Immobilienverband IVD

Baugenehmigungszahlen weiter im Sinkflug: Nationaler Aktionsplan für Neubau erforderlicher denn je

Wie das Statistische Bundesamt heute berichtet, wurden von Januar bis November 2017 in Deutschland 7,8 Prozent oder 26 400 weniger Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als in den ersten elf Monaten 2016. Auch im Dreimonatsvergleich habe die Zahl der genehmigten Wohnungen von Juli bis September 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum abgenommen, und zwar um 11,6 Prozent.

Dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD: "Stillstand ist kein Zukunftsprojekt. Jeder Tag ohne Regierung ist ein Tag ohne Wohnungsbauförderung. Der Trend der zurückgehenden Baugenehmigungszahlen beschleunigt sich. Bei einer Großen Koalition darf es daher auf keinen Fall zu einer Neuauflage der Regulierungspolitik kommen. Eine Verschärfung der Mietpreisbremse oder andere rechtliche Maßnahmen, die von einigen SPD-Politikern gefordert werden, müssen der Vergangenheit angehören. Ansonsten werden wir der Wohnraumknappheit nie begegnen können. Wir brauchen schleunigst einen Immobiliengipfel und einen Aktionsplan für mehr Wohnungsneubau, mehr Wohneigentum und weniger Regulierung."

Schick erinnert daran, dass die Baugenehmigungszahlen schon seit geraumer Zeit abnehmen. Das knappe Baulandangebot sei hier ein wesentlicher Faktor. Hier liegen die Kommunen in der Verantwortung, für bessere Rahmenbedingungen zu sorgen. Zudem müsse die Politik stärker Investitionsanreize für den Neubau schaffen. Außerdem seien die Potentiale der Nachverdichtung und Aufstocken in Bestandsimmobilien nach wie vor nicht ausgeschöpft.

Foto von Heiko Senebald

Heiko Senebald

Leiter Kommunikation

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20.11.2017 | Immobilienverband IVD | Fachthemen, intern, intern, Intern, Markt, Presse

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