Immobilienverband IVD

Wohnen auf Zeit: Heute hier, morgen dort

Von Anne Meyer-Gatermann

© doomu - shuterstock.com

Mit dem Dach fing alles an. Ascan Erckert aus Bayern hat in Hamburg eine Immobilie, die aus dem Familienbesitz stammt. Dann musste das Dach saniert werden, das ist natürlich nicht billig. Erckert kam ins Grübeln und traf eine Entscheidung: „Natürlich sollte die Sanierung sich so zeitnah wie möglich amortisieren, sodass die Idee der möblierten Vermietung aufkam.“

Drei Wohnungen waren es damals, heute sind es vierzehn, und das Geschäft läuft gut. Anfangs hat er 35 Prozent Mehreinnahmen im Vergleich zu einer klassischen Vermietung erzielt. Das hat sich mittlerweile bei 25 Prozent eingependelt, aber die Kosten für die Dachsanierung hatte er schnell wieder reingeholt. „Darüber hinaus müssen natürlich die Einrichtungskosten erst noch erwirtschaftet werden, aber der Mehraufwand durch die Möblierung amortisiert sich recht schnell. Das heißt konkret, nach etwa zwei Jahren ist es schlicht das Einnahmeplus, das zählt“, berichtet Erckert.

Der Markt für die Vermietung von möblierten Wohnungen floriert, weil immer mehr Firmen Mitarbeiter für einzelne Projekte einkaufen oder in eine andere Stadt versetzen. Die Arbeitgeber suchen voll ausgestattete, kleine Wohnungen in zentraler Lage oder in der Nähe des Unternehmens.

 

Besteck, Bettwäsche und Kaffeemaschine sollten da sein

Damit Herr Erckert nicht von Bayern aus die Abwicklung mit den Mietern auf Zeit in Hamburg machen muss, hat er das Maklerunternehmen „HomeCompany“ beauftragt, das auf den Bereich „Wohnen auf Zeit“ spezialisiert ist. Die Mitarbeiter beraten die Vermieter, welche Wohnungen in welcher Größe und Lage besonders geeignet sind. „Für eine renditeoptimierte Vermietung zählen natürlich Größe und Schnitte einer Wohnung, aber auch andere Faktoren. So muss die Ausstattung stimmen, und hier beraten wir gerne. Natürlich ist die Lage zu möglichen temporären Arbeitsstätten aus praktischen Gründen sehr wichtig“, sagt die Geschäftsführerin der HomeCompany Hamburg, Kristine Grantz. Weil die Menschen, die in diesen Wohnungen wohnen, meist nur mit einem Koffer anreisen, sollte die Wohnung vom Besteck, der Bettwäsche über die Kaffeemaschine bis hin zum Klopapier möglichst komplett ausgestattet sein.

Das Makler-Unternehmen übernimmt auf Wunsch die komplette Kommunikation mit den Mietern, prüft die Seriosität der Anfragen und bietet auch weitere Zusatzleistungen wie einen Reinigungsservice an. Das Modell ist für sie also deutlich lukrativer als eine klassische Vermietung und für die Mieter günstiger als eine wochenoder monatelange Unterbringung im Hotel.

 

Der Artikel wurde im AIZ-Immobilienmagazin, Ausgabe 11/2015 auf Seite 16 veröffentlicht.

29.07.2014 | Immobilienverband IVD | Aktuelles

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2 Antworten zu “Wohnen auf Zeit: Heute hier, morgen dort”

  1. R. Gleich sagt:

    „Das Makler-Unternehmen übernimmt auf Wunsch die komplette Kommunikation mit den Mietern, prüft die Seriosität der Anfragen und bietet auch weitere Zusatzleistungen wie einen Reinigungsservice an. Für die Vermieter ist das kostenlos.“
    Ist das nur schlampig recherchiert oder hat die Geschäftsführerin von HomeCompany Hamburg, Frau Grantz, der Redakteurin einen Bären aufgebunden? Auf deren Website steht unter http://hamburg.homecompany.de/de/vermieter :
    „Die Kosten für die Maklertätigkeit der HomeCompany sind steuerlich verwertbar, denn Sie können das Vermittlungsentgelt vollständig bei Ihren Einkünften aus Vermietung und Verpachtung als Werbungskosten abziehen.“

    • Hallo Herr/Frau Gleich,

      leider hatte sich hier ein Fehler eingeschlichen, der sich im gedruckten Artikel so nicht darstellt: Der Satz „Für Vermieter ist das kostenlos“ erscheint hier aus dem Zusammenhang gerissen, er bezog sich auf die Provision, die Mieter je nach Dauer der Mietzeit gestaffelt zahlen. Wir haben das selbstverständlich korrigiert und hoffen auf Ihr Verständnis.

      Mit freundlichen Grüßen
      Nathalie Boensch