Immobilienverband

IVD-Verwalter-Newsletter vom 18. Februar 2019

1. Beantragung Gewerbeerlaubinis: Übergangsfrist endet!

Seit dem 1. August 2018 sind Wohnimmobilienverwalter gesetzlich verpflichtet, eine Gewerbeerlaubnis zur Ausübung der Tätigkeit als Immobilienverwalter einzuholen. Bisher musste die Tätigkeit lediglich angemeldet werden.

Für Wohnimmobilienverwalter, die bereits vor dem 1. August 2018 als Verwalter tätig waren, gilt eine Übergangsfrist bis zum 1. März 2019 zur Beantragung der Erlaubnis. Wer bislang noch keinen Antrag gestellt hat, muss nun tätig werden. Um die Erlaubnis bei der Gewerbeaufsichtsbehörde zu erlangen, sind zahlreiche Auskünfte zu erteilen und Unterlagen einzureichen, deren Beschaffung erfahrungsgemäß etwas Zeit in Anspruch nimmt.

Die Verwalter müssen nun dringend den Antrag bei der Behörde stellen. Wir empfehlen, alle erforderlichen Auskünfte und Unterlagen bereits zum Antragszeitpunkt bereit zu halten. Anderenfalls besteht durchaus die Gefahr, dass der Antrag mangels Prüfbarkeit abgelehnt und ein Bußgeld wegen fehlender Erlaubnis festgesetzt wird.

Alle berufsrechtlichen Änderungen und erforderlichen Unterlagen finden Sie im "Faktencheck" sowie im internen Bereich. Eine Übersicht der regional zuständigen Behörden finden Sie ebenfalls im Mitgliederbereich unserer Homepage.

Der IVD kooperiert in Versicherungsangelegenheiten seit vielen Jahren mit der FUNK-Gruppe, LVM – Versicherungsagentur Florian Glaab und der AXA-Versicherung. Dank dieser Partnerschaften können IVD-Mitglieder nicht nur von Sonderkonditionen, sondern auch von exklusiven Leistungen profitieren. Sollten Sie Unterstützung bei der erforderlichen oder einer gewünschten Umstellung benötigen oder Fragen zu der neuen Pflichtversicherung haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an: 

Funk Gruppe AXA Geschäftsstelle LVM – Versicherungsagentur
   
Katja Spiegel Stephan Heidemann e.Kfm. Florian Glaab
Valentinskamp 20 Reichsstr. 92a Jahnstr. 1
20354 Hamburg 14052 Berlin 63776 Mömbris – Daxberg
   
Tel.: +49 (0) 40/35914505 Tel: +49 (0) 30 688 184 90 Tel: 06029 – 99 26 54 0
Fax: +49 (0) 40/35914559 Funk: +49 (0) 172 323 88 82 
   
k.spiegel@funk-gruppe.de stephan.heidemann@axa.de f.glaab@glaab.lvm.de
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2. Zensus 2021: Datenerhebung hat begonnen

In allen Mitgliedsstaaten der EU wird es turnusmäßig 2021 wieder eine Volks-, Gebäude- und Wohnungszählung (Zensus) geben. Der Zensus dient dazu, für ein Land zu ermitteln, wie viele Menschen dort leben, wie sie wohnen und arbeiten.

Auch Unternehmen, die Gebäude mit Wohnraum verwalten, sind gegenüber den statistischen Ämtern der Länder zu Auskünften verpflichtet. Seit Januar werden Wohnungsunternehmen angeschrieben und über ein elektronisches Meldeformular um erste Auskünfte zu Kontakt­personen, Anzahl der Wohnungen etc. gebeten.

Nach dem Ausfüllen des Online-Fragebogens erhalten die Unternehmen auf Basis der Angaben die Information, ob und wie sie weitere Auskünfte geben müssen. Für Verwaltungen bedeutet das ein hoher bürokratischer Aufwand, den sie sich gesondert vergüten lassen sollten.

Zeitlicher Ablauf der Datenlieferungen:
  • Seit Januar 2019: Die Wohnungsunternehmen werden von den Statistischen Ämtern der Länder am Unternehmenssitz recherchiert und angeschrieben und werden über ein elektronisches Meldeformular um erste Auskünfte zu Kontakt­personen, Anzahl der Wohnungen etc. gebeten.
  • Sommer 2019: Die Wohnungsunternehmen liefern elektronisch eine sogenannte Bestands­liste mit allen Anschriften, an denen sie Wohn­raum besitzen oder verwalten. Mit Unternehmen, die Verwalter von Eigentums­wohnungen sind, kann unter bestimmten Umständen die Übermittlung von Eigentümerlisten vereinbart werden.
  • Ende 2020: Die Wohnungs­unternehmen liefern auf Anforderung der Statistischen Ämter der Länder aktu­alisierte Angaben zum Wohnungs­bestand vor dem noch festzulegenden Stichtag.
  • Voraussichtlich Mai 2021: Nach dem Stichtag übertragen die Wohnungs­unternehmen mit einer Datei die erfragten Merkmale zu Gebäuden und Wohnungen.
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3. Frist 1. April: Grundsteuererlass für Vermieter möglich

Vermieter haben gemäß §33 GrStG Anspruch auf einen Teilerlass der Grundsteuer, wenn sie im vergangenen Jahr unverschuldet erhebliche Mietausfälle hatten. Der Antrag  für das Jahr 2018 muss bis zum 1. April gestellt werden. 

