Immobilienverband

Öffentlich-rechtliche Gewaltverharmlosung muss Konsequenzen haben

Pressefreiheit

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Das ZDF hatte am Wochenende linksextreme Angriffe während der Mai-Demonstrationen gerechtfertigt. Unter anderem setzte das ZDF folgenden Tweet ab. „Brennende Baumaschinen, Angriffe auf Wohnungsunternehmen. Und warum? Weil Wohnraum immer knapper und teurer wird. Angesichts der Tricks von Wohnungsbesitzern platzt manchen Mietenden der Kragen.“ Dazu Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbands Deutschland IVD:
„Mit diesem Statement hat das ZDF die Vermieter von 15 Mio. privat vermieteten Wohnungen und die genossenschaftlichen, kommunalen und privatwirtschaftlichen Vermieter weiterer 10 Mio. Wohnung als Trickser diskreditiert und damit rund 4 Mio. Arbeitnehmer, die in der Immobilienwirtschaft tätig sind. Das ist völlig inakzeptabel. Die Unternehmen in der Immobilienwirtschaft arbeiten zum übergroßen Teil daran mit, die Probleme auf dem Wohnungsmarkt zu lösen. Die Wohnungsproblematik kann nicht mit Gewalt gelöst werden.

Linksextreme, rechtsextreme oder aus welchen Gründen auch immer motivierte Gewalt darf nicht von den Medien legitimiert werden. Bei den Ausschreitungen sind alleine in Berlin 93 Polizisten verletzt – zum Teil sogar schwer verletzt – worden. Es gab zudem zahlreiche Sachbeschädigungen. Allein angesichts dieses Ausmaßes erwarten wir, dass sich das ZDF klar von diesen Straftaten distanziert und nicht nur einfach den betreffenden Tweet löscht.“

„Gerade heute am Tag der Pressefreiheit muss unterstrichen werden, dass sich seriöser Journalismus niemals mit einer Sache gemein machen darf – nicht mit einer Guten, aber schon gar nicht mit Gewaltaufrufen“, schließt Schick.

 

Pressemitteiliung vom 3. Mai 2021

Heiko Senebald

Leiter Kommunikation

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