Immobilienverband

Sinkende Baugenehmigungszahlen alarmierendes Signal

  • Regulierung schafft keine neuen Wohnungen, sondern verhindert sie
  • Steuerliche Entlastung notwendig

„Die sinkenden Baugenehmigungszahlen sind ein alarmierendes Signal an die Politik. Sie belegen, dass mit den Regulierungsmaßnahmen der Wohnungsneubau nicht unterstützt wird. Im Gegenteil: Zunehmend wird der Neubau ausgebremst“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD. Schick reagiert damit auf die aktuellen Baugenehmigungszahlen, die das statistische Bundesamt heute veröffentlicht hat. Demnach wurden im ersten Quartal dieses Jahres Baugenehmigungen für 75.628 Wohnungen erteilt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Anzahl der Neubaugenehmigungen um 2,8 Prozent gesunken, bei Mehrfamilienhäusern sogar um 4,4 Prozent.

Die Nachfrage nach günstigem Wohnraum lässt sich nur befriedigen, wenn wieder mehr und preisgünstiger gebaut wird. Bund, Länder und Kommunen zählen jedoch zu den größten Kostentreibern und Bauverhinderern. Sie sollten erwägen, die beim Wohnungsneubau fällige Mehrwertsteuer und die Grunderwerbsteuer zu senken“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD. Die Steuerbelastung von Wohnungsneubau sei erheblich, so Schick. Die Bauleistungen seien nach dem normalen Steuersatz von 19 Prozent mehrwertsteuerpflichtig. Dazu komme die Grunderwerbsteuer, die je nach Bundesland zwischen 3,5 Prozent und 6,5 Prozent des Grundstückspreises beträgt. Häufig werde die Grunderwerbsteuer sogar zweimal fällig, beim Erwerb des Grundstücks durch den Projektentwickler und beim Verkauf an den Eigentümer. Insgesamt könne die kumulative Steuerbelastung beim Wohnungsneubau auf über 20 Prozent steigen.

Foto von Heiko Senebald

Heiko Senebald

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