Zuständig für den Erlassantrag sind die Steuerämter der Städte und Gemeinden, in den Stadtstaaten die Finanzämter. Die Frist ist nicht verlängerbar. Wird der Termin versäumt, kommt nur noch ein Erlass aus Billigkeitsgründen in Betracht.

Die Grundsteuer für vermietete Immobilien wird zu 25 Prozent erlassen, wenn der Mietertrag um mehr als 50 Prozent hinter dem normalen Rohertrag zurückgeblieben ist. War die Immobilie vollkommen ertraglos, wird die Grundsteuer zu 50 Prozent erlassen. Der Erlass ist möglich, wenn die Ursache der Mietausfälle in Leerstand, allgemeinem Mietpreisverfall oder struktureller Nichtvermietbarkeit liegt. Auch außergewöhnliche Ereignisse, wie Wohnungsbrände oder Wasserschäden, die zu Mietausfällen führen, berechtigen zu einem Grundsteuererlass. Allerdings darf der Vermieter die Mietausfälle nicht selbst verschuldet haben. Dies setzt beim Leerstand ernsthafte und nachhaltige Vermietungsbemühungen voraus, die der Eigentümer nachweisen muss.

4. Mindestlohn und Minijob - Hausmeisterverträge anpassen

Seit dem 1. Januar 2019 haben Arbeitnehmer einen Anspruch auf ein Mindestarbeitsentgelt von 9,19 EUR brutto je Zeitstunde. Zugleich wird vom Gesetzgeber eine Wochenarbeitszeit von 20 Stunden unterstellt, wenn bei einem Minijob mit Abrufarbeit keine konkreten vertraglichen Vereinbarungen über die zu leistende Arbeitszeit getroffen worden ist (geregelt in § 12 Abs. 1 Satz 3 TzBfG). Dies kann für Hausmeister, die mit Arbeiten auf Abruf (z.B. Schneeräumung) betraut sind, schnell zu einer Überschreitung der Geringverdienstgrenze (450,00 EUR) und folglich einer Sozialversicherungspflicht führen. Damit diese Grenze nicht überschritten und der Mindestlohn nicht unterschritten wird, darf der Arbeitnehmer monatlich höchstens 48 Arbeitsstunden leisten (450 : 9,19= 48,97).
 
Arbeitgeber sollten nun die Verträge dahingehend überprüfen und gegebenenfalls anpassen

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5. BGH: Keine Verwaltungskosten neben Grundmiete

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit Urteil vom 19. Dezember 2018 entschieden, dass eine Vereinbarung über eine Verwaltungskostenpauschale in einem Wohnraummietvertrag unwirksam ist. Eine Pauschale könne nur Teil der Nettomiete sein, kein eigenständiger Posten.

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6. BFH: Betrieb eines Blockheizkraftwerks durch WEG

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat mit Urteil vom 20. September 2018 entschieden, dass eine Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) beim Betrieb eines Blockheizkraftwerks, mit dem Strom an einen außenstehenden Abnehmer geliefert wird, selbst gewerblich tätig sein kann. Daher begründet sie selbst ertragsteuerrechtlich eine Mitunternehmerschaft, für die das erforderliche Feststellungsverfahren durchzuführen ist. Der Annahme einer von den Wohnungseigentümern zusätzlich konkludent gegründeten Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) bedarf es nicht.

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7. „Diplom Immobilienverwalter/in (EIA)“ mit AFBG-Förderung

Am 25. Februar startet das erste Modul „Mietverwaltung von Wohnimmobilien“ im Online-Studium. Für den Abschluss „Diplom Immobilienverwalter“ sind darüber hinaus die drei weiteren Online-Module: „Verwaltung von Wohnungseigentum“, „Verwaltung von Gewerbeimmobilien“ und „Technische Verwaltung“ erforderlich.

Da der Abschluss nach AFBG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz) förderfähig ist, können bis zu 64 % der Lehrgangsgebühren gespart werden. Somit kann die Belegung der 4 Module für den Abschluss mit AFBG-Förderung günstiger, als die Buchung von 2 Modulen sein.

Zusätzlich wird durch den Abschluss „Diplom Immobilienverwalter/in (EIA)“ die Weiterbildungspflicht für 3 Jahre erfüllt.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.eia-akademie.de oder per Mail an info@eia-akademie.de, Tel.: 0681/927380.

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