Immobilienverband

Enteignungsdebatte ist Gift für Wohnungsneubau

 

„Die anhaltende Debatte um die Enteignung von Wohnungsunternehmen ist wohnungspolitischer Wahnsinn. Statt über Neubau von bezahlbarem Wohnraum diskutiert die Politik seit Monaten über eine mögliche Verstaatlichung von Wohnungsunternehmen. Abgesehen davon, dass dieses Vorhaben keine einzige neue Wohnung schafft, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch verfassungswidrig. Dafür wird in der Wohnungswirtschaft Verunsicherung gesät. Wer das Vertrauen verliert, dass sein Recht auf Eigentum gesichert ist, wird kein Geld für Neubau in die Hand nehmen. Das vergiftete Investitionsklima wird durch die stagnierenden Baugenehmigungszahlen sichtbar“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD.

Das statistische Bundesamt hat heute mitgeteilt, dass in den ersten beiden Monaten dieses Jahres Baugenehmigungen für rund 49.400 Wohnungen erteilt wurden. Bereinigt um Neubaugenehmigungen für Wohnheime ist die Anzahl der Neubaugenehmigungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwei Prozent gesunken.

Schick: „Durch die Gefall-Sucht der Politik gegenüber den Wählern riskiert sie den dringend benötigten Wohnungsbau. Wir brauchen ein kooperatives Vorgehen von Politik und Wohnungswirtschaft. Die Wohnungswirtschaft baut die Wohnungen, die Politik sorgt für Rahmenbedingungen, die dies ermöglichen und begünstigen. Es gibt keinen anderen Ausweg aus der Krise auf dem Wohnungsmarkt.“

Berlin, 25. April 2019

Foto von Heiko Senebald

Heiko Senebald

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