Immobilienverband

Seit 01. Januar 2020 Mietanpassung möglich Verwaltungskostenpauschale und Instandhaltungskostenpauschale sind gestiegen

Für öffentlich geförderte Wohnungen ist der Vermieter an die Kostenmiete gebunden. Voraussetzung für eine Mieterhöhung bei preisgebundenem Wohnraum ist daher, dass sich die laufenden Aufwendungen des Vermieters erhöht haben. In die Berechnung der Kostenmiete gemäß der II. Berechnungsverordnung/§§ 26, 28 II. BV fließen Bewirtschaftungs- und Kapitalkosten ein. Teil der Bewirtschaftungskosten sind u .a. die Verwaltungs- und Instandhaltungskosten, welche als Pauschalen ausgewiesen sind und alle drei Jahre anhand der Entwicklung des Verbraucherpreisdindexes angepasst werden. Nachdem das Statistische Bundesamt den Verbraucherpreisindex Oktober 2019 veröffentlicht hat, wurden die neuen Pauschalen wie folgt festgelegt:

Verbraucherpreisindex Oktober 2019 (2015=100): 106,1
Verbraucherpreisindex Oktober 2016 (2015=100): 101,2

Dies entspricht einer Veränderung von 4,84 Prozent.

Nachfolgend die hieraus errechnete Verwaltungskostenpauschale 2020 und die Instandhaltungskostenpauschale 2020 im Überblick.

Verwaltungskostenpauschale 2020 gemäß § 26 II. BV (pro Jahr)

Ab 1.1.2020

Je Wohnung

298,41 Euro

Je Garagen- oder Einstellplatz

38,92 Euro

Je Eigentumswohnung

356,79 Euro

Instandhaltungskosten gemäß § 28 II. BV (pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr)

Ab 1.1.2020

in Wohnungen, deren Bezugsfertigkeit am Ende des Kalenderjahres …

… weniger als 22 Jahre zurückliegt

9,21 Euro

… mindestens 22 Jahre zurückliegt

11,68 Euro

… mindestens 32 Jahre zurückliegt

14,92 Euro

Da sich die Instandhaltungskostenpauschale auch nach dem Alter des Gebäudes richtet, kann sich eine Erhöhung der Kostenmiete auch daraus ergeben, dass ein Gebäude in eine andere Baualtersklasse eingestuft wurde- im Jahr 2020 rücken Gebäude aus den Jahren 1998 beziehungsweise 1988 in die nächsthöhere Baualtersklasse auf.

Abschlag bei eigenständiger gewerblicher Lieferung von Wärme

0,25 Euro

Abschlag, wenn Mieter Kosten kleinerer Instandhaltungen trägt

1,36 Euro

Zuschlag für Aufzug

1,30 Euro

Zuschlag für Schönheitsreparaturen, sofern der Vermieter sie trägt

11,02 Euro

Pro Garagen- oder Einstellplatz

88,23 Euro

Da sich die Instandhaltungskostenpauschale auch nach dem Alter des Gebäudes richtet, kann sich eine Erhöhung der Kostenmiete auch daraus ergeben, dass ein Gebäude in eine andere Baualtersklasse „rutscht“. Im Jahr 2020 rücken Gebäude aus den Jahren 1998 beziehungsweise 1988 in die nächsthöhere Baualtersklasse auf.

Die Anpassung der Instandhaltungskostenpauschale ist aber auch für Wohnungseigentümergemeinschaften relevant, soweit diese die Höhe der Instandhaltungsrücklage nach § 28 Zweite Berechnungsverordnung bestimmen.