Immobilienverband IVD

IVD-Newsletter vom 18. Oktober 2018

1. Regierung prüft Bestellerprinzip

Am 12. Oktober wurde im Bundestag der Gesetzentwurf der Grünen zur Einführung eines Bestellerprinzips und eines Deckels (1,68%) in 1. Lesung beraten (BT-Drs. 19/4557). Der Bundestag hat den Gesetzentwurf der Grünen an den Rechtsausschuss verwiesen, wo er weiter behandelt wird. Die Erfolgsaussichten des konkreten Gesetzentwurfes sind äußerst gering, da es sich um einen Entwurf der Opposition handelt.

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2. Konferenz: Novellierung des WEG-Gesetzes

Mehr als 130 Teilnehmer haben sich am Dienstag in Berlin zur Konferenz zur WEG-Reform eingefunden. Eingeladen hatten der IVD und der Bundesfachverband der Immobilienverwalter (BVI). Die Konferenz war ein großer Erfolg und fand regen Andrang. Die Teilnehmer diskutierten engagiert mit den Vertretern aus den Ministerien, der Politik, sowie Juristen und Praktikern wie dem amtierenden Richter am Kammergericht Berlin Dr. Elzer, dem amtierenden Richter am AG Hannover Dr. Löffler, der bereits im Jahr 2007 maßgeblich an der seinerzeitigen Reform des WEG beteiligt war, dem bekannten Berliner Rechtsanwalt Uwe Wanderer, dem Geschäftsführer der Vonovia Treuhand GmbH Dr. Ollig und dem Immobilienverwalter Jörg Wanke.

Ausgangspunkt der Diskussionen bildeten ein Gesetzesentwurf sowie die Diskussionsentwürfe des BMJV und des bayerischen Staatsministeriums der Justiz zur Änderung des WEG und BGB. Auch die Vertreter aus der Politik haben signalisiert, dass eine Reform erforderlich erscheint und man diese schnellstmöglich in dieser Legislaturperiode umsetzen müsse. Teilnehmer und Referenten haben sich besonders engagiert in die Diskussion eingebracht, sodass für uns offensichtlich der richtige Zeitpunkt gekommen war, die Politik auf das Thema aufmerksam zu machen und eine Reform anzustoßen, bei der unsere Mitglieder von Anfang an dabei sind.

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3. DSGVO – Klingelschildirrsinn

Namensschilder dienen der Orientierung. Sie begegnen einem tagtäglich. So auch auf Klingeln oder Briefkästen an vermieteten Mehrfamilienhäusern. Keiner würde auf die Idee kommen, dass dies ein datenschutzrechtliches Problem darstellt, zumal die Bewohner erreicht werden wollen, beispielsweise von einem Paketdienst, der Post oder Freunden.

Ein Fall aus Wien zeigt, dass dies ein Irrtum ist. Dort sah sich ein Mieter in seiner Privatsphäre verletzt und klagte. Leider hat dieser Fall auch in Deutschland für sehr viel Aufmerksamkeit gesorgt, so dass eine Befassung mit der Rechtslage unumgänglich ist.

Datenschutzrechtlich stellt die Beschriftung eines Schildes eine Datenübermittlung an eine unbestimmte Anzahl von Personen dar. Übermittelt wird der Name der Person, die in dem jeweiligen Haus lebt. Eine solche Übermittlung ist ohne Rechtsgrundlage unzulässig. Da weder eine gesetzliche Pflicht besteht, eine Klingel oder einen Briefkasten zu haben, noch ein berechtigtes Interesse des Vermieters erkennbar ist, bedarf die Beschriftung einer vorherigen Einwilligung des Mieters. Diese kann nicht nachträglich eingeholt werden. Aus diesem Grund wurden in Wien jetzt tausende Namensschilder entfernt.

Ist dies jetzt auch in Deutschland erforderlich?

Streng genommen ist diese Frage mit Ja zu beantworten. Nach dem Entfernen kann dem Mieter angeboten werden, entweder selbst ein Namensschild anzubringen oder dies dem Vermieter zu gestatten. Für die Zukunft sollte bereits bei Abschluss des Mietvertrages eine Einwilligung eingeholt werden. Wer sich hieran nicht hält, kann vom Mieter verklagt werden. Wie streng die Datenschutzbehörden solche Verstöße ahnden, ist derzeit nicht absehbar. Vielleicht wird die Angelegenheit künftig auch wieder nach dem bisherigen Motto „Wo kein Kläger, da kein Richter“ behandelt. Sicher ist dies aber nicht.

4. Expo Real 2018: Mit Rekordzahlen geht Messe zu Ende

Die EXPO REAL 2018 reflektiert den Boom in der Immobilienwirtschaft und stellt einen neuen Rekord auf: 2.095 internationale Unternehmen, Städte und Regionen stellten aus. Auch die Teilnehmerzahl der Messe stieg um 6,6 Prozent auf 44.536. Darunter Bürgermeister und CEOs aus zwei Dutzend europäischen Städten. Insgesamt waren rund 100 Stadtoberhäupter und Regierungsvertreter vor Ort.

