MIETVERWALTUNG + WEG-VERWALTUNG: REIHENHÄUSER

Autor/in: Annett Engel-Lindner

Quelle: AIZ 4/2022

Reihenhäuser § 10 Absatz 1 Satz 2 WEG

Wohnungseigentumsanlagen werden häufig für eine bestimmte Wohnform konzipiert, denen eine besondere Gebrauchsvereinbarung der Eigentümer unterliegt. Reihenhäuser werden in der Regel so behandelt, als wäre eine Realteilung zwischen der Häusern erfolgt. Tatsächlich verbindet diese ein zwingend gemeinschaftliches Eigentum, beispielsweise am gemeinschaftlichen Dach. Alle Häuser bilden eine Wohnungseigentumsgemeinschaft, wobei jedes Reihenhaus eine eigene Sondereigentumseinheit darstellt. Alle bedeutsamen Regeln, die das Verhältnis der Reihenhaus-Eigentümer untereinander betreffen, sind in der Gemeinschaftsordnung festgelegt, die im Einzelnen regelt, was Gemeinschafts- und was Sondereigentum ist und die Nutzung der Gemeinschaftsanlagen sowie Sondernutzungsrechte für einzelne Eigentümer beschreibt.

Jedem Sondereigentümer steht das umfassende Nutzungsund Entscheidungsrecht an seinem Haus und dem dazugehörigen Grundstück zu, er trägt auch die diesbezüglichen Kosten allein.

Probleme können sich hier bei baulichen Veränderungen ergeben, die zum Teil auch das Nachbarhaus betreffen, beispielsweise Wärmedämmung der Fassade. Bringt der Eigentümer eines Reihenhauses eine Wärmedämmung an, muss sein Nachbar es dulden, wenn die Dämmung teilweise auch auf sein Grundstück ragt. Sollten für die Anbringung der Dämmung bauliche Veränderungen am Nachbarhaus nötig sein, muss dessen Eigentümer diese aber nicht hinnehmen. (BGH-Urteil vom 14.06.2019, Az.: V ZR 144/18).

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