MIETVERWALTUNG + WEG-VERWALTUNG: NUTZUNGEN BEI BAULICHEN VERÄNDERUNGEN

Autor/in: Annett Engel-Lindner

Quelle: AIZ 12/2021

Nutzungen bei baulichen Veränderungen §§ 16 Absatz 1, 21 Absätze 1-3 WEG

Der Begriff „Nutzungen“ im Sinne des § 21 WEG meint das Recht, die Früchte der baulichen Veränderung (Miete und Pacht, Einnahmen für Strom) in Anspruch zu nehmen und die baulichen Veränderungen grundsätzlich unter Ausschluss der anderen Wohnungseigentümer gebrauchen zu  können. Allerdings ist ein Alleingebrauchsrecht dann nicht durchsetzbar, wenn ein allgemeines Mitgebrauchsrecht am Gemeinschaftseigentum besteht, beispielsweise Hauseingangstür, Überdachungen, Einzäunungen. Dann partizipieren die anderen Eigentümer auch ohne Kostenlast notwendigerweise am Gebrauch der Sachen. Handelt es sich hingegen um eine bauliche Veränderung, die mit einer doppelt qualifizierten Mehrheit beschlossen wurde oder deren Kosten sich in einem angemessenen Zeitraum amortisieren, haben alle Eigentümer ein Gebrauchsrecht entsprechend der Kostenverteilung auf alle Eigentümer. In allen anderen Fällen sind die Eigentümer nutzungsberechtigt, die die Maßnahmen beschlossen haben.

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