Immobilienverband IVD

IVD-Newsletter vom 04. Oktober 2018

1. Ein Wohngipfel mit Licht und Schatten

Vor gut zwei Wochen fand der Wohngipfel im Kanzleramt statt. Wir haben gefordert: Mehr Neubau, mehr Wohneigentum, weniger Regulierung. Das ist leider anders gekommen. Statt weniger Regulierung hat die Große Koalition noch mehr Regulierung beschlossen. Unter anderem soll der Mietspiegel durch die Ausweitung des Betrachtungszeitraums von 4 auf 6 Jahre nach unten manipuliert werden.

Außerdem sehen wir die wiederholte Ankündigung, die Einführung eines Bestellerprinzips bei Kaufimmobilien prüfen zu wollen, kritisch. Durch diese Maßnahme entstehe keine einzige neue Wohnung.

Unsere Pressemitteilung finden Sie hier.

2. Bestellerprinzip: Kampagne des IVD

In den meisten Bundesländern wird die Vermittlungsprovision in der Regel zwischen Käufern und Verkäufern aufgeteilt. Geht es nach Bundesjustizministerin Katarina Barley könnte damit bald Schluss sein. Offensichtlich möchte sie durch das sogenannte "Bestellerprinzip" erreichen, dass zukünftig nur noch der Verkäufer die Provision zahlt.

Diesen Provisionszwang wollen wir nicht einfach so hinnehmen. Daher hat der IVD eine groß angelegte Kampagne gestartet und wird dabei von seinen Mitgliedern tatkräftig unterstützt.

3. DSGVO-Betrug: "Datenschutzauskunft-Zentrale"

Aktuell versendet eine ominöse „Datenschutzauskunft-Zentrale“ zahlreiche „Eilige FAX-Mitteilungen“ an Unternehmen.  Darin werden diese aufgefordert, sich an einer "Erfassung Gewerbebetriebe zum Basisdatenschutz nach EU-DSGVO" zu beteiligen. Zur Erfüllung der "gesetzlichen Pflichten" solle man ein beigefügtes Formular ausfüllen und per Fax an eine 00800-Nummer oder an eine Postanschrift in Oranienburg versenden.

Bei einer Rücksendung wird ein mehrjähriger Vertrag mit Kosten von 498,- € netto pro Jahr abgeschlossen, jedenfalls sagt das die ausschließlich im Internet zu findenden Geschäftsbedingungen.

Bitte keinesfalls darauf reagieren, einfach in den Müll damit. Bei Rückfragen können sich Mitglieder an die Wettbewerbshotline des IVD wenden.

4. Buchtipp: Der Eigentumsskandal

Der Traum vom Eigenheim – für viele Deutsche liegt seine Verwirklichung in weiter Ferne. Deutschland ist DAS Mieterland: Mehr als die Hälfte aller Menschen in unserem Land lebt zur Miete statt in den eigenen vier Wänden, Tendenz steigend. Damit bildet unsere Nation eines der Schlusslichter im europäischen Vergleich. An mangelndem Interesse liegt das keineswegs – drei Viertel der Bevölkerung würden gern in den eigenen vier Wänden leben. Aber Politik und Gesellschaft haben Wohneigentum über die Jahre hinweg systematisch schlecht gemacht und schlecht geredet. Auf staatliche Unterstützung bei der Finanzierung von Wohneigentum hoffen Mieter oft vergeblich. Stattdessen wird viel für die Erhaltung des Status quo getan: Die Politik verfolgt eine mieterfreundliche Strategie in Form von Mietpreisbremse und Co. Die Anreize für eine Immobilienfinanzierung bleiben dabei auf der Strecke. Mehr noch: Der Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten wird zunehmend erschwert.

IVD-Präsident Jürgen Michael Schick und Josef Girshovich, Gesellschafter von PB3C, zeigen in diesem Buch, warum die Förderung von Wohneigentum gerade in Deutschland eine der besten Investitionen in die Zukunft ist. Anhand zahlreicher Beispiele aus der Praxis wird schnell klar, für wen und wie Eigentumserwerb in Betracht kommt – und für wen nicht.

„Der Eigentumsskandal: Wie die Politik unseren Wohlstand verhindert und was wir dagegen tun können“ erscheint am 8. Oktober 2018. Im AIZ-Immobilienmagazin, Ausgabe 10, erscheint exklusiv ein Vorabdruck des Buches.

5. Mietpreisbremse in Rostock und Greifswald in Kraft getreten

In den Universitätsstädten Rostock und Greifswald ist an diesem Montag die von der Landesregierung beschlossene Mietpreisbremse in Kraft getreten. Sie soll zunächst für fünf Jahre gelten

6. Rücknahme der Abberufung von Adler ist ein richtiges Zeichen

Entgegen dem ursprünglichen Vorhaben der Bundesregierung, Baustaatssekretär Gunther Adler in den vorzeitigen Ruhestand zu versetzen, bleibt Adler nun doch im Amt. Die Immobilienwirtschaft hatte zuvor übereinstimmend ihr Bedauern über Adlers Abberufung geäußert. Mit Gunther Adler behält die Wohnungswirtschaft einen erfahrenen Ansprechpartner. Die Entscheidung, den Baustaatssekretär in seinem Amt zu belassen, unterstreicht die Bedeutung der Wohnungspolitik.

Wir brauchen nach dem Wohnungsgipfel eine zentrale Schnittstelle auf Bundesebene, um die zahlreichen wohnungspolitischen Herausforderungen zu meistern. Einen besseren Vermittler und Koordinator als Staatssekretär Gunter Adler hat die Bundesregierung nicht. Auf seine Expertise zu verzichten wäre nicht richtig gewesen.

7. Handels-Dialog Baden-Württemberg

Möglichst nah am Kunden sein, den Kunden ins Zentrum stellen. Das hat heute angesichts des Online-Handels höchste Priorität. Es gilt also für den Handel, die Städte und die Immobilienbranche, die stationäre Welt zu stärken und Einkaufserlebnisse zu schaffen. Wie das in den Städten in Baden-Württemberg funktioniert und worauf Sie für die Zukunft setzen müssen, das erfahren Sie am 11. Dezember in Heilbronn.

IVD-Mitglieder erhalten 10% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.
Weitere Informationen finden Sie hier.

8. 3. Personalmanagement-Tag mit Christmas Garden am Abend

Mehr als 145.000 Besucher bestaunten im vergangenen Jahr den Christmas Garden in Berlin. In diesem Jahr wartet der rund zwei Kilometer lange Rundweg mit noch faszinierenderen Lichtinstallationen auf.

Wir laden Sie herzlich ein, die neuen Lichtspiele und Motive mit uns im Anschluss des 3. Personalmanagement-Tags am 16. November in Berlin gemeinsam zu genießen.

Melden Sie sich noch bis zum 8. Oktober zum Frühbucherrabatt an.

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