©cobe – Hamburg Active City

  • Wohnungen für 9.000 Menschen in der Science City
  • Beschleunigung von Infrastrukturmaßnahmen
  • Nachhaltige Investitionen für die gesamte Stadt
  • Finanzielle Unterstützung seitens des Bundes zugesagt

Hamburg, 23. April 2026 – Der BFW Landesverband Nord, der Immobilienverband Deutschland (IVD) Nord und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) befürworten eine Bewerbung der Hansestadt um die Olympischen und Paralympischen Spiele und sehen darin erhebliche Chancen für Stadtentwicklung, Wohnungsbau und Infrastruktur. Hierfür stehen bereits finanzielle Mittel des Bundes bereit. Zugleich betonen die Verbände, dass für eine erfolgreiche Umsetzung noch wichtige Voraussetzungen zu schaffen sind.

Der Bund hat zugesagt, die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele in Deutschland zu fördern. Nun steht Hamburg im Wettbewerb mit den anderen deutschen Bewerbungen: Berlin, München und der Region Rhein-Ruhr. Eine erfolgreiche Bewerbung würde dazu führen, dass Fördermittel in die Hansestadt fließen und hier langfristig wirken können.

Ein zentrales Element der Olympiabewerbung ist das olympische Dorf, das in der Science City Hamburg Bahrenfeld entstehen soll. Dort ist ohnehin ein neues Wohnquartier vorgesehen. Durch die Spiele könnte dieses Projekt deutlich schneller realisiert werden. Nach den Spielen würde Wohnraum für rund 9.000 Menschen bestehen bleiben – mit einem hohen Anteil geförderter Wohnungen.

Auch im Bereich der Infrastruktur erwarten die wohnungswirtschaftlichen Verbände positive Effekte von der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele. Der dringend benötigte Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs könnte beschleunigt und weiterentwickelt werden. Dadurch würde sich die Mobilität in der gesamten Stadt auch über die Spiele hinaus verbessern.

Über die Bewerbung entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburger selbst. Das Referendum findet am 31. Mai 2026 statt. Vorab besteht die Möglichkeit, sich per Briefwahl zu beteiligen. Die Unterlagen dafür werden sei gestern versandt.

Kay Brahmst, Vorsitzender des BFW Landesverbands Nord: „Um den Wohnungsmarkt zu entlasten und die Mieten stabil zu halten, brauchen wir vor allem eines: mehr Wohnungsbau. Die Olympischen und Paralympischen Spiele können hierfür einen wichtigen Impuls geben – durch beschleunigte Planungsprozesse, neue Quartiere und zusätzliche Fördermittel des Bundes. Diese Chance sollten wir nutzen.“

Carl-Christian Franzen, stellvertretender Vorsitzender des Immobilienverbands Deutschland IVD Region Nord (IVD Nord) für Hamburg: „Eine Olympiabewerbung in Hamburg kann – wenn sie wirtschaftlich solide geplant, finanziert und nachgenutzt wird – erhebliche Chancen für die Stadt, die Bewohner und die Immobilienbranche schaffen. Imagegewinn, verbesserte Infrastruktur und Stadtentwicklung sowie Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum wären für die Bürgerinnen und Bürger von großem Nutzen. Jedoch entstehen diese Chancen für Hamburg nicht automatisch. Sie hängen ab von: sauberem Kostenmanagement, schneller Genehmigungspolitik, echter Nachnutzung, sozialer Balance (Mieten/Wohnraum) und erfolgreicher Umsetzung von Infrastrukturprojekten.“

Andreas Breitner, Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW): „Olympische Spiele wären ein Gewinn für die Stadt. Allerdings müssen auch die Menschen etwas davon haben. Eine attraktive und lebenswertere Stadt an sich ist nicht für jeden ein Gewinn, weil mehr Attraktivität sie teurer machen kann. Es geht also darum, die ,ganze Stadt‘ in den Blick zu nehmen. Neben dem Bau von bezahlbaren Wohnungen geht es um eine tragfähige Infrastruktur – angefangen bei Schulen, Kitas bis hin zu einem leistungsfähigen ÖPNV. Olympische Spiele in Hamburg müssen sowohl Sportereignis als auch Auftakt eines großen Stadtentwicklungsprojekts sein.“


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