunden einsetzen. Ferner, was soll denn das mit dem „Berater“. Bin ich etwas der Baybsitter des Kunden. Hier werden die Makler in einer Rolle gedrängt, die sehr leicht in eine Haftungsspirale ohne Ende münden kann. Ein Makler, der ein anständiger Kerl (Frau) ist, führt seinen Kunden nicht hinters Licht sondern klärt ihn über das Objekt nach besten Wissen auf. Das ist sein Job und nicht irgendwelche Beratungen, auch, wenn der Kunde sie wünscht. Ich kann hier nur Zurückhaltung empfehlen. Der Kunde muß selbst wissen, ob er sich eine Immobilie kauft oder besser mietet.

      Da sich mit Ausbildung der geschäftliche Anstand nicht herbeiführen läßt, laßt es wie es ist, es könnte nur noch schlimmer kommen.

      Manfred Brell

  16. Sehr geehrte Damen und Herren,
    die Auffassung des RDM kann ich grundsätzlich nicht telen, denn der Makler ist nicht nur Vermittler, denn er hat seine Kunden umfassend zu beraten.
    Dies kann er nur, wenn er über die notwendigen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen verfügt.
    Es reicht nicht nur aus, eine Adresse weiter zu geben und dafür eine hohe Provision zu kassieren.
    Verbraucherschutz beginnt bei der qualifizierten, beratenden Tätigkeit und nicht nur beim aktuell sehr kontrovers diskutierten Bestellerprinzig und Widerrufsrecht.
    Mir scheint, das der verbliebene Teil des RDM nach 10 Jahren noch nicht über die Fusion zum IVD hinweg gekommen ist.
    So muß man plötzlich seine ursprüngliche Meinung ändern
    Mit freundlichen Grüßen.
    Thomas Brauhardt

  17. Sylvia Georg sagt:

    Das glaube ich ja nicht. Was immer der Makler nach Meinung des RDM sein soll…jeden Tag ist die Sachkunde bezügl.rechtl. Fragen rund um Verkauf und Vermietung vom Interessenten gefragt. Wir sind schon lange nicht mehr nur Vermittler…dafür möchte uns nämlich gerade keiner Geld bezahlen! Egal ob der Vermieter, oder der Mieter den Makler beauftragt, er erwartet Rundumbetreuung bis zum Abschluss des Vertrages und auch darüber hinaus.
    Das Berufsbild wandelt sich sehr stark und einer der Gründe warum nach Meinung der SPD die Makler vom Markt verschwinden sollen, ist eben die reine Vermittlerrolle die eine Außenwirkung hat, nach der sie offenbar als nicht mehr notwendig, oder sogar „schädlich“ (für den nächsten Wahlkampf??) betrachtet wird.
    Da auch die Immobilienportale, an erster Stelle Immobilienscout24, versuchen den klassischen Makler als reinen Vermittler, zu ersetzen, können wir nur durch fundierte Ausbildung und guten, (respektvollen!) persönlichen Service von Mensch zu Mensch, unseren Beruf erhalten und weiter ausbauen.

    Sylvia Georg

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