Das machte sich auch an den sehr gut besuchten Ständen des IVD und der Bundesarbeitsgemeinschaft Immobilienwirtschaft Deutschland (BID) bemerkbar. Mit mehreren Bau- und Landesministern sowie Staatssekretären wurden zahlreiche intensive Gespräche geführt.

Impressionen von der EXPO REAL finden Sie hier.

5. Immobilienportale: Achtung bei Vertragsverlängerung

Ein Immobilienportalanbieter kommt auf Sie zu bezüglich einer Vertragsverlängerung? Dann achten Sie bitte auf die vereinbarte Vertragsdauer und ob diese möglicherweise für 24 statt der bisher üblichen 12 Monaten angegeben wird

6. IVD Sozial: 5.250 Euro an Leben Lernen e.V. übergeben

Insgesamt haben die Hochzeitsgäste von Laura & Michael Schick und weitere IVD-Mitglieder 5.250 Euro an den Verein Leben Lernen e.V. gespendet. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mädchen und Frauen in Notsituationen zu unterstützen. Zudem ist eine Kriseneinrichtung für Säuglinge und Kleinkinder unter 2 Jahren geplant.

Die Spende wurde vom Brautpaar und der Vorsitzenden des IVD Sozial, Julia Braschoß, in Berlin übergeben. Sie können den Verein auch weiterhin über den IVD Sozial unterstützen.

Sie können ganz einfach online spenden.
Ihre Spende können Sie von der Steuer absetzen.

Vielen Dank an alle Spender!

7. Online-Befragung: Naturgefahren in der Immobilienwirtschaft

Im Rahmen einer Masterarbeit zum Thema "Naturgefahren in der Immobilienwirtschaft" wird derzeitig eine deutschlandweite Online-Befragung durchgeführt. Ziel ist, herauszufinden inwiefern sich Immobilieneigentümer/ -unternehmen mit dem Thema "Naturgefahren" auseinandersetzen (ob man sich mit diesem bereits beschäftigt hat oder nicht, spielt für die Teilnahme keine Rolle). Beispielsweise wird untersucht, ob Naturrisiken bei der Standortsuche bzw. bei Investitionsentscheidungen von Bedeutung sind, ob Sie bereits Schäden durch Naturgefahren zu verzeichnen haben und wie im Allgemeinen Ihre Sichtweise auf das Thema ist. Zudem können Kritikpunkte bezüglich der Informationslage in Deutschland geäußert werden.

Die Umfrage nimmt lediglich 5 - 10 Minuten in Anspruch und erfolgt anonym. Eine Ergebniszusammenstellung wird an alle Teilnehmer verschickt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Danke für Ihre Unterstützung!

8. Exzellenten Nachwuchs bundesweit sichtbar machen

Zum sechsten Mal fand traditionell am zweiten Messetag der internationalen Immobilienmesse Expo Real die Verleihung des Ingeborg Warschke-Nachwuchsförderpreis am Stand der Stadt München statt. Die drei Preisträgerinnen für hervorragende Studienarbeiten (Bachelor und Master) können sich jeweils über 1.250 Euro und eine einjährige kostenfreie Mitgliedschaft im Verein Frauen in der Immobilienwirtschaft freuen.

Die Preisträgerinnen 2018 (v.l.n.r.) sind: Saskia Baum, Helen Kathrin Jerg und Marlene Schneller.

Einreichungsschluss für den Ingeborg-Warschke-Nachwuchsförderpreis ist im kommenden Jahr voraussichtlich der 15. Juni 2019.

Weitere Informationen finden Sie hier.

9. 4. Jahreskongress der Immobilien-Frauen

„Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ist ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ist ein Erfolg“, dieser Ansicht war schon Henry Ford. Der Jahreskongress der Immobilienfrauen in Berlin zeigt Jahr für Jahr auf beeindruckende Weise die Vielfalt der beruflichen Leistungen, mit der Frauen die Immobilienbranche weiter nach vorne bringen können. Aber Frauen brauchen auch ein starkes Netzwerk, um in Führung zu gehen, denn gute Verbindungen sind wie das Salz in der Suppe, es geht nicht ohne. Bleiben oder werden Sie Teil dieses Netzwerkes und besuchen den 4. Jahreskongress Immobilien-Frauen am 4. und 5. November in Berlin.

Hier finden Sie weitre Informationen, das Programm und das Anmeldeformular. IVD-Mitglieder erhalten 10 Prozent Rabatt auf die Teilnahmegebühr.

10. EIA: „Gepr. Gewerbeimmobilien-Berater/in“

Am 03.11.2018 startet wieder ein neuer Lehrgang zum „Gepr. Gewerbeimmobilien-Berater/in“ an der Europäischen Immobilien Akademie (EIA) in Saarbrücken. Der Lehrgang richtet sich an alle, die sich besondere Kenntnisse für die Vermarktung und Verwaltung von Gewerbeimmobilien aneignen möchten und in diesem Marktsegment tätig werden wollen.

Die Ausbildung wird praxisorientiert und in kompakter Form in zwei Wochenblöcken (03.11.-09.11.2018 und 01.12.-07.12.2018) angeboten. Dies ermöglicht den Lehrgangsteilnehmern eine optimale Vereinbarkeit von Beruf und Fortbildung.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der EIA oder in der Zentrale in Saarbrücken.

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