Immobilienverband

Investitionen in den Wohnungsbau sind nachhaltig, sichern Arbeitsplätze und schaffen sozialen Frieden

„Die Immobilienwirtschaft ist die Konjunktur-Lokomotive in Deutschland. Deshalb ist jede Investition in den Wohnungsbau das beste Corona-Hilfspaket. Die Investitionen sind nachhaltig, sichern Arbeitsplätze und schaffen sozialen Frieden.“ Das sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes Deutschland IVD, heute in Berlin zu den Diskussionen um ein milliardenschweres Konjunkturpaket. Er verweist auf die nur leicht gestiegenen Baufertigstellungszahlen, die das Statistische Bundesamt für das Jahr 2019 ermittelte.

Der IVD-Präsident macht darauf aufmerksam, dass 9,5 Prozent - oder drei Millionen - aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in der Immobilien- und Wohnungswirtschaft arbeiten. Diese verteilen sich auf 25 Prozent aller Unternehmen in Deutschland. „Die Branche ist bislang gut durch die Krise gekommen, weil sie sehr kleinteilig und entlang überwiegend regionaler Wertschöpfungsketten organisiert ist. Die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation trifft aber auch den Wohnungsbau und die Bauleistungen. Ein Einbruch bei der Bautätigkeit hat dramatische Folgen für den Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Die Bedeutung des Wohnungsbaus und seine Nachhaltigkeit für die Gesellschaft und insbesondere für den Klimaschutz wird bei den Diskussionen um Abwrackprämie oder Kinderbonus leider in den Hintergrund gerückt“, so Schick.

Schick weiter: „Die Förderung des bezahlbaren Wohnungsbaus muss wieder mehr in den Fokus. Solange die Zahl der Fertigstellungen deutlich unter dem Bedarf liegt, ist die Gesellschaft weiterhin in Schieflage. Erreichen die Folgen der Pandemie zunehmend auch die Wohnungs- und Bauwirtschaft, wird auch der letzte funktionierende Motor der deutschen Konjunktur ins Stocken kommen. Auch die deutschen Klimaziele sind ohne massive Förderung der energetischen Gebäudesanierung nicht zu erreichen.“

Wie das Statistische Bundesamt heute berichtet, wurden im Jahr 2019 insgesamt 293.000 Wohnungen fertig gestellt. Das sind 2,0 Prozent oder rund 5.700 fertig gestellte Wohnungen mehr als im Vorjahr. Die Fertigstellungszahlen erhöhten sich gegenüber 2018 um 6,0 Prozent bei Mehrfamilienhäuern und 0,4 Prozent bei Einfamilienhäusern. Die Anzahl fertiggestellter Wohnungen in Zweifamilienhäusern sank dagegen um 2,8 Prozent. Laut einer Studie des IW Köln beträgt der jährliche Wohnungsbaubedarf 2019 und 2020 jeweils 341.700 Wohnungen.

 

Berlin, 4. Juni 2020

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Heiko Senebald

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