Immobilienverband IVD

Büromieten in Metropolen und Städten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern wachsen am stärksten

  • Alle Städte und Ausstattungskategorien verzeichnen Mietwachstum
  • Höchste Spitzenmieten in Frankfurt am Main und München
  • Höchster Leerstand in Düsseldorf und Frankfurt am Main

Berlin, 14. Dezember 2017 - Der deutsche Büromarkt entwickelt sich dank des konjunkturellen Aufschwungs sehr positiv. Er verzeichnet weiter ein stabiles Wachstum. Die Mieten auf dem Büromarkt sind 2017 sind in allen Lagen und Ausstattungskategorien gestiegen. Insbesondere Büroflächen in Metropolen und kleineren Großstädten verzeichneten ein hohes Mietwachstum. Dabei erzielten Büroflächen mit einfacher Ausstattung in Städten von 250.000 bis 500.000 Einwohnern das stärkste Wachstum mit 4,76 Prozent (Vorjahr: 3,79 Prozent). "Wegen des Nachfrageüberhangs in Metropolen weichen viele Unternehmen in kleinere Großstädte aus. Für Investoren werden sie immer attraktiver", kommentiert Jürgen-Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, den aktuellen IVD-Gewerbe-Preisspiegel. Er basiert auf der IVD-Preisdatensammlung von rund 350 Städten und Gemeinden sowie auf Marktbeobachtungen. Die Daten wurden im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres erhoben.

Anhaltender Beschäftigungsaufbau führt zu höherer Flächennachfrage

Die Anzahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten hat in Deutschland erneut zugenommen und liegt nun bei 32,7 Millionen Beschäftigte (November 2016: etwa 32 Millionen Beschäftigte). "Die gute Konjunktur führt zu anhaltendem Beschäftigungsaufbau. Dies führt zu einer erhöhten Flächennachfrage und steigenden Mieten in allen Büromärkten", sagt Schick. So verzeichnen Büroflächen in Metropolen in allen Ausstattungskategorien ein dynamisches Wachstum. "Das Mietpreiswachstum in den Metropolen nimmt wieder Fahrt auf, nachdem die Mieten 2016 noch deutlich langsamer anstiegen", so Schick. Das Mietwachstum im einfachen und mittleren Segment lag bei mehr als 3 Prozent (Vorjahr: einfacher Nutzungswert 0,51 Prozent, mittlerer Nutzungswert 1,57 Prozent), bei guter Ausstattung lag das Mietwachstum bei 2,7 Prozent (Vorjahr: 1,26 Prozent).

Auch Städte mit weniger als 30.000 Einwohnern sowie Städte mit bis zu 50.000 Einwohnern profitieren von der wirtschaftlichen Entwicklung. In diesen Städten stiegen die Mieten in allen Ausstattungskategorien um mehr als 2 Prozent (Vorjahr: ca. 1,5 Prozent). "Der konjunkturelle Aufschwung hat auch in den kleineren Städten endgültig Fuß gefasst", so Schick. Lediglich in Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohner war das Mietwachstum in der einfachen und mittleren Ausstattungskategorie schwächer und lag unter 1 Prozent (Vorjahr: ca. 1,3 Prozent), während aber die Mieten bei Büroflächen mit mittlerer Ausstattungskategorie um 2,6 Prozent (Vorjahr: 2,34 Prozent) zulegten.

München und Frankfurt am Main bei Spitzenmieten vorn

Laut IVD-Marktrecherche legten die Spitzenmieten 2017 in den Top-Bürohochburgen zu. Dabei liegt Frankfurt am Main mit 38,50 Euro/qm bei den Bürospitzenmieten auf dem ersten Platz. München (35,50 Euro/qm) folgt und Berlin liegt nun auf Platz drei mit einer Spitzenmiete von 27,50 Euro/qm. Es folgen Düsseldorf (26,50 Euro/qm) und Hamburg (25,00 Euro/qm).
Auch die Schwerpunktmieten stiegen in allen Metropolen an. Mit einer Schwerpunktmiete von 24,00 Euro pro Quadratmeter erreichte München einen neuen Rekordwert (2016: 22,5 Euro pro Quadratmeter). Die Mieten in München haben sich in den vergangenen 10 Jahren damit fast verdreifacht. Auch in folgenden Städten kam es zu einem Preisplus: In Frankfurt am Main betrug die Schwerpunktmiete 15,50 Euro pro Quadratmeter (2016: 14,4 Euro pro Quadratmeter), in Hamburg 10,20 Euro (2016: 9,7 Euro pro Quadratmeter) und in Berlin 9,25 Euro (2016: 8,88 Euro pro Quadratmeter).

Leerstandsquoten sinken

Gleichzeitig verringerte sich die jeweilige Leerstandsquote. In Stuttgart, Berlin und München beträgt sie nur noch 2,9 Prozent respektive 3,2 und 3,3 Prozent. Der Markt in diesen Städten ist nahezu leergefegt. Die Leerstandsquote in Frankfurt am Main beträgt dagegen noch 9,8 Prozent. Frankfurt hat traditionell die höchsten Büroflächenleerstände bei gleichzeitig hohen Spitzenmieten. "Das liegt vor allem an der Monostruktur von Frankfurt als Finanzindustrie-Standort. Von der Finanzkrise hat sich Frankfurt noch nicht wieder erholt. Allerdings dürfte sich die Finanzmetropole insbesondere durch den Brexit weiter positiv entwickeln", so Schick.

Über den IVD Bundesverband

Der IVD ist die Berufsorganisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft. Der IVD ist mit ca. 6.000 Mitgliedsunternehmen, davon 1.800 Wohnungsverwalter, der zahlenmäßig stärkste Unternehmensverband der Immobilienwirtschaft. Zu den Mitgliedsunternehmen zählen Immobilienberater, Immobilienmakler, Bauträger, Immobilienverwalter, Finanzdienstleister und Bewertungs-Sachverständige und viele weitere Berufsgruppen der Immobilienwirtschaft. Die Aufnahme in den IVD Bundes-verband erfolgt nach Abschluss einer umfassenden Sach- und Fachkundeprüfung und gegen Nachweis des Abschlusses einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung. Der vollständige Name des Verbandes lautet: "Immobilienverband Deutschland IVD Bundesverband der Immobilienberater, Makler, Verwalter und Sachverständigen e.V."

Foto von Heiko Senebald

Heiko Senebald

Leiter Kommunikation

Telefon: 0 30 / 27 57 26 - 0
E-Mail: heiko.senebald@ivd.net

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