Immobilienverband

IVD-Newsletter vom 31. Oktober 2019

1. Berliner Mietendeckel – Regelungen & Beispiele

Nach kontroversen Diskussionen hat der Berliner Senat am 21. Oktober den bundesweit einmaligen Mietendeckel beschlossen (Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin, MietenWoG). Im Kern sieht das Gesetz vor, Mieten von Wohnungen, die vor dem 1. Januar 2014 fertiggestellt wurden, einzufrieren. Das Gesetz soll bis Anfang 2020 endgültig vom Abgeordnetenhaus beschlossen sein und rückwirkend ab 18. Juni 2019 gelten.

Dabei hat das Land Berlin hier gar keine Gesetzgebungskompetenz. Laut mehrerer Gutachten liegt die Kompetenz aufgrund des Mietspiegelgesetzes beim Bund. Es ist davon auszugehen, dass sich das Bundesverfassungsgericht und/oder der Berliner Verfassungsgerichtshof mit der Rechtmäßigkeit befassen wird, sofern entsprechende Verfahren beantragt werden.

Mehr Infos & die Regelungen im Detail anhand von Beispielen

2. Grundsteuerreform: Chance zur Steuervereinfachung verpasst

Der Bundestag hat mit den Stimmen von Union, SPD, FDP und Grünen die Neuregelung der Grundsteuer beschlossen.

Nach dem Gesetzentwurf der Großen Koalition soll für die Erhebung der Steuer bei Wohngrundstücken zukünftig der Ertragswert maßgeblich sein. Für die Bundesländer ist eine Öffnungsklausel vorgesehen, damit sie die Grundsteuer nach anderen Bewertungsverfahren erheben können. „Mit der Grundsteuerreform haben wir eine große Chance zur Steuervereinfachung verpasst.“ kommentiert der Leiter der Abteilung Steuern beim IVD, Hans-Joachim Beck.

Immerhin: Die von den Grünen und Linken geforderte Abschaffung der Umlage der Grundsteuer auf die Miete wurde nicht umgesetzt.

Mehr Informationen & Kernpunkte des Gesetzentwurfs

3. Neuregelung der Besteuerung von Share Deals verschoben

Nachdem Rechtsexperten bei der öffentlichen Anhörung des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages am 14. Oktober 2019 überwiegend massive Kritik an dem aktuellen Gesetzesentwurf zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes geübt haben, wird eine Neuregelung zunächst verschoben.

Die Experten bezweifeln, dass die zur Vermeidung von Grunderwerbsteuer vorgenommenen Share Deals mit dem von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf in Zukunft reduziert werden können.

Die Koalitionsfraktionen wollen in den nächsten Wochen Lösungen finden, mit denen das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel einer effektiven und rechtssicheren gesetzlichen Regelung im ersten Halbjahr 2020 erreicht werden kann. 

4. Neu auf ivd.net: Immobilien-Fachwissen von A-Z

Das gesamte Wissen der Immobilienwirtschaft als Lexikon übersichtlich und auf höchstem Niveau zusammenzutragen: Das ist das größte deutschsprachige Speziallexikon "Immobilien-Fachwissen von A-Z" des Grabener Verlags. Ab sofort können Sie mehr als 5000 Begriffe online auf ivd.net nachschlagen.

Das Lexikon gilt als Standardwerk im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Namenhafte Autoren (darunter u.a. Prof. Dr. Stephan Kippes und Rudolf Koch) sorgen dafür, dass die Inhalte stets aktuell und hochkarätig sind. Berichtigungen und Erweiterungen werden vorgenommen, sobald sich Gesetze oder Sachverhalte ändern.

Zum Lexikon

5. #PMT2019: Ausbilden auf Augenhöhe

Das Recruiting von Mitarbeitern stellt für viele Unternehmen eine große Herausforderung dar. Wie findet man engagiertes Personal und wie bindet man die Guten am besten ans Unternehmen? Mit welchem Marketinginstrumenten kann man junge Leute begeistern?

Kommen Sie am 8. November nach Berlin, um sich über neueste Führungsmethoden sowie über Recruiting- und Bindungsinstrumente zu informieren. Die Teilnahme kostet für IVD-Mitglieder 199 Euro, für Nicht-Mitglieder 299 Euro.

Das komplette Programm finden Sie hier.

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6. Steuerliche Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030

Das Bundeskabinett hat am 15. Oktober die steuerliche Förderung energetischer Gebäudesanierungen ab 1. Januar 2020 beschlossen. Danach können Aufwendungen energetischer Sanierungen ab 2020 für einen befristeten Zeitraum von zehn Jahren durch einen prozentualen Abzug von 20 Prozent bis maximal 40.000 Euro pro Objekt von der Steuerschuld abgesetzt werden.

Durch die Neuregelungen sollen eine Vielzahl von Maßnahmen aus dem von der Bundesregierung beschlossenen Eckpunkten des Klimaschutzprogramms 2030 umgesetzt werden.

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7. Kompetenzzentren-Portal der VBG für Kleinbetriebe

Jedes Unternehmen in Deutschland ist verpflichtet, eine betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung zu gewährleisten (DGUV Vorschrift 2). Seit dem 1. Juli 2018 können Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten diese Betreuung über die Kompetenzzentren-Betreuung (KPZ-Betreuung) mit dem KPZ-Portal der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) in Anspruch nehmen.

Das Portal unterstützt bei der Umsetzung dieser Verpflichtung und bietet viele Vorteile. Auch eine Urkunde, die gegenüber den Behörden als Nachweis der Betreuung dient, kann über das Portal ausgedruckt werden.

Hier ein Erklärvideo.

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8. IVD-Würfelchallenge in Mediathek gestartet

Der IVD ist ein Verband mit langer Tradition und großer Zukunft. Über 6.000 Mitgliedsunternehmen, die sich den traditionellen Werten der Ehrbaren Kaufleute und gleichzeitig dem technologischen Fortschritt der Professionalisierung verschrieben haben. Ein stolzer Verband, dessen Mitglieder jeden Tag ihre Arbeit mit Leidenschaft, Kompetenz, Qualität und Hinwendung ausüben, selbst wenn ihnen der Wind ins Gesicht bläst. Wer sind diese Menschen und was treibt sie an?

Pünktlich zum 95. Geburtstag des Immobilienverbandes am 24. Oktober ist die Kampagne "IVD-Würfelchallenge - in 95 Tagen durch IVD-Deutschland" gestartet. Bis zum 10. März reist unser IVD-Würfel durch die Republik und fängt Stimmen aus dem ganzen Land ein.

Sie wollen den IVD-Würfel fangen und erzählen, warum Sie Ihren Beruf so lieben? Dann bewerben Sie sich, damit der Würfel auf seiner Deutschland-Tour bei Ihnen Station macht.

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9. IVD Nord spendet 402 Euro an den IVD Sozial

Der IVD Nord hat auf seinem diesjährigen norddeutschen Immobilientag jeweils zwei Euro des Teilnehmerpreises an den IVD Sozial gespendet. Insgesamt sind über 400 Euro zusammengekommen, die an das Projekt "Wohnbrücke Hamburg" gespendet werden.

Die Wohnbrücke sucht und vermittelt Wohnungen mit unbefristeten Mietverträgen an geflüchtete Menschen. Die Mietverhältnisse werden durch geschulte ehrenamtliche Wohnungslotsen begleitet, die den Neumieter auf dem Weg in ein eigenverantwortliches und selbständiges Mieterleben unterstützen. Sie sind zusätzlicher Ansprechpartner für Vermieter und Nachbarn.

Vielen Dank für die tolle Unterstützung!

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