Immobilienverband

„Ich muss mich kümmern!“ – 3 Fragen an Bärbel Falkenberg-Bahr

Bärbel Falkenberg-Bahr ist seit über 26 Jahren Maklerin in Baden-Württemberg. Das mehrfach ausgezeichnete Unternehmen „Immobilien Service Bärbel Bahr“ beschäftigt heute 25 festangestellte Mitarbeiter und ist einer der größten inhabergeführten Immobilienmakler im Raum Böblingen, Sindelfingen und Stuttgart.

Bärbel Falkenberg-Bahr engagiert sich im Kampf gegen das Bestellerprinzip und veranstaltet am 4. Februar 2019 einen Wohngipfel in Baden-Württemberg, zu dem unter anderem auch die Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut sowie der Wirtschaftsweise Prof. Dr. Peter Bofinger kommen werden.

Wir haben mit ihr über ihr Engagement und ihre Wünsche an die Politik gesprochen.

 

IVD: Frau Falkenberg-Bahr, eigentlich sind Sie schon als Maklerin voll ausgelastet. Jetzt veranstalten sie einen Wohngipfel. Waren Sie immer schon politisch aktiv oder liegt es an den Themen?

Ich bin lange Zeit nicht mehr politisch aktiv gewesen. Ganz früher war ich mal in der Jungen Union, bin dann aber wieder ausgetreten. Die Diskussionen um ein Bestellerprinzip bei Kaufimmobilien haben mich veranlasst, mich wieder stärker zu engagieren. Ich habe gemerkt, dass ich für dieses Thema brenne und dass ich mich kümmern und über dieses so genannte Bestellerprinzip aufklären muss. Noch immer gibt es politische Entscheider, die nicht verstanden haben, dass ich als Käufer den Makler nicht mehr beauftragen kann, sollte das „Bestellerprinzip“ kommen.

 

Was sind ihre Wünsche an die Politik?

Ich trage als Unternehmerin ein großes Risiko und Verantwortung für alle 25 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ich möchte Planungssicherheit und keine Überregulierungen. Ich erlebe tagtäglich die Auswirkungen des Bestellerprinzips bei Mietimmobilien und glauben Sie mir - von diesem Gesetz hat keiner profitiert, besonders nicht die Mieter.  

 

Anfang Februar veranstalten Sie einen Wohngipfel. Was ist das Ziel der Veranstaltung?

Es muss schneller gebaut werden! Wir sind auch Bauträger und projektieren aktuell 400 Wohnungen. Über 30 Grundstücke haben wir bereits gekauft. Die Regierung in Berlin hat es sich zum Ziel gesetzt, 1,5 Millionen Wohnungen bis 2020 zu bauen. Aber so wie ich die Zusammenarbeit zwischen den Ämtern, Gemeinden, Bauträgern und Planern wahrnehme, können wir das nicht schaffen.

Wir müssen gemeinsam diskutieren, welche Hürden, Probleme und mögliche Lösungen es gibt, wie wir effektiver werden können. Deswegen haben wir analog zum Wohngipfel im Kanzleramt einen Wohngipfel für Baden-Württemberg auf die Beine gestellt. Ich freue mich, dass die Veranstaltung so großen Zuspruch erhält. Wir wollen mit der Politik und den Unternehmen an einen Tisch und Lösungen für echte Probleme finden.

Liebe Frau Falkenberg-Bahr, wir danken Ihnen für dieses Gespräch. 

Eine Antwort zu “„Ich muss mich kümmern!“ – 3 Fragen an Bärbel Falkenberg-Bahr”

  1. Dr. Peter Richter sagt:

    Als Maklerkollege kann ich Frau Falkenberg-Bahr nur zustimmen. Es sei mir gestattet, an die Sonder-Afa nach der Wiedervereinigung zu erinnern, die in den NBL einen gigantischen Bauboom (und leider auch eine Immobilienblase) ausgelöst hatte, von der diese aber heute noch profitieren. Eine bundesweite Sonder-Afa für Wohnimmobilien würde den Spuk der stetig weiter steigenden Mietpreise schnell beenden.