Wohneigentum bleibt gefragt, Finanzierbarkeit entscheidet ĂĽber den Kauf

Der Wohn-Immobilienmarkt in Deutschland hat sich zum Jahresende 2025 weiter belebt. Das zeigt das aktuelle IVD-Wohnungsmarkt-Barometer, eine quartalsweise Expertenbefragung des IVD unter Maklerexperten aus allen Regionen Deutschlands.

Demnach ist die Zahl der Transaktionen im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Zugleich bleibt der Anteil geplanter Selbstnutzung hoch, und viele Wohnobjekte werden wieder vergleichsweise zügig vermarktet. Nach Einschätzung der befragten IVD-Experten ist die Zahl der Transaktionen gegenüber dem Vorquartal im Schnitt um drei bis fünf Prozent gestiegen. Die Hälfte der Einschätzungen liegt in einer Spanne von null bis etwa sechs Prozent.

Bei den Vermarktungszeiten zeigt sich in vielen Wohnsegmenten ein stabiles Bild. Über 70 Prozent der bezugsfreien Eigentumswohnungen im Bestand lassen sich zuletzt innerhalb von bis zu vier Monaten vermarkten – einer der höchsten Werte seit Beginn der Befragungen. Bei Mietwohnungen im Bestand sind die Vermarktungszeiten noch kürzer: Mehr als neun von zehn Objekten werden binnen zwei Monaten veräußert. Bei Ein- und Zweifamilienhäusern verlängern sie sich dagegen spürbar; hier nehmen Vermarktungsdauern von fünf bis sechs Monaten deutlich zu.

Der geschätzte Anteil geplanter Selbstnutzung bleibt nach Einschätzung der Befragten konstant hoch. Die Hälfte der Teilnehmer gibt zuletzt einen Selbstnutzeranteil zwischen 70 und 90 Prozent an. Weitere 25 Prozent sogar einen Selbstnutzeranteil zwischen 90 und 95 Prozent.

Der geschätzte Anteil geplanter Selbstnutzung bleibt nach Einschätzung der Befragten konstant hoch. Die Hälfte der Teilnehmer gibt zuletzt einen Selbstnutzeranteil zwischen 70 und 90 Prozent an. Weitere 25 Prozent sogar einen Selbstnutzeranteil zwischen 90 und 95 Prozent.

Bei der Anzahl der Kaufinteressenten pro Objekt zeigt sich dagegen kein einheitlicher Aufwärtstrend: Rund zwei von drei Makler-Experten berichten von einer gegenüber dem Vorquartal konstanten Zahl an Interessenten. Etwa jeder sechste Experte sieht eine Zunahme, 18 Prozent einen Rückgang. Für Kaufentscheidungen bleibt der Preis das wichtigste Kriterium. Dahinter folgen die Lage und der energetische Zustand. Wenn Wohn-Immobilienkäufe nicht zustande kommen, nennen die Experten vor allem Finanzierungskonditionen, Eigenkapitalerfordernisse und das Preisniveau als Hauptgründe.

Carolin Hegenbarth, Bundesgeschäftsführerin des IVD, sagt: „Wohneigentum bleibt vor allem für Selbstnutzer gefragt. Am Wohnimmobilienmarkt werden wieder mehr Entscheidungen getroffen. Ob ein Kauf gelingt, hängt derzeit aber vor allem von einer tragfähigen Finanzierung, ausreichend Eigenkapital und einem realistischen Preis ab. Wenn die Politik Eigentumsbildung stärken will, muss sie den Zugang zum Wohneigentum erleichtern statt neue Hürden aufzubauen.“

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