Immobilienverband

Bundesregierung will Sach- und Fachkundenachweis für Verwalter einführen

Das Bundeswirtschaftsministerium will noch in diesem Jahr einen Umsetzungsvorschlag für den Sach- und Fachkundenachweis für Immobilienverwalter vorlegen. Damit hat eine jahrelange Forderung des IVD endlich politisches Gehör gefunden. Auch der Abschluss einer Vermögensschadenhaftpflicht-Versicherung soll für Verwalter verpflichtend werden. Der IVD fordert hier jedoch mehr. Erst am Dienstag bekannte sich das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des 2. Immobilienwirtschaftlichen Dialoges zu der Umsetzung eines Gesetzentwurfes für den Qualifikationsnachweis für die Immobilienverwalter.

Das federführende Bundeswirtschaftsministerium wird danach jetzt alle Voraussetzungen für einen Gesetzentwurf schaffen. Der IVD hatte sich für den Sach- und Fachkundenachweis schon erfolgreich im Koalitionsvertrag eingesetzt. „Nun kommen ein Jahr später die ersten Ergebnisse auf den Tisch“, begrüßt Markus Jugan – Vorsitzender des Bundesfachausschusses der Verwalter die zuständigen Bundesministerien. Zugesichert wurde auch die gesetzliche Einführung der Vermögensschadenhaftpflichtversicherung.  Hier fordert der IVD jedoch deutlich mehr: Die Verwalter aber auch der Verbraucher sehen hier die Vertrauensschaden- und Betriebshaftpflichtversicherung für Personen- und Sachschäden als zwingend“, so Jugan weiter.  Die Einführung eines gesetzlichen Qualifikationsnachweises für die Immobilienmakler lässt derweil noch auf sich warten. Jedoch kamen auch positive Signale aus dem Bundesministerium. Der IVD fordert hier dringenden Handlungsbedarf.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

7 Antworten zu “Bundesregierung will Sach- und Fachkundenachweis für Verwalter einführen”

  1. Klasse, endlich tut sich etwas in die richtige Richtung.

  2. Warum nicht für Immobilienmakler???
    Seit zwanzig Jahren habe ich ein Immobilienbüro und genauso lange wird von den ernsthaften und verantwortungsvoll arbeitenden Immobilienmaklern genau das verlangt.
    Warum und unter welcher Argumentation wird den Maklern verwehrt, was die Hausverwalter jetzt bekommen? Beide Berufsgruppen gehen mit großen Vermögenswerten um.
    Oder ist das politisch so gewollt, damit man eine Gruppe angeblich unseriöser und ungebildeter „Abzocker“ hat, die bei Bedarf immer mal wieder am Nasenring durch die Manege getrieben wird, damit das Volk sein Mütchen wegen verfehlter Wohnungspolitik kühlen kann?

  3. ENDLICH ein erster Schritt in die richtige Richtung! Was normal sein sollte wird nun endlich verbindlich für alle. Professioneller Umgang mit den Werten unserer Kunden.
    Und nach den Hausverwaltern kommen hoffentlich auch bald die Immobilienmakler.

    Helmut Ertz
    Immobilienwirt (Dipl. VWA)

  4. Hermann Sessler sagt:

    Frau Pohland hat ins Schwarze getroffen, warum nicht auch für Makler?
    … und Chapeau, Chapeau, Chapeau für den letzten Absatz!

    Wir sollten uns mit Nachdruck positionieren und darauf drängen, dass unser Berufsstand in das Gesetz mit eingebracht wird.

    Kollegiale Grüsse aus Bonn am Rhein
    Hermann Sessler

    Kaufmann der Grundstücks und Wohnungswirtschaft,seit 38 Jahren selbstständig und über 30 Jahre im RDM/IVD

  5. Wienke sagt:

    Ich sehe das genau so. Tagtäglich habe ich mit Kunden Gespräche, die sich über fachlich schlecht ausgebildete Makler und Hausverwalter äußern. Der Qualifikationsnachweis für Makler ist dringend erforderlich.

    Dran bleiben.

    Grüße B. Wienke – 3v-immobilien.de

  6. Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Aber noch ist die Regelung nicht eingeführt und umgesetzt. Auf dem Weg dahin sind sicherlich wie so oft noch einige Überraschungen zu erwarten. Mal sehen wie die Regelung am Ende aussieht – wenn sie überhaupt beschlossen wird.

    Eine umfassende Regelung auch für Makler ist auf jeden Fall wünschenswert.