In der IVD-Verwalter-Hotline beantworten Experten Fragen aus dem Verwalteralltag. Hier stellen wir eine häufig gestellte Frage und die dazugehörige Antwort vor.

Ein Verwaltungsobjekt wurde zum 30. Juni 2026 verkauft. Der Verwaltervertrag wurde bereits zum 30. September 2026 gekündigt. Tritt der neue Eigentümer automatisch in den bestehenden Verwaltervertrag und laufende Dienstleistungsverträge (beispielsweise: ista Deutschland) ein oder müssen diese neu geregelt werden?

Der Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete“ gilt ausschließlich für Mietverhältnisse und nicht automatisch für einen Verwaltervertrag oder Verträge mit Dienstleistern wie ista & Co. Bestand der Verwaltervertrag ausschließlich mit der Verkäuferin, wird der Erwerber nicht automatisch neuer Vertragspartner. Der neue Eigentümer beziehungsweise die Gemeinschaft müssen die Verwalterbestellung und die weitere Zusammenarbeit entsprechend neu regeln. Auch weitere bestehende Dienstleistungsverträge der Gemeinschaft gehen nicht pauschal auf den Erwerber über. Ob und unter welchen Bedingungen eine Übernahme erfolgt, ist jeweils anhand des einzelnen Vertrags zu prüfen oder zwischen den Beteiligten neu zu vereinbaren.

Ihre Ansprechpartnerin

Bundesverband

Syndikusrechtsanwältin, Fachreferentin Immobilienverwaltung