Immobilienverband

IVD-Newsletter vom 20. September 2019

1. Ein Jahr Baukindergeld – Wohneigentumsförderung ausbauen!

Laut Bundesinnenministerium haben bisher 135.000 Familien das Baukindergeld beantragt. 70 Prozent der Antragsteller sind zwischen 25 und 40 Jahren alt. 60 Prozent verfügen über ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von weniger als 40.000 Euro im Jahr. 60 Prozent der Anträge kommen aus städtischen Regionen. Damit erreicht die Förderung genau die intendierte Zielgruppe: wenig kapitalstarke und mehr junge Familien.

Der IVD fordert, das Baukindergeld auch über das Jahr 2021 hinaus zu verlängern. Zudem sollte die Bundesregierung das im Koalitionsvertrag angekündigte Bürgschaftsprogramm der KfW endlich umsetzen und einen Freibetrag für den Ersterwerb bei der Grundsteuer einführen.

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2. Ernüchternde Bilanz beim Wohnungsbau

Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, wurden zwischen Januar und Juli dieses Jahres Baugenehmigungen für insgesamt 196.400 Wohnungen erteilt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist die Anzahl der Neubaugenehmigungen damit um 3,4 Prozent gesunken, bei Mehrfamilienhäusern sogar um 4,1 Prozent.

Fast genau ein Jahr nach dem Wohngipfel im Bundeskanzleramt am 21. September 2018 zieht der IVD somit eine ernüchternde Bilanz. Die praktische Umsetzung vieler auf dem Wohngipfel beschlossenen Maßnahmen, die Bauplanungs- und Baugenehmigungsverfahren beschleunigen sollten, steht noch aus. Bei der Mobilisierung von Bauland ist man noch keinen effektiven Schritt weitergekommen. Auch die Harmonisierung des Bauordnungsrechts zwischen den Bundesländern ist weiterhin eine große Baustelle.

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3. CDU beschließt Konzept zum Klimaschutz

Der CDU-Bundesvorstand hat diese Woche das Maßnahmenpaket „Klimaeffizientes Deutschland – Mit Innovationen in die Zukunft“ in Berlin vorgestellt. Der Beschluss bildet die Grundlage für die Verhandlungen in der Großen Koalition über zusätzliche Maßnahmen zum Erreichen der Klimaschutzziele, die heute im Klimakabinett beschlossen werden sollen.

Hier die wichtigsten Punkte im Überblick:

+ Steuerförderung Gebäudesanierung: Bei vermieteten Gebäuden und Betriebsgebäuden sollen Klimaschutzmaßnahmen sofort steuerlich abzugsfähig gemacht werden.
+ Mieterstrom: Steuerliche und regulatorische Hemmnisse für Vermieter sollen beseitigt werden. Dazu sollen u.a. energieerzeugende Anlagen in den Katalog der unschädlichen Nebentätigkeiten aufgenommen werden.
+ Energiespeicher: Bestehende steuerliche sollen Hemmnisse abgebaut werden (u. a. keine Technologiebeschränkung bei der Stromsteuerbefreiung, kein Wegfall des Steuerprivilegs für die Eigenversorgung mit EE-Strom und aus kleinen Anlagen, soweit der Strom in einem Stromspeicher zwischengespeichert wird, keine Behinderung von sog. multi-use bei Stromspeichern).
+ Klimaprämie: U.a. soll der Einbau von energieeffizienten Haushaltsgeräten steuerlich abzugsfähig gemacht werden
+ Abwrackprämie: Für den Austausch von Heizungsanlagen soll eine Abwrackprämie in Höhe von mehreren tausend Euro eingeführt werden.

- Nationaler Emissionshandel Gebäude und Verkehr/CO2-Bepreisung: Für die Sektoren Gebäude und Verkehr soll ein gemeinsamer Emissionshandel eingeführt werden. Hier ist zu befürchten, dass dies in einem Bürokratiemonster mündet.

