Immobilienverband IVD

Qualität macht sich bezahlt – auch bei der Immobilienverwaltung

• Studie zeigt: Kosten für Immobilienverwalter nur geringfügig gestiegen
• Sondervergütungen nur bei höherem Aufwand oder externen Kosten

 

Die Kosten für die Verwalter von Immobilien sind in den vergangenen fünf Jahren unwesentlich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt aktuell eine bundesweite Studie der drei großen Immobilienverbände ZIA, IVD und BVI, die vom Freiburger Center for Real Estate Studies (CRES) durchgeführt wurde. „Wir stellen fest, dass der Arbeitsaufwand der Verwalter in zeitlicher und technischer Hinsicht gerade in kleineren Gemeinschaften recht hoch ist und die Vergütung damit oft nicht im Einklang steht. Daher sollte bei der Auswahl des Verwalters der Preis nicht das ausschlaggebende Kriterium sein, da dies unter Umständen mindere Qualität nach sich zieht. Es lohnt sich gegebenenfalls einen höheren Preis in Kauf zu nehmen“ sagt Sun Jensch, Bundesgeschäftsführerin des IVD.

 

Ähnlich sieht es der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA): „Insbesondere für Privatanleger, die über keinerlei Immobilien-Knowhow verfügen, sind Verwalter der erste Ansprechpartner, wenn es um Probleme mit der Immobilie selbst, bauliche Maßnahmen oder auch Mietverhältnisse geht. Für eine angemessene Leistung braucht es auch eine angemessene Bezahlung“, erklärt Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer des ZIA. Die drei Verbände empfehlen daher für die Miethausverwaltung monatlich 25,00 Euro pro Wohneinheit und für die Wohnungseigentumsverwaltung monatlich 22,00 Euro pro Wohneinheit zu veranschlagen. Dabei handelt es sich um einen Richtwert, der von Haustyp und Größe abhängig ist. Thomas Meier, Präsident des BVI Bundesfachverband der Immobilienverwalter bekräftigt dies: „Bei unserer Tätigkeit handelt es sich um eine qualifizierte Dienstleistung, deren Komplexität und Umfang oft unterschätzt wird. Immobilienverwalter, die seriös und fundiert arbeiten, sich stets fortbilden und die besten Möglichkeiten zur Wertsteigerung der ihnen anvertrauten Verwaltungseinheiten wählen, müssen auch auskömmlich arbeiten können.“

 

Ein weiteres Ergebnis der aktuellen Studie ist, dass die Mehrheit der Verwalter (68 Prozent) trotz vielfacher gesetzlicher Änderungen und der Einführung neuer technischer Standards diese zusätzlichen Aufgaben bislang innerhalb der Grundvergütung abrechnet. Sondervergütungen werden erst aufgerufen, wenn ein höherer Aufwand oder externe Kosten anfallen. „Es zeigt sich, dass trotz gestiegener Anforderungen an Immobilienverwalter, besonders durch politisch motivierte Zusatzaufgaben wie die Pflichten im Zuge des Meldegesetzes, des Mess- und Eichgesetzes und des Mindestlohngesetzes, die Preise kaum angezogen wurden“, sagt Markus Jugan, Vorsitzender des Bundesfachausschusses Verwalter im Immobilienverband IVD.

 

Die drei Verbände sehen in der Studie eine gute Grundlage zur Übersicht angemessener Vergütungen für die Leistungen von Verwaltern: "Mit der Studie über die Verwaltervergütung schaffen wir für Verwalter und Verbraucher Transparenz und ein wichtiges Instrument zum Vergleich der eigenen Kalkulationen. Selbstverständlich kann dieses Zahlenwerk nicht die eigene betriebswirtschaftliche Betrachtung und Preisermittlung ersetzen, sie gibt jedoch, gerade bei den Sonderleistungen sehr gute Richtwerte über die Marktsituation“, so Jugan weiter.

 

Die Studie kann beim IVD Immobilienverband nachgefragt werden.

 

Weitere Informationen unter:
www.ivd.net
www.bvi-verwalter.de
www.zia-deutschland.de

 

11. Mai 2016

RAin Annett Engel-Lindner

Referentin Immobilienverwaltung

Telefon: 0 30 / 27 57 26 - 0 E-Mail: info@ivd.net

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