Immobilienverband

Immobilienbranche nimmt hohen Stellenwert ein

In Deutschland waren in den vergangenen Jahren immer mehr Menschen beruflich mit der Vermittlung, dem Verkauf oder der Verwaltung von Wohnimmobilien befasst. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stieg allein in den vier Jahren von 2014 bis 2017 die Zahl der im Bereich der Wohnimmobilien-Maklerunternehmen (Unternehmen mit dem Geschäftszweck „Vermittlung von Wohnimmobilien für Dritte“) tätigen Personen von rund 58 000 auf 70 000. Dabei war im Jahr 2015 von der Bundesregierung das sogenannte Bestellerprinzip für Mietwohnungen eingeführt worden. Seitdem dürfen Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer, die ihre Wohnung vermieten, die Maklergebühren nicht mehr auf die Mieterinnen und Mieter umlegen. Negative Auswirkungen auf die Umsätze in der Branche hatte dies offenbar nicht, berichtet das Statistische Bundesamt. Die Wohnimmobilienvermittler steigerten ihren Umsatz seither von 6,73 auf 8,49 Milliarden Euro (2017). Maklerbüros profitierten von steigenden Wohnungs- und Hauspreisen.

Dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD:

„Bis 2014 waren in der Analyse des Statistischen Bundesamtes nur Unternehmen mit mindestens 17.500 Euro Jahresumsatz enthalten. Seit 2015 sind alle Unternehmen dabei, ob klein oder groß, also auch Gelegenheitsmakler. Ob sie damit Erfolg haben, sagt die Statistik nicht. Um ein besseres Bild zu bekommen, sollte wieder der Mindestumsatz in der Statistik und generell der Sachkundenachweis als Berufszulassungsvoraussetzung eingeführt werden. Letzteres bleibt auch vorrangiges Ziel des IVD. Nach unserer Analyse gibt es bundesweit lediglich ca. 12.000 Immobilienmakler im Vollerwerb. Mit Einführung des Bestellerprinzips bei der Wohnungsvermittlung haben die meisten Makler ihr Geschäftsmodell auf den Kauf/Verkauf von Immobilien umgestellt. 90 Prozent Kaufimmobilien und nur noch 10 Prozent Mietobjekte werden durch die Immobilienprofis vermittelt. Viele Privatvermieter versuchten damals in Eigenregie ihre Wohnungen zu vermitteln. Sie kehrten dann zunehmend zu den Maklern zurück und honorierten damit ihre Leistung. Die Umsätze haben wegen der allgemein gestiegenen Nachfrage nach Immobilien angezogen. Die aktuelle Statistik zeigt vor allem, welchen hohen Stellenwert die Immobilienbranche einnimmt. Allein in den Immobilienverwaltungen stieg die Anzahl der Mitarbeiter von 86.000 (2014) auf 112.000 (2017).“

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Heiko Senebald

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