Den Beschluss der CDU finden Sie hier

4. Grundsteuer: IVD fordert Senkung der Hebesätze

Das Land Berlin will durchsetzen, dass die Grundsteuer künftig nicht mehr auf die Miete umgelegt werden kann. Der Senat beschloss vergangene Woche eine entsprechende Vorlage. Für viele Vermieter hätte die Abschaffung der Umlagefähigkeit fatale Konsequenzen.

Wenn der Berliner Senat wirklich an einer Verringerung der Kosten für Mieter interessiert wäre, wäre die Senkung des Hebesatzes eine bessere Alternative. Mit einem Hebesatz von 810 Prozent hat Berlin einen der bundesweit höchsten Grundsteuer-Hebesätze und belegt damit Platz 22 unter den rund 11.000 deutschen Gemeinden.

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5. Tipps für den Umgang mit Google-Bewertungen

Online-Bewertungen können Kunden überzeugen oder abschrecken. Sie können Qualitätsmängel offenbaren, Veränderungen anstoßen, schreiend ungerecht sein, Existenzen vernichten und Gerichte beschäftigen. Immobilienprofis machen vieles richtig – einiges geht aber noch besser.

Was sind die dos und don'ts im Umgang mit Kritik? Was muss ich rechtlich beachten, wenn ich Kunden um Bewertungen bitte? Und warum sollte ich lieber keine positiven Kritiken kaufen? In der aktuellen Ausgabe des AIZ-Immobilienmagazins und online lesen Sie mehr.

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6. LG Berlin: Nachtrag zum Mietvertrag und Mietpreisbremse

Eine zeitgleich mit dem Mietvertrag abgeschlossener Nachtragsvereinbarung über eine Modernisierung nebst Mieterhöhung kann keine Miete rechtfertigen, die die nach der Mietpreisbremse zulässige Mietobergrenze überschreitet. Das hat das Landgericht (LG) Berlin mit Urteil vom 13. August 2018 entschieden (Aktenzeichen 66 S 45/18). Einer Unterzeichnung am nächsten Tag spricht aber nichts entgegen, solange dem Mieter die Möglichkeit gelassen wird, den Mietvertrag auch ohne Zusatz abzuschließen.

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7. Katrin Williams ist neue Vorstandsvorsitzende

Beim diesjährigen Bundeskongress der Frauen in der Immobilienwirtschaft e.V. wurde turnusmäßig ein neuer Vorstand gewählt. Katrin Williams, Gebietsmanagerin Immobilienwirtschaft bei Vodafone Kabel Deutschland GmbH in Leipzig wurde zur neuen Vorstandvorsitzenden gewählt. „Mit unserer branchenspezifischen Plattform verleihen wir den hochqualifizierten Frauen in der Bau- und Immobilienwirtschaft eine öffentlichkeitswirksame Stimme. Als einen Schwerpunkt sehe ich die weitere Etablierung des beruflichen Netzwerks der Frauen in der Immobilienwirtschaft, um den gemeinsamen Fachaustausch national wie international zu erleichtern und zu intensivieren. Weitere Ziele sind die Ausweitung der Frauenförderung durch das neue Mentoring-Programm und die jährliche Verleihung des Ingeborg-Warschke-Nachwuchsförderpreises auf der Expo Real“, erläutert Williams die nächsten Schritte des erfolgreichen Frauennetzwerks.

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8. „Geprüfte/r Immobilienbewerter/in (EIA)“ in Halle/Leipzig

Am 25. Oktober 2019 startet ein neuer Lehrgang zum „Gepr. Immobilienbewerter/in (EIA)“ an der Europäischen Immobilien Akademie (EIA) in Halle/Leipzig. Der Lehrgang wird in 8 Wochenendblöcken angeboten, so dass Beruf und Fortbildung optimal vereinbart werden können. Bei erfolgreichem Abschluss des Lehrgangs kann neben dem EIA-Zertifikat auch ein IHK-Zertifikat erlangt werde.

Der Lehrgang stellt die „Basis“ zu dem Abschluss „Diplom-Gutachter/in Immobilienbewertung (EIA)“ dar.

Der Abschluss „Diplom Gutachter/in Immobilienbewertung (EIA)“ ist nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) förderfähig! Unter bestimmten Voraussetzungen können bis zu 64 % der Studiengebühren gefördert werden.

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