Immobilienverband IVD

Rückbau

Ist eine bauliche Veränderung ohne Zustimmung der anderen betroffenen Eigentümer erfolgt, kann ein Anspruch auf Beseitigung gegen den Eigentümer, der die Veränderung verursacht hat, oder die Gemeinschaft von jedem einzelnen Eigentümer oder der Gemeinschaft geltend gemacht werden. Diese Ansprüche unterliegen grundsätzlich der dreijährigen Verjährungsfrist ab Kenntnis. Ein Rückbauverlangen kann unter gewissen Umständen auch verwirkt oder rechtsmissbräuchlich sein, wenn die Abwägung der Interessen ergibt, dass die Beeinträchtigung nur geringfügig, der Beseitigungsaufwand aber unverhältnismäßig hoch ist. Der Gemeinschaft obliegt es, die Ansprüche durchzusetzen. Diese beschließt mehrheitlich, ist allerdings nicht befugt, ohne einen gerichtlichen Vollstreckungstitel die Ansprüche gegenüber dem Störer durchzusetzen. Auch können sie die Beseitigung nicht im Wege der Ersatzvornahme selbst vornehmen.

RAin Annett Engel-Lindner

Referentin Immobilienverwaltung

Telefon: 0 30 / 27 57 26 - 0 E-Mail: info@ivd.net

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