Immobilienverband IVD

IVD-Präsident Schick fordert politischen Fokus auf Wohnungsneubau

Berlin, 12. Juli 2018

– Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, wurden in den ersten fünf Monaten 2018 in Deutschland insgesamt 139.600 Wohnungen zum Bau genehmigt. Damit wurden 1,8 Prozent oder 2.500 Baugenehmigungen mehr erteilt als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Neubaugenehmigungen für Wohnheime, die überwiegend für Flüchtlinge errichtet werden, ist die Zahl der Neubaugenehmigungen im Vergleich zu 2017 sogar um 3,8 Prozent gestiegen.
„Die anhaltende, wenn auch langsame Erholung der Baugenehmigungszahlen ist ein erstes positives Zeichen für etwas Entlastung auf dem angespannten Wohnungsmarkt“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Im-mobilienverbandes IVD, und warnt: „Die Politik darf sich von dem aktuellen Aufwärtstrend nicht verführen lassen, sich jetzt schon zurückzulehnen: Denn mit einer Baugenehmigung ist noch keine Wohnung geschaffen. Der Flaschenhals ist und bleibt die zu geringe Bautätigkeit.“

Von den im Koalitionsvertrag vereinbarten Zielen sei die Bundesregierung trotz des leichten Aufwärtstrends bei den Baugenehmigungen noch weit entfernt.: „Die vergangenen Wochen waren verlorene Wochen. Neue Initiativen oder konkrete Vorschläge zur Ankurbelung des Neubaus sind derzeit Fehlanzeige. Vereinfachte Bauvorschriften, schnellere Planungs- und Bauverfahren, Baulandmobilisierung, Baukostensenkung – das sind die Aspekte, die im Mittelpunkt stehen müssten. Der Wohngipfel im September muss konkrete Ergebnisse bringen, ansonsten bleiben die leichten Steigerungen der Baugenehmigungszahlen ein Tropfen auf dem hei-ßen Stein.“

 

Foto von Heiko Senebald

Heiko Senebald

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